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Schuldgefühle nach Einleitung...vorsicht, lang..

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Hallo! Unser Sohn ist jetzt 6 Wochen alt, er kam 2 Tage nach Termin. Ich war am Abend vorher mit leichten Wehen und geburtsbereitem Befund ins KKH gefahren, am Morgen waren die Wehen weg und es tat sich nichts. Die Hebammen sagten, ich könne entweder nach Hause fahren und abwarten oder mir ein Gel vor den MuMu legen lassen, das könnte dann die Geburt auslösen....."anschubsen" sagten sie. Dem hatte ich dann zugestimmt (weiß inzwischen selber nicht mehr ganz, warum, war ja noch nicht lange über Termin...). Die Wehen fingen dann ziemlich schnell ziemlich heftig an und nach nur 1,5 Std. war das Kind da. Das hat mich total überrumpelt. Hinzu kommt, dass sich der Süße unter der Geburt mit B- Streptokokken angesteckt hatte. Das hätte durch rechtzeituge Antibiotikagabe während der Geburt verhindert werden können, da er aber so schnell kam, klappte das nicht mehr. Er bekam dann eine Woche lang ein Antibiotikum per Infusion, wir waren die Woche auf der Neonatalogie. Jetzt ist er 6 Wochen alt und es geht ihm prima. Nur ich komme damit nicht klar und frage mich immer wieder, was gewesen wäre, wenn ich damals einfach wieder nach Hause gefahren wäre... Muss dazu noch sagen, das er ziemlich groß und schwer war und unter der Geburt mit der Schulter stecken geblieben ist, habe arg pressen müssen, war kurzzeitig echt kritisch, also viel größer, sagte damals die Hebamme, hätte er nicht sein dürfen...- andererseits ist er aber vielleicht auch nur steckengeblieben, weil alles so schnell ging und er sich nicht richtig rausdrehen konnte.. Ich hatte gehofft, diese Schuldgefühle hören auf, aber bis jetzt kommt es immer wieder hoch... Blöd, oder? Es geht uns doch beiden gut... Wäre nett, wenn ihr vielleicht von Euch was dazu erzählen könntet. Grüße, Elke


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Ach lass Dich mal drücken. Weißt Du, mein letztes (auch das 4.) musste auch eingeleitet werden (wie die 3 anderen davor auch ;)) und war innert von 33 Minuten!! ab legen des Tropfes auf der Welt. Sie war pumperlgesund. Du hattest halt irgendwie ein bissi Pech, aber die Streptos hätte er sich auch geholt, wenn es natürlich am nächsten oder übernächsten Tag richtig losgegangen wär.Wer sagt Dir denn, dass es da länger gedauert hätte? Meine Hebi sagte damals, ich hätte so lange daheim rumgeweht (Mumu war im KH nach 3 Wochen! Wehen 5 cm auf) bis ich mit Presswehen gekommen wär. Genieß Deinen Zwerg - Du hast an nichts Schuld! Du hattest ja auch "nur" Gel, wenn der Mumu da nicht bereit ist (und das Kind) hilft das eh nicht!


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hey elke, mach dir nicht das leben schwer. es kam wie es kommen sollte. und gerade weil du in diesem moment, wo man eine entscheidung von dir verlangte, anders reagiertest, als du vielleicht sonst reagiertest, lässt mich daraus schließen, dass du nach instinkt gehandelt hast. stell dir die frage doch mal anders herum...,, was wäre passiert, wenn du nach hause gegangen wärst...wäre er trotzdem an diesem tag gekommen und du hättest es vielleicht aufgrund einer schnellen geburt nicht mehr in die klinik geschafft? oder wäre er ein paar tage später gekommen und hätte aufgrund seiner enormen größe sie geburt durch einen kaiserschnitt erfahren?" dennoch möchte ich deine gefühle nicht herunterspielen. sie sind normal. ich hatte bei meinem 2.sohn eine extrem schnelle geburt. 13 min und es war ungelogen für mich eine zerreißprobe. ich habe wochen, ach was sag ich, monatelang ein echtes problem gehabt und fühlte mich einer geburt beraubt. auch ich hatte schuldgefühle, weil ich die geburt so befremdet betrachtet habe. ich konnte mich damit nicht identifizieren und das tat mir leid, unendlich leid. mich konnte niemand verstehen, doch mir tat es gut, meine gefühle zuzulassen und mir fragen zu stellen. ich glaube an eine höhere macht. du hast alles richtig gemacht... das beweißt dein gesundes kind, zu dem ich dir hier herzlichst gratulieren möchte. liebe grüße anne und 4


