Mitglied inaktiv
Hallo Ihr Lieben,
im Grunde beschäftigen mich gerade zwei verschiedene Themen - einmal mein persönliches Abnehmziel, zum anderen meine Selbstwahrnehmung, auf meinen Körper bezogen.
Ich bin 1,70 m groß, habe vor den Kindern etwa 75 kg gewogen, die ganz gut verteilt waren und mit denen ich mich auch wohl gefühlt habe. Nach dem ersten Kind wog ich dann 89 kg, nach dem letzten Kind 95 kg. Irgendwann wollte ich dann auch doch weniger werden, fand mich vor allem auf Fotos ziemlich schrecklich...
Ich habe es dann erst einfach so mit fettarmen, gesunden Essen probiert, bin dann wieder auf meine 89 kg gekommen, aber mehr ging dann nicht... Jetzt mache ich WW-Online und halte mich derzeit bei 79 kg - ich wiege seit mehr als 10 Jahren erstmal unter 80 kg und freu mich wie Bolle darüber!
Eigentlich war mein "Abnehmziel" immer 78 kg, nach dem Motto, 75 kg habe ich vor den Kindern gewogen und pro Kind 1 kg mehr ist akzeptabel. Jetzt komme ich ja langsam in diese Region, und da fühle ich mich immer noch "zuviel", nach dem Motto, ich könnte doch wenigstens weiter machen bis zu 75 kg (wie vor den Kindern), oder besser noch 72 kg (dann wäre ich "normalgewichtig")... Wieso ist es so schwer, da mit sich selbst ins Reine zu kommen?
Ich habe doch eigentlich schon relativ viel erreicht, habe jetzt in 2,5 Jahren 16 kg abgenommen, trage statt Kleidergröße 48 jetzt wieder 42... warum seh ich immer nur meine "Schwachstellen", statt lieber mal zu sehen, wie weit ich gekommen bin?!?
Mein anderes Problem ist meine eigene Körperwahrnehmung - irgendwie fühl ich mich nicht wirklich "dünner" als früher. Klar, ich habe meine Garderobe ziemlich komplett ausgetauscht, aber mein Gefühl hat sich irgendwie nicht geändert...
Ich fühl mich immer noch "rund", laufe ich Schlabbersachen rum, weil ich mich selbst nicht recht mag und mich lieber verstecke,... Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass sich für mich in meinem Leben irgendetwas geändert hätte durch das Abnehmen... klar, die Zahl auf der Waage, das finde ich auch toll, aber ansonsten..??
Sorry, irgendwie bin ich derzeit etwas gefrustet drauf.
Ich wäre für jeden Gedanken und jede Anregung dazu dankbar!
Hallo Milli, wirklich raten kann ich Dir nicht, jedoch geht es mir ganz ähnlich. Ich bin 170 cm groß, wiege nun etwa 63 kg und trage Größe 38. Klingt gar nicht schlecht, will ich selbst meinen, jedoch bekomme ich das kalte Grausen, wenn ich mich im Spiegel betrachte. Ich muss wohl dazu sagen, dass ich vor der Geburt meiner Kinder tendentiell untergewichtig war und mich damals als fett wahrgenommen habe (ja, das gibt es tatsächlich genauso) und nie verstehen konnte, warum andere die Stirn runzelten und sich ernsthafte Sorgen um mich machten. Sehe ich heute Bilder von früher, erkenne ich warum. Und das mit den Bildern funktioniert auch heute sehr gut: Während ich mich im Spiegel kaum betrachten mag, nehme ich mich auf Bildern meist recht schlank wahr und es kam schon vor, dass ich freudig rief, wie vorteilhaft eben dieses oder jene Kleidungsstück auf besagtem Foto wirkt oder mich fragte, aus welchem Winkel ein so gelungenes Foto entstand. Keine wirkliche Hilfe also, aber ein kleiner Erfahrungsbericht. LG, Nico
Bei mir ist es LEIDER genau umgekehrt wie bei Häsin
Während ich im Spiegel immer denke, naja sooooooooooo schlimm ist es doch gar nicht, trifft mich regelmässig der Schlag, wenn ich Fotos von mir sehe. Da gibt es NIE ein vorteilhaftes Kleidungsstück oder den richtigen Winkel...
Hallo Milli,
mein Abnehmziel hat sich auch ständig nach unten verändert, allerdings aus dem einfachen Grund, dass ich mir anfangs nicht zu viel vornehmen wollte, um Frust zu vermeiden.
So war bei 1,70m Größe und 86kg ursprünglich mein Ziel, unter 80kg zu kommen, danach habe ich es immer 5kg-weise nach unten verschoben, bis ich jetzt seit einiger Zeit bei 65kg angelangt und "eigentlich" ganz zufrieden bin.
