Elternforum Baby und Job

@Linda OT

@Linda OT

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Liebe Linda, wenn ich mich recht erinnere, lebst Du in Hessen und bist manchmal an der Rechtslage bzgl. Kinderbetreuung interessiert. Vielleicht kannst Du mir helfen, ich suche den Passus, in dem steht, ab wann die Kinder in Hessen einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben. Ist das genau ab dem 3. Genurtstag? Und dürfen sie, wenn es einen Platz gibt auch schon einige Zeit früher rein (2-3 Monate)? Leider finde ich nichts. Ich möchte gerne, dass mein Sohn ein bisschen früher von der Krippe in den Kindergarten wechselt, aber die Sachbearbeiterin erlaubt es nicht. In der Stadt, in der ich früher gewohnt habe, brauchte man gar nicht solche Anträge stellen. Alles sehr seltsam... Vielen Dank wenn Du mir helfen kannst! Sabine


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Sabine, der Rechtsanspruch gilt ab dem 3. Geburtstag. Die Kindergärten dürfen die Kinder ab einem Alter von 2 Jahren und 9 Monaten aufnehmen (zumindest in FFM), ich finde aber keine allgemeine Verordnung dazu. Außerdem gibt es noch altersgemischte Einrichtungen, in denen ändert sich die Gruppenzugehörigkeit gar nicht und der Beitrag fällt ab dem 3. Geburtstag. Unser Kindergarten macht es bei berufstätigen Eltern bevorzugt so, dass die Eingewöhnung mit dem 3. Geburtstag abgeschlossen ist. Tendenziell nehmen sie die Kinder aber lieber später auf. Ist aus deren Sicht verständlich und auch im Interesse der Kinder. Gerade die ganz kleinen sind im Kindergarten anfangs eher noch überfordert und die Erzieher haben keine Zeit, sich einzeln um sie zu kümmern. Wenn Du nicht einen Kindergarten mit einem tollen Betreuungsschlüssel gefunden hast, würde ich zu einer möglichst späten Eingewöhnung tendieren. Hier wird das alles aber mit dem jeweiligen Kindergarten geklärt (das heißt auch, dass man sich in recht vielen Kindergärten anmelden muss um halbwegs sicher einen Platz zu kriegen), ist das bei Euch nicht so? LG Linda


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Linda! Vielen Dank! Ich möchte, dass unser Sohn schon in den Kindergarten kommt, weil ich mit mehreren Punkten mit der Krippe nicht so zufrieden bin. Seine Gruppenstruktur ist nun dummer Weise so, dass er jetzt der Älteste in seiner Gruppe (6M bis 3 J) ist und die nächsten Kinder sind 6 Monate jünger (1 Mädchen), dann 2 die 10 Monate (auch Mädchen) jünger und dann kommen noch 6 kleinere. Es ist schon klar, dass er irgendwann der älteste sein muss, aber dieser Abstand ist schon sehr gravierend in dem Alter, zudem hat er sich bisher sehr an den Ältern orientiert (seine 3 Freunde aus der Gruppe sind alle so 3-4 Monate älter als er und jetzt gerade alle in den Kindergarten gekommen). Wegen der vielen Kleinen gehen sie jetzt im Winter gar nicht mehr raus. Da er von 7:30 bis 16:30 Uhr dort ist, finde ich nicht, dass es für ihn tragbar ist. Er würde in den Kindergarten kommen, in dem seine große Schwester schon ist und der uns den Platz in diesem Kindergartenjahr freihält (das passiert hier halbwegs funktionierend für alle Krippenkinder, wenn man 3 Monate nach Krippeneintritt beim Kindergarten anmeldet, weil die Kinder hier im Monat des 3. Geburtstags "aus der Krippe geschmissen werden". ) Er spielt dort schon öfter wenn er beim Bringen und Abholen dabei ist und ich glaube, er wird kein größeres Problem mit dem Wechsel haben. Er bekommt eine sehr nette Kindergärtnerin, die sich schon sehr auf ihn freut und dieser Kindergarten ist eher mit Kindern unterbesetzt, ich denke, sie haben schon genug Zeit für ihn. Im Gegensatz zu der Stadt, in der wir bis vor ca. 1,5 Jahren gewohnt haben, muss hier die Stadt den Eintritt in den Kindergarten vor dem 3. Geburtstag genehmigen. Und obwohl die Krippenerzieher es für sinnvoll halten, dass er in den Kindergarten wechselt (3 Monate vor seinem 3. Geburtstag), der Kindergarten auch meint, dass er gut zurecht kommen wird, genauso wie ich, die Krippe eine endlose Warteliste und der Kindergarten einen Platz, will die "nette" Sachbearbeiterin nicht, dass er wechselt und somit darf er nicht. Sie ist der Meinung, dass die Krippe ihm einen pädagogisch wertvollen Aufenthalt auch ohne Altersgenossen bieten MUSS (egal ob sie es dann tut oder nicht). Ich hatte die Hoffnung, dass irgendwo stehen würde, dass ein Kind ab einem gewissen Alter in den Kindergarten darf, dann bräuchte es ja nicht mehr genehmigt zu werden. Langsam fällt mir auch nichts mehr ein außer gehörig Krach zu schlagen, dass sie aus einer win-win Situation eine loose-loose Situation macht. Viele Grüße, Sabine


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Sabine, bei meinem Großen war es ähnlich: Langweilte sich bei der Tagesmutter seit er der Älteste war. Trotzdem hat ihn der Kindergartenanfang mit fast 3 doch sehr gefordert. Es ist schon ein riesiger Unterschied, wenn da plötzlich 50 Kinder im offenen Konzept rumlaufen. Meine Tochter ist jetzt auch bei weitem die älteste bei der Tagesmutter, aber sie fühlt sich trotzdem wohl dort und macht einen auf "große Schwester". Daher habe ich es auch nicht eilig, sie umzugewöhnen, sie wird wohl auch pünktlich zum 3. Geburtstag wechseln. Wenn Du und der Kindergarten davon überzeugt seid, dass ein Wechsel klappen wird, dann musst Du es vielleicht bei der Stadt mit Tricks versuchen. Wie wäre es z.B., wenn Dir Dein Arbeitgeber Dir für den Monat, in dem Dein Sohn 3 wird, keinen Urlaub geben kann? Eine andere Möglichkeit ist es, die Sachlage in einem ausführlichen Brief an das Amt darzulegen (am besten an den Vorgesetzten der SB). Damit habe ich schon in 2 Angelegenheiten gute Erfahrungen gemacht. Da ging dann plötzlich problemlos was vorher nach mündlicher Aussage nicht ging. Wenn alle Beteiligten (Kindergarten, Krippe und Eltern, vielleicht noch den Kinderarzt eine gute Entwicklung bescheinigen lassen) dafür sind, werden dem Amt nur schwer wirkliche Gegenargumente einfallen. Ich wünsche Dir viel Erfolg! LG Linda