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beziehungsaus - brauche erfahrungen

beziehungsaus - brauche erfahrungen

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kurz zu meiner situation - ich bin 26 und mein freund 21. wir sind erst seit kurzen zusammen, also seit kanpp drei monaten. ich habe einen sohn aus einer früheren beziehung. er und ich kennen uns schon seit einigen jahren. wir verstehen uns blendend, sind die besten freunde und verbringen jeden tag miteinander (nach der arbeit). er wohnt noch bei seinen eltern, ich habe meine eigene wohnung. er leidet unter angstzuständen und panikattacken, die sich meiner meinung nach in seinem kompletten leben widerspiegeln - immer denken, immer angst. das ist jedoch kein problem für mich und ich möchte ihm zur seite stehen. meine mutter leidet selbst darunter und ich bin damit aufgewachsen - somit ist das auch nichts neues für mich. nun war es seit anfang an so, dass er angst hatte mir nicht zu genügen. ich habe ihm zugeredet, versucht ihm zu verstehen zu geben, dass er wirklich etwas besonderes für mich ist. vor zwei wochen dann kam eine nachricht in der er schrieb "es ist besser, wenn wir im moment nicht zusammen sind. ich bin wohl wirklich zu jung für dich. im moment bin ich so konfus. ich habe mich noch nie so gefühlt. ich hoffe du gibst mir trotzdem die möglichkeit in deiner nähe zu sein." auf das hinauf hab ich versucht ihn anzurufen, er hat aber nicht abgehoben und somit wurde die unterhaltung auf facebook verschoben.... im endeffekt war es so, dass ich ihm gesagt habe, dass ich schon seit ein paar tagen gespürt habe, dass ihn etwas bedrückt und ich ihn auch wenn wir nicht zusammen sind, nicht als freund missen möchte... das klingt jetzt wohl sehr unreif, aber er ist im moment wirklich mein bester freund. ich fühle mich von niemanden so verstanden. im endeffekt war es dann so, dass er her kam, wir uns daruf geeinigt haben freunde zu sein und diesen plan nach zwei tagen wieder verworfen haben, weil wir eben doch mehr als freunde sind. so haben wir jetzt zwei wochen gelebt, bis er gestern wieder damit anfing... er kam her und wir haben gesprochen - er sagte, dass er viel an die zukunft denkt und nicht möchte, falls es mal dazu kommt, dass er geht oder dass unsere beziehung nicht funktioniert, mein sohn darunter leidet. oder dass er ihn dann nicht mehr sehen kann. er möchte es nicht einfach probieren mit uns beiden und darauf ankommen lassen, weil es eben noch den kleinen mann gibt, der nicht daraunter leiden soll. er sagte, dass das für ihn eine große verantwortung ist und er nicht weiß, ob er dem gewachsen ist. er ist der meinung, ich brauche einen mann, der schon reifer ist als er... obwohl ich gar keinen älteren mann kenne, der soviel verantwortung trägt und so diszipliniert ist, wie er (das habe ich ihm aber nicht gesagt). ich habe ihm gesagt, dass er mir klar sagen soll, ob er mit mir zusammen sein will oder nicht, weil ich sonst auch nicht nach vorne gehen kann... er hats mir gesagt... ich bin sehr traurig darüber, verstehe ihn und kann mir so gut vorstellen mit ihm auch zukünftig zusammen zu sein, aber ich möchte ihn nicht mit faulen tricks oder mit sprechen davon überzeugen... ich denke es würde mir gelingen, aber das ist nicht das, das ich will. ich hab ihn später gebeten zu gehen... ich wollte nicht vor ihm weinen, was mir dann beoim verabschieden nicht gelungen ist... er rief mich noch an, als er zuhause war, um mir gute nacht zu sagen und ich habe gehört, dass auch er ziemlich bedrückt war. ich spüre, dass er mit mir zusammen sein will - vielleicht sind es seine ängste, die ihn so sehr binden... ich weiß es nicht. ich weiß auchnicht, wie ich mich verhalten soll... er wird bestimmt anrufen, er wird heute abend kommen wollen (vermute ich jetzt zumindest)... eine freundschaft funktioniert im moment nicht - wenn wir uns sehen, wird bestimmt jedes mal mehr daraus und ich kann nicht nach vorne gehen, aber ich möchte so gerne mit ihm nach vorne gehen... wie soll ich mich heute verhalten? ganz normal? ich weiß nicht, ob ich es schaffen würde, ihm zu sagen, dass er nicht kommen soll oder nicht abzuheben... das hört sich wohl sehr nach kindergarten an... ich hatte schon wirklich ernsthafte und lange beziehungen und bin so ein gefühlschaos nicht mehr gewohnt (meine letzte beziehung dauerte über 3 jahre und ist erst seit einigen monaten vorbei.... ich hänge aber in keinster weise daran) vielleicht könnt ihr mir tips geben... lg anna


