Mitglied inaktiv
Hallo! Ich habe schon von vielen tollen WW-Erfolgen gehört. Aber leider auch immer wieder, dass auch hierbei nach der "Diät" der Jojo-Effekt oft zuschlägt. Wie sind Eure Erfahrungen? Konntet Ihr Eure Ernährung durch WW dauerhaft umstellen, auch ohne Punkte zählen? Oder hatts bei Euch danach wieder zugeschlagen? Bei meiner Tante z.B. war es so. Die hat WW schon vor Jahren einmal gemacht, und alle haben gestaunt, wie viel sie abgenommen hat. Kaum hatte sie mit WW aufgehört, wurde sie sehr schnell wieder dick, und tatsächlich auch deutlich mehr, als vorher. Das Punktezählen kann doch nicht Lebensziel sein, oder? Ich würde es nicht für den Rest meines Lebens machen wollen. Aber hat WW dann denselben Effekt wie die meisten anderen Diäten auch?
Hallo Jana, ich bin in der Situation, daß ich nach 42 kg Abnahme mit ww nun die erste 4 wieder zugenommen habe und kämpfe. Kurz: du hast Recht mit dem was du schreibst. Aber: was ist die Alternative zum dauerhaften Punkte zählen? Leute die 40 kg Übergewicht haben, leiden in der Regel unter einer Eßstörung. Bei mir ist es Eßsucht. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bekomme die Sucht in den Griff oder sie mich. Also entweder ich bleibe mein Leben lang konsequent mit Punkte zählen/Kalorien zählen/verzichten oder ich werde alles wieder zunehmen und noch dicker werden. Dazwischen sich einzupendeln ist sehr schwierig, da es sich um eine Sucht handelt. Man müßte lernen, einfach normal zu essen. Aber das ist sehr schwierig. Wieviele trockene Alkoholiker kommen damit klar, ab und zu was zu trinken? Oder ehemalige Raucher, die ab und zu mal eine Rauchen? Klappt i.d.R. nicht. Es ist ein Kampf auf Lebenszeit. Es gibt kein schlankes Leben nach ww, wenn man eßsüchtig ist. Nur mit ww. Oder sonstiger Diät. Deshalb würde ich auch niemanden mit nur ein paar Kilos zu viel und einem normalen Eßverhalten zu einer Diät raten. Aber bei 40 kg zuviel ist es den Preis wert. Liebe Grüße Claudia
Hallo, tja das ist bei jeder Diät so, sobald man aufhört nimmt man wieder zu. Auch bei WW, ich hatte auch schon tolle Erfolge damit. Vor zwei Jahren 16kg abgenommen, 10 wieder drauf, die hab ich letztes Jahr abgenommen und hatte 8 wieder drauf, davon sollen jetzt noch knapp 5kg wieder runter. Funktionieren tut WW, ich find das abnehmen leichter als dann das Gewicht zu halten. LG Ramona
Zum Thema Esssucht, starkes Übergewicht usw.: wichtig ist sich zu fragen, warum man so viel isst. bei einem so starken Übergwicht wie 40 kg isst man nicht normal, da muss man sich nichts vormachen. Mir geht es da genauso. Ich habe schon als Kind Familienpackungen mit Eis verdrückt, und ich kenne auch den Grund dafür. Wenn man nun aus psychischen Gründen isst, etwa um Stress abzubauen, Probleme "herunterzuschlucken" oder was auch immer, dann ist die Diät nicht die Lösung. Auch WW nicht. Ich rede nicht von Menschen, die einfach gerne und viel essen und es dabei geniessen. Die gibts natürlich auch. man muss herausfinden, WARUM man so viel isst, und ein entsprechendes Gegenmittel finden. Und auf seine Körpersignale wieder hören. Das bringt einem leider keine Diät bei. Auch WW nicht. Aber zum gewicht verlieren ist WW sicher am gesündesten. danach...muss man lernen, mit seinen "Sünden" in Massen umzugehen. Viele können das nicht, und eben gerade nicht, wenn man schon viele Diäten gemacht hat. das ist schwer, für normalgewichtige zu verstehen, die dann immer behaupten, man sei als dicker Mensch eben nur ungezügelt. Lange Rede, kurzer Sinn: nicht nur anderes Essen muss erlent werden, im Kopf muss sich eben auch was ändern. Das dauert aber seine Zeit. Als Mensch mit gestörtem Essverhalten finde ich es SEHR schwierig, sich sein Leben lang zu kontrollieren, wie WW es wünscht. Für mich ist das nichts. Das muss aber nicht heissen, dass das für andere nichts ist.
