Mitglied inaktiv
so, jetzt muss ich auch einmal hier schreiben... ich bin mit meinem latein am ende... ich weiß nicht wie es weiter geht... ich weiß nicht ob ich diese ganze scheiß situation noch objektiv betrachten kann... oh das wird schwierig... mein partner und ich sind seit 6 jahren zusammen...haben eine vier monate altes kind... er ist ein phobiker und es wird immer schlimmer... bis zur geburt unseres kindes haben wir nicht zusammen gelebt. der umzug fand statt wärend ich in der klinik war. davor habe ich in den sechs jahren unserer beziehung nicht ein einziges mal bei ihm übernachtet. ich bin nie abends in seinem arm eingeschlafen und nie morgens neben ihm aufgewacht... er konnte es wegen seiner phobie nicht.... ich kann nicht genau erklären WAS genau da sein problem ist... aber es ging einfach nicht. so manches mal habe ich deswegen schon das ende unserer beziehung gesehen, aber ich liebe diesen mann und ich habe JEDEN tag darum gekämpft weiter zu machen, durchzuhalten. mir gesagt, bald hat er es überwunden... diese beziehung war ansonsten eigentlich perfekt... ich habe ihm nie erzählt das es für mich so schwierig war die bezihung aufrechtzu erhalten... ich wollte ihn nicht unterdruck setzten und ihn damit noch zusätzlich belasten... dann wurde ich ungeplant schwanger... ich ahtte ihm gesagt das ich verstehen könnte wenn er uns nicht bei sich haben kann.... ich habe ihm jede wahl offen gelassen... ich hatte gesagt es kann weiter gehen wie bisher auch.... aber er meinte er will seinem kind ein guter vater sein und er bekommt das schon hin... wie gesagt, der umzug fand statt wären ich im kh war... als ich entlassen wurde zog ich mit dem kleinen bei ihm ein.... seit dem ist alles furchtbar schlimm und ich bin langsam am ende meiner kräfte.... mein partner hat wahnsinnige angst vor krankheiten, er hat immer angst das ihm irgendwie übel werden könnte.... sich übergeben zu müssen ist für ihn die schlimmste vorstellung der welt! und ihm wird auch tatsächlich sehr oft übel.... aber das ist rein psychosomatisch... er steigert sich da so rein, das es tatsächlich auch so passiert... er selbst sieht aer keinen grund warum das so passiert und somit versucht er alle faktoren die dazu gefürt haben könnten auszuschließen... er hat sämtliche lebensmittel aus seinem leben verbannt. er isst nurnoche eine bestimmte abgepackte wurst von du darfst und ein bestimmtes abgepacktes brot- SONST NICHTS! er trinkt nurein ganz bestimmtes wasser. und das seit monaten. er hat dadurch fast 30 kg abgenommen... 90% seiner kleider im schrank zieht er nicht mehr an, weil ihm darin schon mal schlecht war... wir gehen nie ins kino, waren nie essehn, nie freunde oder verwandte besuchen... er wäscht sich permanent die hände...wenn er nach hause kommt geht er duschen... wenn er nochmal rausmuss, geht er anschließend nochmal duschen... die schweinegrippe gab ihm den rest... er hat panische angst davor. allles wird desinfiziert. keiner darf seine sachen anfassen. wir haben getrennte schlafzimmer.... er schläft auf dem sofa.... da darf keiner drauf,weil es ja sein bett ist... als der kleine geboren wurde, durfte ihn niemand anfassen. nur er und ich... weder meine familie noch seine.... er wollte nicht das ich mit dem kleinen rausgehe geschweigedenn mit der bahn in die stadt... das konnte ich ihm gottsei dank ausreden... Aber immer gibt es theater wenn ich meiene familie besuchen will... dann frägt er: wieso musst du immer woanderst hin? gefällt es dir bei mr nicht? und warum kommen die eigentlich nicht mal zu uns?" weil keiner mehr kommen mag! alle meiden sie dieses haus! wenn mal besuch da war kommt er sofort nach hause, egal ob er im geschäft war oder sonst wo, um zu schauen ob seinem kind nichts passiert oder keiner in sein zimmer geht.... das wiederrum trifft auch auf seine phobie und er tigert die ganze zeit in der wohnung