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Einschlafen mit Papa

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Einschlafen mit Papa

Bettina8

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Hallo, unsere Tochter ist 2,5 Jahre alt und schläft bei uns im Familienbett.  Sie lässt sich immer nur von Mama ins Bett bringen. Papa hat keine Chance.  Sie schreit ununterbrochen nach Mama und steigert sich da sehr rein.  Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tipps?  Danke und liebe Grüße 


TatsächlichLiebe

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Antwort auf Beitrag von Bettina8

Wir wechseln uns ab, haben 2 Kinder, und jeder bringt ein Kind ins Bett. Wenn der Kleine mit ebenfalls ca. 2,5 nach einer bestimmten Person verlangt, diese aber gerade nicht dran ist, sagen wir klar, dass heute eben Mama/ Papa dran ist und morgen wieder der andere. Das gibt Gemecker, wird aber schließlich akzeptiert.  Wenn das Kind aber später aufwacht und beim Anblick von Papa nicht aufhört nach Mama zu rufen, dann kommt die Mama auch und umgekehrt.  Kommt also drauf an, wieviel Aufstand das Kind macht. Ist es nur Gemecker, entscheiden wir, steigert es sich rein und scheint wirklich gerade einen bestimmten Elternteil zu brauchen, folgen wir dem Kind entsprechend. 


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe

Ich finde, man muss da die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen. Bei uns hatte Papa zu wenig Geduld für Einschlafbegleitung, daher war Mama die ersten Jahre fast immer dran. Aber mit ca. 2,5 Jahren war ich abends regelmäßig außer Haus und dann ging es mit Papa plötzlich doch ganz gut. Dafür macht Papa jeden Abend die Kinder bettfertig. Daher mein Tipp, zu überlegen, warum Papa Kind ins Bett bringen soll: - Weil Mama abends außer Haus ist? Dann würde ich einfach dran bleiben. Je nachdem was sich für euch besser anfühlt, übernimmt Papa die Rituale von Mama oder führt eigene ein. (Letzteres wird überraschenderweise manchmal vom Kind besser angenommen.) - Um die Carearbeit besser aufzuteilen? Da würde ich lieber an einer anderen Stelle als beim Schlaf ansetzen, wenn das Kind stark protestiert. Vielleicht kann Papa zum Beispiel am Wochenende früh mit dem Kind aufstehen und Mama schläft aus. Es bringt ja nicht, wenn Kind schreit und ewig zum einschlafen braucht - da kann Mama im Wohnzimmer sowieso nicht entspannen. - Weil Mamas Nerven blank liegen, weil das einschlafen lange dauert oder auf eine andere Art anstrengend ist? Dann würde ich es probieren, wenn Mama außer Haus ist. Oder vielleicht hilft es, etwas anderes an der Einschlafsituation anzupassen. (Zeitpunkt, Licht, Musik...) Generell würde ich Machtkämpfe vor dem Einschlafen vermeiden, wenn möglich.


Chriss123

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Antwort auf Beitrag von Bettina8

Ja, kennen wir. Solange ich zu Hause bin, besteht unsere Tochter auf mich. Da wir es nur versucht hatten, damit Papa sie mal ins Bett bringen kann, wenn ich beruflich unterwegs bin, war ich also abends mal testweise weg. Da ging es dann problemlos. Wenn ich wirklich mal ein paar Tage am Stück weg muss, klappt das auch. Wenn ich zu Hause bin, mach ich es allerdings nach wie vor und vermute stark, dass es andernfalls auch Protest gäbe. Für ein Kind ist es einfach echt schwer erklärbar, warum Mama nach Jahren des ins Bett bringen, nicht mehr greifbar ist. Das ist so einer der am leichtesten aus dem Ruder laufenden Momente des Tages: alle sind müde/erschöpft und die meisten Eltern wollen nach dem ins Bett bringen ja 'noch was schaffen'. Daher gehen wir da den Weg des geringsten Widerstands, damit sie schnell und stressfrei einschlafen kann. Grundsätzlich lässt sich ja eigentlich alles umgewöhnen, wenn man nur lange genug dran bleibt. So 2-3 Wochen muss man da aber oft das Geschrei aussitzen und das war es uns nicht wert.