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Latente Schilddrüsenüberfunktion / Radiojodtherapie

Latente Schilddrüsenüberfunktion / Radiojodtherapie

LA_city

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Hallo, seitdem ich Mitte 20 bin, habe ich eine Schilddrüsenüberfunktin. Mal mehr mal weniger. Nie behandlungsbedürftig. Anfang 30 wurden mal sämtliche Untersuchungen durchgeführt (Szintigraphie, Knoten punktiert, auf autoimmun geprüft etc), aber alles ok. Bis heute keine spezifischen Symptome (schlechter Schlaf schon immer, leichtes Untergewicht), aber der neue Hausarzt wollte jetzt nochmal eine komplette Untersuchung. Auch dabei keine neuen Ergebnisse, außer daß die Schilddrüse deutlich vergrößert ist. So, jetzt meinte der Nuklearmediziner, daß auf Dauer gehandelt werden sollte. Entweder die Schilddrüse entfernen lassen, oder alternativ nuklearmedizinisch verkleinern (seiner Meinung nach die passendere Behandlung). Grund sei seiner Meinung nach, daß aufgrund der Überfunktion im Notfall kein CT gemacht werden kann, daß das osteoporoserisiko erhöht ist und evtl auch die Lebensqualität leidet. Der Hausarzt hat keine spezifische Meinung. Hat jemand schon Erfahrung mit der Radiojodtherapie gemacht? Gab es Nebenwirkungen bzw hat sie tatsächlich geholfen? Wie lange mußtet ihr im Krankenhaus bleiben und mußte auch danach noch Abstand zu den Kindern gehalten werden? Der Arzt hat auch von zwei Tests vor der Behandlung gesprochen, muß auch da danach Abstand gehalten werden? Da die Betreuung der Kinder zu 100% bei mir liegt, muß ich das gut planen und das mit dem Abstand zuhause ist schwierig... Ich wäre dankbar für ein paar Erfahrungen.


Lillimax

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Antwort auf Beitrag von LA_city

Hallo, das klingt für mich nicht so, als ob dringend gehandelt werden müsste. Ich würde daher nichts überstürzen, sondern mir unbedingt eine Zweitmeinung von einem Endokrinologen einholen. Dies wird von der Kasse übernommen und man sollte es bei absolut jeder OP machen, von der man nicht ganz überzeugt ist. Eine Entfernung/Verkleinerung der Schilddrüse macht man ja eigentlich nur bei wirklich großem Kropf (Schilddrüse so stark vergrößert, dass sie auf die Luftröhre drückt, z.B. bei Hashimoto) und bei starker Überfunktion mit massiven Symptomen. Man muss auch immer bedenken, WER einem etwas empfiehlt. Ein Nuklearmediziner verdient an einer Radio-Jodbehandlung – denn er überweist dich ja in die entsprechende Klinik und bekommt dafür eine Prämie, was viele Menschen gar nicht wissen. Aber es ist absolut gängig.  Auch muss man wissen, dass in Deutschland nach Schätzungen von Fachleuten die Hälfte aller Operationen unnötig sind. Hier wird sehr viel und sehr gern operiert (weil's den Kliniken Geld einbringt.) Wie gesagt, da es bei dir nicht dringend ist, würde ich mir ganz in Ruhe eine Überweisung zum Endokrinologen vom Hausarzt holen und das Ganze dort noch einmal schildern und besprechen. Und dann würde ich demjenigen Rat folgen, der am wenigsten invasiv ist. Ich selbst habe mir durch eine Zweit-, einmal sogar eine Drittmeinung schon mehrere unnötige OPs erspart. Ein Freund von mir ist Arzt, und er rät sogar selbst, im Zweifel ein bis sogar zwei weitere Meinungen einzuholen. Auch (gute) Ärzte wissen nämlich, dass sie nicht unfehlbar sind und manche Sachverhalten verschiedene Lösungen zulassen. LG