Ängstliche!
Hallo, meine Kleine ist 3,5 Jahre und geht seit September in den Kindergarten. Die Zeit vorher war sehr anstrengend und ich war anfangs überzeugt definitiv nur ein Kind. Dann hab ich wieder damit gehardert. Als der Kindergarten losging und lief war ich mir sicher, es wird besser.... tja jetzt sind aber Ferien und es ist Winter, dazu bin ich noch angeschlagen also krank, also ist es für mich noch anstrengender sie zu beschäftigen.. Jetzt merke ich halt wirklich schmerzlich die Nachteile eines Einzelkindes. Sie hat zwar eine Cousine in gleichen Alter aber die ist momentan im Urlaub. Sie hat noch 3 Cousins die wohnen aber ca. 60 Kilometer weg und da wir krank waren konnten wir die nicht sehen. Ich komme jetzt wieder weniger klar damit das sie Einzelkind ist da ihr auch öfters langweilig ist. Mich beschäftigt das. Es wird aber definitiv kein zweites Kind geben, da ich diesen psychischen Stress nicht gewachsen bin bzw. ist mir mit ihr schon teilweise alles zu viel. Ausserdem bin ich bald 41 Also da gibt es schon risiken. Ich hätte gedacht es wird besser mit dem Selbstbeschäftigen aber irgendwie wird es immer fordernder....für mich ist es ein problem den Tag mit ihr rum zu kriegen, auch wenn es für manchen blöde klingt. Man ist "immer allein" ihr wisst was ich meine. Bitte gebt mir ein paar aufmundernde Worte oder verratet mir wie ich klar komme damit das sie EInzelkind bleibt. Hoffe es wird besser wenn das mit den Freunden los geht im Kindergarten? Oder doch wenn sie älter wird? sie ist ja doch noch sehr jung. Ganz wichtig eigentlich, ich will nicht das sich meine Bedenken irgendwie auf sie übertragen, eigentlich wäre mir ein Kind lieb das gerne Einzelkind ist, gibt es ja auch.....
Meine Tochter ist auch Einzelkind. Ich glaube es kommt auch auf den Charakter des Kindes an ob es sich gerne alleine beschäftigt, nicht nur darauf, ob es ein Einzelkind ist. Meine Tochter beschäftigt sich ganz gut alleine. Klar, wenn man jeden Tag nur zuhause ist fällt einem die Decke auf den Kopf. Seid ihr nur zu zweit? Arbeitet der Papa den ganzen Tag? Zusammen kann man natürlich mehr machen. Wenn ihr zu zweit seid würde ich auf jeden Fall jeden Tag rausgehen, Spielplatz etc., damit ihr nicht nur daheim seid. Natürlich kann man auch mit Kiga-Freunden was ausmachen. Oft hilft es auch, am Anfang mitzuspielen und dann irgendwann wegzugehen , da spielt meine Tochter dann alleine weiter. Fazit: Ich glaube nicht, dass es mit zwei Kindern weniger anstrengend ist als mit einem.
