Mitglied inaktiv
Nur ein ganz kurze persönliche Nachricht für Marit, weil es doch immer gut tut, Bestätigung zu bekommen: ich gehöre auch zu der Sorte, die Kind und Karriere unter einen Hut bekommt und stattdessen eben die Hausarbeit deligiert und ich bin 100% Deiner Meinung zu allen Postings, die ich gelesen habe, inklusive der Finanz-Geschichte! Liebe Grüße, frohe Weihnachten und an alle anderen: bitte diese mail nicht nutzen, um das Thema wieder loszutreten, ich wollte das nur noch mal an Marit loswerden!
Ich denke in diesen Diskussionen gibts auch immer ein großes Auseinanderklaffen von Ideal und Realität. Oft wird dann eine "ideale" Zu-Hause-Betreuung mit einer problematischen Kitabetreuung (10 Stunden bei Fremden, weinen beim Abschiednehmen, wenn nicht mehr geweint wird, ist es gleich Resignation)vergleichen. Ich seh es eben etwas realistischer. Klar weinen Kinder in der Kita, aber sie weinen doch auch zu hause. Klar leiden manche Kinder mehr als andere unter Trennungsschmerz, aber einige leiden auch mehr als andere zu hause unter Unterforderung oder einer launischem Mutter. Klar kann eine Familie, die auf dem Land in einem großen Haus mit großem Garten lebt, wo immer viele Kinder miteinander spielen können und die ganze Nachbarschaft eine Auge drauf hat, wo die Kinder sich gegenseitig viel beibringen und wo am abend in der Familie noch Geschichten erzählt, Lieder gesungen und Gesellschaftsspiele gespielt werden auch gut und gern auf einen Ganztagskindergarten verzichten. Aber man kann doch nicht einfach ein Idyll, das vielleicht 5% aller Kinder hierzulande haben zum "Normalfall" deklarieren, und allen anderen Familien vorschreiben, daß sie keine Kinder haben dürfen.
Das sehe ich auch so. Ich arbeite 3 Stunden am Tag, solange ist meine Kleine bei meiner Mutter. Alles ist in einem Haus - unsere Wohnung, die Wohnung meiner Eltern und mein Büro, also bin ich trotzdem immer erreichbar. Im Haushalt habe ich eine Haushaltshilfe (nebenbei: die könnte ich mir auch nicht leisten, wenn ich nicht arbeiten würde, dann hätte sie auch keinen Job). Somit ist meine Tochter 24 Stunden optimal betreut: 21 Stunden habe ich sie und wenn sie wach ist, habe ich auch wirklich Zeit, weil ich mich nicht mit dem Haushalt herumschlagen muss (jedenfalls wenig) und die 3 Stunden bei meiner Mutter liebt sie, weil das einfach eine tolle Abwechslung ist - dort macht sie Dinge, die sie bei mir nicht geboten bekommt, also ist das doch eine prima Ergänzung. Ein sicheres Zeichen, dass sie glücklich ist: sie freut sich, wenn sie zur Oma darf und sie freut sich, wenn ich sie abhole. Und mir tut der Abstand in der babyfreien Zeit auch gut, ich kenne das eigentlich nicht, dass ich vom Baby-Alltag mal genervt bin und auch das kommt meiner Tochter zugute.
Die letzten 10 Beiträge
- Vinted Verpackungen
- Kleinkind und Baby - bitte positive Erfahrungen 😄☺️
- Welche Schuhe?
- Kleinkind essen Probleme
- Einzelkind komme damit nicht klar wenn Ferein sind
- Kopfasymmetrie/ kopfverformung
- Kennt das jemand!? Gelblich bräunliche Zunge…
- Hilfe, mein Sohn ist ein Wenigschläfer!
- Kleinkind plötzlich extrem anhänglich
- Gesellschaftsspiele mit 3,5