MissSvea
Hallo an alle Eltern mit Kleinkind und Baby, meine große ist 3,5 Jahre und ein gefühlsstarkes forderndes Mädchen. Oft auch unglaublich süß und ich liebe meine Kinder natürlich aber es ist anstrengend. Die kleine wird bald 9 Monate. Und ich drehe grad total am Rad. Ich habe keine Minute für mich. Mein nervenkostüm ist dünner als Papier. Und ich "überlebe" einfach nur noch. dabei gibt es eigentlich auch viele schöne Momente. Gibt's jemand dem es ähnlich geht / ging? Wann wurde es etwas leichter? Mir war ja klar dass es nicht leicht wird aber das Ausmaß - dass ich so am Limit bin, damit habe ich nicht gerechnet. Würde mich über einen optimistischen Austausch freuen.
Hm, ich weiß nicht genau, was ich sagen soll, da Du im Titel um positive Erfahrungen bittest und gleichzeitig fragst, ob es jemandem ähnlich geht/ ging, denn letzteres ist ja oft nicht so positiv. Letztlich sind solche 2 Kinder in dem Alter süß und es gibt viele lustige und schöne Momente. Aber die Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse, das Schlafen läuft anders ab, sie essen noch nicht das Gleiche... Bei mir mit fast 5,5 und gut 2,5 ist es leider auch noch sehr herausfordernd. Wir haben keine Unterstützung in der Familie, Babysitter war nicht so toll, sodass wir alles allein machen. Das ist schon sehr kräftezehrend. Während wir arbeiten, sind die Kinder natürlich betreut. Aber alles drumherum bleibt anstrengend. Es ist aber ganz oft wie gesagt auch schön und lustig und manchmal denke ich, wenn sie allein losziehen in ein paar Jahren, wünsche ich mir zurück, so viel mit ihnen zusammen sein zu können. Uns fehlen einfach Pausen. Das ist ganz klar. Wenn Du irgendwen hast, der Dir mal ein Kind abnimmt, nimm es an. Aber keine Zeit für sich zu haben...Das ist hier an der Tagesordnung. Ich schau im Haushalt schon lange nicht mehr soooo genau hin. Da haben wir den Saugroboter und ein ganz einfaches Wischsystem für zwischendurch. Das hilft schon sehr. Würde ich den Wocheneinkauf, das nenn ich meine sozusagen- Pause, nicht so gerne machen, würden wir einen Lieferdienst nutzen. Es ist nicht einfach, 2 kleine Kinder sind einfach anstrengend. Das sagt und bestätigt mir jeder. Eine Bekannte sagte mir, wenn das kleine Kind 3 wird, würde es leichter, weil dann ein besseres Verständnis da wäre. Mal sehen..das große Kind ist heute noch oft eine Herausforderung.
Danke für deine antwort! Ich bin ja schon froh um Austausch. Dass es anderen wohl ähnlich geht und wie man es einfacher halten kann bzw. wie man die Perspektive ändern kann. Irgendwann wird einem das alles wahrscheinlich fehlen.
