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Neue Ausbildung per Fernunterricht?

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Hallo, ich habe eine Lehre gemacht und arbeite jetzt wieder auf einer Halben Stelle in meinem Job (vor der Elternzeit habe ich da schon 6 Jahre gearbeitet). Nur die Arbeitszeiten sind in meinem Job furchtbar (nicht nur in meiner Firma). Ich arbeite zwar nur ca.20h die Woche aber ganze Tage und Früh und Spätschicht und an den Wochenenden auch noch. Ich möchte mehr zeit mit meinen Kindern haben aber wir brauchen das Geld. nun habe ich über Fernunterricht nachgedacht, das ich darüber nebenbei nochmal eine Ausbildung /umschulung zur Bürokauffrau ec.mache, wo man besser eine richtige Halbtagsstelle bekommt. Wer hat Erfahrung mit so einer Fernschule, ist das schwer, wie lange dauert das und bekommt man mit diesem Abschluss wirklich einen Job? In welcher Beruf bekommt man am wahrscheinlichsten eine Halbtagsstelle(nur Vormittags)? Vielen Dank Sabine


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ich würde Dir gern die Vorteile Deiner jetztigen Situation zeigen. Natürlich gilt das nur, wenn Dir nicht die Arbeit als solche unangemehm ist. Ganze Tage arbeiten heißt im gleichen Atemzug auch ganze Tage frei haben. D.h. man hat auch "kinderfreie" Zeit zu Hause, in der man den Haushalt bearbeiten kann. Und dann bleibt mehr richtig freie Zeit, die man als "Qualitätszeit" den Kindern widmen kann. Am Wochenende arbeiten heißt auch, dass der Vater mal die uneingeschränkte Verantwortung für die Kinder hat, was sowohl Vater als auch Kindern gut tut. Wenn man (vor allem mit kleineren Kindern) fünf halbe tage arbeitet, ist es ganz oft so, dass man nach der Arbeit sofort nach Hause hetzt, mit den Kindern ein eilig zusammengeschustertes Essen runterschlingt und dann neben den Hausarbeiten die Kinder belustigt. In meinen Augen ist das NICHT optimal. Trini


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Hi Ich kann dir auch keinen wirklichen Rat geben, aber an Trinis Worten ist sehr viel Wahres! Ich habe in der Elternzeit von Mo-Fr 8:00-12:00 Uhr gearbeitet. "Eigentlich" perfekt. Aber in der Realität ist es genauso, wie Trini es beschreibt. Gruß Sumse


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Ich kann das nicht bestätigen. Arbeite 5 Tage von 9 bis 13 Uhr mit jeweils 1 Stunde Fahrzeit und finde es deutlich besser, da ich so auch 5 Nachmittage mit meinen Kindern habe. "Gehetzt" fühle ich mich dabei nicht, ganz im Gegenteil. Freie Tage hatte ich als kinderlose Vollzeitkraft schließlich auch nicht und habe den Haushalt trotzdem geschafft. Alles ein Frage der Organisation. Unabhägig davon: Bürokauffrauen gibt es wie Sand am Meer, fraglich ob Deine Chancen am Arbeitsmarkt durch ein Fernstudium wirklich derart erhöht werden, daß der Aufwand den Ertrag wert ist. Was hast Du denn gelernt? Ich kenne viele, die in diesen Beruf quer eingestiegen sind. Du mußt Dich ja nicht gerade als Vorstandsassistentin bewerben ;-) Ich würde mir einfach mal zwei drei Monate die Reaktionen auf Bewerbungen als Quereinsteigerin anschauen und dann entscheiden.


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schafft man den Haushalt aber auch auch viel besser. Was hat Kleinkind denn von einer waschenden, bügelnden, putzenden Mutter? Da ist es unter Kindern besser aufgehoben. Als Vollzeit tätige Nicht-Mutter habe ich auch in der Kantine gegessen und musste nicht täglich kochen und ich hatte nur die Häfte der Wäsche. Trini


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Meine Kinder schlafen auch irgendwann, haben nachmittags Hobbys oder spielen allein, also mache ich den Haushalt, wenn sie mir den Freiraum geben, fertig. Würde ich länger arbeiten, um freie Tage zu haben, müßte ich sie später abholen und wir hätten weniger vom Nachmittag, nur damit ich freie Tage habe. Für mich wäre das nichts, aber ich sehe durchaus, daß das gängig ist. Aber ein "Patentrezept" wohl kaum, oder? Mittlerweile helfen sie mir auch einfach bei vielen Dingen, trotz ihren jungen Jahre. Persönlich bin ich dadurch zu der Erkenntnis gelangt, daß diese "Transparenz" nicht schadet: sie sehen, was und wieviel ich zu tun habe und lernen so viel eher für die Zukunft, was ihre Frauen einmal so alles zu wuppen haben. Parallel finden sie es schön, daß ich trotz höherer Stundenbelastung als manch andere Mutter immer früher abhole, als andere KiGa-/Grundschul-Mütter. Natürlich AUCH kein Patentrezept, da muß schon jeder selbst genau überlegen, welches Teilzeit-Modell am besten zur Familie passt.


