Elternforum Rund ums Kleinkind

an Frosch wegen subtiler Grausamkeit

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Huhu Antje, ich finde das Thema sehr interessant und wichtig. Leider kann ich mich an einen Beitrag von dir dazu nicht erinnern. Habs entweder ueberlesen (das waer schade) oder es ist laenger her und ich war noch nicht im Forum. Das was du sagst ist korrekt, subtile Grausamkeit ist genauso schlimm wie physische Gewalt. Gruss Christiane


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Subtile grausame und seelische Gewalt ist m.E. sogar noch schlimmer als Physische Gewalt.


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Ja da ist eine in die Fresse doch manchmal recht wohltuend, da weiss man wenigstens warum bzw. wofür ! :-)))))))) Jegliche Form von Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Zielen ist zu ächten ! Da sind wir uns sicher einig ! Nur sollte man, vorallem um sich und andere zu sensibilisieren, da mal Grenzen ziehen, wo diese subtile seelische Gewalt anfängt. Ich bin sicher jeder hat da andere Schwellen ! Grüßle


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Alles steht und faellt mit persoenlicher Erfahrung, im positiven wie im negativen. Kinder von "guten", einfuehlsamen Eltern werden zu 90% wahrscheinlich ihrerseits gute und einfuehlsame Eltern. Bei Kindern "schlechter" Eltern besteht haeufig die Gefahr, dass man das selbst erlebte unverarbeitet weitergibt und die Schwelle was seelische/physische Grausamkeit ist, wird bei solchen Eltern deutlich hoeher sein. Genausogut ist es moeglich, dass Kinder "schlechter" Eltern ihrerseits ganz besonders "gute" und einfuehlsame Eltern werden. Da sieht es mit der Schwelle und Sensibilitaet zum Thema Grausamkeit natuerlich ganz anders aus. Will sagen: wir sind alle ein Produkt unserer Erziehung. Wir geben haeufig unbewusst das weiter, was wir kennen. Das groesste Glueck ist meiner Meinung nach um seine Defizite zu wissen und das unbewusste bewusst zu machen, dann macht man (hoffentlich) gar nicht sooooooooooo viel verkehrt. Gruss Christiane


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Natürlich sind wir alle ein Produkt unserer Erziehung, was denn sonst :-))) aber ob es regnet oder schneit hängt meist vom Wetter ab :-))) Lassen sich Scheidungskinder eher nicht scheiden ? Oder eher doch, weil sie es von Zuhause her kennen ? Das ist die gleiche Gretchenfrage mit anderem Thema ! Ja, sich zu kennen und vorallem sich und Umstände beurteilen/einschätzen können, ist ein wichtiges Kapital in der Erziehung ! Grüßle


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So sonnenklar ist das nicht. Ueberleg mal wie viele Menschen sich NICHT klar machen, dass sie ein Produkt der eigenen Erziehung sind und das Erlebte im Wiederholungszwang einfach weitergeben.Im grossen wie im kleinen. Wenn wirklich jeder ueber sich Bescheid wuesste, dann muessten wir ueber vieles hier nicht mehr diskutieren. Gruss Christiane


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Hallo! Den Beitrag finde ich nicht mehr, leider. Sicher sind wir alle das Produkt unserer Erziehung. Und sicher sind Eltern nicht "unfehlbar". Die perfekten Eltern gibt es nicht - aber kurz nachgedacht: wie gestört wären deren Kinder? Ironie beiseite... Manche Sachen (wie benannte psychische/physische Mißhandlungen), prägen die Kinder noch als Erwachsene . Deswegen gibt es so viele Erwachsene, die psychische und physische Mißhandlungen, die sie slber erfahren haben, wieder an ihre Kinder weitergeben. Ein richtiger Teufelskreis. Da liegt meiner Meinung nach die Krux: Wenn man mit dem Erfahrenen umgehen kann, oder seinen Frieden damit geschlossen hat, kann man dieses Reaktionsschema überwinden. WEIL man sich dessen bewußt ist. Und damit meine ich NICHT, daß man als Kind mal was auf den Popo bekommen hat, weil die Eltern in einer Ausnahmesituation nicht anders konnten. Oder daß Mütter in einer Ausnahmesituation mal losheulen. Es ist natürlich schwer, eine Linie zu ziehen, wo psychische Mißhandlung anfängt... Gerade weil diese teilweise so subtil abläuft. Ich weiß nicht, was schlimmer ist - auf alle Fälle ist diese subtile Grausamkeit für Kinder sehr schwer zu "erfassen", weil sie nicht verstehen, warum ihnen zB. Liebe entzogen wird. LG Antje


