Mitglied inaktiv
Guten Morgen, mich würde interessieren, wie die Kinderbetreuung im Ausland aussieht. Mit Interesse habe ich gelesen, dass z.B. in der Schweiz die Kindererziehung nach wie vor hauptsächlich im eigenen Haushalt vonstatten geht. Das heißt, die Männer schuften schwer und die Frauen kümmern sich vor allem um Haushalt und Familie. Hätte ich nicht gedacht. Und wie ist es denn mit Kindergeld im Ausland? Gibt es das überall? Wenn ja, wie hoch? Und Erziehungsgeld? Es würde mich nicht wundern, wenn am Ende herauskommt, dass es in D vielleicht sogar einfacher ist, Kinder großzuziehen als in anderen Ländern... :-) Freu mich mit Interesse auf Eure Antworten. VG Jacky
Habe dies hier gefunden-weiss aber nicht wie aktuell das ist und ob das so stimmt ;o) Erziehungsgeld: Belgien: Keine besondere Leistung. Dänemark: Steuerfinanziertes universelles System. Deutschland: Steuerfinanziertes System für die gesamte Wohnbevölkerung. Griechenland: Keine besondere Leistung. Spanien: Keine besondere Leistung. Frankreich: Erziehungsgeld (allocation parentale d'éducation, APE): Leistung an einen Elternteil, der seine Erwerbstätigkeit unterbricht oder reduziert. Irland: Keine besondere Leistung. Island: Keine besondere Leistung. Italien: Keine besondere Leistung. Liechtenstein: Kein Anspruch auf Erziehungsgeld (abgesehen vom Mutterschaftsurlaub nach Tabelle IV). Luxemburg: Erziehungsgeld (allocation d'éducation): Geldleistung als Anerkennung der Erziehungstätigkeit. Niederlande: Keine besondere Leistung. Norwegen: Siehe Elternschaftsgeld (fødselspenger) in Tabelle IV "Mutterschaft". Österreich: Das Kinderbetreuungsgeld ist eine Familienleistung, die unabhängig von einer früheren Erwerbstätigkeit oder einer Pflichtversicherung gewährt wird. Portugal: Keine besondere Leistung. Finland: Keine besondere Leistung. Schweden: Keine besondere Leistung. Vereinigtes Königreich: Keine besondere Leistung. Allerdings sehen die meisten anderen Sozialleistungen Kinderzuschläge vor.
hi ich bin schweizerin und wir leben in der schweiz. bei uns arbeiten 70 % aller mütter. es ist aber so, dass bei uns die kinder frühestens mit 5 jahren in den kiga kommen. viele erst mit 6! mit 7 fängt dann die schule an. staatliche krippen gibt es sehr wenige. die mütter die arbeiten, geben ihre kinder meistens zu den grosseltern oder in die krippe oder tagesmutter. aber es ist sehr schwer einen platz zu bekommen. wir bekommen kinderzulagen. die höhe ist von kanton zu kanton verschieden. es ist zwischen 130 und 350 franken pro kind (bundesangestellte bekommen um die 300) wir z.b. bekommen fr. 160.-- sonst bekommen wir nichts. erziehungsgeld und solche sachen kennen wir nicht. das leben in der schweiz ist für eine "normal situierte" familie nicht einfach. die wohnungen und die krankenkassen sind viel zu teuer (wir bezahlen für beides ca. 2000 franken pro monat). essen ist auch ca. doppelt so teuer, wie bei euch in deutschland. immer wie mehr familien kommen mit einem einkommen nicht mehr aus. hätten wir ein zweites kind, könnten wir uns auch nicht mehr leisten, dass ich zuhause bleibe. die kinder als baby und kleinkinder bereits in einer krippe betreuen zu lassen, geht mir persönlich total gegen den strich. das ist halt auch ein grund, weshalb bei uns in der schweiz viele paare nur noch 1 kind bekommen. liebe grüsse aus der wunderschönenen aber sehr sehr teuren schweiz veralynn
was ich noch erwähnen wollte: mutterschaftsurlaub kennen wir erst seit ca. 1 jahr. vorher war es zwar verboten die ersten 8 wochen nach der geburt zu arbeiten, gestlichich bekam man aber nur mutterschaftsgeld für 3 wochen!!!!! seit letztem jahr bekommen die frauen bei uns in der schweiz mind. 16 wochen bezahlt nach der geburt. erzeihungsjahr usw. kennen wir nicht. wenn wir nach der geburt nicht mehr arbeiten möchten, ist der arbeitsplatz weg!