glückskugel

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Ganz ehrlich: Lass ihn ziehen! Du wirst mit ihm nicht glücklich werden. Das ist Dir ja eigentlich auch klar. Ist er denn in Therapie mit seinen Angststörungen? Vielleicht könnte ihm (und euch) das helfen. Angststörungen löst man durch (überwachte) Konfrontation und nicht durch Rücksichtnahme. Aber da muss er ganz allein durch.


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nein, er hat nur die medikamente, die er jeden tag nimmt... ja, ich muss ihn ziehen lassen - das spüre ich, aber es fällt mir so schwer... vor allem auch, weil uns ja eine freundschaft verbindet. naja, wenn wir wirklich zusammen eine zukunft haben können, können wir das wohl auch in einem jahr oder irgendwann. oder wer weiß, was sich für mich entwickelt. ich möchte nicht hoffen und ich weiß, dass ich bestimmt nicht ein jahr oder was weiß ich wie lang hoffen werde... ich muss auch raus gehen - ich bin viel zuhause. ich geh nicht fort, aber nicht weil ich nicht die möglichkeit habe, sondern weil ich gerne zuhause bin. ich muss mich einfach ein bisschen dazu zwingen unter leute zu kommen.


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...und gefragt, ob wir heute in der mittagspause zusammensein können, wenn ich will... keine ahnung wie ich damit umgehen soll oder was ich davon halten soll.


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Wenn Du ihn liebst und er Dich, Du mit der Angststörung ansich klar kommst, dann würde ich ihm noch eine Chance geben. Aber nur, wenn er sich einen Therapeuten sucht !! Arbeitet er gerade ? Wenn nicht, dann möge er bitte in eine Tagesklinik gehen, die sind super ! Kann er auch, wenn er arbeitet, muss man eben das Risiko abwägen. Ich habe / hatte auch eine Angststörung, Medis schön und gut, aber dadurch geht sie nie weg. Man muss schon aktiv daran arbeiten ! Wenn er das nicht möchte, dann geh Deinen Weg, dann ist sein Leidensdruck noch nicht hoch genug und er blockiert Dich eher in Deiner Entwicklung. Alles Gute


glückskugel

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Ich hab im Real-Life auch eine Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist. Er kommt auch immer mal wieder an. Verschwindet dann wieder. Will keine richtige Beziehung. Will den Kindern nicht weh tun. Will dann doch wieder mit ihr Frühstücken. Bleibt dann auch mal über Nacht. Taucht wieder zwei Wochen unter. u.s.w. u.s.f. Ich weiß immer gar nicht, was ich da raten soll. Er ist ein voll netter Typ und würde auch super zu ihr passen. Aber schon am Anfang einer Beziehung so ein Theater? Wo soll das hinführen? Aber ich kann auch verstehen, dass man nicht loslassen kann, solange er immer wieder ankommt. Schwierige Sache. LG, Stefanie