rum... keine allzu entspannte atmophäre... das merken ja alle und alle denken das sie stören und keiner amg mehr kommen... wir haben keinerlei soziale kontakte mer... für die feiertage hat er sich 20 packungen wurst gekauft... wärend er einkaufen war hab ich versucht eine dicke eisschicht im kühlschrank wegzubekommen.... als er das später rausbekommen hat, hat er die komplette wurst weggeschmissen weil der kühlschrank bestimmt nicht mer richtig kühl war... Er kann und will sich von einem psychologen nich helfen lasse, seine phobie hindert ihn daran... ich weiß das er mir niemals fremdgehen kann, weil er zu große angst hat sich was einzufangen... ich weiß nicht wo das alles hinführen solll. es wird ja immer schlimmer und er lässt sich nicht helfen! er benutzt ja nochnichteinmal handcreme wenn seine hände vom vielen waschen schon blutig werden! er dankt mir immer für meine tolleranz und sagt mir ich sei der verständnissvollste mensch der welt... das mag ja sein... aber auch mein verständniss kommt an ihre grenzen... ich versuche ja schon diese grenzen immer weiter vor mir herzutreiben aber ich kann sie schon fühlen... sechs jahre habe ich schon gekämpft am leben zu erhalten wo andere vielleicht schon aufgegeben haben... und ich WILL NICHT AUFGEBEN. ich will ihm helfen, aber er lässt micht nicht. ich weiß das dieses leben für ihn bestimmt am schlimmsten ist aber ich weiß mit mir auch nicht mehr weiter... Mir fehlt meine familie schreklich , mir fehlen freunde... mir fehlen einfache nachmittage wo mal jemand gemütlich auf ne tasse tee vorbei kommt... ja angesichts der probleme meines partners hört sich das wohl egoistisch an.... aber ich bin ja immer für ihn da... seit jahren tue ich alles damit es ihm gut geht.... aber wie gesagt, auch ich habe grenzen... ich bin noch nie so oft weinend eingeschlafen wie in diesem haus!
erst mal mein beileid und meine hochachtung, daß du bei diesem kranken mann geblieben bist und bleiben willst. ohne arzt und therapie wird das aber nicht weitergehen können, denk an dich, an dein kind! das ist kein lebenswertes leben. wahrscheinlich wirst du ihn massiv unter druck setzen müssen.
ja ich weiß, aber was ich nicht weiß ob ich weitere kraft aufbringen kann um das zu tun... der weg geht mir ja schon länger durch den kopf, aber ich weiß nicht ob ich es schaffe das durchzuziehn... dafür braucht man auch wieder energie und ich resigniere ja schon bei kleinigkeit... wahrscheinlich brauche ich erstmal hilfe bevor ich weiter helfen kann...
Hallo,sorry aber was erwartest Du? Dein Freund WILL sich nicht helfen lassen und ihm kann nur eine Therapie helfen (wenn überhaupt)...Du kannst ihm nicht helfen. Das ist doch kein Leben was Du lebst, was ist wenn Euer Kind laufen kann/krabbeln kann, auf sein Sofa geht? Entweder Du bleibst da und schaust Dir das Drama weiter an oder Du denkst bei aller Liebe an Dich und Euer Kind und beendest das Drama, zieh wieder in Deine Wohnung,ob Du diese "Beziehung" beendest musst Du wissen, ich könnt so nicht leben, ich weiß auch nicht ob ich da noch lieben könnte... Wie hälst Du das nur aus? LG Sindy
ich halte das aus weil dieser mann mein leben ist ich liebe alles andere an ihm aus tiefster seele und ich will ihm daraus helfen! er WILL sich nicht helfen lassen wegen seiner phobie.. weil diese ihn nicht LÄSST
er WILL sich nicht helfen lassen - das ist doch eine klare aussage!. meinst du, wenn du nur genug kämpfst, dann schaffst DU es? wenn sich bei euch nichts ändert, geht ihr alle drei krachen. vielleicht braucht er, um da wirklich rauskommen zu können, dass du ihm eben NICHT helfen willst. dass du ihm seine eigenverantwortung lässt und ihn mit der realität konfrontierst. vielleicht braucht er den fall. jeder muss selbst an seine grenze kommen. auf jeden fall machen deine hilfsbestrebungen eure dynamik und auch die seiner krankheit nicht gesünder.