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was ist Zumutbar und was nicht ? Haue ich meinem Kleinen auf die Finger weil er meine handsignierte Platte der Wildecker Herzbuben als Tischtennisschläger mißbraucht oder verpasse ich ihm Teletubbie-Verbot bis er heiratet ? Oder sag ich ihm das Papa ihn nicht mehr liebt wenn er seine Platten nicht in Ruhe läßt ? Oder wäre eine Grundsatzdiskussion über Eigentum und deren Achtung angemessen ? Grüßle


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....Fernsehen ist ja noch blöder, aber eignet sich wohl als Druckmittel, kann man Entziehen = Strafe - daran nimmt kein Kind Schaden, es sollte am besten eh nicht Fernsehen. Ach was schreib ich.... Schwobi, Deine Terminologie irritiert mich mehr und mehr. Und nicht nur, weil Du mit Sicherheit auch meine Postings meinst. Bin kein Kompromisshansel. Grüßle Tina


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Hab mit vorigem Posting nur mal laut gedacht und niemand konkret gemeint (außer die mit den Doppelnamen-Kinder natürlich :-))) Was verstehst Du unter Kompromisshansel ? Grüßle


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Hallole, aaalsoo, wie man meinen letzten postings im allgemeinen entnehmen kann, bin ich ja auch seit längerem auf der verzweifelten Suche nach einem richtigen Weg in der Kindererziehung. Das Rumgeklapse hatte ich kurz angewendet und dann wieder aufgegeben, aus mehreren guten Gründen. O.K. Bleibt noch das "Stimme erheben" :-( Mir ist auch bewusst, dass es das nicht sein kann, vor allem nicht im Dauereinsatz. Aber jetzt kommt ihr sogar mit seelischer Grausamkeit *schluck*.. Oh Mann, da könnt man ja echt die Identitätskrise bekommen... Glücklicherweise hatte ich heute morgen aber so eine Art Eingebung unter der Dusche; wäre ich eine alte Griechin, hätt'ich Heureka gerufen ;-)) Ich habe die Ursache herausgefunden, warum mein großer in der letzten Zeit relativ oft relativ stark nervt... Es liegt an meiner Nachgiebigkeit. Diese Nachgiebigkeit hat wiederum ihren Ursprung in meiner Kindheit, da meine Mutter mich mit ihrem lieben Wesen so erzogen hat. Bei mir hat das keine negativen Auswirkungen gehabt, im Gegenteil. Ich hatte und habe eigentlich ein recht entspanntes Verhältnis zu meiner Mutter. Das liegt aber auch daran, dass ich mir meine Jugend sozusagen so gestaltet habe, wie ich das für richtig hielt. ABER, und das ist der springende Punkt wiedereinmal: a) bin ich a Mädle, b) habe ich teilweise das sanfte Wesen meiner Mutter übernommen (aber nur teilweise, offensichtlich. Sonst würde ich ja nie rumkreischen). Tja, und mein Sohn ist halt von Natur aus extrovertierter als ich und testet seine Grenzen viel intensiver aus. Auch das ist an sich kein Problem, denn er testet ja ganz öffentlich. Nur ich habe das Problem, dass ich damit bisher auf falsche Weise umgegangen bin. Diese Nachgiebigkeit praktiziere ich zum Teil auch mir selbst gegenüber, mit der Folge, dass ich Probleme habe, mir selbst starre Regeln aufzuerlegen. Und dementsprechend natürlich auch anderen. So, da muss ich jetzt dran arbeiten. Mir selbst und meiner Familie ein Regelwerk stricken, das aber dennoch Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Ich werde es in Modulen aufbauen, die an sich fest sind, aber variabel zusammengesetzt werden können. Denn: wenn man auf nach-geben verzichtet (also wörtlich: nicht mehr irgendetwas dazugibt oder hinterherschiebt), dann muss man es vor-geben. Ganz ohne Geben soll und darf es wiederum nicht sein. Also: vorher-geben. Heute haben wir z.B. schon den Spielplatzblock in der Länge von 3 STd. an den Frühstücksblock angehängt und der Nachmittagsschlafblock läuft gerade noch. Tja, was soll ich sagen, bisher läuft alles rund :-) Ach so, und DANKE Birgit32. Heute habe ich meinen großen gebeten, bye-bye zur Rutsche und zum ganzen Spielplatz zu sagen und siehe da, er hat gegrüßt und ist anstandslos mitgenommen, ohne jegliches Theater :-)))) LG JAcky