Bei uns ist der Abstand nur wenige Monate größer als bei euch. Ja, ich fand es in der Babyzeit auch sehr anstrengend. An der Situation kannst du nur wenig ändern, da die Bedürfnisse der Kinder nun mal da sind. Aber du hast vielleicht eine Stellschraube an deiner Einstellung und deinen Prioritäten: Es muss nicht alles perfekt sein, das bekommt kein Mensch hin 😉 weder der Haushalt, noch können die Kinder ständig glücklich und zufrieden sein. Dein Wohlergehen und deine Bedürfnisse müssen auch manchmal Prio 1 haben. Damit tust du sogar indirekt deinen Kindern etwas Gutes. Erstens lernen sie, Rücksicht auf andere zu nehmen, zweitens können sie sich abschauen, wie man seine eigenen Bedürfnisse äußert und drittens haben sie eine ausgeglichenere Mama 😁 Also gehe in dich, an welchen Punkten du vielleicht deine Ansprüche herunterfahren kannst. Und überlege dir, was du für dich selbst Gutes tun kannst. Sei es ein ausgiebiges Bad jeden Sonntag, Sport, Freundinnen… Das schlimmste in der Phase fand ich das Gefühl, dass mein kompletter Tag fremdbestimmt war. Und da hilft eine kleine regelmäßige Auszeit, in der du selbst über deine Zeit bestimmst, schon sehr. Jetzt sind meine 4,5 und 7,5 Jahre alt und es ist deutlich entspannter. Natürlich nicht wie Südseeurlaub, aber es fühlt sich nicht nur nach "Tag überstehen" an. Mittlerweile spielen die Kinder auch richtig ausdauernd miteinander und wir sind richtig als Familie zusammengewachsen. Ab wann genau das so ist, kann ich nicht genau sagen. Aber mit ca. ab da, wo K2 3 Jahre alt ist, könnte grob hinkommen. Das gemeinsame Spielen hat auch erst ganz langsam angefangen, als K2 ca. 2,5 Jahre war. Also durchhalten, das lohnt sich auf jeden Fall 😁
Danke für die nette Rückmeldung! ☺️ Das macht Mut und ich denke du hast Recht. Man darf sich ab und an Pausen nehmen um wieder mit mehr Elan Mami zu sein. Schöne Gedanken! Da werd ich was umsetzen!
Meine Kinder sind jetzt 11, 8, 7 und 4 mit Altersabstand zwischen 3 Jahren und 19 Monaten. Es ist wie die anderen schon geschrieben haben: Ansprüche anpassen und Hilfe suchen und auch annehmen. Du schreibst nichts über andere Bezugspersonen; was ist mit dem Vater, Großeltern, Verwandte, Freunde, andere Eltern, Kindergarten ... Mit wem kannst du dich austauschen, wer unterstützt dich? Geht die 3,5jährige in den Kindergarten? Es wird anders je älter die Kinder werden. Zum einen weil man selbst mehr Routine hat und ein eingeübtes Netzwerk, zum anderen ändern sich die Bedürfnisse.
Wir haben den gleichen Abstand. Ich fand das Alter eine der schönsten Phasen. Wir hatten aber auch Entlastung. Such dir eine Möglichkeit der Kinderbetreuung! Krippe, Kita, Kindergruppe, Sportgruppe, Kunst, musikalische Früherziehung... Ab 3 gibt es zunehmend mehr Angebote ohne Mama. Etwas alleine zu erleben, Dinge zu machen, die Babys nicht können.. das ist gut fürs Selbstgefühl der Großen! Und hol den Papa mehr mit ins Boot. Auch er kann mal ein paar Stunden beide Kids bespaßen!!! Bei uns hatte Kind groß 8-15 Uhr einen Kindergartenplatz. In der Zeit hatte ich Zeit fürs Baby. Und zu mindestens einem Schläfchen für mich. Nicht für Haushalt. Der ist hier im ersten Babyjahr nicht so wichtig. Wochenputz machen wir am Samstag alle zusammen. Für das tägliche Nachputzen gibt es den Staubsaugerroboter (ich liebe ihn!) Einkaufen mochten zum Glück beide Kinder sehr gerne (Kind groß mit eigenem Wagen, darf selbst die Sachen einladen... dauert länger, aber das ist egal) Unsere Kita ist zeitlich sehr flexibel. Wenn Baby gut drauf war und ich Kapazität hatte, habe ich früher geholt. Wenn ich an der Grenze war, hab ich die Zeit voll ausgenutzt. 