Mitglied inaktiv
Hallo Claudia, ich bin eigentlich nur eine stille Mitleserin, aber jetzt habe ich doch einmal eine Frage an dich. Du hast weiter unten geschrieben, daß du jetzt in der Phase bist wo du versuchst Freßattacken durch andere Aktivitäten zu umgehen. Was sind das für Aktivitäten, also was machst du dann genau wenn du merkst jetzt wird es wieder gefährlich. Ich habe auch durch WW in der Gruppe 35 kg abgenommen und halte das jetzt seit einem Jahr, aber ich habe zwischendurch auch immer wieder richtige Fressattacken wo ich wirklich alles reinstopf was ich finde. Das kann dann auch sein dass ich ein Nutellaglas leerlöffel. Aber bis jetzt konnte ich das dann durch Tage wo es gut läuft immer wieder ausgleichen. Wir haben in der WW-Gruppe auch über Aktivitäten gesprochen um sich abzulenken z.B. Spaziergänge, ein schönes Bad nehmen etc. Aber wenn bei mir die Fresserei angesagt ist, ist mir alles andere egal. Deswegen wollte ich dich fragen, wie du dich abgelenkt hast? Vielen Dank schonmal. Claudia (hab den gleichen Namen)
Hallo Claudia! Tja, was spektakuläres habe ich leider auch nicht anzubieten, bei mir ist es hauptsächlich Lesen und evtl. dazu einen (grünen) Tee trinken. Das ist das, was ich abends mache um mich anders zu beschäftigen. Tagsüber geht das fast nie, weil ich kleine Kinder habe und dadurch kaum die Gelegenheit ungestört zu sein. Tagsüber hilft mir aufräumen (habe auch ein kleines Ordnungs-Problem) oder auch mit den Kindern rausgehen. Letzte Woche bin ich sogar mal geradelt, mein Mann war zu Hause und hat auf die Kinder aufgepaßt. Das hat tatsächlich sehr gut getan. Auf meiner Liste stehen noch mehr Sachen, die ich aber noch nicht ausprobiert habe (z.B. ein Bad nehmen), weil sie mir nicht besonders reizvoll erscheinen. Was ich tagsüber auch manchmal mache, ist in mein Internettagebuch zu schreiben (ich habe eines in einem Forum für Binge-Eater, d.h. die Eßstörung bei der man Eßanfälle hat, aber nicht erbricht). Um mich zu motivieren, statt zu essen was anderes zu tun, brauche ich aber schon einen gewissen Anschubser, das ist bei mir das Programm nach dem ich arbeite. Ich sehe mich selbst als eßgestört, habe oft Eßanfälle, und möchte erstmal davon loskommen, ohne ans Abnehmen zu denken. Dazu habe ich mir ein Buch besorgt (Eßattacken stoppen von Christopher Fairburn), nach dem arbeite ich. Dazu gehört auch, daß ich jetzt schon einige Wochen ein genaues Eßprotokoll führe und dann versucht habe, 5-6- geplante regelmäßige Mahlzeiten täglich einzunehmen. Daß Alternativen-suchen ist jetzt der nächste Schritt. Für mich ist dieser "Rahmen" wichtig, weil sonst würde ich wahrscheinlich schnell entmutigt aufgeben, wenn es mal einen Tag oder mehrere Tage nicht gut klappt. Alles Gute, liebe Grüße Claudia PS: Herzlichen Glückwunsch zum Halten des Gewichtes!!! 1 Jahr ist schon ziemlich gut, ich konnte es leider keinen Monat halten.
Hallo Claudia, vielen Dank für deine Antwort. Also im grunde sind es bei dir auch solche Tätigkeiten wie ich schon geschrieben habe, die mir manchmal noch helfen die Kurve zu kriegen und manchmal halt auch nicht. Ich bezeichne mich selbst auch als eßgestört, auch wenn ich jetzt schon 1 Jahr geschafft habe in meiner Goldmitgliedsspanne zu bleiben. Aber ein normales essen ist bei mir nicht möglich. Wenn du solche Eßanfälle hast, isst du dann auch heimlich oder weiß deine Familie davon? Also ich würde mich vor meinem Mann fürchterlich schämen, wenn er sehen würde wie ich dann die ganzen Süßigkeiten in mich reinstopfe. Aber zum Glück gibt es auch viele Tage an denen es gut läuft. Viele Grüße Claudia
Hi "Claudia+Thomas, ich habe deine Gesichte hier verfolgt und mir geht es ähnlich wie dir. Ich habe 2004 gut 40 kg abgenommen und habe dann 9 kg wieder zugenommen, davon sind jetzt noch 4 kg da. Aber es ist immer noch so, dass ich nicht nur ein Stück Schokolade essen kann, dann muss es gleich mehr sein. Wenn ich was Süßes hier habe, dann esse ich das auch, so nach und nach, aber es bleibt nie über Tage hier im Schrank. Oft gehe ich zu meiner Mutter runter, die hat immer Schoki da. Genauso gehts mir aber auch bei anderen Sachen, nicht nur Süßigkeiten Meinst du, dass es normal ist, wenn man mal dick war, dass das Essen einen so hohen Stellenwert hat? Dass man so gerne ißt? Ich frage dich einfach mal, weil du dich ja mit dem Thema recht viel beschäftigt hast. Ich liege jetzt so bei 64 kg bei einer Größe von 1,66 m und ich habe echt Angst, dass es wieder mehr wird. Mein Ziel ist wieder auf 60 kg zu kommen, aber das ist so schwer...... ich habe die 40 kg leichter abgenommen, als jetzt die paar kg, es geht einfach nicht. LG Carina
Mein Mann weiß von meinem Problem und ich verheimliche auch meine Eßattacken nicht. Ich bin da sehr offen, und rede auch mit anderen über mein Problem. Vor meinen Kindern muß ich es verheimlichen, weil sie noch ziemlich klein sind (2 und 4) und ich ihnen nicht erklären kann, warum ich 2 Tafeln Schokolade esse und sie nur 1 kleinen Riegel haben dürfen. Tagsüber habe ich auch relativ wenig Eßanfälle, da kann ich mir das vollgestopft sein nicht so erlauben, aber abends wenn ich nichts mehr leisten muß, da geht es meist dahin.
