Elternforum Der erste Brei - die Beikost

Kuhmilch/Milchprodukte (früher & heute)

Anzeige hipp-brandhub
Kuhmilch/Milchprodukte (früher & heute)

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, ich habe da eine Frage zu der Kuhmilch bzw. zu den Milchprodukten vor dem 1. L.jahr. Man sagt ja, vor dem 1. L.jahr keine Milch/Milchprodukte, wg. Allergien. Aber wenn man Grießbrei kocht, dann nimmt man doch auch normale Kuhmilch. UND: wenn ich so "pingelig" reagiere u. sage meinem Mann, seinen Eltern/Geschwistern, dass es keine Joghurts/Milch/Zucker vor dem 1. L.jahr gibt, dann sagen die mir: Stell dich nicht so an! Früher (in Kasachstan) haben wir alle Milch bekommen u. es ist nie was passiert; d.h. es sind keine Allergien aufgetreten. Gerade weil man hier in D so "pingelig" ist, vieles vermeidet, bekommen viele Allergien. Was soll ICH dann dazu noch sagen??? Mein Mann sagt auch wieder (wenn ich auf Zucker/Salz vor dem 1.L.j. verzichten will, bei meiner Tochter): Ach, hör` auf! Stell` dich nicht so an! Passiert schon nix! Ohne Zucker schmeckt es doch gar nicht; wenigstens einbisschen!!! Und wenn ich ihn auf Karies hin weise, sagt er auch nur: Ach, hör` doch auf!!! UND: was soll ich hier machen/sagen??? Ich bin Arzthelferin u. weiß auch, dass Zucker fast nie "gut" ist, ich möchte aber auch mich deswg. nicht ständig mit meinem Mann streiten. Schließlich erziehe ich meine Tochter nicht alleine. Danke MfG


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Also zuviel zucker setzt an udn macht evtl. die Zähne kaputt. Salz in Massen ist shcelcht für die nieren! Ich habe eigentlich immer selbsr gekocht udn auch immer etwas Kräutersalz gegeben! Bei der milchist es wohl so, dass man so ab dem 10. monat wenn keine allergien in der Familie vorliegen, den Abendbrei mit vollmilch (3,5 %) anrühren kann.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Jedes künstlich ernährte Kind bekommt ein Kuhmilchprodukt, insofern dürften allergiegefährdete Kinder überhaupt keine künstliche Säuglingsnahrung auf Kuhmilchbasis bekommen. Im ertsen Lebensjahr sollten Kinder wegen des gegenüber der Muttermilch erhöhten Eiweißgehalts keine reine Kuhmilch als Getränk bekommen, Brei dagegen kann mit Kuhmilch gekocht bzw. zubereitet werden, ggf. etwas verdünnen.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Zucker würde ich persönlich im ersten LJ komplett weglassen... Habe mit knapp 11 Monaten mal mit einem Keks (Dinkelkeks) angefangen. Und mein Sohn hat es vorher nicht vermisst und mag es auch gar nicht besonders... Mein Argument wären die Zähne und die frühe Gewöhnung an Zucker! Wobei sicher mal ein Keks (dazu gab es hier schon viele Diskussionen) nicht schadet. Aber ob es sein muss ist auch fraglich?! Muss jeder selbst entscheiden! Ich habe mit knapp 10 Monaten angefangen mit Kräutersalz und Brühe zu würzen. Mittlerweile isst er mit uns(er ist 14 Monate) und ich würze ganz normal, ein bisschen sparsamer vielleicht... Siehe Buch: zuviel Salz ist im ersten LJ schwierig für die Nieren! Mit Kuhmilch kann man (pur, Käse, Joghurt....) mit 10 Monaten anfangen, wenn keine Allergiegefährdung besteht. Ich habe mit 12 Monaten angefangen, da mein Mann und ich Allergien haben. Aber wie schon gesagt, Babymilch ist adaptierte Kuhmilch... Allerdings dadurch leichter verträglich! Also, besprich dich mit deinem Mann. Hauptsache ihr seit euch einig und haltet euren Weg für den Richtigen! LG


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

...


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

"Adaptiert" bedeutet nichts anderes, als "angepaßt", d.h. der Eiweißgehalt wurde dem der Muttermilch angenähert. Das Eiweiß selber ist intaktes Kuhmilcheiweiß!


