sonja40
hallole, ich hab da grad ein riesiges problem und hätte mal gerne eure meinung dazu.... mein mann u ich sind so um die 40 und 12 jahre zusammen u haben 3 kids. er ist chronisch krank, jedoch voll arbeitsfähig. jetzt ist es so, dass er sich voll überfordert fühlt mit den kinder. die große hört schon gar nicht mehr auf ihn, weil er nur meckert. die kleine hätte ich verwöhnt und sie sei gar nicht erzogen. ich ertrage meinen mann und sein gemecker einfach nicht mehr und wenn da keine kinder wären...... jedoch weiß ich, dass er hilfe bräuchte, er nimmt keine an. er hätte ja recht zu meckern, wenn die kinder nicht das tun, was er will. wenn er mit den kids bilder malt, würde Freud sich freuen bei der interpretation. sie sagen so viel aus. er ist traurig, will freiheit. er hat so niemanden. macht bisschen sport, aber macht auch nicht wirlich was mit den kindern, weil er die sachen halt nicht mag, die diese mögen. ich verstehe ihn ja auch , vor allem weil er ja nun mal auch krank ist und es ihm oft schlecht geht, aber ich kann nicht mehr...und ich will nicht mehr nur verstehen. ..... will ihm helfen, will die ehe retten, aber wenn er doch nichts dafür tut??? wie denn dann??? habt ihr da noch ideen, oder übersehe ich irgendwas??? weiß nicht weiter, gespräche hören meist so auf, dass er mich schuldig für irgendwas macht..... ich will ihn aber nicht wie eine heiße kartoffel fallen lassen, weil ich ja weiß, dass es ihm nicht gut geht. was soll ich nur machen, bin am ende mit meinem latain, so dass ich ihn schon meist einfach ignoriere. lasst euch mal aus, bitte..... danke und gruß sonja40
hat er depressionen? hälst du das für möglich? kannst du euren hausarzt drauf ansprechen? hast du ihm mal klipp und klar und ohne geschwurbel gesagt, wie du dich damit fühlst und dass du darüber nachdenkst, dich zu trennen, wenn er nichts tut?
ja denke er hat depris, und ich habe ihm das schon klipp und klar gesagt, so haben wir (doc und ich) erreicht, dass er noch körperl. untersuchen hat machen lassen und er mal eine kur machte. aber zum psycho"heini" will er nicht. da krieg ich ihn einfach nicht hin....da müsster er m.e. hin.....hmmm
Magst du sagen, welche chronische Krankheit er hat? Das ist immer schwierig - man kann wegen einer Krankheit schonmal ekelhaft sein (Schmerzen, Darmgeschichten, Juckreiz etc. können einen Menschen wirklich "verrückt" machen), man kann aber auch krank und unabhängig davon charakterlich ekelhaft sein. Und beides muss der Partner nicht zwingend aushalten (können) - oder gar die Kinder. Wozu er m.E. verpflichtet ist, wenn ihm an der Familie liegt, ist, soviel wie möglich gegen die Krankheit zu tun - z.B. bei Depressionen Psychotherapie (und Medikamente, Klinikaufenthalt, was auch immer am passendsten ist).
tja, gegen uneinsichtigkeit ist kein kraut gewachsen, das stimmt schon, ABER bei Depressionen gehört das teils auch zum krankheitsbild. es gibt User hier, die ähnliche geschichten hinter sich haben, solche, deren Partner depressiv ist oder war und solche, die selber darunter leiden. Möglicherweise wird die eine oder andere dich ja anschreiben diesbezüglich...es gibt Paare, beidenen es geklappt hat, die sind da zusammen irgendwie durchgekommen (und das erfordert Mut, Biss, Zähigkeit, leidensbereitschaft und ahrte Kämpfe für beide, eben auch für den gesunden partner) und andere, die es jahrelang wirklich versucht haben, wo es aber zuguterletzt nicht tragbar und auch für die Kinder nicht mehr zumutbar war. Sag es ihm....immer wieder. lass artikel oder broschüren rumliegen, vielleicht hat dein hasuarzt da auch was. sag ihm klipp und klar, dass etwas passieren musst und du bereit bist, es mit ihm durchzustehen, aber NUR, wenn er auch bereit ist, sich behandeln zu lassen, auch vom Psychoheini. Schlag eine paartherapie vor, vielleicht nimmt er es leichter, wenn du mitgehst. such jemand in einem anderen ort, damit die nachbarn nicht schwatzen. und versuch zu bedenken: vielleicht kann er ncihst dafür. aber dennoch musst du nicht alles ertragen! viel glück! berichte, komm wieder!