Ich denke, wenn man mal starkes Übergewicht hatte, ist man ziemlich gefährdet, nach einer großen ABnahme wieder zuzunehmen. Es hatte irgendeinen Grund gehabt, warum man so dick geworden war. Man gehört zu den Menschen, bei denen es leicht ansetzt, die vielleicht eher wenig aktiv sind, die sich angewöhnt haben, Probleme mit Essen zu kompensieren, die jede Menge leere Fettzellen haben, deren Stoffwechsel auf Hungertour ist und nach Nahrung nur so giert. Ich glaube eine sehr schlanke Figur kann man nur mit Kampf halten, oder wenn man ein komplett anderer Mensch wird. Beides ist sehr schwierig und die Chancen stehen schlecht. Ich habe mich von meinem Idealgewicht verabschiedet und möchte "nur noch" normalgewichtig werden. Ich glaube das ist für mich realistischer, und das läßt sich vielleicht auch halten, ohne ständig das Essen kontrollieren zu müssen. Warum glaubst du unbedingt noch 4 kg abnehmen zu müssen? Du hattest so viel Übergewicht, wenn du das aktuelle Gewicht halten könntest, wäre das ein phantastischer Erfolg. Aber ich weiß wie du dich fühlst, ich wollte auch unbedingt auf 55 kg runter (bei 1,59 m Größe), und ich hätte kein Gramm vorher aufgehört. Aber begracht hat es mir letzendlich nichts, ich habe die 55 kg erreicht, sogar unterschritten, aber nachdem ich dieses Gewicht mit einem letzten Kraftakt erreicht hatte, hätte ich für das Halten dieses Gewichtes ebenso viel Kraft gebracht. Aber nicht nur für einen begrenzten Zeitraum, sondern für immer, und das ohne das lohnende Ziel vor Augen, denn das war ja schon erreicht. Wenn du das aktuelle Gewicht auf Dauer halten kannst, dann kannst du zufrieden sein. Klingt wenig befriedigend, ist aber Realtität. Muß leider aufhören, habe es meinem SOhn versprochen... Claudia
Hi, danke für deine ausführliche Antwort. Ja du hast recht, es ist ein Kampf. Warum ich noch 4 kg abnehmen will? Tja das weis ich selber nicht, vielleicht um anderen was zu beweisen. Ich denke die Psyche spielt auch eine sehr große Rolle, als ich noch Dick war, war ich immer der Außenseiter, meine ganze Schulzeit......... alles verbinde ich mit dem Gedanken, dass über mich geredet wurde, auch heute denke ich immer noch, dass alle über mich schlecht reden, mich hässlich finden usw................ naja in der Sache hab ich mir aber Hilfe gesucht und Montag meine ersten Termin. Mal sehen Vielleicht sollte ich mir wirklich erstmal vornehmen einfach so zu bleiben wie ich bin und wenn ich ganze ehrlich bin, so schlecht ist das auch gar nicht, wenn ich überlege, wie ich sonst ausgesehen habe. Alles nicht so einfach ne. LG Carina (die jetzt erstmal wieder aufs Sofa geht, weil sie Seitenstrangangina und Bronchitis hat und es sauschlecht geht)
Ich wünsche dir gute Besserung und alles GUte für deinen Termin. Ich vermute eine Psychotherapie. Das fände ich einen sehr guten Schritt, auch in Hinsicht auf das Gewicht-halten. Denn man wird ja nicht automatisch glücklich oder selbstbewußt, wenn man abnimmt. Im Gegenteil, wenn man nicht mehr dick ist, hat man auch eine Menge "Konkurrenz" bzw. es ist schwieriger auszuhalten, immer noch nicht gemocht zu werden, obwohl man nicht mehr dick ist. Ich hatte während meiner Abnahme auch eine Therapie, die hat mir geholfen einiges wieder hinzu kriegen. Liebe Grüße Claudia
Hi Claudia, genau eine Therapie, habe Montag einen Termin beim Psychologen. Ich denke, dass mir das gut tun wird. Das Leben als "nicht mehr Dicke" ist alles andere als leicht. Ach wenn ich viel Bestätigung bekomme, denke ich immer nur "ja ja........ die sagen das nur so" Hinzu kommt bei mir noch eine innere Unruhe und Aggression, naja denke hängt alles irgendwie zusammen. LG Carina
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