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Hat hier Jemand seine Stelle auf weniger Stunden reduziert? Auch für immer?

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Würd mich nur mal interessieren. Ich möchte ja meine unbefristete Stelle auf 15-19,5St. reduzieren lassen. Ich weiß dass ich vorerst die aktuelle Stundenzahl unbefriestet zurückbekomme und daher fällt mir die Entscheidung auch nicht sooo leicht. Bereut ihr eure Entscheidung und würdet ihr euch immer wieder so entscheiden? LG finchen


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Lass dir ne Rentenauskunft zuschicken. Ich nehme an du bist bei der BfA versichert. Das geht übers Internet (www.deutsche-rentenversicherung-bund.de). Dazu brauchst du deine Sozialversicherungsnummer. Dann rechne ab jetzt mit deinem Gehalt für die 15 bis 19,5 Stunden deine Rente hoch. Wenn dir das mit 67 Jahren zum Leben reicht, dann machs, ansonsten würde ich das lassen. http://www.google.de/#hl=de&q=rentenzuwachs&aq=0&aqi=g1&aql=&oq=Rentenzuwa&gs_rfai=&fp=6d0ae871a3ea07f2 Der Ausgleich unter Verheirateten hätte bei meinem Mann nach 3 Jahren Ehe gerade mal 1,17 Euro ausgemacht, die hat er seiner Ex-Frau gerne geschenkt. Denk immer an die Zukunft. Man weiß heutzutage nicht ob die Ehe hält, deswegen leiden viele Frauen unter Altersarmut. Sicher ist die Zeit mit den Kindern auch wichtig. Für mich z.B. stand nie zur Debatte, dass ich länger als 2 Jahre pro Kind zuhause bleibe und ich habe immer gesagt, dass ich nach diesen 2 Jahren auf 30 Stunden die Woche wieder arbeiten gehe. Sobald Kind in der 3. Klasse ist und etwas selbständiger, wollte ich wieder mind. 35 Stunden besser 40 Stunden arbeiten. Außerdem hätte ich auch nicht die Wahl. Mein Mann ist erwerbsunfähig. Einer muss das Geld nach Hause bringen. Ich weiß dass ich definitiv bereuen würde auf Dauer von 359 Euro Hartz IV leben zu müssen, nur weil ich nicht auf meine Rente geachtet habe.


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Ich werde meinen unbefristeten Vertrag von 40 auf 30 Stunden "für immer" kürzen lassen. Momentan bin ich noch in Elternzeit und arbeite 30 Stunden. Das ist für mich persönlich das Maximum, was ohne tägliche Hetze und Stress zu machen ist (haben keine Verwandten in der Nähe und auch sonst niemanden, der sich mal um unser Kind kümmern kann). Ich habe lange hin und her überlegt, aber 40 Stunden würden bedeuten: - morgens einiges früher aufstehen (was mir unendlich schwer fällt, weil mein fast 3jähriger immer noch soooooooo schlecht schläft :-( Dann wäre ich dauermüde und ständig gereizt - immer auf den letzten Drücker meinen Sohn (dann) aus dem Kindergarten abholen (die haben nur bis 16:30 offen, freitags sogar nur bis 15:00) - alles, was anfällt (Wocheneinkauf, mal ein Arztbesuch von mir) müßte ich dann mit Kind machen, oder mein Mann müßte jedes Mal (für Arztbesuche) Urlaub nehmen Das klingt für mich nicht sehr verlockend, vor allem weil ich von allen Seiten höre: warte, bis er in die Schule geht, dann wird es noch schwerer. Die Betreuung ist noch schlechter und das Kind braucht dich noch mehr. Die Nachteile für mich sind, dass ich (leider, leider!) aus der privaten KV rausfliege , dass ich natürlich weniger Gehalt und somit weniger Rente habe (aber da haben wir eh privat vorgesorgt), und dass ich nicht mal eben die Möglichkeit habe, in 5, 10 oder 15 Jahren wieder Vollzeit zu arbeiten. Ich weiß nicht, warum du reduzieren willst, aber es spielt halt schon eine Rolle, ob es wirklich nötig ist, ob du dich damit wohl fühlst (auch in Hinblick auf die größere Abhängigkeit von deinem Mann), ob euch das Geld dann noch reicht etc... LG, Mari