Hallo,sorry aber was erwartest Du? Dein Freund WILL sich nicht helfen lassen und ihm kann nur eine Therapie helfen (wenn überhaupt)...Du kannst ihm nicht helfen. Das ist doch kein Leben was Du lebst, was ist wenn Euer Kind laufen kann/krabbeln kann, auf sein Sofa geht?Dann dreht er durch? Entweder Du bleibst da und schaust Dir das Drama weiter an und gehst ein oder Du denkst bei aller Liebe an Dich und Euer Kind und beendest das Drama, zieh wieder in Deine Wohnung,ob Du diese "Beziehung" beendest musst Du wissen, ich könnt so nicht leben, ich weiß auch nicht ob ich da noch lieben könnte... Wie hälst Du das nur aus? Habt Ihr denn körperlichen Kontaktohne daß ihmschlecht wird, wie geht er denn mit Eurem Kind um? Und im Alltag,geht er denn arbeiten,ich kann mir das was Du beschreibst nur schlecht vorstellen... LG Sindy
ja bei uns ist körperlich alles bestens... ich bin ja schon da bevor es ihm so schlecht ging.... er ist liebevol zu seinem kind.... er beschützt ihn ja nur... sein kind tut ihm ja nichts.... und ich ihm auch nicht.... es ist die welt da draussen die ihn belastet.... er ist selbständiger graphiker.... er hat sein büro... bekommt aufträge und gut ists... das bekommt er schon hin...
Du hast Dich doch schon aufgegeben, so wie Du schreibst... Was soll denn aus Eurem Kind werden? Mach doch die Augen auf, Du leidest auch wenn Du diesen Mann liebst,aber anscheinend leidest Du noch nicht genug wenn es nur um ihn geht....
und was wird aus ihm wenn ich gehe? das kann ich nicht verantworten...
was du soeben geschrieben hast. aber auch wenn DU noch nicht soweit bist, gibt es da "no escape". elisabeth hat es ausführlichst geschrieben. SO ist es.
was aus ihm wird?? Er lebt seit Jahren damit und lässt sich nicht helfen, Du bist nicht für sein Leben verantwortlich sondern für Dein eigenes und das Eures Sohnes!! Denk doch mal an Dich und Euer Kind!! Ich seh das wie emfurt, Du bist co-abhängig!!
Ich würde nicht mit einem Mann zusammensein wollen, der mich als "Betüdler" braucht. Daß Du das so siehst zeigt nur, wie tief Du schon mit drinhängst.