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Ich schrieb nichts anderes, oder? LG


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Doch:"Ich habe mit 12 Monaten angefangen, da mein Mann und ich Allergien haben." Wenn Du bis dahin gestillt hast - verständlich. Hast Du aber Dein Kind künstlich ernährt bringt der späte Einstieg mit Kuhmilch gar nichts.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Achso. Das meintest du. Denn das mit adaptierter Kuhmilch war mir ja bekannt. Nein, habe 6 Monate gestillt, dann HA gefüttert (ist ja auch auf Kuhmilchbasis).... Und ich weiß auch, dass viele sagen, dass das nach Beikostbeginn witzlos ist... HAbe es dennoch gemacht und trotzdem mit dem "richtigen" Kuhmilchbeginn (Käse, Joghurt)... noch etwas gewartet! Wollte die Sachen lieber langsam und Stück für Stück angehen! Ansonsten hast du natürlich recht! Außer 12 Monate nur zu Stillen gibt es keine wirklich gute Alternative, um Kuhmilch zu umgehen!


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hi, die Kleine meiner Schwester hat Kunstmilch immer verweigert, und als man sie ihr mal in einem Brei untergejubelt hat, hat sie nach den ersten Löffelchen sofort allergisch reagiert... Grundsätzlich habe ich mich aber auch schon mal gefragt, warum eigentlich die Allergien so rasant zunehmen? Hat man da schon Erklärungen? Potenziert sich das einfach wegen der Vererbung? Ciao Biggi


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Denke der genetische Faktor spielt eine Rolle, aber auch die ganzen Umwelteinflüsse (auch übertriebene Hygiene...). Man kann unser Leben heute und die EInflüsse, denen Kinder ausgesetzt sind, ja einfach nicht mit dem Leben vor 50 JAhren vergleichen... Und ich denke, dass das Kind instinktiv wusste, dass die Kuhmilch ihm nicht bekommt... Aber ich finde es auch heftig, wie weit Allergien mittlerweile verbreitet sind. Und auch in meinem Alter kenne ich kaum Leute ohne Allergien. Gestillt oder nicht gestillt.... Komischerweise konnte ich da wenig Unterschiede feststellen.... (soll jetzt keine Diskussion in die eine oder andere Richtung auslösen ;-)) LG


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Tja, meine Oma het ihren Kindern immer ganz frische Kuhmilch gegeben, sie wohnten auf einem Bauernhof und meine Mutter und mein Onkel haben z.T. von Geburt an die Milch frisch aus der Kuh bekommen, d.h. ohne abkochen und mit allen allergieauslösenden Stoffen drin. Und keine von beiden hat irgendeine Allergie, asthma oder Neurodermitis oder sonst irgendwas, was man darauf zurückführen könnte. Ich will ja keine Diskussion auslösen, aber auch meine urome hat ihre 14 Kinder mit Milch von der eigenen Kuh großgezogen ohne dass irgendeiner daran Schaden genommen hätte. Das relativiert meine Sicht immer ein wenig, auch wenn meine Kinder voll getsillt wurden und einen ganz sanften Beikosteinstieg bekamen. Und der Sohn einer Freundin hat ganz schwere Neurodermitis, trotz 6 Monate stillen und langsamen Beikoststart... Lg, lupa


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Lupa, ich hätte da gerne eine Diskussion:-) Solange sie freundlich ist... Ich glaube auch eher wie Muddie, dass das an einer Reihe von Faktoren liegt, die Umwelteinflüsse früher (viel natürlicher Dreck) und heute (viel Kunstdreck und wenig natürlicher) und die Kuhmilch ist ja so gesehen natürlicher Dreck... Deshalb hilft es aber wohl den Babies mit Allergie auch nicht, wenn man von Geburt an rohe Kuhmilch füttert, leider... Übrigens hat das Kind meiner Schwester von Geburt an (naja festgestellt hat man es ein paar Monate später, aber das Problem war schon immer da, erst dachte man halt, Säuglingsakne) Neurodermitis (wobei ich den Eindruck habe, die bezeichnen alle Hautprobleme so, von denen sie nicht wissen, was es ist). Und wurde 6 Monate voll gestillt, und verweigert nicht nur Kunst - und andere Milch, sondern leider fast alles andere auch... Und der Vater hat alle möglichen Allergien, obwohl auf einem Bauernhof aufgewachsen. Ich vermute aber, so ganz genau weiss man das noch gar nicht, was das eigentlich auslöst. Hast Du übrigens schon mal unbehandelte Kuhmilch getrunken? Ich ja, und dann auch noch ziemlich viel auf einmal (als Erwachsene) und ich hatte echt 1 Woche lang Durchfall. Wer sich da auf Dauer dran gewöhnt, kriegt wahrscheinlich echt keine Allergien mehr :-) Ciao Biggi