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er wird ja wohl nicht im ernst glauben, dass wir wirklich nur befreundet sein können (so wie vor zwei wochen...) ich kann das natürlich jetzt immer weider mitmachen und ich denke, dass es iwann aufhören wird, aber es ist leicht möglich, dass ich dann nervlich schon am Boden bin und mir das dann alles zuviel ist. die freundschaft wird immer bestehen - auch wenn wir uns eine zeit lang nicht sehen... meine gefühle abschalten kann ich nicht, aber sie werden weniger werden, aber nicht wenn ich ihn jeden tag sehe. entweder ich sag ihm also, er soll sich nicht mehr melden oder ich spiele weiter mit. meine vernunft sagt mir, lass ihn gehen... schwer ist das... immer dieses hoffen :(


Mitglied inaktiv

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Ich würde ihm eine klare Ansgae machen zwecks Therapie. Geht er nicht drauf ein, dann lass ihn ziehen .... Geht er drauf ein, dann könnte das ein Anfang sein für Beständigkeit !


Mitglied inaktiv

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wegen der therapie... ich hab ihn schon darauf angesprochen, aber es sieht nicht so aus, als würde er das jetzt machen wollen. sein vater hat das auch und auch er hat das nicht gemacht und somit nimmt er einfach an, dass das nicht absolut notwendig ist. ich habe nur gelernt damit zu leben (wegen meiner mutter) und nicht das zu kurieren. er ist auch noch sehr jung... zwingen kann ich ihn dazu nicht, aber ich werde nochmal mit ihm darüber sprechen. er hat mich im übrigen gerade eben wieder angerufen. ich glaube er weiß nicht, was er wie will. er hat mir gesagt, dass er schon heute in der früh mit dem gedanken aufgewacht ist, mit mir spazieren zu gehen. ach gott, was soll ich denn nur machen? natürlich will ich mit ihm zusammen sein, keine frage... jetzt bin ich konfus o.O


glückskugel

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Ich weiß ja nicht, wie sich die Angststörungen genau äußern. Es gibt da ja verschiedene Formen und Ausprägungen. Wenn er nicht darunter leidet, muss er natürlich keine Therapie machen. Das ist ja dann im Grunde sein Bier. Aber es ist egoistisch, von anderen zu erwarten, dass sie Rücksicht darauf nehmen. Das würde ich auf Dauer nicht akzeptieren, denn es macht dich kaputt. Gerade die Tatsache, dass Du diese Erfahrung mit Deiner Mutter schon gemacht hast, lässt einen hier aufhorchen. Helfersyndrom?


Luni2701

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ich würde ihm wohl ganz klar sagen, dass jetzt mal 2 wochen Pause sind und er sich klar werden soll was er will. Sag ihm das du ihn liebst und mit hm zusammen sein willst, aber das das so nicht geht und er soll für sich entscheiden was genau er will. Dann würde ich aber auch den Kontakt jetzt mal pausieren lassen und nicht drauf eingehen. Wenn er nicht will, soll er diich die nächste Zeit in Ruhe lassen, eben weil du ihn liebst und im Moment dann leider auch die Freundschaft auf eis gelegt werden muss, damit du damit klar kommen kannst. Will er mt diir zusammen sein, dann ist es aber auch ein letztes Versuch, wird er wieder sprunghaft dann hat er dann Pech gehabt.