Frag ihn doch mal, was er denkt, was helfen könnte. Wäre er wirklich glücklich, nur weil die Kinder machen was er sagt? Würde es ihm besser gehen, wenn du dich "richtig" verhälst? Was ist seine Idee dazu, was könnte er seiner Meinung nach ändern? Wenn er wirklich keinerlei Blick auf sich selber hat, wird es sicher schwer werden. Alternativ könntest du versuchen euche beiden eine Auszeit zu geben, dann kann er sich mal ansehen, wie es ist, wenn alle Störfaktoren wegfallen (also nervende Kinder, nörgelnde Frau). Hättest du die Möglichkeit mal für zwei Wochen woanders unterzukommen? Allerdings nur mit Gesprächen vorher, damit sein Bewußtsein angeregt wird!
Seine Krankheit ist schlimm, keine Frage. Ich schätze es ist nun aber schon länger so oder ? Wenn er sich nicht helfen lassen will, dann ist das ok. Es ist sein Leben. Allerdings würde ich dann meine Konsequenzen ziehen. Und 3 Kinder sind es wert, auch eines wäre es schon, die Reißleine zu ziehen. Sonst gehen sie an der gelebten Krankheit des Vaters aus noch zugrunde. Ich will die Krankheit nicht klein reden , wirklich nicht, und Psyche ist ein Arsch ! Aber Du kannst ihm offensichtlich nicht helfen. Deinen Kindern aber. Sie haben das Recht auf eine gesunde Kindheit soweit das geht. Und vielleicht gibt ihm das auch den notwendigen Auftrieb und ein Happy End in 1-2 Jahren.
hallo sternschnuppe, danke für deinen beitrag. ja es ist schon länger so und ja er will nix ändern, er sagt selber, es sei ja sein leben und seine entscheidung. da hab ich nur gesagt, dass er aber eine familie hat, an die er denken muss. ich will ihn nicht verlassen, doch ich bin langsam am ende meiner kräfte ihn immer zu verstehen und aufzubauen und hinterherzurennen. ich mag einfach nicht mehr und weiß nicht, wie ich da raus komme....
Wie geht es denn den Kindern damit ? Wenn er nichts ändern will, dann musst Du für Dich definieren, ob Du das noch willst. Weiss nicht, vielleicht bin ich da zu extrem, in guten und schlechten Zeiten, ja, auch ich habe das versprochen. Aber wenn nur noch einer dafür kämpft, dann hat das in meinen Augen langfristig keinen Sinn. Und gegen Depressionen kann man was machen. In erster Linie bist Du Dir und Deinen Kindern verpflichtet, diese sind von Dir abhängig.Ich würde nicht wollen dass meine irgendwann sagen " In meiner Kindheit war meine Mama nur traurig, unser Vater depressiv, aber Mama ist aus Mitleid bei Papa geblieben "
hast eine pn
wirst Du etwas ändern müssen. Anders geht es nicht. Ändern insofern das du Ihn "wie eine heiße Kartoffel" fallen lässt willst du nicht, also bleibt Dir nur die Möglichkeit dran zu arbeiten. Ich kann Dir nur empfehlen eine Beratungstelle deines Vertrauens aufzusuchen, auch der Kinder wegen, und arbeite an deiner Haltung. Wenn er sieht das Dir da was querschlägt und Du was machst wird er vermutlich mitziehen. Will er denn an der Beziehung halten? Dann wird er erst recht was machen.............Der Weg zu einem Psychologen den er vielleicht braucht ist nicht einfach und grade. Und da muß auch vielleicht der Partner erst mal Alarm schlagen und/oder ein Stück den Weg einschlagen. Die Beratungstellen vom Jugendamt sind kostenlos und schnell verfügbar. Auch grade im Hinblick auf die Situation/Beziehung zu den Kindern. Denn auch für die wird die Situation nicht einfach sein. Aber: Kinder sind kein Beziehungskit...............wenn Du magst darfst du mich gerne anschreiben. Ich könnte Dir vielleicht noch an der einen oder anderen Stelle Hilfestellung geben. Ich selber aus der Sicht des chronischen Schmerzpatienten (ich weiß ja nicht was er hat?) aber auch aus der Perspektive das der Partner nicht in der Lage ist was zu ändern. lg
Hallo, da ich selbst bereits an einer schweren Depression gelitten habe, kann ich dir versichern, dass das Verhalten deines Mannes typisch ist. Allerdings muss ich dir ganz klar sagen, dass du keine Chance hast, wenn dein Mann seine Depression nicht endlich behandeln lässt. Es ist daher unumgänglich, dass er baldmöglichst zu einem Psychiater geht und Antidepressiva einnimmt. Zusätzlich sollte er noch eine teilstationäre Therapie in einer Psychiatrischen Tagesklinik oder stationär in einer Psychiatrischen Klinik machen. Ich denke nicht, dass in diesem Fall eine ambulante Psychotherapie ausreichen würde. Außerdem ist es in den meisten Gegenden sehr schwer, zeitnah einen ambulanten Therapieplatz zu bekommen. Falls sich dein Mann weigert, die o. g. Schritte zu machen, würde ich ihm gegenüber darauf hinweisen, dass dann eure Ehe irgendwann daran kaputt gehen wird. Mit Gesprächen wirst du deinen Mann nämlich nicht mehr erreichen, da er sich dann immer mehr verweigern wird, etwas an seiner Situation zu ändern. Gerne kannst du dich (auch per PN) an mich wenden.