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Hallo, Badefrosch hat da schon mit dem schärfsten Argument, der Rente, geantwortet. Ich selbst hatte, direkt nach der Geburt meines Sohnes zum Januar 2008 meine sichere Stelle -die ich allein aufgebaut hatte und dann Abteilungsleitung mit 6 Kolleginnen war- auf 15 Stunden reduziert. Die Rente war mir damals völlig unwichtig. Gründe waren bei mir eher familiär (Mann krank und konnte die Kinder zwar betreuen, aber nicht wirklich versorgen, Krippenplätze gab es eh nicht, mein Sohn war ein Schreibaby und ich konnte fast 1 1/2 Jahre meist nur 4 Stunden nachts schlafen, selbstverständlich nicht am Stück, ... dennoch war ich Alleinverdiener, und aus allen staatlichen Hilfen fallen wir raus.) Es hätte die Möglichkeit gegeben, mich begrenzt reduzieren zu lassen. Aber weil ich einfach so fertig war, habe ich mich dauerhaft auf 15 Stunden herabsetzen lassen. Ein herabsetzen war es dann im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich kann man von 15h schlichtweg nicht leben, das war Wunschdenken von mir. Außerdem war das Verhältnis zur neuen Abteilungsleitung sehr schlecht. Sie hat sich von mir immer bedroht gefühlt. Tja, und als ich dann letzten Sommer endlich auch wieder mehr Kraft hatte und mehr hätte arbeiten können, da saß ich in der Falle. Es war finanziell ein Desaster, aber auch meinen Idealismus, den ich für meine Arbeit übrig habe, konnte ich in 15h natürlich nicht umsetzen. Das hat mich zusätzlich frustriert. Ich habe schließlich den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Damit bin ich jetzt sehr sehr glücklich. Etwas besseres hätte mir nicht passieren können. Das habe ich nur, weil ich vor 2 Jahren so dämlich war, meine Arbeitszeit zu reduzieren


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Es kommt immer auf die private Situation an. Ich habe z.B. in der Woche nicht regelmässig jemand fürs Kind, da mein Mann unterschiedliche Dienste hat und ich dann auch vers. Zeiten hätte. Mein Arbeitsplatz ist mittlerweile 150 km entfernt. Habe in der Elternzeit auf 7 Std/Woche reduziert, arbeite allerdings alle 2 Wochen 2 Tage. Mehr funktioniert zeitlich nicht. Ganz aufhören wollte ich auch nicht. Nein, ich habe keinen Minijob, bin selber krankenversichert,...Sicher, es macht sich bei der Rente bemerkbar, aber ich bekomme vom Arbeitgeber noch eine Zusatzrente, habe privat vorgesorgt und ganz auf mein Gehalt darauf angewiesen sind wir jetzt auch nicht zum Glück. Allerdings sollte man auch bedenken, dass man nicht immer wieder aufstocken kann. Ging bei uns eine zeitlang auch nicht, jetzt ist es umgekehrt und reduzieren geht schlecht.


