Mitglied inaktiv
Das würde mich mal interessieren, ich esse nämlich oft soviel wie am Teller ist und höre zu wenig auf mein Sattgefühl, das aber durchaus vorhanden ist. Wie geht es Euch dabei ? LG, Dor
Hallo ich habe hier noch nie geschrieben aber was du da sagst trifft genau meinen Nerv. Also vorweg ich bin 1.65cm groß und habe bis vor kurzem 59 kg gewogen. Vor meiner Schwangerschaft waren es 50kg. Naja jetzt sind es nur noch 54kg. Und bei mir war es so wie bei dir. Habe gegessen und gegessen, obwohl ich doch schon satt war...Ich bin so ein kleiner Frustesser. Ja jetzt habe ich mehr auf soetwas geachtet wie sättigungsgefühl und was soll ich sagen ich nehme ab und es geht mir viel besser. Allerdings dauerte das seine Zeit aber die habe ich mit genommen.
Nachdem ich mit ww 42 kg ab- und inzwischen 20 Kilo wieder zugenommen habe, versuche ich es mit dem "Essen wie ein natürlich-Schlanker". Ich habe erst vor ein paar Wochen damit angefangen, sicher noch nichts abgenommen, aber gestern konnte ich zum ersten mal Schokolade genießen und freiwillig aufhören ohne mich vollzustopfen. Für mich ein toller Erfolg und so soll es weiter gehen. LG Claudia
Hallo, es klingt sehr plausibel und es scheint ja hier auch zumindest eine Frau zu geben, die damit Erfolg hatte. Generell scheint es mir aber eher nicht so realistisch zu sein. Ich glaube, das Problem ist nicht so sehr, dass wir nicht auf unser Sättigungsgefühl hören. Sondern dass wir Menschen genetisch immer noch programmiert sind wie vor vielen tausend Jahren (wir haben uns genetisch seit etwa 30.000 Jahren nicht sehr verändert). Das heißt unser Gehirn, unser Stoffwechsel und auch unser Hungergefühl stammen aus einer Zeit, in der Nahrung oft sehr knapp war, vor allem energiereiche Nahrung. Und das macht uns heute zu schaffen: Wir mögen nämlich am liebsten die Dinge, die viel Energie versprechen - und die damals Mangelware waren: Fett und Kohlehydrate. Dieser Appetit war früher sinnvoll, denn diese Dinge waren aber wichtig. Wer sich überwiegend von Wurzeln und Knollen ernährt hat, für dessen Energiehaushalt war gelegentlich etwas wilder Honig oder tierisches Fett ungeheuer bereichernd. Diesen Appetit haben wir angeborenermaßen heute auch noch. Nur leider sind gerade Fett und tote Kohlehydrate (Zucker, Weißmehlprodukte, also Kuchen, Süßes, Nudeln etc.) heute im Überfluss vorhanden. So dass wir - wenn wir auf unser Bauchgefühl hören - davon fast automatisch zuviel zu uns nehmen. Instinkt und Überangebot passen hier nicht mehr zusammen. Langer Rede kurzer Sinn: Es ist sicher wichtig, wieder mehr aufs Sättigungsgefühl zu achten. Das allein scheint mir aber nicht zu reichen, wenn man sich nicht bei Ausrutschern (Süßem) gleichzeitig etwas disziplinierter verhält als man eigentlich möchte. Ich selbst muss übrigens immer schon kurz vor der Sättigung zu essen aufhören. Esse ich, bis ich satt bin, nehme ich zu (großer Seufzer). Habe mit Sport und FDH 12 Kilo abgenommen und halte es schon lange. Grüßle, Mimi
Ich denke daß du da zum Teil schon recht hast. Ich denke daß unser Körper, wenn wir ihn lassen, sich nicht bein einer Figut einpendeln würde, die wir als schlank bezeichnen. Denn das ist auch nicht genetisch erwünscht. In der Steinzeit hatten sicher die Menschen eine größere Überlebenschance, die keinen BMI von 21 sondern vielleicht eher von 28 hatten. (Sie konnten leichter Krankheiten oder Zeiten der Nahrungsknappheit überstehen.) Aber auch nicht mehr, sonst würde es einen im Alltag behindern (jagen, fliehen). Da ich schon mal einen BMI von 41 hatte (104 kg bei 1,59 m Größe), wäre es für mich also sehr sinnvoll, so etwa bei BMI 28 zu landen, weniger wäre vermutlich nicht realistisch für einen Eßgestörten und vielleicht gar nicht erstrebenswert? Was einen hilft im Umgang mit der Industrienahrung bewußtes und sehr langsames, genußvolles Essen. Dann kann man schneller bemerken daß man satt ist. Und man muß auch wirklich mit dem Essen warten, bis man hungrig ist und aus keinem anderen Grund als Hunger essen. Ich glaube dann hat man mit dieser Methode die Chance ohne ein Gefühl von Entbehrung ein Gewicht zu erreichen das gesund ist. Schlank ist vielleicht was anderes. Aber sich ein Leben lang beim Essen kontrollieren ist halt nur für die wenigsten wirklich machbar. Ich wäre schon froh, wenn ich wie ein halbwegs vernünftiger Mensch essen würde. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es weiter geht. LG Claudia
Wie erklärt sich denn dann, dass Kinder nicht dick werden, indem sie nur auf ihr natürliches Hunger und Sattgefühl hören ? Wegen der Bewegung ? LG, Doris
Hallo, jap, es stimmt sicher, dass der Körper tendenziell mehr Fett einlagern möchte als akut nötig - für schlechte Zeiten, wenn die Menschen früher keinen Jagderfolg hatten oder (später) eine Missernte vorkam etc. Es war wichtig, dass man Reserven hatte. Dass man damals dennoch nicht zu sehr zunahm, kam einfach wegen der vielen körperlichen Arbeit und der ständigen Bewegung nicht vor. Man musste schon bienenfleißig sein, um einfach nur zu überleben. Und das gilt auch heute für Kinder: Sie haben von Natur aus eine ungeheure Energie und einen großen Bewegungsdrang. So lange sie den ausleben, bleiben sie bei vernünftiger Ernährung schlank. Wenn sie aber mit Chips vor dem TV oder PC hocken, muss das schiefgehen. Leider ist ja nicht nur Übergewicht die Folge, sondern auch Verhaltensauffälligkeiten. Zum Beispiel schätzt man, dass die überwiegende Zahl der ADHS-Kinder in Wirklichkeit kein ADHS haben (über 80 Prozent Fehldiagnosen), sondern einfach unter einer extrem bewegungsarmen, reizüberflutenden Lebensweise leiden, bei der sie ihre natürliche Energie und auch ihre inneren Anspannungen nicht mehr loswerden können. Grüßle, Mimi
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