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Jobfrust - und was nun?

Jobfrust - und was nun?

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Hallo! Seit 2 1/2 Monaten arbeite ich wieder. Leider bin ich quasi seit dem ersten Tag total unzufrieden mit diesem Job. Das betrifft Vorgesetzte, den Inhalt der Arbeit und die Art der Unternehmensführung dort. Möglicherweise bin ich auch etwas blauäugig dort eingestiegen. Das wird mir SO nicht noch einmal passieren. Ein, zwei Punkte habe ich auch schon unter Einhaltung des korrekten Weges angesprochen, bin aber dermaßen auf Unverständnis gestossen, dass ich damals zum ersten Mal begonnen habe, ernsthaft an meiner Tätigkeit in diesem Unternehmen zu zweifeln. Hinzu kommt, dass ich 2 Monate dieser Zeit eigentlich kaum Arbeit habe. Genaugenommen verlangt der AG, dies dann jeweils als nicht geleistete Arbeitszeit zu werten. Ich kämpfe jeden Tag damit, meine Anwesenheitszeit irgendwie in Arbeitspaketen zu verpacken. Das muss ich inzwischen in einer Art und Weise tun, bei der mir selbst nicht wohl ist. Das Unternehmen ist ein Dienstleister, bei dem es vorrangig um sog. externe Stunden geht... Wer ebenfalls bei einem Dienstleister arbeitet, wird wissen, was ich meine. Nun wird verlangt, dass ich mir ein gewisses Überstundenpolster aufbaue, um Zeiten der Nichtbeschäftigung ausgleichen zu können (halt durch Minuszeiten). Nebenbei bemerkt, dürfen Überstunden dort nur halbe-Tage-weise abgebummelt werden... Das Problem ist nun, dass ich kaum Überstunden habe. Erstens habe ich zwei kleine Kinder (3 und 1 1/2), die täglich pünktlich bei der Tagesmutter abgeholt werden müssen. Zweitens habe ich bisher ja kaum Arbeit gehabt, also wie zur Hölle soll ich da Überstunden aufbauen... Aktuell gibt es mal wieder fast gar keine Arbeit, unsere Tagesmutter fällt auch noch ab und zu aus, und meine Überstunden stehen kurz vor dem Nullpunkt. Ich habe übrigens auch schon vorgeschlagen, bestimmte inhaltliche Dinge zu überarbeiten (wofür es sogar seitens meiner Vorgesetzten Bedarf gäbe), aber das ist nicht erwünscht - siehe externe Stunden... Und das, wo ich sonst nichts zu tun hätte. Meine Zweifel zu diesem Unternehmen sind mittlerweile keine Zweifel mehr, sondern handfeste, objektive Nachweise, dass dort so einiges nicht stimmt. Und ich selbst dort nur noch unzufriedener werde UND im Laufe der Zeit durch Anpassung an dortige Vorgehensweisen meinen eigenen Qualitätsanspruch an meine Arbeit verlieren würde. Letzteres möchte ich auf keinen Fall. Hinzu kommt, dass ich (gerade durch den Frust an der Arbeit) mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen möchte (wenigstens 1 Tag der 5-Tageswoche komplett mit den Kindern). Und ich das Gefühl habe, dieser Job passt einfach nicht mehr in meine Vorstellungen vom Leben. Ich habe mich bereits woanders beworben, aber so etwas klappt ja nicht unbedingt so schnell... Durch die Familie bin ich ja auch geographisch gebunden, was die ganze Sache nicht einfacher macht. Um die ganze Sache auf den Punkt zu bringen - ich bzw. wir (zusammen mit meinem Mann) denke schon seit einiger Zeit ernsthaft über Kündigung nach. Mein Mann meint, wir könnten auch eine Weile auf das zweite Gehalt verzichten. Aber es geht ja nicht nur darum. Grundsätzlich möchte ich gern arbeiten und nicht nur zu Hause Hausfrau und Mutter sein. Dazu bin ich auch gar nicht der Typ. Ich bin frustriert, komme morgens kaum aus dem Bett, weil ich nicht weiß, für was ich eigentlich aufstehen soll. Jeder Arbeitstag zieht sich quälend in die Länge, die Zeit vergeht kaum. Es ist einfach nur ätzend. So. Das ist jetzt die Kurzversion ;-) Eine konkrete Frage habe ich jetzt eigentlich gar nicht, außer vielleicht die, ob ich es wagen soll, schlichtweg zu kündigen??? Jana