Bei mir war es oft so ein Wechselbad der Gefühle: mal war ich superstolz auf das, was ich geschafft hatte und die Komplimente gingen runter wie Öl - und an anderen Tagen stand ich vor dem Spiegel und fragte mich, WO ich eigentlich abgenommen hätte, ich wäre ja immer noch total fett.
Auch jetzt ist es sehr unterschiedlich: mal trage ich richtig enge Sachen und fühle mich auch wohl drin, aber an anderen Tagen kommt dann doch noch die Gewohnheit durch, mich eher "zuzuhängen".
Und auch jetzt noch ertappe ich mich dabei, dass ich denke, schlank ist ja was anderes, die Schenkel sind zu fett, der Bauch könnte flacher sein und vielleicht könnte ich ja doch in Richtung 60kg peilen...
Das heisst jetzt allerdings nicht, dass ich generell unzufrieden bin, aber eben auch nicht 100% zufrieden - das ist glaube ich normal
Wie Nico schon geschrieben hat: du bist nicht alleine - und gute Idee mit den Bildern, ich müsste dafür allerdings erstmal welche von mir haben, denn früher hab ich mich immer schön vor der Kamera versteckt und hab die Angewohnheit auch noch nicht so recht abgelegt
Lieben Gruß
Incor
Ich wog nach der 2. SS 109 kg, nahm dann etwa 10 kg ab und dachte ich seh einigermassen was aus.... DANN sah ich ein Foto - grausig wie kann man so fett sein!!!!!! Habe mich immer dünner gesehen. Mein Ziel sind übrigens 74 kg die ich ab Januar wieder anpeile da hab ich mir gefallen.
Bei mir war es ebenfalls so. Der Tipp mit den Bildern ist gut, denn wenn man sich im Spiegel ansieht, gaukelt einem das Hirn noch einiges vor. Ich habe mal 72 kg gewogen, bei einer Größe von 1,89! Vorher war ich immer pummelig und wurde in der Schule ständig gehänselt. Als ich dann endlich dünn war (für die meisten war ich sogar zu dünn), habe ich das überhaupt nicht realisiert! Im Spiegel war ich immer noch Fett! Deshalb hab ich mich nur selten sexy angezogen, weil ich immer dachte, das (nichtvorhandene) Fett würde herausquillen! Wenn ich mir jetzt aber meine Fotos aus dieser Zeit ansehe, bin ich selbst schockiert wie dürr ich war. Deshalb auch mein Tipp: Fotos machen und über die tolle Figur freuen!
Vielleicht vergleichst du deinen Körper auch einfach mit dir vor einigen Jahren? Mir geht es so, daß ich nach der Schwangerschaft zwar jetzt wieder die gleichen Klamotten trage, aber mein Körper hat sich verändert und ist halt auch gealtert. Habe Schwangerschaftstreifen und der Bauch ist halt viel weicher und nicht mehr fest, die Brüste sehen "leergetrunken" aus und wenn das so weitergeht, bin ich in drei Jahren komplett ergraut (liegt in der Familie, meine Mutter war auch mit Mitte dreißig grau)... Tja, da hilft alle Diät nix, so wie zwanzig werde ich nie wieder aussehen. Aber es gibt Tage da störts mich und Tage da kann ich gut mit leben. Die Haare werden irgendwann gefärbt, die Schwangerschaftsstreifen sind halt Spuren des Lebens, das mein Körper hat entstehen lassen (und was ja eigentlich total wunderbar und unbegreiflich ist!)und die Hängebrüste gehören halt dazu. Ich bin noch die Selbe, mein Kind kuschelt gern mit seiner schön weichen Mutter und mein Mann liebt mich auch so wie ich bin. Ich glaube, so kritisch wie man sich selber sieht, sehen einen andere nicht.
Mit dem "niemand sieht meinen Körper so kritisch, wie ich ihn selber sehe" habt Ihr sicherlich recht. Und mit dem Unterschied zwischen "Spiegel-Wahrnehmung" und "Foto-Wahrnehmung" definitiv auch.
Wir hatten letzte Woche unsere alljährlichen Familien-Fotos beim Fotographen machen lassen, gestern habe ich die Bilder abgeholt - und wenn ich mich jetzt auf den neuen Bildern so sehe, finde ich mich eigentlich ganz okay. Klar, nicht dünn, aber auch nicht dick... Nicht mehr so wie früher "naja, in der Perspektive sehe ich ja nicht gar sooo schlimm aus".
Aber schon komisch, wie man sich selbst wahrnimmt... ![]()
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