High, Veralynn hat alles schon genaustens ausgeführt. Noch schlechter dran sind halt nur die Frauen die eben KEINE Mütter / Schwiegermütter / sonstige Familienmitglieder haben, denen sie die Kinder geben könnten. Der Staat schaut einfach weg und überlegt eher noch, Krippen zu schliessen anstatt Kinderbetreuung zu fördern. Darum raufe ich mir auch immer etwas die Haare, wenn "daheim" in Deutschland die Kids mit 3 in den KiGa können, zu einem Spottpreis. Und immer wenn ich Gejammer höre darüber wie schlecht es in D geht, erzähle ich dass in der Schweiz der Liter Milch 1,50 Euro kostet und die Butter 2,50 Euro, ein Salat ist nicht unter 1,50 Euro zu haben. Eine Wohnung auf dem Lande mit 4-5 Zimmern kostet min. 1500 Euro. Noch Fragen? Kopf Hoch und positiv denken, wenn auch in Deutschland harte Zeiten angebrochen sind - dort sind Europaweit (!) die günstigsten Preise in punkto Lebensmittel vorhanden und die Betreuung für Kleinkinder existiert auch (wenn auch bestimmt mit Wartelisten für den KiGa). Ciao, Nicki
bekommt man 8 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt Wochengeld, errechnet sich aus dem Durchschnittsgehalt der letzten 3 Monate. Danach gibt es bis zu 2,5 Jahre Erziehungsgeld, aber nur 2 Jahre Kündigungsschutz. D.h. wer 2,5 J. zu Hause bleibt muss damit rechnen dass der Job weg ist. Dafür kriegt man Erziehungsgeld ca. 400,-- weiß ich nicht genau. Es gibt Tagesmütter, in NÖ sind die einkommensabhängig und ich habe 1,--/Std. bezahlt. Ab 3 gibt es Kiga und der ist in NÖ kostenlos am Vormittag. Plätze gibt es bei uns genug, weiß nicht wie es in Wien ausschaut z.b. oder auf dem Land. Die meisten Frauen bleiben aber 1,5 bis 2 Jahre zu Hause, zumindest die die ich kenne. lg max
bekommt man definitiv kein Erziehungsgeld. Kindergeld gibt es nur fuer beruftaetige Frauen, bis zum vollendeten 3.LJ des Kindes. Das heisst, nur, wer sein Kind weggibt nach der Geburt, bekommt Geld. Ist total paradox, aber wahr. Fuer den staatlichen KIGa zahlt man bereits um 100€ im Monat. Man kann die Kinder aber ab dem 1. LJ hinbrigen. Private KiGae nehmen ab dem 3 Monat auf. Ich zahle fast 200€ fuer den KiGa meiner Tochter, von 9.00h bis 16.30h (sie geht aber nur bis 14.15h). Das Leben ist sehr teuer geworden, die Loehne sehr niedrig. Ich verdiene 600€ monatlich, 200€ gehen fuer den KiGa ab. Ein Broccoli oder Blumenkohl kostet z.Z. etwa 3.50€. Ein Kilo Moehren 2,50€. Das Gemuese ist fast unerschwinglich geworden. Unwichtige Dinge sind guenstig (Zigaretten, Alkohol), weil wir steuerfrei wohnen (Kanarische Inseln). Alles in allem ist Kinder bekommen hier fast unerschwinglich geworden fuer Auslaender. Die Hiesigen haben ja Familie zur Betreuung - ich nicht. Werde deshalb nach Kiel zurueckkehren!! LG Stephie
bekommt man Kindergeld wie in Deutschland auch. Ist allerdings etwas weniger. Kinderbetreuung gibt es ausreichend und ist sehr gut. Von Kinderkrippe, Kindergarten, Vorschule, Tagesmutter und Kindermädchen ist alles vorhanden. Es ist allerdings auch unglaublich teuer. Ich bezahle für zwei halbe Tage und einen ganzen Tag die Woche (wird nach Stunden berechnet) 135 € pro WOCHE!! Bei uns ist Nr. 2 unterwegs und ich mir dann sehr gut überlegen, ob es sich noch lohnt arbeiten zu gehen. Viel über bleiben wird da nicht.
Stell dir Frage doch zusätzlich nochmal im Forum "mehrsprachig erziehen" - da sind ja auch noch mal besonders die Muttis mit Auslandserfahrung.
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