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Klar, ich diskutiere im Prinzip gerne, solange ich nicht immer gleich gesteinigt werde, wenn meine Meinung vom Standard abweicht ;-) Ich seh das im Prinzip genauso: Früher gab es weniger Allergien, weil sich das Immunsystem an allen möglichen (und unmöglichen) Keimen trainieren konnte. Das fällt heute sicher weg, daher neigen so viele zu Überreaktion gegen an sich harmlose Stoffe. Und daraus folgt dann die ewige Spirale von noch mehr Aufpassen, noch mehr Allergene vermeiden usw. Ob das wirklich auf Dauer gut ist? Pauschalisieren kann man in der allergiefrage so gar nichts. Und auch nicht an Einztelfaktoren wie Kuhmilch allein festmachen, Ist halt immer nur ein Baustein im Riesenmosaik. Wie beschrieben waren die früheren Bauernhofkinder meiner Familie trotz Kuhmilch immer gesund, der Sohn einer Freundin hingegen hat trotz 6 Monaten stillen Neurodermitis. Mein Mann ist auch auf dem Beuernhof aufgewachsen und hattrotzdem einige Allergien, sein Bruder auch, obwohl es sowas vorher nicht gab in seiner familie. Wo kommts her? LG, lupa


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Sorry, musste gerade abbrechen, wir haben Besuch bekommen... Ja, ich hab schonmal frische Kuhmilchgetrunken und mir war danach speiübel, von Bauchweh und Durchfall mal ganz abgesehen. SO würde ich das nie und nimmer einem Kind geben. Mit Frischmilch ist es etwas besser, bei H-Milch hab ich gar keine Probleme, aber die ist ja auch ziemlich stark behandelt. Nunja, wie gesagt, Kuhmilch allein würd ich nicht verdammen wollen, aber auch ich würde aufpassen und sie keinem Baby geben, in dessen Familie Kuhmilchunverträglichkeiten aufgetreten sind. Meine Tochter hat auch lange keine Kuhmilch bekommen, da sie sogar von H-Milch Durchfall bekam. Mein Sohn wird auch länger keine Kuhmilch bekommen. Aber ich verurteile das eben auch nicht pauschal, meine Nichte z.B. hat Eltern ohne Kuhmilchunverträglichkeit, Allergien usw. und hat in ihren Abendbrei mit 6 Monaten eben ganz normale H-Milch bekommen und die auch problemlos vertragen. Sollte sie später mal eine Allergie bekommen, wer weiß denn dann schon, ob sie von der frühen Kuhmilch kommt oder ob sie die sowieso bekommen hätte? Ist alles ziemlich schwierig, denn in Sachen Allergieauslöser in der frühen Kindheit kann man fast unmöglich irgendwas konkretes aussagen. Es geht ja auch bei Babynahrung immer nur darum das Risiko einer Allergie zu verringern, niemand sagt, dass man es ganz ausschalten könnte, ist halt absolut unmöglich, da stichhaltige Zusammenhänge zu finden. Und dann gab es vor einiger Zeit eine Reportage über babyernährung international in der Babyzeitschrift der Apotheken. Da war halt ein Vergleich zwischen verschiedenen Ländern und der Grundtenor war, dass es eine solche "Babyernährungshxsterie" nur in Deutschland gibt. In keinem anderen Land der Welt wird ein Kind so streng nach einem essensplan ernährt, nirgendwo sonst guckt man so sehr nach Altersangaben, Zutatenlisten usw. In Frankreich bekommen Babys ab vier Monaten Artischocken serviert, in Indien Currygerichte und weiß der Geier, was südamerikanische Mamas ihren Kleinsten füttern. Und, hat Deutschland deswegen die niedrigste Rate an allergiebelasteten Kindern? In keinem Fall! Eher im Gegenteil. Ich will mich ja gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen und hier irgendwelchen Hypothesen aufstellen, ich denke aber schon, dass man in eine sich immer weiter aufschraubende Spirale von Allergenmeidung rutscht, die die Kinder dann eben noch mehr auf "Fremdstoffe" allergisch reagieren lässt. Wie schon geschrieben, Dreck trainiert das Immunsystem, vielleicht trainiert "Essensdreck" auch den Körper gegen Lebensmittelallergien? Irgendwie muss es doch einen Zusammenhang geben, dass Kinder in Ländern ohne spezielles Babyernährungsprogramm viel seltener Allergien haben als hier bei uns, wo wir doch alle sooooo vorsichtig sind. Klar, ist erstmal eine Allergie festgestellt, muss man das entsprechende Lebensmittel erstmal meiden. Aber die ganze Bevölkerung auf Diätplan setzen? Da bin ich wirkloich etwas skeptisch... LG, lupa