hersagen. Die Depression ist noch nicht diagnostiziert............. Ich fände solche Vorgaben als Ehepartner mehr als anmaßend..........immer schön einen Schritt vor dem anderen machen. lg
Tststs....Charly, natürlich ist es schon diagnostiziert, das Forum hier kann das! MIt Sicherheit!
Hallo,
wichtig finde ich, dass Du nicht aus Mitleid oder wegen der Kinder bei ihm bleibst. Niemand hat etwas davon, wenn Du Dich und Deine besten Jahre opferst, nicht einmal Dein Mann. Bleibe bei ihm, wenn Du eine Chance für Veränderungen und eine Zukunft siehst. Aber nicht, weil er so arm dran ist. Er ist ein erwachsener Mann, und er darf selbst entscheiden, ob er depressiv bleiben oder sich helfen lassen will. Und Du bist auch erwachsen und darfst selbst entscheiden, ob Du dann bei ihm bleiben willst oder nicht. Dein Mann braucht keine Mama oder Krankenpflegerin, und Du keinen weiteren Sohn, oder?
Es klingt banal, aber man muss es wirklich mal genau hören: Jeder Mensch ist selbst für sein Leben verantwortlich, und das gilt auch, wenn man verheiratet ist. Dein Mann darf sich selbst zerstören, wenn er das möchte. Aber auch Du bist für Dein Leben verantwortlich und musst gut auf Dich achten. Dazu gehört auch, dass Du nicht in krankmachenden Lebensumständen bleibst, wenn Du zu dem Schluss gekommen bist, dass eine Veränderung nicht absehbar ist.
Klar ist eine Trennung für Kinder nicht schön. Aber ein Papa, der so gut wie nicht stattfindet und eine Mama, die irgendwann auch depressiv wird (wie viele Angehörige von Depressiven) vor lauter verpasstem Lebensglück, ist auch schädlich. Denn so lernen Kinder: Man muss alles hinnehmen. Man darf nicht weggehen, auch wenn man unglücklich ist. Man muss aushalten und dulden. Ist das die richtige Botschaft?
Solange Du aber noch bei ihm bleiben willst, würde ich darauf achten, dass Du Dein Glück nicht von ihm abhängig machst oder erwartest, dass er Dich doch irgendwann glücklich machen wird, denn das wird er vermutlich nicht - zumindest, wenn er sich nicht helfen lässt. Mach' Dein eigenes Ding, knüpfe neue Kontakte zu Menschen mit ähnlichen Interessen, geh' raus (z. B. in einen Sportverein o ä.), suche Dir Deine Selbstbestätigung und Freude außerhalb. So hast Du eine Chance, auch mal positive Rückmeldungen zu bekommen, Kraft, ein bissel Anerkennung, Freundschaft usw. Dein Mann kann Dir all dies momentan nicht geben, der reicht da allein nicht aus. Du brauchst so etwas aber, um nicht selbst krank zu werden.
LG ![]()
Erkundige Dich mal in stationären Einrichtungen oder auch Tageskliniken. Gerade bei Depressionen gibt es Angehörigengruppen. Ich habe so eine mal besucht , weil eine sehr gute Freundin schwere Depressionen hatte. Mir hat es sehr gut getan sich auszutauschen und mal sprechen zu können. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für Dich, die Dir beim Sortieren hilft. Was willst DU ? Was sind Deine wahren Gefühle ? Mitleid, sich verpflichtet fühlen etc.
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