Mitglied inaktiv
Ich bin hier nicht besonders aktiver Mitschreiber, habe mir allerdings immer wieder Motivation geholt, indem ich hier im Forum doch schon länger eifrig mitgelesen habe. Ich selbst habe nach den Kindern 20 kg zugenommen, mittlerweile habe ich - nach 10 Jahren - das Gewicht wieder runter und passe in Sachen, die mir vor den Kindern zu eng waren.
Ich hatte zu "Best-Zeiten" einen BMI von 32,9 und bin jetzt auf 25,6 runter - für mich war Abnehmen definitiv der richtige Weg, auch wenn ich noch nicht ganz am Ziel meiner Träume angekommen bin.
Jetzt geht es mir allerdings um meine beste Freundin, die sehr stark übergewichtig ist. Gewicht oder BMI, keine Ahnung, aber sie ist 1,60 m groß und trägt mittlerweile Kleidergröße 60. Allein auf ihre Figur reagieren viele Menschen schon sehr extrem...
Sie sagt, für sie käme mein Weg (also Abnehmen) nie in Betracht. Sie will nicht abnehmen. Allerdings engagiert sie sich mittlerweile in "Fat Acceptance"-Organisationen und möchte sich die Freude an Bewegung und an undogmatisch gesundem Essen zurückerobern, sagte sie letztens. Sie hat allerdings gesundheitliche Probleme und sagt auch, sie traut sich nicht zum Arzt, weil der doch sowieso nur sagen würde, um Gottes Willen, sofort OP und Magenband etc. und Abnehmen, und das WILL sie eben nicht. (Wobei ich es auch keinen Zustand finde, deswegen über Jahre nicht zum Arzt zu gehen, wenn einem etwas Sorgen macht.
)
Von daher wäre jetzt meine Frage an die wirklich deutlich Übergewichtigen bzw. ehemals deutlich Übergewichtigen hier im Forum - warum entscheidet man sich für medizinisch unterstütztes Abnehmen, für entsprechende Operationen etc.? Warum will man abnehmen? Oder - warum will man eben NICHT abnehmen?
Irgendwie beschäftigt mich das Thema bei meiner Freundin schon sehr, irgendwo mache ich mir auch Sorgen um sie. ![]()
Naja schwer zu sagen. Mein Mann ist auch übergewichtig will aber auch nicht abnehmen da er sagt er schaffe es eh nicht er isst einfach zu gerne und könnte auch von seinem stressigen Job her keine Diät machen. Ich selbst habe 25 kg abgenommen und fühl mich pudelwohl - 10 müssen noch. Könnte es sein, daß sich Deine Freundin was vormacht? Dass sie vielleicht doch schlank sein will aber nicht diäten will? Ich hab mich auch eine Zeitlang eingeredet dass ich mich wohlfühle. Schon allein wegen der Gesundheit müsste sie es sich überlegen.
...genau deshalb fällt es mir ja auch so schwer, ihr "fat acceptance" wirklich zu akzeptieren und anzunehmen, dass sie genau diese Figur haben und behalten will. Weil ich denke, sie macht sich etwas vor, redet sich etwas ein, allein schon vom gesundheitlichen Aspekt her... und dann frage ich mich wieder, wieso ich denke, ich wüsste es "richtig" und sie wäre "zwangsläufig im Irrtum".
Wobei Übergewicht und Übergewicht auch zwei Paar Schuhe sind, bei einem "geringeren Übergewicht" hätte ich mit ihrer Einstellung weniger Probleme, soll sie doch, aber sie ist doch sehr heftig übergewichtig, tut sich mit der Bewegung etc. schwerer, und allein die Blicke, die ihr jeder auf der Straße hinterher...
Kleidergröße 60 (bei 1,60 m Körpergröße) sind halt wirklich viel.
ich denke sie das ist das gleiche wie bei meibner mutter. sie ist seit ihrer zweiten schwangerschaft stark übergewichtig das also jetzt schon seit über 20ig jahren und ich habe ihr so oft gesagt das sie sich kapputt macht aber sie will das einfach nicht hören. ich kann dir nicht sagen warum ich versteh es ja selbst nicht deshalb versuche ich ja auch abzunehmen 1. weil ich wieder gut aussehen will 2. weil ich meinen kindern ein gutes vorbild seien möchte was ernährung angeht 3. weil ich dieses übergewicht meinem körper nicht zumuten möchte obwohl es bei mir noch keine solchen ausmasse angenommen hat (1.63cm größe 42) vllt redest du noch mal mit ihr über ihre gesundheit und von diesen beführworten von übergewicht halte ich gar nichts denn es ist schließlich gesundheitsgefährdend. lg anja
warum man abnehmen oder nicht abnehmen will ist sehr unterschiedlich. wenn deine freundin so stark übergewichtig ist wird sie eine essstörung haben und somit einen guten grund für dieses gewicht (auch, wenn sie damit vielleicht nicht zufrieden ist! - es schlagen viele seelen in des menschen brust). alles, auch jedes "störverhalten", hat seine vorteile und positiven absichten. solange diese nicht anderweitig sichergestellt werden kann es schwer bis unmöglich sein, das gewicht zu reduzieren. ich persönlich möchte zwar weniger wiegen, aber nicht "abnehmen". das hat damit zu tun, wie dieses wort für mich besetzt ist und welche bedeutung es FÜR MICH - jenseits jeder rationalität - hat. ich habe meinen weg aber gefunden, und der hat zu tun mit selbstakzeptanz, damit, essen nicht mehr als feind, aber auch nicht als tröster zu betrachten und diäten aus meinem leben zu streichen. für mich funktioniert es, sport zu machen - weil ich mich gern bewege und NICHT, um abzunehmen, auch wenn das ein nebeneffekt ist - und auf lebensmittel zu verzichten, die mir spürbar nicht gut tun. das ist bei mir weizen und es fällt mir prinzipiell (nach mehreren anläufen) leicht darauf zu verzichten, weil ich es als gewinn empfinde. vielleicht ist das eine grundlegende sache: "abnehmen" beinhaltet letztlich verlust. man kann aber, meine meinung, nur dann dauerhaft sein gewicht dem eigenen "sollwert" annähern, wenn man es als gewinn betrachtet - und vor allem so empfinden kann. bei esstörungen spielt angst eine große rolle. vielleicht ist das gewicht, oder das fett, für deine freundin ein schutz, den sie braucht. den kann und darf und sollte man ihr nicht nehmen bzw. erst dann, wenn sie selbst dazu bereit ist. hat deine freundin mal eine therapie gemacht? es gibt die möglichkeit, übergewicht mit hypnosetherapie zu behandeln. setzt aber eine gewissen finanzielle fluidität voraus...
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