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Essen mein einziger Trost !!

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Ich weiß, dass ich eine depression habe und gehe auch damit gleich zum Doc. Es kann ja nicht normal sein, dass ich mich auf jedes Essen freue, als gäbe es nichts anderes. Vor allem, ich kann gerade gegessen bsw gefrühstückt haben, zähle da schon die Std. bis zum Mittagessen Also eigentlich war ich vor meiner letzten SS (die 3) immer normal von der Figur her- und nun bei 1, 60 m habe ich mal so eben 80 kg- dies möchte ich unbedingt ändern. Ich möchte keine Modelfigur, nur, dass alles wieder im Rahmen bleibt. Wie schnell hat man ja auch die Kilos von 80 auf 100. Meine Schwägerin hat mittlerweile 140 kg bei 1, 68 m (ihr stört es nicht, sagt sie) ich kann mir nicht vorstellen so dick zu sein, ich bin am verzweifeln.. hatte auch schon jemand so eine situation und kann mir berichten? kann ich so eine art kur bekommen, wo ich meine ruhe habe zum abnehmen (mein jüngstes kind wird 7 monate) oder kann ich medikamente bekommen (antidepressive tabletten?) ich brauche unbedingt eine Lösung, denn ich möchte mich nicht mehr mit meinem Essen trösten und denken, dass es das einzige ist,. was mir Spaß macht, bzw Freude bereitet- lg Danny


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Hallo Danny! Lass Dich erst mal in den Arm nehmen! Ich kann Dich ein Stück weit verstehen und Deine Gefühlslage nachvollziehen - bin auch ein Frustesser und schaffe es nicht, die Selbstdisziplin aufzubringen, die nötig wäre, um abzunehmen. Es ist schon mal ein guter Weg, dass Du zum Arzt gehst, damit er Dich beraten kann! Da werdet Ihr hoffentlich eine Lösung für Dich finden! Von mir kann ich kurz berichten, dass ich aufgrund einer sehr schweren Lebenslage z.Zt. Antidepressiva nehme. Es ist toll (und teilweise erschreckend), wie klasse sie wirken! Ich fühle mich sehr viel stabiler, weiß aber, dass ich hier nicht stehen bleiben darf, sondern dass ich psychologische Unterstützung brauche. Schließlich will ich die Tabletten nicht ewig nehmen. Mein Arzt meinte, ich sollte es betrachten wie einen Gipsverband: von außen ruhig stellen, damit es innerlich heilen kann. Ich habe dann auch eine Kur beantragt, allerdings eine für mich ganz alleine (Kinder sind 6 und 9 Jahre), damit ich Zeit habe, über mich nachzudenken und vieles zu verarbeiten - und eben auch mal einen längeren Depri haben kann, ohne wieder für die Kinder stark sein zu müssen. Und die Kur ist tatsächlich bewilligt worden! Und das, wo ich von so vielen Erfahrenen gehört habe, dass man erst einmal mit einer Ablehnung rechnen muss! Ich freu mich sehr darauf! Wenn Du eine Kur beantragst, musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass das dauert: Mein Antrag war von Ende April, diese Woche kam die Zusage zur Kostenübernahme und dann dauert es von meiner Klinik aus jetzt noch einmal 4-6 Wochen, bis dort ein Platz frei ist. Aber die Perspektive ist auch schon mal tröstlich! Wenn Du berufstätig bis (Elternzeit gilt sicherlich auch), dann ist der Rentenversicherungsträger für Dich zuständig. Sonst glaub ich die Krankenkasse. Aber das wird Dein Arzt Dir auch sagen können. Nochmal zum Thema Antidepressiva: Manche davon verändern den Appetit, so dass man noch mehr isst oder führen zu Wassereinlagerungen. Kann sein, muss aber nicht. Ich merke schon, dass ich noch mehr essen mag, kann manchmal aber bewußt gegensteuern. Leider längst nicht immer. Aber ich habe - seit die die Antidepressiva nehme - wieder die Kraft gefunden, um viel Sport zu machen. (Nenne es mein "Hausfrauentriathlon": joggen - habe in kurzer Zeit die Ausdauer für 5km gewonnen- oder schwimmen und die Besorgungen möglichst mit dem Fahrrad erledigen;-)) Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld mit Dir selber und dass Du den richtigen Weg für Dich findest! Lieben Gruß Johanna


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Oja, das kenn ich auch. War nach der Geburt meiner Tochter so gefrustet und hab ausFrust noch mehr gegessen (blöd ich weiss). Hab aus langeweile, frust, trauer, ärger ...... gegessen. Mir gings aber nach dem Essen nur kurz besser dann kam noch mehr Frust. Bin viel allein da zugezogen, habe hier keine Freundin, Mann arbeitet viel, Kinder sind anstrengend ----- (alles Ausreden zum Essen bei mir) Mein Spitzengewicht 106 kg bei 1,78 - heute morgen waren es 85,6. Hab vor 9 Wochen radiakal angefangen abzunehmen und fühl mich jetzt langsam richtig wohl. Möcht noch ca. 10 kg. Drück Dir die Daumen, das schaffst Du auch!!!!!!!!!!


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Hallo Danny, ich kann dich nur all zu gut verstehen. Auch mir geht es so. Ich habe in letzten 3 Jahren eine Berg-und Talfahrt der Gefühle (und auch mit dem Gewicht) hintermir. Habe im März 05 meinen Sohn bekommen. Im September 05 ist mein Vater gestorben. Im November 05 meine Oma und im Februar 06 dann meine Mama. Mit diesem Verlust komme ich einfach nicht zurrecht. Es ist alles zu viel, mit dem ich zurecht kommen muß. Ich kriege es nicht hin. Ich habe vor der Schwangerschaft immer so meine 62 - 65 kg gehabt und war damit super zufrieden. Heute wiege ich 75 kg. Vor 2 Jahren habe ich es mal bis auf 65 kg mit WW geschafft. Aber seit letztem Jahr Januar geht nix mehr. Sobald mich irgendwas aus der Bahn wirft, was für andere eine Kleinigkeit erscheint, fange ich an zu essen. Ich werde mittlerweile auf Depressionen behandelt, bin einige Zeit zu einem Psychologen gegangen und wurde auch so schnell es ging in eine Mutter-Kind-Kur verschickt. Diagnose: Burn-out-Syndrom mit starken Deppressionen. Die Kur hat mir unheimlich gut getan, ich würde sofort wieder fahren (geht leider nicht). Meine Stimmungsschwankungen habe ich immer noch (z.Zt. wieder etwas verstärkt), und auch mein Gewicht lässt nicht mit sich reden ( ). Ich versuche es jeden Tag aufs Neue, versuche viele gesunde Dinge zu mir zu nehmen und mich auch viel zu bewegen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Aber ich halte mein Gewicht und bin darüber doch schon ganz froh. Meine Gesundheit ist mir doch wichtiger. Ich würde dir raten, dich darüber mal mit deinem Doc zu unterhalten und frag ruhig mal nach einer Kur. Du hast 3 Kinder, den Haushalt und vielleicht auch noch einen Job? Das zerrt an den Nerven. Und wenn du nicht schnell reagierst, wird es nicht besser. P.S. Ich nehme (noch) keine Medikamente. Werde mich in den nächsten Tage drum bemühen, wieder einen guten Therapeuten zu bekommen. Ich wünsche dir alles Gute und drück dir die Däumchen, dass du etwas erreichst. Berichte doch mal. Liebe Grüsse, Susanne