1x pro Woche bin ich abends erst zur Rückbildung, später zum Sport. Ohne Kinder. Am Wochenende hatte oft der Papa Kind klein und somit der Große ein paar Stunden seine Mama exklusiv alleine. Mittwoch Nachmittag war Papa-K2-Zeit. Die Exklusivzeit war für Kind groß sehr, sehr wichtig. Und die Aufgabenteilung für unsere Beziehung sehr gut. Es ist einfach was anderes, Dinge zu sehen oder selbst hautnah zu erlebt, was es heißt über längere Zeit beide Kids zu haben, sich gleichzeitig ums Kochen zu kümmern und alle Katastrophen aufzufangen. Heißt im umkehrschluss: wenn der Papa dran ist, ist es nicht deine Aufgabe, das alles nebenbei doch zu erledigen! Der Papa hat hier natürlich ebenso Anrecht auf me-time! (mit Ruhezeiten für dich sind die paar Stunden mehr keine echte Herausforderung ;)
Du hast es vermutlich nicht so gemeint, aber bei dir klingt es schon sehr "locker flockig". Da habe ich die Altersphase etwas anders empfunden. Du hattest anscheinend ziemlich gute Voraussetzungen: Kitaplatz, ggf. weitere Unterstützung durch Familie (?), kein Haushalt bis 15 Uhr (wann hast du das denn stattdessen gemacht?), Kurse ab 3 (kenne ich so nicht, gibt es hier erst ab 4, fast alles mit Wartezeit). Abgesehen davon, mit beiden Kindern irgendwo pünktlich aufschlagen und dann 45 Minuten Zeit totschlagen müssen verbinde ich nicht nicht unbedingt mit Entspannung 😉 Wenn man das alles knapp ein Jahr lang nicht hat (Ende der Schwangerschaft ist auch oft anstrengend), ist es sehr nachvollziehbar, dass die Reserven so langsam aufgebraucht sind. Je nach Charakter des größeren Kindes lässt es sich ggf. auch nicht gern oder nur mit viel Geduld irgendwo "abgeben", viele Kids machen erst mit 4 oder 5 bei solchen Angeboten alleine mit (wenn sie soweit sind, ist es natürlich toll und alle profitieren davon).
Das ist nicht locker flockig. Wann ist es das schon mit Kindern ;) Trotzdem war hier nach Positivem gefragt!
Familienunterstützung haben wir nicht. Umso wichtiger ist Organisation. Hilfe fällt nicht vom Himmel. Deren Notwenigkeit muss man sich zugestehen, danach fragen (da muss ich sehr meinen Schatten springen), sie finden und ggf gegen andere Meinungen verteidigen ("Fremdbetreuung"! obwohl "Mama zuhause ist"
) und manchmal auch erkämpft werden (bei manchen Papas, leider).
Für Haushalt habe ich tatsächlich inzwischen 2 h die Woche, an denen Kinder betreut sind und ich nicht arbeite. Davor ist vieles einfach liegen geblieben. Vieles geht eben nur am Wochenende, wenn einer auf die Kinder schaut. Sonst hat man zwar endlich mal wieder das Bad geputzt, die Kids währenddessen im Nebenzimmer aber ein Riesenchaos verursacht... Gekocht wird meist für 2-3 Mahlzeiten, unter der Woche aufgewärmt. Auch sonst gibt es gerade eben viel Brotzeit, Tiefgefrorenes (Rewe..), Nudeln, schnelle Eintöpfe (Gemüse kann man vorgeschnitten kaufen, selbst gekochte Kartoffeln im Glas gibt es
)... Wird alles wieder anders. Sagen zumindest unsere Freunde mit größeren Kindern ;)
Wenn es Kurse nur ab 4 gibt, würde ich trotzdem zumindest anfragen. K1 ist doch schon 3,5. Ohne Fragen ergibt sich sicher nichts. Worst case gefällt es Kind nicht. Oder Mama soll doch noch dabei bleiben. Das hätte den Vorteil das Kind im Herbst die Gruppe schon kennt. Und man dann eine größere Chance hat, dass es dann klappt. Außerdem ist es doch einfach mal ein Tapetenwechsel. Im Idealfall ist man sogar mal 20 Minuten weg da, hat mal nur ein Kind. Oder - im Idealfall, schläft das andere zufällig und man hat Zeit für einen Kaffee in der Sonnen! Sein wir ehrlich, in den Stressphasen ist das als (2-fach) Mama doch schon ein Luxus! Und vielleicht genau der Kraftmoment, der uns dann durch den nächsten, mega anstrengenden Wutanfall hilft.
