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Myom und starke Blutungen - was tun?

Myom und starke Blutungen - was tun?

KatharinaY

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Hallo zusammen,  Ich bin 38 Jahre alt und habe zwei Kinder. In meiner letzten Schwangerschaft wurde ein Myom festgestellt, dass zunächst sehr klein war (~1cm). Im Verlaufe der Schwangerschaft ist es auf ca 3-4cm angewachsen, hat aber keine Probleme gemacht. Nach der Geburt hatte ich 16 Monate keine Periode, danach zunächst ganz moderat. Seitdem wird sie aber gefühlt bei jedem Mal stärker. Das Myom, das nach der Schwangerschaft wieder auf 1-2cm geschrumpft ist, ist auch wieder angewachsen und mittlerweile wieder bei 3cm. Laut meinem FA und der Gynäkologin im KH, wohin ich überwiesen wurde, ist dies der Grund für die starke Blutung, da das Myom auch in die Gebärmutter reinragt. Mir wurde empfohlen, eine Hormontherapie zu beginnen, weil ich noch nicht sicher bin, ob die Familienplanung abgeschlossen ist, oder ansonsten gleich die ganze Gebärmutter zu entfernen. Beides widerstrebt mir irgendwie. Ich habe nie Hormone genommen, auch nie die Pille, und habe etwas Bedenken, wie das meinen Körper beeinflusst. Wie ich es verstanden habe, wird der Körper in eine Art Menopause versetzt, aber mit Östrogen dagegen gesteuert, dass es nicht so heftig ausfällt. Das erscheint mir irgendwie ziemlich gruselig, auch wenn die Ärzte mir versichern, dies sei nicht sehr risikoreich. Gebärmutter entfernen- auch keine Option, da ich mir zwar ziemlich sicher bin, keine Nummer 3 zu wollen, aber halt doch nicht genug, um so eine drastische Entscheidung zu treffen. Ansonsten gäbe es ja noch die Möglichkeit, das Myom zu entfernen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das wird nicht gerne gemacht und nicht empfohlen, weil es halt eine OP mit den üblichen Risiken ist (wäre ja eine Gebärmutterentfernung auch, aber da scheint es irgendwie ok zu sein...). Hat jemand Tipps und Erfahrungen zum Thema bzw zu dieser Hormontherapie? Ich fühle mich irgendwie gefangen zwischen vielen Möglichkeiten, die ich nicht will, aber klar geht das mit der starken Blutung auch nicht so weiter. Hab auch gelesen, dass es "natürliche" Methoden gibt, Myome zu schrumpfen, etwa über Ernährung, aber weiß auch nicht, wie viel davon Schwurbel ist.  Wie gesagt, wäre dankbar über Tipps und Erfahrungsberichte.  Viele Grüße!


Astrid

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Antwort auf Beitrag von KatharinaY

Hallo, man kann Myome auch entfernen, ohne die Gebärmutter herauszunehmen. Ich selbst habe mir zweimal Myome aus der Gebärmutterwand entfernen lassen und bin dann auch wieder schwanger geworden. Ich würde mir mal einen Beratungstermin in dem Zentrum/der Klinik geben lassen, wo diese OP gemacht werden kann und mich dazu beraten lassen. Die wissen besser, was hier möglich ist, als der niedergelassene Gyn. Bei mir war das eine Mini-OP, die ambulant gemacht wurde, ich konnte nachmittags heimgehen. LG


KatharinaY

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Antwort auf Beitrag von Astrid

Hallo Astrid, vielen Dank für deine Antwort! Ich war ja schon in der Myomsprechstunde im KH. Dort wurde mir ebenfalls zu einer Hormontherapie geraten. Die Ärztin meinte, das Myom allein zu entfernen, würde man standardmäßig dann machen, wenn der Verdacht besteht, dass es eine Schwangerschaft behindert. Das ist bei mir nicht der Fall, da ich ja schon zwei Kinder habe. Ansonsten meinte sie, dass eine OP gegenüber den Hormonen einige Risiken birgt, unter anderem auch eine Narbe an der Gebärmutter, die einen Kaiserschnitt wahrscheinlicher machen könnte, sollte ich nochmal schwanger werden. Also sie meinte schon, dass es möglich wäre, wenn ich es unbedingt wollte. Aber danke für deine Erfahrungen, vor allem, dass es ein kleiner Eingriff war und ambulant gemacht wurde, finde ich sehr beruhigend. Alles Gute dir!


Astrid

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Antwort auf Beitrag von KatharinaY

Huhu, dann würde ich tatsächlich lieber die Hormontherapie machen. Die Gebärmutter zu entfernen, ist ja auch psychisch belastend. Es ist nicht irgendein beliebiges Organ, das man mal eben wegmachen kann, und fertig. Sondern sie ist für eine Frau seelisch oft sehr mit ihrem Selbstbild verbunden – und ja, auch mit der Möglichkeit, doch noch mal ein Kind bekommen zu können. Diese Möglichkeit ist wichtig, auch wenn man doch kein Baby mehr kriegt. Denn man weiß: Man könnte. Eine Freundin von mir hat ziemlich unter der Herausnahme ihrer Gebärmutter gelitten, obwohl sie schon drei Kinder hatte. Sie hatte das psychisch ziemlich unterschätzt. Sie sagte hinterher frustriert, sie fühle sich "ausgenommen wie eine Weihnachtsgans" ... Ich persönlich würde mir die Gebärmutter nur im absoluten Notfall und auch erst nach den Wechseljahren herausnehmen lassen. Ich selbst bin inzwischen in den Wechseljahren, aber für mich gehört sie immer noch sehr zu mir dazu, ich kann mir ihren Verlust nicht vorstellen. LG