Das Problem ist: Ohne Hilfe - sprich Therapie - wird er diese Phobien nicht loswerden. So, wie Du das schilderst, würde ich vermuten, daß ein stationärer Aufenthalt über mehrere Monate fast unumgänglich ist. Du rutschst da in etwas hinein, was ich fast mit Co-Phobie - in Anlehnung an die Co-Abhängigkeit von vielen Alkoholikerfrauen - nennen würde. Du leidest darunter, gestehst es Dir aber nicht zu, weil er "ja so krank ist", Du beschützt ihn und gestaltest Dein Leben um seine Krankheit herum. Auch wenn es hart klingt: Das mußt Du nicht, und Du hilfst ihm damit im Endeffekt auch nicht. Stelle Dich der Tatsache, daß Du ihn nicht retten kannst - das kann er nur selber. Du kannst ihm vielleicht ein wenig dabei helfen, aber er braucht (auch) professionelle Hilfe, und vor allem muß er die ersten Schritte tun. Ich glaube, daß Du ihm mal wirklich deutlich machen mußt, wie sehr Dich die ganze Situation belastet. Du willst ihn nicht unter Druck setzen - das ist sehr edel - aber nicht zielführend. Ohne Druck kommt er da nämlich nicht raus. Was ich machen würde? Ich würde ihm ein Ultimatum setzen: Wenn er sich bis xxxx noch nicht um einen Therapieplatz gekümmert hat, ziehe ich aus! Und das dann auch durchziehen. Zum Schutz Eures Kindes, zum Schutz Deiner eigenen psychischen Gesundheit, und um ihm endlich auf dem Boden aufknallen zu lassen - in der Hoffnung, daß er vom Knall aufwacht - wie ein Alkoholiker. Positiv an der Sache ist: Seine Heilungschancen stehen statistisch viel besser als die Heilungschancen eines Alkoholikers. Was sagen denn andere zu seinen Phobien? Also seine Eltern, seine Familie, Deine Familie, Eure Freunde? Machen die alle den Eiertanz klaglos mit (also bis auf daß sie sich zurückziehen)? Oder traut da sich mal jemand, ihm das Genervt-Sein vor den Kopf zu knallen? Ich denke, Du könntest "Verbündete" gebrauchen.... Gruß, Elisabeth.
niemand versteht ihn.... alle sagen immer nur er sei doch verrückt und solle sich nicht so aufführen... keiner nimmt das ernst... es will sich niemand damit auseinandersetzten... und keiner hält soetwas überhaupt für möglich... die meinen immer nur er habe ja nur keine lust auf seine familie oder freunde...
noch ein klassiker: nur du kannst ihn beschützen, nur du kannst ihm helfen. ohne dich ist er verloren. wertet dich ja auch irgendwie auf....macht dich aber kaputt!!! such dir professionelle hilfe, die brauchst du.
Er ist ernsthaft krank! Das ist keine Umgebung, in der ein Baby aufwachsen sollte. Denk dran, Kinder eifern ihren Eltern nach..Wie soll es werden, wenn das Kind krabbeln bzw. laufen kann? Ich denke, Ihr solltet Eure Beziehung erstmal mit getrennten Wohnungen weiterführen. Er muss eine Therapie machen und Du hst mit Eurem Kind einen Rückzugspunkt, wo Du zur Ruhe kommen kannst. Wenn er das nicht möchte und auch keine Therapie macht, würde für MICH nur eine Trennung infrage kommen.
ich schrieb ja am anfang das ich nicht weiß ob ich diese situation noch objektiv betrachten kann... dannke euch...
ich muss etwas tun, das weiß ich... ich muss nur... kräfte sammeln...
Du musst was tun? Kräfte sammeln? Für was? Und wie lange? Damit Du in einem halben Jahr hier wieder postest? Du machst das die ganze Zeit mit OHNE ETWAS ZU TUN!! Die Tränen die Du oft vergiest helfen weder Dir noch ihm! Du brauchst auch Hilfe, Deinem Freund kann nur eine Therapie helfen die er gehen muss OHNE Dich...sorry aber Du willst es anscheinend nicht objektiv betrachten weil Du viel zu tief mit drin steckst...das arme Kind....
.... gedenkst Du Kräfte zu sammeln?
auch wenn man einen Menschen liebt, muss man sich nicht alles gefallen lassen. Und wenn er dich schon abschottet, weil irgendwas passieren könnte, wie würdest du dann enden. Wahrscheinlich selber in der Klapse. Ehrlich gesagt ohne Hilfe beiderseits würd eure Beziehung nicht positiv enden. Und vor allem euer Kind wird drunter leiden und auffällig werden. Willst du das denn? Denn du sagst einerseits du liebst ihn und einerseits hasst du seine ganze Handlungen. Ehrlich gesagt hab ich das Gefühl du willst Mitleid, statt was zu Handeln. Sorry kann das nicht verstehen. LG Claudia
eher sucht sie Mitleid als Kräfte, denn dann hätte sie schon längst gehandelt. LG Claudia
so etwas zu verstehen, wenn man nie in der situation von co-abhängigkeit war. es ist dann immer ein leichtes zu sagen "geh doch", "kann dich nicht verstehen" usw. wie viele frauen bleiben bei ihren trinkenden, prügelnden männern? eben. claudia
ich habe kein mitlid gesucht, sondern außenstehende meinungen... die habe ich bekommen und sie haben mir weitergeholfen...
wenn sie hier "geschimpft" wird??? ich sehe es nicht als mitleidheischend sondern wirklich in der klemme. aus der klemme kann aber nur ein doc helfen.... bitte geh. bald.