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es ist so, dass er vor zwei jahren den ersten großen absturz hatte und monatelang nur im bett lag und nicht aufgestanden ist... langsam ist er wieder nach draußen gegangen. er kann inzwischen wieder normal unter leute, aber es ist ein prblem für ihn wegzufahren. wir fahren immer wieder für einen abend raus aus der stadt in die nächste und bisher ist es gut gelaufen. es kann auch sein, dass wir zuhause sitzen und ihn ihm von einem moment auf den anderen die angst hoch kommt... das bedeutet herzklopfen, schweiß usw. er wird dann ganz ruhig und zuckt dann hin und wieder kurz (blöd zu beschreiben)... also so als würde er unangenhem sitzen und kurz seinen rücken durchstrecken. naja, ich bin mit ihm zusammen, weil ihn und mich etwas besonderes verbindet... wir verstehen usn ohne zu sprechen - diese angststörung macht das eben schwieriger - vor allem weil ich das überhaupt nicht nachvollziehen kann und ich nicht weiß, ob seine anflüge von verlassen und freunde sein von ihm kommen oder geleitet sind von der angst... er ist nicht nur für seine 21 jahre ein sehr verantwortungsvoller mensch - er ist sehr liebevoll, auch ehrlich und eben sehr nachdenklich. er denkt an sachen an die ich im traum nicht denken würde (z.b. was ist, wenn unsere beziehung nicht funktioniert, das für mich als mutter der erste gedanke sein sollte...) er arbeitet sehr viel - fast jeden tag. er hat ein eigenes geschöft und wenn diese zu hat, fährt er mit seinem vater auf märkte. nach der arbeit oder auch in der pause sehen wir uns dann. er hat kaum mehr freunde - vor allem seit er diesen absturz hatte und die leute sich von ihm abgewandt haben, dass mir natürlich auch mehr oder minder logisch erscheint, wenn ein 18jähriger auf einemal von der bildfläche verschwindet. mit 18 haben die meisten andere probleme. er schämt sich dafür, er möchte nicht, dass es jemand weiß, aus angst, sie würden glauben er ist verrückt, weil sie nicht verstehen, was er hat. es ist echt kompliziert, er ist kompliziert, ich bin es aber auch...


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So hart es klingt: Ich würde mich verabschieden. Gerade die Tatsache, dass es dir "nichts ausmacht, weil meine Mutter das gleiche hat" lässt bei mir die Alarmglocken schrillen, und hinzu kommt der für euer Alter vergleichsweise große Altersunterschied. Hast du dich mal gefragt, was dir die Beziehung zu ihm gibt? Ob du dir wirklich vorstellen kannst, als Alleinerziehende eine Beziehung mit einem Mann zu führen, der so wenig gefestigt ist, auf den man bei aller Nettigkeit und Nachdenklichkeit immer wird Rücksicht nehmen? Ist das deine Vorstellung davon, wie deine neue Beziehung aussehen soll? Ich frage dich ganz bewusst nicht nach ihm, sondern nur nach dir, weil ich glaube, dass du dir da aus "Gewohnheit" etwas aufbürdest, was auf die Dauer sehr belastend werden wird, und die Tatsache, dass du die Mitverantwortung für die Angststörung deiner Mutter mit übernehmen konntest, heißt nicht, dass du dir das jetzt in einer Paarbeziehung auch noch geben musst. Du wirst da zwangsläufig sehr viel investieren müssen - an Stress, Zeit, Geduld, Verständnis - willst du das? Oder wäre es nicht besser, sich jetzt erst mal komplett abzunabeln, ihn ein halbes Jahr oder länger gar nicht zu sehen und sich dann wirklich auf einer freundschaftlichen Ebene zu begegnen? LG Nicole


Mitglied inaktiv

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wir sind spazieren gegangen und ich habe mit ihm geredet. ich habe ihm gesagt, dass die relität so aussieht, dass wir nur so tun als wären wir freunde und im grunde diese beziehung weiterleben. er hat nichts dazu gesagt - wir sind dann so verblieben, dass er schon davon gesprochen hat, was wir heute abend machen usw. auch wenn mir das nicht leicht fällt, möchte ich ihm heute abend die grenze setzen und ihm sagen, dass er gehen soll, wenn er nicht mit mir zusammen sein will und sich auch nicht mehr melden soll. dass ich ihn als menschen zu schätzen weiß, aber nicht so eine beziehung leben will... auf die gefahr hinauf, dass es dann komplett aus ist. natürlich hoffe ich innerlich, dass er dann zurückkommt. aber ich denke, das risiko geh ich ein. ich habe das gefühl, dass es so ähnlich wie bei einem kind ist, das probiert seine grenzen auszutesten und zu sehen, wie weit kann ich gehen und ich fühle mich inzwischen leicht ausgenutzt. mein vertrauen in diese beziehung ist auch schon um einiges geringer, als sie war - es besteht nur noch die hoffnung. ich muss mir noch genau überlegen, wie ich ihm das sage... vielleicht habt ihr ein paar gute ratschläge. ich möchte natürlich, dass er dann wieder zurückkommt, aber ob das passieren wird.... ich weiß es nicht :( lg anna