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Auch in der heutigen Zeit würde ein solch frustrierender Job nicht für mich in Frage kommen, da gibt es bestimmt noch etwas Passenderes. Kommt natürlich auf deine Qualifikation an. Wenn Dein Mann schon sagt, dass ihr auch eine zeitlang mit einem Gehalt zurecktkommen könntet, dann würde ich noch innerhalb der Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Die Probezeit ist ja für beide Seiten da! Gruss Katrin


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Ich finde, es hört sich so an, als wenn du eigentlich die Entscheidung schon getroffen hast. Wenn du soo unzufrieden bist, würde ich mich sofort nach etwas anderem umsehen! Vielleicht hast du ja Glück und findest schnell etwas, du hast ja vermutlich noch Probezeit, oder? Die Probezeit würde ich evtl. noch "ausschöpfen", d.h. dafür nutzen, nach etwas anderem zu schauen und solange noch angestellt zu bleiben. Alles Gute! LG, Mari


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Hallo Jana, ich würde es eher aus dem Sicherheitsaspekt sehen und erst kündigen wenn ich was neues habe. Die Tagesmutter muss ja weiter finanziert werden (ich würde meinen Kindern keinen häufigen Betreuungswechsel zumuten wollen). Wenn du Deine Aussichten aber als halbwegs gut einschätzt, bald was neues zu finden, dann kündige doch einfach. LG Linda


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Wenn die Zustände so miserabel sind und ihr es euch leisten könnt, würde ich wohl kündigen. Falls eine neue Anstellung nicht sofort im Anschluss angetreten werden kann, das Arbeitsamt dir nicht im Nacken sitzt und eure wirtschaftlichen Verhältnisse es immer noch zulassen, kannst du überlegen, stattdessen eine ehrenamtliche Aufgabe oder Minijob zu übernehmen. Manchmal kann man sich auch dabei wertvolle zusätzliche Kenntnisse aneignen, ohne sich über den AG und dessen Abläufe zu ärgern. Währenddessen kannst du dich weiter bewerben.


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ICH würde n i c h t kündigen! Einen neuen Job aus einer ungeküdigten Stelle heraus zu finden ist immer leichter! Ich habe auch längere Zeit in ähnlicher Situation wie du gearbeitet und kann dich verstehen. Überlege dir auch, ob es dir auch besser geht, wenn du nach deiner Kündigung nicht sofort einen neuen Job findest. Nicht finanziell, sondern emotional, mental... LG SPMFL


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Minijob als Lösung? Ich kann Jana gut verstehen, aber auch ein Minijob kann sich als Flop entpuppen. Habe auch einen, aber deswegen bin ich noch lange nicht mit Arbeitsorganisation und Führung einverstanden. Die Arbeit an sich ist o.k., aber ingesamt gibt es viel zu bemängeln und ich frage mich, warum ich mich dermassen unter Wert verkaufe. Vorteile sicherlich: - dass man mehr Zeit für Familie, Kinder und Haushalt hat; - sich nebenbei noch ein kleines Zubrot verdient - man im "Berufsleben" steht, denn hinterher wird kein Hahn danach krähen, ob das ein Minijob war oder nicht - man gehört zur arbeitenden Bevölkerung ... ;-) Dennoch halte ich auch die Augen auf, werde nicht vorzeitig kündigen, denn es ist auf jeden Fall einfacher, aus ungekündigter Position heraus etwas Neues zu finden. LG Schlaflos


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einen Job, für den man nichts oder wenig bekommt, der einem aber Spaß macht und/oder einen weiter bringt als einen, der angemessen bezahlt ist, man aber sich nur ärgern muss. Ich finde, das gilt zumindest solange man es sich leisten kann. Allerdings, da gebe ich dir recht, sollte dieser Job "die Lücke" im Lebenslauf ausreichend füllen können. Man sollte erklären können, warum man diesen vorgezogen hat.