Es ist immer leicht gesagt geh. Aber sie ist ja selber mit sich ja nicht im klaren. Und um ehrlich zu sein sie muss auch ans Kind denken. Was ist das für ein aufwachsen, mit einen kranken Menschen, wenn er sich nicht helfen lässt. Ich kann von mir sprechen. Ich habe Depressionen und auch ängste. Ich habe allerdings mir Hilfe geholt, weil ich an meine Kinder und an mein Mann denke. Und ohne das er selber einsieht er braucht Hilfe, weiss ich nicht ob ich so leben könnte. LG Claudia
wenn er nicht die kraft hat oder die notwendigkeit sieht, dann muss sie drastische maßnahmen ergreifen. das kann sie aber nur, wenn auch sie selbst so weit ist zu handeln. clauida
Dann hoff ich das du für dich und vor allem für dein Kind das beste findest. Denn ich kann nur von mir sprechen. Ich habe Depressionen und ich habe Ängste. Und ich habe mir Hilfe geholt. Ich denke, solange dein Freund/Mann das nicht einsieht kannst du nicht viel machen ausser zusehen, wie sich das verschlimmert oder auf dem Putz hauen *wörtliche Sinne* und Handeln. LG Claudia
das ist richtig. Hoff sie findet für sich für den Partner und für das Kind das bestmögliche. Daumen drücke ich dicke dafür. LG Claudia
auweh.....das hört sich fürchterlich an! Ich glaube fast, Du würdest ihm MEHR helfen, würdest Du ihn unter Druck setzen bzw. irgendwie aktiv werden.... Mit Deinem Verständnis für die Dinge, mit denen er sein eigenes und auch EUER Leben zerstört, hilfst Du womöglich ganz und gar nicht, eher im Gegenteil!!! Du hast Verständnis = er kann so fortfahren = Eurer aller Leben ist mehr oder minder zerstört! Es muss sich nichts ändern, also wird sich auch nichts ändern..... Es ist, als hilfst Du ihm dabei, jeden Tag einen Schritt näher auf den Abgrund zuzugehen. Und selbst gehst Du strammen Schrittes hinterher....im Arm Dein unschuldiges Kind...:-( Er ist ganz offensichtlich krank! Ich frage mich, wie bei seiner Phobie überhaupt dieses Kind entstehen konnte......??? Ich bin kein Arzt, kein Psychologe.... Trotzdem würde ich raten, dass Du aktiv werden und Dich letztlich im Zuge dessen auch mit allen Konsequenzen anfreunden solltest.... Das ist doch kein Leben...... Viel Glück!