Hallo Svenja, du hast sehr recht mit dem was du schreibst. Das Problem ist, daß man sich bei der Suche nach dem Warum auch sehr verirren kann. Ich habe mich total fertig damit gemacht, Ernährungstagebücher zu führen und in jeder Situation genau zu ergründen, warum ich jetzt unbedingt Essen brauche, und habe versucht nur zu essen wenn ich wirklich Huunger habe. Das in-mich-hineinhorchen, ob ich Hunger habe oder was sonst, hat mich total verrückt gemacht. Für mich war das kein Weg. Ich denke der Punkt ist, daß man den Suchtfaktor nicht vergessen darf. Irgendwann verselbstständigt sich eine Sucht auch. Man gewöhnt sich an den Lustgewinn, möchte diesen Kick immer wieder haben. Ich kam zur Erkenntnis: ich möchte immer essen, egal wie es mir geht. Eben auch, wenn es mit total gut geht. Ich möchte den Genuß, ich bin danach süchtig. Dazu braucht es kein warum. Während meiner Abnahme hatte ich etwas gefunden, was viel befiredigener war als der Eßgenuß: ein gutes Gewissen. Endlich nicht mehr wie die 15 Jahre vorher mich permanent scheiße fühlen, weil ich vollgestopft bin oder mich meiner Eßsucht ausgeliefert fühle. Meine erste Psychotherapie habe ich übrigens schon mit 17 Jahren gemacht, weil ich erkannte, daß das Problem eben nicht mit Diät zu lösen ist. Leider hat das auch nicht geholfen. Was für mich der entscheidende Punkt war: In der Beratungsstelle für Eßstörungen der ANAD wurde mir eine Diät empfohlen. Da habe ich kapiert, daß ich es nur allein schaffen kann, und zwar durch Kontrolle. In mich hineingehorcht habe ich lange genug. Mir gehts gut! Ich fresse nicht aus Mangel an einem schönen Leben sondern zum Lustgewinn, und aus Zucker-Abhängigkeit. Wenn ich in meinen Körper horche sagt der: Schokolade! Ich habe trotz allem die Hoffnung nicht aufgegeben, daß ich irgendwann mal normal essen werde. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg! Wir sitzen alle in einem Boot. Liebe Grüße Claudia
Das hast du schön geschrieben! Dazu kommt, dass man sich tatsächlich und vor allem im Kopf umstellen muß. Habt ihr das schon mal mit Meditation probiert? Durch Meditation gelangt man in das Unterbewußtsein, dass einem all die Antworten gibt, die man sucht. Man kann auch durch die innere "Bilder-Arbeit" diesen Punkt im Unterbewußtsein knacken. Wenn das einem gelungen ist, hat man sich quasi im Kopf umgestellt. Bis jetzt habe ich nicht gehört, dass es jemand bei einer Eßstörung ausprobiert hat. Aber warum nicht? Bei anderen Dingen, wie z.B. Depressionen, Alkoholsucht usw. funktioniert das auch!!! lg
Ich habe es ausprobiert. Seit ich verzweifelt versuche abzunehmen (so ab dem 13. Lebensjahr) habe ich auch diese Methode mehrmals in verschiedenen Varianten ausführlich probiert. Habe monatelang nachts Kassetten angehört ("Schlank im Schlaf") oder mich tagsüber in einen Entspannungszustand versetzt und versucht mein Unterbewußtsein umzuprogrammieren. Kurz: es hat nicht funktioniert. Daß es bei Alkoholismus funktioniert, bezweifle ich stark. Es kann im Einzelfall vielleicht eine Unterstützung sein. Aber der überwiegende Teil muß im Bewußtsein erfolgen. Ich sehe das so: Ich bin süchtig nach Eßgenuß. Weil es einfach geiles Gefühl ist, wenn ich totale Gier nach Schokolade habe und dann welche esse. Im Gegensatz zu einem nicht eßsüchtigen Menschen bin ich mit einer angemessenen Menge aber nicht zufrieden sondern möchte diesen Kick andauernd wieder haben. Ich esse weiter, auch wenn es schon gar nicht mehr schmeckt. Dem Kettenraucher schmeckt seine 40. Zigarette auch nicht mehr. Ich brauche nicht nach dem Warum fragen, denn es ist ganz einfach Lustgewinn. Ich brauche nicht in meinen Körper horchen, denn er wird nach dem Suchtmittel verlangen. Das Problem ist nur: die Sucht versaut mir mein restliches Leben außerhalb dieser Momente des Kicks. Deshalb bin ich die meiste Zeit verzweifelt. Dadurch werden diese Kicks noch wichtiger. Es bleibt nichts anderes übrig als zu versuchen, von der Droge loszukommen. Und die Gier läßt auch wirklich nach, die neue Lebensqualität beflügelt einen, es klappt mit der Abnahme. Irgendwann, entweder schon bei der Abnahme oder in der Erhaltung kommen kleine Ausnahmen und Rückfälle. Und der Kampf beginnt von vorn. Liebe Grüße Claudia PS: Heute Nachmittag gehe ich zum Treffen meiner "Anonymen Eßsüchtigen", besser bekannt als "ww" und versuche mit Unterstützung für meinen Kampf zu holen.
