Elternforum Rund ums Kleinkind

an Schwoba wegen Drahtseil

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Ich will jetzt niemanden verteidigen, aber ich glaube es ist einfach die Betroffenheit, die manche aus der Haut fahren laesst und dann schreibt man auch schon mal Dinge, die vielleicht garstig sind. Als ich dich gestern zum Thema lass,hab ich aehnlich gedacht wie Drahtseil.Da kommen auch ganz stark Emotionen und eventuelle eigene Erfahrungen ins Spiel.Im Nachhinein koennte dein Loesungsvorschlag tatsaechlich der bessere sein. Ich hoffe das ganz stark, bin aber nach wie vor der Meinung, dass man solche Geschichten in den seltensten Faellen privat und auf eigene Faust loesen kann.So wie ich die Geschichte gestern gelesen habe, war ich der festen Ueberzeugung, dass es nur mit "Gewalt" geht.Gern lasse ich mich eines besseren belehren. Hier hilft jetzt vielleicht der Zufall. Gruss Christiane


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Wir waren gestern von der Betrachtungsweise gar nicht so weit voneinander entfernt. Ich bin hier nicht der Anwalt schlagender Papas ! Im Gegenteil ! Es ist sehr schwer da überhaupt die Lage richtig oder angemessen einzuschätzen. Nur (und das ist meine Art und meine Betrachtungsweise) halte ich halt nichts von Rote Knopf-rote Lampe an, Grüner Knopf - grüne Lampe an, sprich Papa schlägt - Jugendamt, Papa trinkt - Polizei. Wichtig ist auch jemandem seine möglichen Optionen aufzuzeigen. Da gehört sowohl der Gang zum Jugendamt, aber auch ein eindringliches Gespräch oder ein familieninterner Versuch dazu. Natürlich hab ich Verständnis das Frauen, nicht nur wegen ihrer besseren sozialen Kompetenz, da mehr wie der Hut hochgeht ! Nur mir deswegen diverse Sachen zu unterstellen, das halte ich für Blödsinn und lasse ich auch nicht auf mir sitzen ! Es ist nun an der Zeit zu zeigen das der Vater es wieder in den Griff bekommt und ich hoffe er nutzt diese Chance. Ansonsten hat er jegliche Rechte verwirkt. Grüßle


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Hallo, auch ich bin der Meinung, dass es u.U. schädlicher für das Kind sein kann, wenn es "den Eltern auf Dauer weggenommen wird", weil das eingeschaltete Jugendamt und die womöglich eingeschaltete Polizei aus der Situation heraus entscheidet und das Kind erst einmal in "Obhut" nimmt, um es dann womöglich ganz aus der elterlichen Obhut zu entfernen. Es ist aber mit Sicherheit vielleicht sogar lebenswichtig, die Augen nicht mehr zu verschließen und zu reagieren. Meiner Meinung nach sollte der erste Schritt sein, dass man den Eltern die Chance gibt, wieder zu einem "normalen Wesen" zurückzufinden. Das heißt, der VAter muss zumindest die Chance bekommen, sein Alkoholproblem in den Griff zu kriegen, die Mutter muss die Chance bekommen, von diesem überängstlichen Gluckenmutterverhalten dem Baby gegenüber und der Missachtung des Erstgeborenen wegzukommen und - ich sage es nochmal - beide Eltern müssen irgendwie das Geldproblem in den Griff bekommen (denn für den Vater ist dies mit Sicherheit die Ursache seines Alkproblems). Um aber das Kind in der Zwischenzeit zu schützen, muss die Situation nach außen hin geöffnet werden. Das hat @melly getan und es war vollkommen richtig, wie sich erweisen sollte. Aber jetzt geht es darum, dass der Vater eine Entziehungskur macht und die Mutter mit sich selbst und mit ihren beiden Kiddies ins Reine kommt und die Firma dem Vater nicht kündigt (weil sonst alles zusammenbricht). Und dann sollte man die Entwicklung beobachten und abwarten. Wenn die Situation sich wirklich nicht bessert und nach wie vor Gefahr für das Kind in Verzug ist, o.k., dann muss man andere Saiten aufziehen. Aber ich bin der Meinung, dass die Situation nicht so dauerhaft verfahren ist, dass man dem Kind die Eltern wegnehmen muss bzw. das Kind den Eltern. Das Schicksal hat es ja offensichtlich gut gemeint mit der Familie und einen Weg eröffnet, wie der Vater und auch die Mutter wieder zur Besinnung kommen können (durch diesen Gabelstaplerunfall). Und für das Kind ist in dieser schwierigen Lage fürs Erste auch gesorgt, durch den Urlaub bei der Patentante. VG JAcky