Meine Kinder sind etwas über 3 Jahre auseinander. Also in dem Alter deiner Tochter war mein Sohn auch quasi Einzelkind. Also es wäre für dich ganz sicher nicht einfacher, wenn du zwei Kinder hättest. Meine sind jetzt 4 und 7 und ja, ab und zu finden sie ein gemeinsames Spiel und sind eine Weile beschäftigt. Aber genauso oft streiten sie sich, wollen beide gleichzeitig etwas von mir (oft das Gegenteil!) und ganz ganz selten geht jeder seiner eigenen Beschäftigung nach und brauchen mich nicht. Ich weiß, es kann sehr kräftezehrend sein, alleine als Spielpartner für ein Kleinkind zur Verfügung zu stehen. Es ist aber doppelt so anstrengend, wenn man selbst wenig Ressourcen hat (Krankheit, Schlafmangel, Sorgen, Stress...). Und dazu kommt noch, dass Kinder oft besonders anhänglich sind, wenn sie selbst nicht fit sind, ihnen die Decke auf den Kopf fällt, oder reagieren auch sensibel, wenn die Mama krank ist und gewohnte Dinge nicht mehr kann. Es klingt so, als ob bei euch alles zusammenkommt gerade. Das wird bestimmt von selbst einfacher, wenn sich die Situation bessert. Wie gut sich Kinder alleine beschäftigen, ist teils Charakter und teils Gewohnheit. Wenn du bisher sehr viele Spielideen angeregt hast und sehr involviert warst, dein Kind zu beschäftigen, dann kannst du das so langsam zurück fahren. Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren, aber in etwa in dem Alter können die Kinder anfangen, es zu lernen. Zusätzlich zu dem, was meine Vorrednerin schrieb (zusammen anfangen, dann Kind alleine lassen), empfehle ich auch möglichst wenig ein Kind aus dem "Flow" rauszureißen, wenn es sich gerade auf ein Spiel konzentriert. Also wenn du siehst, dass es mit der Spielküche hantiert, nicht kommentieren "Oh, für wen kochst du eine Suppe", sondern einfach machen lassen und deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten. Mir fällt auf, dass manche Eltern sich ständig (gutgemeint) ins Spiel eines Kindes einmischen und ihm so gar nicht die Gelegenheit geben, eigene Spielideen zu entwickeln und auch mal mit sich alleine zufrieden zu sein. Zusammengefasst: Mit einem kleineren Geschwisterchen hättest du es jetzt bestimmt nicht einfacher. Wenn die Krankheitsphasen vorbei sind, und ihr wieder mehr raus könnt, wird es bestimmt besser. Spielplätze und/oder Playdates mit Freunden lohnen sich in dem Alter auf jeden Fall. Generell möglichst viel Zeit außerhalb des Hauses verbringen, wenn euch beiden die Decke auf den Kopf fällt. Ab und zu Ausflüge einbauen, die neuen Input liefern (Zoo, Museum, Park, Wald oder einfach mal mit Zug/Bus in die Nachbarstadt). Und parallel das alleine beschäftigen immer wieder üben. Dann wird das schon!
schieb es nicht aufs einzelkindsein. geschwister spielen nicht immer gerne und gut zusammen. und wenn sie sich ständig in die haare bekommen hast du mit 2 noch mehr trouble als mit 1. außerdem glaube ich dass kinder in ihre geschwisterkonstellation so reinwachsen wie die eltern es ihnen beibringen. wenn du so haderst wird dein kind auch hadern. wenn du fein damit bist wird dein kind auch fein damit sein. ist bei geschwistern auch so. nicht alle kinder sind glücklich darüber (mehrere/viele) geschwister zu haben. und es kann sogar mal so und mal so sein. ich habe meinen bruder geliebt als wir klein waren, als wir beide in der pupertät waren haben wir uns gehasst. ich glaube es ist für dich eher ein problem als für dein kind. du bist scheinbar keine frau die spaß daran hat sich mit (kleineren) kindern zu beschäftigen. das ist völlig ok, ich bin das auch nicht. ich bin eine ganz schlechte spielpartnerin für unsere kinder. mein mann kann das einfach besser und hat spaß daran, ich kann es nicht und hasse es. vielleicht geht es dir besser wenn du das einfach als tatsache anerkennst und dich nicht mehr unter druck setzt weil man das als "gute mutter" können und mögen muss. muss man nicht! es gibt dinge die okay sind für mich. vorlesen, zoo, museum, spielplatz, schwimmen, malen. wobei ich ehrlich zugebe dass ich die kinder dabei gerne eine weile sich selbst überlasse bzw. nebenbei "mein ding" mache. also hör auf zu hadern und suche etwas was dir spaß bringt und wo ein kind nicht stört bzw. ein wenig mitmachen kann. das muss nicht die lieblingsbeschäftigung des kindes sein. was hast du denn für hobbies?
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