Mitglied inaktiv
Hallo ihr Lieben,
würde mich über ein paar Meinungen bzw. Erfahrungen freuen.
Also, ich bin im 7.Monat schwanger und habe bisher immer selbstständig auf Gewerbeschein gearbeitet. Im 4. Monat habe ich eine schlechte Erfahrungen gemacht, ein Auftraggeber wollte mich nicht beschäftigen, weil er befürchtete, dass man mir im Einsatzzeitraum vielleicht schon die Schwangerschaft ansehen könnte... Völlig unverständlich bei jenem Job, aber naja... Pech für mich. Rechte hat man als Selbstständige keine....
Vor zwei Monaten bekam ich ein neues Jobangebot. Ein Saisonjob in der Weihnachtszeit, eine kurzfristige Beschäftigung auf Lohnsteuerkarte.
Dachte mir, es die Chance sicher bis kurz vor dem Mutterschutz beschäftigt zu sein. Schliesslich lebt ein Kind nicht von Luft und Liebe.
Meine Intention zu dem Zeitpunkt war weder krankzufeiern noch ohne zu arbeiten abzukassieren, sondern einzig und allein im Fall eine Falles nicht wieder aus optischen Gesichtsgründen ( Bauch) abgelehnt bzw. gekündigt werden zu können, über alles weitere machte ich mir keine Gedanken.
Der AG weiss bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts von der SSW, im andern Fall wäre der Vertrag sowieso nicht zustande gekommen.
Jetzt arbeite ich seit 2 Wochen, von 9-19 Uhr, mit einer Stunde Pause, die restliche Zeit stehend. Schon nach spätestens 3 Stunden kann ich nicht mehr, hab das Gefühl umzukippen.Meine Füße schmerzen.Ich hätte nie gedacht, dass das Stehen in der Schwangerschaft so anstrengend sein kann. Zumal ich damit noch nie Probleme hatte!!! Zuvor 12-13 Stunden auf Messen in Pumps gearbeitet, kein Problem. Auch bin ich schon mehrere Marathons gelaufen und zweimal einen 100km Lauf, bin abgehärtet und weiss was Schmerzen bedeuten. Trotzallem merke ich jetzt schon, dass ich das Arbeitspensum nicht durchhalten werde.....:-(
Lächele stets tapfer,aber rette mich von einer Pause in die nächste. Schon der Weg in die Kantine ist mir zu weit. Kann nicht mal sagen, dass der Job der Stressigste ist den ich je hatte. Ich als Erstgebärende hab es schlicht und ergreifend einfach alles extrem unterschätzt
So, nun habe ich gestern ein Anwalt konsultiert um mich vorab zu informieren.
1.) Es besteht auch bei einer kurzfristigen Beschäftigung Kündigungsschutz.
2.) Höchstarbeitszeit bei Schwangeren liegt bei 8 Stunden.
3.)Stehzeit ab dem 5. Monat max 4 Stunden.
Jetzt bin ich in einem Dilemma, da ich einen Job angenommen habe, bei dem es keine Sitzmöglichkeiten gibt.Eine sitzende Verkaufskraft hab ich selber noch nie gesehen. Wenn ich jetzt die Katze aus dem Sack lasse, muss definitiv eine zusätzliche Kraft eingestellt werden. So arschig wollte ich niemals sein. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Hölle losbricht.
Und natürlich sieht es so aus als hätte ich es alles schon vorher geplant...
Ich würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen. Wie habt ihr in eurer Schwangerschaft Stehjobs "gelöst" oder wie wurde von Seiten des AG gehandelt? Welche Kompromisse wurden gefunden? Wurdet ihr freigestellt? Wie hat in diesem Fall die Entgeldfortzahlung funktioniert?
Habe tierisch Sorge den Arbeitgeber zu informieren, da ich dann aufgrund des Mutterschutzgesetzes gesetzlich tatsächlich nun offiziell weniger arbeiten darf und mir vielleicht etliche Zulagen und Boni gestrichen werden? Der Job ist offiziell Ende Dezember zu Ende, der Vertrag läuft aber bis zum 31. Januar. Befinde mich in der Bredouille , dass ich finanziell so weit vorsorgen muss, bis ich das Elterngeld bekomme. Kann auf keinen Cent verzichten. ET ist im Mitte März.
Freue mich auf alle Antworten.
Beste Grüße
Elfenherz
Hallo, da kann Dir keiner helfen. Für Deinen Ag ist die Situation ziemlich besch.... aber für Dich auch. Du musst Prioritäten setzen. Das Mutterschutzgesetz ist in D so mächtig, dass Dich Dein AG nach Kenntnis der Schwangerschaft nicht mehr kündigen kann (sogar wenn Du ihm das bis 14 Tage nach Kündigung noch mitteilst). Wenn Dein Arbeitsplatz für Schwangerschaft ungeeignet ist, gibt es noch die Möglichkeit eines Beschäftigungsverbots. Allerdings ist das für den AG richtig schlimm, wenn er die U2 nicht bezahlt (was kleine Betriebe aber regelmäßig tun müssen). Viel Erfolg, einen "tod" musst Du sterben. Und da würde ich mich klar gegen das Risiko entscheiden (und das sage ich, obwohl ich jetzt auf der anderen Seite sitze und mir im Moment viel zu viele schwanger sind - warum alle auf einmal, können die nicht nacheinander :-) - aber anderes Thema). Grüße Tina
Hallo Elfe, ich habe damals einfach alle Möglichkeiten zum Sitzen genutzt die es gab. Bei uns waren unten an den Regalen SChubladen und darüber waren versetzt die Regale, auf diesem Abstand konnte ich mich mühelos hinsetzen und wenn kunden kamen bin ich halt wieder aufgestanden. Es ging wenn man es will. So schafft man auch die Arbeitszeit und ich musste oft noch länger als du jetzt arbeiten. Klar ist es anstrengend aber es ist ja nur eine kurze Zeit. zum KReislauf ; viel trinken und traubenzucker bei der Kasse oder in einer Schublade. Alles gute, ich habe damals zwar ärger mit dem Chef gahbt aber so wie ich es mit meinen Kolleginnen gelöst habe, da war er sehr zufrieden mit und es war kein Problem mehr. Es reicht ja auch schon ein Stehhocker. LG Natalie
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