Es wird immer schlimmer werden! Von Tag zu Tag, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil es bei dieser Art der Erkrankung immer so ist. Krass gesagt: Wenn er so weitermacht, wird er sehr wahrscheinlich nicht erleben, wie sein Kind erwachsen wird. Helfen kann ihm und auch Dir nur eine Therapie. Und zwar so schnell wie möglich. Lenk den Blick mal auf die Liebe zu Deinem Kind. Dann wirst Du erkennen, dass es keinen anderen Weg gibt. LG, Stefanie
Hallo Du, ist Dir eigentlich klar, dass Babys in dem Alter viel mehr mitbekommen, als wir glauben? Die grundlegenden Wurzeln werden in den ersten 3 Lebensjahren gelegt. Ich sehe es an dem Pflegekind meiner Patentante: das ist mit anderthalb Jahren zu ihr gekommen: sie war unterernährt, Mutter hatte Probleme. Das Kind ist jetzt 18.Jahre: nimmt seit dem 12. Lebensjahr Drogen, spritzt sich Heroin, ist schon mehrfach kurz vorm Tod gewesen: Überdosis Tabletten. Meine Tante hat noch zwei andere Pflegekinder, die später, aber mit besseren Lebensumständen zu ihr gekommen sind. Die sind ganz normale Kinder und meine Tante liebt ihr Drogenkind auch. Sie ist bis jetzt aus jeder Therapie abgehauen. Aus der letzten: sollte 2 Jahre gehen, nach 2 Tagen. Das was Dein Kind erleben muss, ist nicht normal. Soll es später so enden wie Dein Freund? Willst Du ihm die Lebensfreude rauben? Auch wenn Du keine Kraft hast: wenn Du bei ihm bleibst wird Deine Kraft jeden Tag weniger, wie willst Du bei einem Menschen, der es gar nicht für nötig hält sich Dir zuliebe zu ändern Kraft sammeln. Wenn ihm wirklich etwas an Dir liegt, wird er eine Therapie machen. Wenn er nicht dazu bereit ist, dann hat er Dir hoffentlich deutlich genug gezeigt, was Du ihm wert bist. Dann lohnt es sich nicht dafür zu kämpfen. In jeder normalen Beziehung, müssen beide Partner bereit sein, zurückzustecken und Kompromisse einzugehen. Bis jetzt warst immer nur Du das. Jetzt ist er dran. Suche Dir bitte, bitte professionelle Hilfe. Du bist viel zu wertvoll, als das Du dir, dass noch länger antun solltest. Ich würde an Deiner Stelle sofort ausziehen und ihm sagen, dass Du die Beziehung nur aufrechterhälst, vorerst in getrennten Wohnungen, wenn er eine Therapie macht. Bis jetzt gab es keinen Grund für ihn eine zu machen, denn er konnte Dank Deiner Unterstützung so weitermachen wie bisher, ohne auch nur im Geringsten daran zu denken, wie es Dir geht. Wenn er nicht dazu bereit ist, würde ich mich trennen, vielleicht mußt Du sogar bis dahin gehen, damit er auf den Boden der Tatsachen zurückkehrt. Hatte er eigentlich eine Organtransplantation? Bei manchen löst das so eine Phobie aus. Auf jeden Fall: Du kannst und mußt ihm nicht helfen. Hilf vor allem Dir und Deinem Kind.
also überlege Dir was DICH stört an der Situation: a.) Keine Freunde kommen mehr b.) kein ausgehen c.) seine einseitige Ernährung (ja davon würde mir auch schlecht werden von nur Wurst und Brot!) .... Sag es ihm! Was meint er dazu, wenn DU leidest? Ob er leidet lass mal aussen vor.....das kommt dann später Freunde/Familie einladen, ihnen sagen WAS das Problem ist, bitten sich nicht davon abschrecken zu lassen... Meine Freundin hatte, als sie Ihr Pflegekind (5 Jahre alt sehr verhaltensgestört) bekam SEHR darunter gelitten, dass viele Freunde/Bekannte dann nicht mehr bzw. wenig bei Ihr vorbeikommen. Im Endeffekt wusste die nur nicht wie sie mit der Situation umgehen sollten...auch die hätten Hilfe/Tipps gebraucht. Aber meine Freundin war zu beschäftigt mit schreiendem Kind..... Werde egostischer, sonst gehtst Du vor die Hunde! Verständnisfragen: Wie konnte er Dich überhaupt kennen lernen bei sie einer Phopie? Wie läuft das dann (entschuldigung wenn es indiskret klingt!) beim Sex? Da tauscht man ja Körperflüssigkeiten aus? Wie ist es mit einm Kuss (auf Mund?) Merkt er, dass er Dich traurig macht? Wie reagiert er darauf? Starke Nerven und einen klare Sichtweise um den richtigen Weg zu finden! karin
Zu den Verständnissfragen... Unser kind und ich... sind quasi anker für ihn... bei uns geht es ihm besser sagt er.... er hat ja auch keinerlei angst das wir ihn krank machen könnten.... wir dürfen ja auch an seine sachen und auf sein sofa.... wir sind ja nicht das problem.... deshalb ist küssen und sex ja gar kein problem.... ach das ist so kompliziert... schwer verständlich und schwer zu erklären...