Hallo Claudia! Es tut mir leid, dass du die Sucht immer noch nicht bekämpft hast. Das was ich gemeint habe, war nicht das was du beschrieben hast. Die ganzen Kassetten kannst du vergessen. Das ist genauso wie Diät alleine zuhause machen - ohne Gleichgesinnte und ohne jegliche Hilfe. Diese innere Bilder-Arbeit, die ich meine soll anders sein. Dazu braucht man einen "Führer", der einen begleitet. Davon gibt es seeehr wenig in Deutschland! Glaub mir, das funktioniert! Ich experimentiere gerade an mir selber. Alleine kann ich nur "Kleinigkeiten" bei mir beseitigen, aber die "großen" Probleme kann ich nicht alleine beseitigen! Das geht gar nicht, da ich viel zu wenig Erfahrung habe und quasi ein Anfänger bin. Es gibt immer einen Weg, um die Ursache einen Problems zu heilen. lg
Du hast recht, wenn du sagst, dass der Mensch sich BEWUSST im Kopf umstellen muß. Aber um das zu schaffen, muß er ins Unterbewußtsein reingehen. Dort bekommt man genug Antworten. Da du bereits weißt, warum du Eßsüchtig bist, mußt du das ja dein Unterbewusstsein nicht mehr fragen. Aber du kannst es fragen, was du tun mußt, um die Eßsucht loszuwerden... Verstehst du, was ich meine? lg P.S. In jedem dunklen Kern steckt eine gute Absicht.
Interessant, was Du da schreibst. Auch das "ich kann das ganze WARUM einfach nicht mehr hören" kommt mir bekannt vor. Was ich gerne wissen möchte: wenn Du den "Kick" brauchst, zügellos zu essen, wie schaffst Du es, Dich an die WW-Punkte zu halten? Oder überisst du Dich an Gemüse+Co? Die Frage ist nicht blöde gemeint; ich möchte es wirklich gerne wissen! LG, Svenja
ist alles richtig was ihr geschrieben habt, und noch ws gehärt meinr meinung nach dazu.... wen ich gute 15 jahre lang ungesund gegessen habe, sucht hin oder her, dann kann es nicht sein, das ichinnrhalb eines jahres mich so umgestellt habe das ich gesund esse( ohne points, kcal oder was auch immer zu zählen).... wenn ich 15 jahre ww gemacht habe ...nun zum abnehmen, irgendwann in der erhaltung...vielleicht , aber auch nur vielleicht ist es dann so in fleisch und blut übergegangen, das ich es so verinnerlicht habe, das ich nemmer zählen brauche! lg phi
Hallo Svenja, ich komme jetzt erst wieder zum Schreiben. Es ist tatsächlich so, daß ich mich während ww auch regelmäßig überessen habe, sonst hätte ich das nicht durchgehalten, immer sehr konsequent in den Punkten zu bleiben. Beides schließ sich nicht aus. Ich habe es fast immer so gemacht, daß ich abends noch mindestens 10 Punkte übrig hatte, und dann konnte ich mich in Ruhe wirklich satt essen. Und mit einer Gemüsesuppe mit etwas Kartoffeln oder Linsen kann man sehr satt werden mit wenig Punkten. Bzw. auch reichlich Obst für zwischendurch, damit einen tagsüber der Hunger nicht so quält. Abends ordentlich satt werden und in Ruhe schlemmen, das war enorm wichtig für mich. Und eben des öfteren auch so richtig pappsatt sein. Viele Grüße Claudia
Hallo! Ich bin leider nicht früher zum Schreiben gekommen. Also ich befürchte, ganz habe ich noch nicht kapiert was der Unterschied ist zu den bekannten Kassetten und der Methode, die du beschreibst. Wie gesagt, ich habe viele Jahre versucht, das Problem von der psychologischen Seite anzugehen, und hatte letztlich nur das Gefühl, ohne Halt zu schwimmen. Im Moment muß ich wohl damit zufrieden sein, wenn ich es überhaupt schaffe mein Gewicht zu halten. Aber ich möchte es eigentlich schon irgendwann mal schaffen, von der Sucht wirklich loszukommen. Berichte doch mal, wenn du weiter gekommen bist! Ich werde hier noch länger sein... Viele Grüße Claudia
Hallo Phi, meine Gruppenleiterin hat etwas von 5 Jahren erzählt. Das sei die Zeit, nach der es kein Kampf mehr ist. Also, laß uns das beste hoffen ;-) LG Claudia
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