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Hallo, ich hatte letztes Jahr so eine Ausbildung bzw. Kurs per Fernschule neben meinem Beruf angefangen. Am Anfang empfand ich es noch als leicht und gut schaffbar nebenbei, aber es wird mit der Zeit immer schwerer und das kostet dann immer mehr Zeit. Ich musste diesen Kurs dann auf Grund von längerer Krankheit abbrechen, worüber ich eigentlich auch sehr froh war (nur Schade um das Geld). Nochmal würde ich es nicht machen wollen. Es ist schon nur neben dem Job und Alltag echt hart, aber wenn ich mir dann noch vorstelle Job + Kinder + den Kurs + Alltag (Termine, Hausarbeit) . Lg Hailie


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Ich habe sowas schon gemacht bzw. auch andere Arten von Fortbildung. Alles neben meinem Job und damals hatte ich noch kein Kind !!! Ich hab bei der ILS einen Controllingkurs gemacht, das waren 12 Hefte auf 6 Monate verteilt. Ich habe die in der S-Bahn / U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit gelesen / durchgearbeitet, wo andere Romane gelesen haben. So blieb in der Zeit die Hausarbeit für abends, aber wie gesagt ich hatte kein Kind damals. Da ich aber eine kaufmännische Ausbildung hatte und das meiste nur Wiederholung / Auffrischung für mich war, fiel mir das ganze auch nicht schwer. Außerdem habe ich vor 10 Jahren eine Fortbildung zu Betriebswirt gemacht. Das waren 3 Abende (18 - 21 Uhr) und jeder 2. Samstag (9 - 14 Uhr). Damit war es aber nicht getan, denn lernen musste ich irgendwann auch noch, das habe ich dann oft noch nach der Schule bis 23 Uhr und am Sonntag gemacht. In den Klausuren hatte ich über alle Fächer einen Notendurchschnitt von 1,8. Aber der Stoffumfang war hier auch begrenzt. Die Prüfungen habe ich mit 3 abgeschlossen, die Masse an Lernstoff hierfür war aus 3 Jahren Abendschule. Und ich hatte hier jeweils 2 Wochen vor der Prüfung Urlaub. Es ist verdammt stressig, wobei ich nicht sagen möchte, dass es nicht machbar ist. Wenn du z.B. die ILS nimmst, da steht eine sehr gute Schätzung dabei wie Stunden du pro Woche an Zeit investieren musst um gut durch die Unterlagen zu kommen. Je mehr Vorbildung du hast, umso leichter fällt es dir. Fehlt dir das kannst du das doppelte an Eigeninitiative dazupacken um durchzukommen. Es ist nicht zu unterschätzen dass man alleine dasteht, dass man sich alleine motivieren muss auch wenn man eigentlich keine Lust hat. Das ist z.B. wenn du zur IHK gehst anders, da hast du die Motivation der Gruppe. Wenn du von einem Halbtagsjob nur Vormittags träumst, dann vergiß es, die sind mittlerweile spärlich. Es werden immer mehr Mittarbeiter für Nachmittags gesucht, so dass 2 Teilzeitkräfte eine Vollzeitstelle ergeben. Dann kommt noch hinzu Bürokräfte gibt es zu Hauff. Ich bin Industriekauffrau und Betriebswirtin und habe während der Elternzeit angefangen mich zu bewerben, als mein Sohn 6 Monate alt war. Ich habe 1,5 Jahre gebraucht um eine Job zu bekommen - und das dann noch in der Zeitarbeitsfirma, die bescheiden zahlt. Und ich hatte vor der Elternzeit über 15 Jahre Berufserfahrung mit fließendem Englisch in 4 verschiedenen Unternehmen. Nur um einen Job zu haben, habe ich dann eine Vollzeitstelle angenommen, hauptsache wieder drin im Beruf. Und dann ist noch nicht zu vergessen ich lebe in München, da gibt es also genug Jobs !! Ich habe in den 2 Jahre sage und schreibe 200 Absagen bekommen. Nach einem halben Jahr bei der Zeitarbeit habe ich dann endlich in einer anderen Firma einen Teilzeitjob mit 32 Stunden ergattert. Ich arbeite nun von 9 bis 16 Uhr mit einer Stunde Mittagspause, ich gehe um 8 Uhr aus dem Haus und bin meistens gegen 17 Uhr wieder da. Mein Sohn ist in der Zeit bei der Tagesmutter bzw. mein Mann kümmert sich um ihn, soweit das seine Schwerbehinderung zuläßt. Wenn du umsatteln willst, dann überlege gut, was du gerne machst und was du kannst, wo deine persönlichen Stärken liegen, in die Richtung sollte es dann gehen. Gesucht werden bei uns in der Gegend hauptsächlich Erzieher, Kinderpfleger und Altenpfleger. Büro fast nur auf 400 Euro Basis oder gleich Vollzeit. Die Wirtschaft geht wieder aufwärts, so ist im Personalbereich auch noch was zu finden. Bilanzbuchhalter können immer gebraucht werden. Meine Firma hat in den letzen Monaten eingestellt: Ingenieure, Personal Manager, Buchhalter. Falls es Buchhaltung sein sollte, ohne DATEV und SAP geht da nix mehr (Lexware mag interessant sein, wird aber kaum genutzt). Wir arbeiten mit einem firmeneigenen System, stellen aber demnächst auf SAP um. Interessant wäre es zu wissen was du jetzt machst, damit man Vorschläge machen kann, was für dich interessant sein könnte.