In gewisser Weise ebnest Du ihm mit Deinem Verständnis sogar den Weg zum Abgrund (für Euch alle). UNd damit trägst Du eine gewisse Verantwortung (zumindest für Dich und Dein Kind). Eine Verantwortung, die ER derzeit nicht wahrnehmen kann/will (oder wie auch immer). Ich denke schon, dass ihm klar ist, dass sein Verhalten nicht normal ist. Aber er hat nicht die Kraft, auszubrechen. Und Du zeigst und "sagst" ihm, dass es auch nicht nötig ist, auszubrechen. Ich kann es nicht nachempfinden, aber ich denke, dass es für einen kranken Menschen viel Kraft und Überwindung kostet, eine Therapie zuzulassen. Mit Deinem Verständnis gibst Du ihm diese Kraft aber leider nicht.... Seine Not ist durch Dich schlichtweg nicht groß genug, sondern wird subjektiv und oberflächlich bzw. kurzfristig betrachtet, gemildert. Das ist auch der Grund, weshalb er Dir so dankbar ist. Kein guter Grund aber, meiner Ansicht nach! Viel Glück (nochmals)
Mal abgesehen davon, dass ihr euch mMn BEIDE psychologische Hilfe suchen solltet, finde ich den Vorschlag, den Joni gemacht hat, sehr gut. Wäre es denn möglich, dass ihr ihn getrennten Wohnungen wohnt? So hat er seine sichere Zone, und du und das Kind könntet ein annähernd "normales" Gesellschaftsleben führen. Ihr müsst euch nicht trennen, nur eben getrennte Wohnungen haben. Trotzdem könntet ihr noch viel Zeit zusammen verbringen. Ich denke, für das Kind wird es irgendwann wirklich schlimm werden, wenn es das Verhalten einigermaßen einschätzen kann. Du leidest doch auch schon an der Ausgrenzung, oder? Also, wäre das Getrennt-Wohnen machbar? Das Problem an sich löst es natürlich nicht. Aber wenn er nicht bereit ist für eine Therapie, geht ihr alle in der Wohnung kaputt. LG.
Geh mal in Dich und frage Dich: Ist das nicht ein wunderschönes Gefühl, so ein Anker zu sein? Soooo gebraucht zu werden? Für jemanden die Rettung, die Welt zu sein? Poste die Antworten nicht, und schiebe das auch nicht schnell mit einem "Nein, so ist es nicht!" zur Seite. Bewege diese Möglichkeiten, diese Gedanken, mal eine Weile in deinem Herzen.
NOCH seid ihr keine subjektive gefahr für ihn. das kann sich ändern. ihr seid anker, aber ihr seid auch auslöser, da wette ich mit dir. du hast nicht ohne grund nie bei ihm übernachtet, mach dir nichts vor. und anker hin oder her, ER hat die verantwortung für sich und sein leben. willst du wirklich dauerhaft anker sein oder nicht lieber mit einem ebenbürtigen partner gemeinsam segeln? je mehr du ihn stützt, desto tiefer verstrickt ihr euch in gegenseitige abhängigkeiten. wenn du ihm helfen willst, schaue welche hilfen von PROFIS du an ihn heranbekommen kannst. liebe heilt keine phobie.
ist auch symptomathisch für die co´s.