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Hallo, auch ich bin der Meinung, dass es u.U. schädlicher für das Kind sein kann, wenn es "den Eltern auf Dauer weggenommen wird", weil das eingeschaltete Jugendamt und die womöglich eingeschaltete Polizei aus der Situation heraus entscheidet und das Kind erst einmal in "Obhut" nimmt, um es dann womöglich ganz aus der elterlichen Obhut zu entfernen. Es ist aber mit Sicherheit vielleicht sogar lebenswichtig, die Augen nicht mehr zu verschließen und zu reagieren. Meiner Meinung nach sollte der erste Schritt sein, dass man den Eltern die Chance gibt, wieder zu einem "normalen Wesen" zurückzufinden. Das heißt, der VAter muss zumindest die Chance bekommen, sein Alkoholproblem in den Griff zu kriegen, die Mutter muss die Chance bekommen, von diesem überängstlichen Gluckenmutterverhalten dem Baby gegenüber und der Missachtung des Erstgeborenen wegzukommen und - ich sage es nochmal - beide Eltern müssen irgendwie das Geldproblem in den Griff bekommen (denn für den Vater ist dies mit Sicherheit die Ursache seines Alkproblems). Um aber das Kind in der Zwischenzeit zu schützen, muss die Situation nach außen hin geöffnet werden. Das hat @melly getan und es war vollkommen richtig, wie sich erweisen sollte. Aber jetzt geht es darum, dass der Vater eine Entziehungskur macht und die Mutter mit sich selbst und mit ihren beiden Kiddies ins Reine kommt und die Firma dem Vater nicht kündigt (weil sonst alles zusammenbricht). Und dann sollte man die Entwicklung beobachten und abwarten. Wenn die Situation sich wirklich nicht bessert und nach wie vor Gefahr für das Kind in Verzug ist, o.k., dann muss man andere Saiten aufziehen. Aber ich bin der Meinung, dass die Situation nicht so dauerhaft verfahren ist, dass man dem Kind die Eltern wegnehmen muss bzw. das Kind den Eltern. Das Schicksal hat es ja offensichtlich gut gemeint mit der Familie und einen Weg eröffnet, wie der Vater und auch die Mutter wieder zur Besinnung kommen können (durch diesen Gabelstaplerunfall). Und für das Kind ist in dieser schwierigen Lage fürs Erste auch gesorgt, durch den Urlaub bei der Patentante. VG JAcky


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Noch kurz zu gestern... 1. Nein, als Anwalt schlagender Papas habe ich dich keine Sekunde gesehen. Eher weltfremd (Drahtseil nannte es naiv). Das war meine spontane Reaktion als ich deine ersten Postings lass. Durch die weiterfuehrende Diskussion ist mir klargeworden, dass dein Standpunkt mit naiv wenig zu tun hat und eine hauruck Aktion aus dem Bauch heraus vielleicht nicht immer das einzig richtige ist. Es hat sich gezeigt, dass es hier mit Worten offensichtlich doch geht. Damit das funktioniert braucht es Menschen, die reagieren und die Situation in die Hand nehmen. Die Familie scheint auf den Mann wenig bis keinen Einfluss zu haben. Ein Hoch auf die Arbeitgeber. Dass es noch Chefs gibt, die sich ihrer Leute annehmen und nicht einfach mit einem Rausschmiss die Dinge vom Tisch fegen hat mich ehrlich ueberrascht. Ich halte diesen Fall allerdings fuer eine riesen Ausnahme. In den meisten Faellen fehlt a)eine Person, die dem Gewaltverursacher unmissverstaendlich klarmacht was passiert, wenn er damit nicht sofort aufhoert und b) laesst sich so ein Element in den seltensten Faellen von Aussenstehenden beeindrucken. Aber du hast schon recht, ganz so weit waren wir wirklich nicht voneinander entfernt, das ist mir grad durch dein Abschluss Posting noch mal klar geworden. Gruss Christiane


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Hui, ich frage mich, wie ein Vater der sein Kind boxt und es aufs uebelste verbal erniedrigt je wieder zu einem liebevollen Vater werden kann.Ich frage mich auch ehrlich, wie die Mutter wieder eine normale Mutter werden kann, die ihr Kind vor allem Uebel ganz instinktiv schuetzt. Was ist fuer das Kind das beste? Ich weiss es nicht. Meine erste Reaktion wird wohl immer bleiben: Kind weg, Jugendamt anrufen...nie wieder zu den Eltern. Das aktuell diskutierte Bsp zeigt, dass diese Reaktion nicht unbedingt die richtige ist.Trotzdem bin ich voller Zweifel... Gruss Christiane


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Mein Mann ist derzeit arbeitslos und wir haben massive finanzielle Probleme. Er saeuft deswegen aber nicht und wir respektieren uns und unser Kind und schlagen und beleidigen uns nicht gegenseitig. Das mal vorweg. Man kann aber m.E. nach nicht prinzipiell sagen, dass der Vater nicht mehr liebevoll seinem Kind gegenueber werden kann, wenn er es mal geschlagen hat. Er ist Alkoholiker, somit krank. Es gibt Faelle von Drogensucht, bei der den Eltern voruebergehend das Sorgerecht entzogen wird. Nach Rehabilitation wir immer eine Rueckfuehrung angestrebt. Meist klappt das ja auch. Ein Kind gehoert zu seinen Eltern. Ich glaube sehr wohl, dass ein erster Schritt getan ist durch den sehr diplomatischen Chef, der als Bedingung fuer eine Weiterbeschaeftigung eine Entziehung verlangt. Guter Mann! Nun, wenn es nicht klappt, kann man ja immer noch etwas unternehmen. Dann kann der Herr Papa nicht sagen, es kaeme aus heiterem Himmel. Ihm muss aber die Moeglichkeit zur Besserung gegeben werden. Mein Vater war Alkoholiker und hat mich geschlagen. Ich bin fast 40 und glaubt mir - ich habe kein Trauma erlitten. Ich trinke nicht und schlage mein Kind nicht, habe keine Depressionen. Ich wuensche dieser Familie, dass sie alles in den Griff bekommen. LG Stephie