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Vielleicht hilft es dir ja , dein Geburtserlebnis noch mal mit der oder einer Hebamme zu besprechen. Denn Schuld ist ganz bestimmt das falsche Gefühl, was du jetzt haben solltest. Vielleicht hätte es besser klappen können , vielleicht auch viel schlechter. Den Umständen entsprechend hat es optimal geklappt. Genieße jetzt einfach die Zeit mit ihm und mach dir keine Vorwürfe mehr. Er ist da und du bist für ihn da Funny Mary


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Liebe Elke, ist es nicht das Wichtigste,dass letztendlich alles gut gegangen ist?! Ich versteh zwar nicht,warum die AB-Prophylaxe nicht gleich zu Beginn durchgeführt wurde-die letzte Geburt hat bei mir auch nur 1,5h gedauert.Ich hab gleich zu Beginn die Spritze bekommen und gut war. Das frag ich mich eher,warum die Ärzte da nicht zeitig genug reagiert haben. Jetzt ist alles i.O. und DAS zählt.Mach dir nicht selbst das Leben schwer,denn ändern kannst du nix mehr. LG,Anja


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Das sind die Hormone. Ich hatte das auch so zu diesem Zeitpunkt und mein letzter ist nicht eingeleitet worden. Habe fast jeden Tag dann mit meiner Hebamme sprechen können. Sie kam, weil ich eine Brustentzündung hatte und ich machte mir auch wegen jedem sch... Vorwürfe. Sie hatte mir damals auch geraten ein paar homöopathische Kügelchen zu nehmen, aber die Gespräche taten schon gut. Glaube mir es geht vorbei, aber suche dir jemanden zum Quatschen. Gruß Annette


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Hab bei meinem dritten kind zwei Tage nach ET einen Rhizinuscocktail bekommen. Hatte damals eine ganz schlimme Erkältung, Mumu war 4 cm...ich wollte das damals auch. meine Kleine war nach 17 minuten da und ich denke jetzt auch manchmal was hätte sie sich denn für ein Geburtsdatum ausgesucht, wenn wir sie nicht geschubst hätten? Aber wäre ich auch rechtzeitig im KH gewesen? Ich versuche aber zu meiner entscheidung zu stehen, ändern kann ich es jetzt eh nicht mehr... Ich hoffe das es dir jetzt schon besser geht, wenn du darüber geschrieben hast. Alles Gute!!!


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Hei, bei meinem zweiten ist die Geburt auch eingeleitet wurde. Und meine Erfahrung ist: wenn es nach dem Legen des Gels so schnell ging, wäre dein kleiner unter Garantie auch so an diesem Tag gekommen. Und vermutlich ganz genauso schnell. Bei mir haben die Gels (3mal) jedesmal überhaupt erst nach 1,5 h angefangen zu wirken. Nimm es so: du wärst nach HAuse gefahren, hättest da plötzlich harte Wehen bekommen, hättest es nicht mehr zurück in KH geschafft, durch die Größe wär der Kleine steckengeblieben, und hätte jetzt riesen Sauerstoffmangel durch die Geburt... Ich hab jetzt bei 2 Geburten Riesenchaos erlebt, beide Kinder mussten zunächst auf die Kinderintensiv. Ich hab auch bei beiden eine ganze Weile gebraucht, um das Erlebte zu verarbeiten, aber man schafft das. Du hast die Entscheidung getroffen, und du weißt nie, wie es anders gekommen wäre. Reite dich nicht auf den negativen Gedanken fest, damit nützt du keinem. Alles Gute Tina


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Hallo Elke, mir gings ähnlich. Vor 2 Wochen wurde die Geburt meines vierten Kindes eingeleitet. Die Wehen waren erst da, dann weg. Eingeleitet wurde dann, weil bei einer CTG-Kontrolle das Herz des Kleinen ausgesetzt hat. Ich hatte allerdings schon vorher das Gefühl, dass er raus will und nur die Geburt nicht richtig angesprungen ist (weil ich vorher krank war). Vielleicht hat dein Instinkt dich ja doch richtig geleitet und es wäre später echt schwer für den Kleinen geworden, weil er eben zu groß gewesen wäre. Wenn die Schulter steckt kommt es des öfteren zu einer Plexusverletzung (Verletzung der Armnervenenden am Ansatz bei der SChulter) was langwierige Therapien und Behandlungen erfordert. Dein Instinkt war wahrscheinlich schon richtig! Liebe Grüße DAGI