Jepp. Das alles - typische Co-Geschichte. Sehr traurig - gerade für das Kind. Ich bezweifle auch ersthaft, ob das Kind noch so geliebt wird, wenn es irgendwann mal einen MDV anschleppt und auf das Sofa kübelt. Oder ins Bett pieselt. Ausziehen - das muß keine Trennung bedeuten. Therapie für Mama. Therapie für Papa. Punkt 1 und 2 muß Mama durchziehen - und sind in meinen Augen Voraussetzungen für Punkt 3. Ohne Leidensdruck kommt Papa da nicht hin.
das einzige, was dein kämpfen bewirkt ist die symtomaufrechterhaltung. das einzige, was DU tun kannst, ist dich um dich und dein kind zu kümmern. such du selbst dir therapeutische unterstützung, um herauszufinden, ob du so noch leben kannst und willst. die wahrscheinlichkeit dass dein kind psychischen schaden von so einem zusammenleben davonträgt ist ziemlich groß - es erlebt das abnorme verhalten seines vaters und vorbildes tag für tag. DU kannst nichts tun, dass es deinem partner besser geht. da nützt alles kämpfen nichts; das verlangsamt die fahrt in den abgrund höchstens. dein partner hat angst vor dem zusammenleben und tag für tag, sekunde für sekunde wird diese angst bei ihm aktiviert. was spricht, wenn du ihn so liebst (würd ich therapeutisch auch mal abklopfen lassen, wieso es dich so vehement in einer beziehung hält, die dir nicht guttut), gegen getrennte wohnungen? ich sehe keinen grund, und auch sein wunsch, ein guter vater zu sein wird für ihn aus einer gewissen distanz heraus besser möglich sein. gib deinem kind die chance, in gesunden beziehungsmustern aufzuwachsen.
mal abgesehen von den problemen, die ihr daraus habt: es gibt selbsthilfegruppe bzw theapeuten, die sich mit der "angst vorm übergeben" beschäftigen. das ist eine anerkannte erkrankung bzw. eine anerkannte und häufig vorkommende störung. suchdanach mal im internet, da wirst du ganz schnell foren finden, die dir weiterhelfen könnten bzw. ihm. alles gute, meike
hier einer der ersten gefunden links, die erkrankung nennt sich emetophobie http://www.psychic.de/emetophobie-angst-erbrechen.php viel erfolg
Nach deinen Schilderungen handelt es sich nicht um eine simple Phobie, sondern um eine Zwangsstörung. Da eine solche ziemlich gut medikamentös behandelt werden kann (z.B. mit Paroxetin) ist der richtige Ansprechpartner in erster Linie ein Facharzt für Psychiatrie. Therapeutische Unterstützung ist sicher nicht verkehrt, ohne Medikation wird eine solche Störung sicher nicht lösbar sein. Mit der von dir geschilderten Ausprägung der Zwangsstörung ist ein Zusammenleben mit Sicherheit unglaublich schwierig. Ich verstehe deine Not, ihn nicht "im Stich lassen zu wollen", du befürchtest eben bestimmt auch noch eine weitere Verschlimmerung. So gesehen tendiere ich auch - da er offenbar momentan noch nicht zu ärztlicher Behandlung bereit ist - dazu, ihm eine Art Ultimatum zu stellen. Er muss sich helfen lassen, weil ein Zusammenleben in dieser Form eure kleine Familie zu sehr belasten wird. Ihm muss klar sein, dass du das über längere Zeit nicht durchhalten wirst und er euch unter Umständen verlieren wird. Mich wundert, dass sein Leidensdruck noch nicht groß genug ist, dass er von selber noch keine Hilfe gesucht hat. Mach ihm klar, dass es so nicht weitergehen kann und wird. Geht er denn zu einem Allgemeinarzt? Auch wenn der sicher eine fachärztliche Abklärung befürworten wird - zur Not kann auch er erstmal ein Rezept ausstellen, erfahrungsgemäß dauert es ja auch etwas länger, bevor man einen Termin bei einem Facharzt bekommt. Wir haben z.B. in der Praxis (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) momentan eine Wartezeit für Neupatienten von ca. 4 Monaten. Gruß J.
hallo das alles hört sich schlimm an, aber so einfach ist es auch nicht sich zu trennen wenn man den partner liebt. gibt es nicht die möglichkeit nach getrennten wohnungen zuschauen die aber vielleicht nebeneinander sind. das würde dir und dem kind luft verschaffen, aber keine trennung herbei führen. und dann mußt du, für dich und dein kind, ihn unter druck setzten und zur therapie "zwingen" sonst wirst du daran kaputt gehen. wünsche dir ganz viel kraft.
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