Und was Pünktlichkeit angeht: alles von 20 Minuten zu früh bis 15 Min zu "spät" ist für Eltern doch mega pünktlich!!
Bzgl längerer Gruppen: hier gibt es bei vielen Kirchen, bzw. in deren Gemeidehäuser, ab 2/3 Jahren Gruppen von 9-12 Uhr. Ohne Mama. Kindergartenvorbereitung heißt das meist. (Fragen kostet nichts! Außer Überwindung..) Meist 1-2x pro Woche. Feste Gruppe. Oft von externen Anbietern, die sich dort einmieten. Manchmal auch von Müttern organisiert, sodass man abwechselnd mal dran ist. Bei K2 haben wir selbst eine organisiert, am Spielplatz einfach alle möglichen Mamis angesprochen..
Hallo,
es klingt sehr, als ob du zu wenig Entlastung hättest. Beteiligt sich dein Partner ausreichend? Auch ein voll berufstätiger Papa kann feste Aufgaben übernehmen bei der Kinderversorgung. Das hat mein Mann auch gemacht, als die Kids klein waren.
Mein Mann hat zum Beispiel, wenn er von der Arbeit kam, für eine Stunde die Kinder genommen, damit ich mal Zeit für mich hatte. Und zwar für das, was ich wollte: chillen, telefonieren, am Handy daddeln, ein schönes Vollbad nehmen, eine Serie gucken – egal. Es war MEINE Zeit, in der ich auch nicht gestört wurde.
Er hat außerdem abends eines der Kinder ins Bett gebracht (abwechselnd das eine und das andere), er hat dann eines der Kids gebadet, Zähne geputzt, ggf. gewickelt, dem älteren Kind vorgelesen usw. Auch wichtig: An jedem Wochenende hat er eine reine Papa-Kind-Aktion mit einem oder beiden Kindern gemacht, damit ich einige Stunden entlastet war. Das kann alles sein: Auto waschen gehen, einkaufen, eine kleine Radtour (mit dem kleineren Kind im Fahrradsitz oder dem größeren auf dem Kinderrad), Zoo, Großeltern besuchen, eine Waldwanderung mit Baby im Kinderwagen – egal.
Es ist immer ein wenig verdächtig, wenn eine Frau in ihrem Posting ihren Partner überhaupt nicht erwähnt. Das heißt oft, dass er zu wenig stattfindet, zumindest im Alltag. Vielleicht hapert es da bei deinem Partner auch? Viele Männer glauben ja, wenn sie berufstätig sind, bräuchten sie sonst kaum etwas zu machen. Aber Muttersein ist ein 24/7-Job ohne Feierabend, ohne Wochenende, ohne Urlaub und ohne Bezahlung. Während ein berufstätiger Mann all dies hat, hat die Mutter niemals Feierabend. Deshalb sollte ein Mann auch über den Job hinaus täglich kleine Aufgaben mit den Kindern übernehmen, um die Frau zu entlasten.
Wenn dein Mann das nicht kann, weil er z.B. abends erst um 21 Uhr oder später heimkommt, würde ich mir dringend und gnadenlos eine andere Form der Entlastung holen: als allererstes eine Putzfrau (kostet nicht die Welt), und auch regelmäßig einen Babysitter, damit du mal Zeit für dich hast und z.B. eine Freundin besuchen, nachmittags ins Café gehen oder stadtbummeln kannst, abends einen Kurs machen oder zum Sport kannst usw.
Weißt du, es hat keinen Zweck, wenn du nur darauf wartest, dass es von selbst besser wird – denn das wird natürlich noch dauern. Sondern wichtig ist, dass du JETZT Unterstützung und Entlastung bekommst und dieses Bedürfnis auch durchsetzt. Eine überlastete Mutter, die nervlich am Limit ist, ist irgendwann keine gute, geduldige und gelassene Mutter mehr. Trau dich, hier Abhilfe zu schaffen, auch wenn das Diskussionen oder auch mal einen Konflikt braucht. Tu es nicht nur für dich, sondern auch für die Kinder!
LG
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