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... habe nach der Elternzeit meinen unbefristeten Job gekündigt (weil inzwischen zu weit weg und von den Betreuungsmöglichkeiten überhaupt nicht gepasst hätte) und hier sofort eine Stelle mit 30 Stunden gefunden. Die passte genau auf die Betreuungszeit meiner Kinder. Jetzt bin ich ja von meinem Mann getrennt und habe gemerkt, daß ich nicht mal diese Stunden arbeiten kann. Für mich ist das kein Problem, obgleich die Kollegen das allerletzte sind liebe ich meinen Beruf. Aber mein Sohn macht nicht mehr mit. Seit ich arbeite und er die komplette Zeit im Kindergarten ist hat er sich laut Aussage der Erzieherinnen sehr verändert, ist aggressiv geworden etc. Dazu muss ich sagen, daß er große Probleme im sozialen Bereich hat und sich mit einer größeren Menschenmenge sehr schwer tut und sich dann auch nicht wirklich wohl fühlt. Zudem kommt, daß wir jede Woche mehrere Therapiestunden haben (3mal), einkaufen, Arzt, Besorgungen etc und somit die "Freizeit" der Kinder sich auf einen Nachmittag in der Woche reduziert. Meine Kinder sind lieb und es ist kein Problem mit ihnen einkaufen zu gehen, aber wenn sie nicht mitmüssten könnten sie zu Hause spielen. Was sie in der jetzigen Situation kaum noch können. Selbst am Wochenende habe ich weniger Zeit weil dann der aufgelaufene Haushalt genmacht werden sollte. Also alles in allem ist mir das bisschen Geld daß ich verdiene nicht wert daß meine Kinder so leiden. Daher habe ich mich entschlossen meine Stelle zu kürzen. Wenn alles gut geht auf 25 Stunden, dann haben die Kinder wieder mehr "Freizeit" mit Mama und sind hoffentlich wieder ausgeglichener. Mir wird das Geld sehr fehlen, aber dann verzichte ich eben auf Bücher, Handy oder sonst was. Mal sehen. Über die Rente mache ich mir keine Sorgen. Bei meinem Gehalt und der Situation in Deutschland wenn ich mal so weit bin wäre es auch bei durchgehender Vollzeitstelle kaum mehr als das Minimum gewesen. Im übrigen bewundere ich alle Mütter die (egal ob mit engagierten Partner oder nicht) Vollzeit arbeiten und alles gebacken bekommen. Es ist schade, aber ich kanns nicht...


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ich arbeite seit 14 jahren teilzeit mit 25h ( 1 jahr zwischendurch 35h ), meine töchter sind fast 15 und fast 6 jahre alt, wer weiß schon, was kommen wird bis wir in rente gehen. die kinder werden größer, die betreuung geringer, die firma geht vielleicht pleite, man sattelt evtl. um, wechselt die firma. nichts ist für die ewigkeit, man kann und sollte aktuell planen und aktuelle befindlichkeiten berücksichtigen, wenn es möglich ist. was in 10 jahren ist, weiß kein mensch. ICH würde gerne mehr arbeiten, allerdings kommt kind2 jetzt in die schule und ich weiß nicht, wie sich das gestalten wird, dazu kommt, daß ich in der firma nicht aufstocken kann und bei einer anderen wahrscheinlich vz soviel verdienen würde, wie jetzt teilzeit. deswegen lasse ich es auf mich zukommen....


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Ich habe vor den Kids ganztags gearbeitet. Ein Jahr nach der Geburt der Großen habe ich den Vertrag ändern lassen und habe 20 Stunden/Woche gearbeitet. Jetzt ist die Kleine 8 Jahre alt und ich habe meinen Chef öfter mal darauf angesprochen, dass ich gerne wieder etwas erhöhen würde. Leider geht das nur, wenn ein anderer Stunden abgibt. Seit Anfang des Jahres arbeite ich 25 Stunde/Woche, weil eine Kollegin eine Stunde verkürzt hat. Das ist erstmal befristet für 2 Jahre, vielleicht bleibt es aber auch so. Wenn die Kids aus dem Haus sind, würde ich gerne wieder voll arbeiten. Ich würde versuchen, zumindest 20 Stunden zu behalten. Meine beiden sind mit einem Jahr halbtags in die Krippe gekommen. Vormittags hatten sie so Bespaßung und andere Kinder und nachmittags konnte ich mit ihnen etwas unternehmen. Es war manchmal etwas stressig, weil die Krippe keinen Spielraum hatte, sondern eben um 13.15 Uhr schloß, aber ich würde es jederzeit wieder so machen.