Rike33
Hallo, ich stehe ja gerade vor dem Dilemma, dass ich mich auf eine Vollzeitstelle beworben habe (Marketing), aber nicht ganz Vollzeit arbeiten möchte/kann. Ich habe hin und her gerechnet, ich könnte bis 35 Stunden anbieten (7 Stunden pro Tag). Wenn ich um 7 starten würde, dann wäre ich um 14.30 Uhr fertig (wenn keine besonderen Termine anstehen). Wenn Meetings am Nachmittag wären, dann könnte mein Mann auch den Kleinen holen und ich länger bleiben. 1-2 mal pro Woche ist das machbar. Die Rechnung basiert aber wirklich nur darauf, dass ich (an den meisten Tagen) früh starten kann. Wenn nicht, dann geht die Rechnung nicht auf, weil ich um 16.30 spätestens beim Kindergarten sein muss. Aber wie soll ich im Vorfeld rausfinden, ob das klappen könnte? Ich möchte ungern im Gespräch zusätzlich zum Teilzeitwunsch sagen: Ich möchte früh anfangen und früh gehen.? Ich habe 2 Freundinnen (ohne Kinder), die im Personalbereich auch um diese Zeit starten und meist früh gehen, das ist es kein Thema. In meiner jetzigen Firma würde es auch (meistens) klappen. Aber was wäre, wenn ich dort starte und sehe, es geht nicht. Dann wäre ich meinen jetzigen Job los und in Teufels Küche.... Habt Ihr Tipps/Erfahrungen aus Eurem Bereich? Viele Grüße, Rike
Hm, wenn du um 7 Uhr anfangen kannst und der Kindergarten um 16:30 schließt, warum mußt du dann um 14:30 mit der Arbeit fertig sein? Hast du so lange Fahrtzeiten? Ist es in der Firma prinzipiell möglich, so früh anzufangen? Gibt es also Gleitzeit oder ähnliches? Dann sollte es zumindest theoretisch möglich sein. Ob es praktikabel ist, wirst du vermutlich erst im laufenden Betrieb sehen. Ich habe schon in Gruppen gearbeitet, wo jeder morgens früh da war. Da war alles kein Problem. Aber früher war ich in einer Gruppe, wo alle erst so 9:30-10 Uhr eingetrudelt sind - da wäre das frühe Anfangen schon ein Problem gewesen... Sind denn andere direkt von deiner Arbeit abhängig? Oder du von anderen? Mußt du viel auf Meetings, zu denen dann ja möglichst alle auch anwesend sein sollten? LG, Mari
Hallo Mari, von 7 - 14.30 war nur als Beispiel gedacht, das wäre die ideale Zeit für mich. Ich könnte problemlos bis 15.45 arbeiten, um es rechtzeitig zum Kiga zu schaffen. Soweit ich gehört habe, hat die Firma Gleizeit und man kann um 6.30 Uhr starten. Es ist nur die Frage, ob es in dieser Abteilung zum Ablauf passt. Der Chef ist außerdem nicht gerade als freudlich bekannt. Inwieweit ich selbstständig arbeiten kann, wie viele Meetings so statt finden - das kann ich leider gar nicht einschätzen.... Viele Grüße, Rike
ich finde, das muss man im vorstellungsgespräch klären. man muss ja nicht sagen, dass man früh gehen will, um sein kind abzuholen. aber ich würde sagen, dass ich generell ein morgenmensch bin und morgens besonders gut arbeiten kann und deshalb gerne so früh wie möglich anfangen möchte - ob das in der abteilung möglich ist? dazu müssen sie sich dann ja äußern.
ich frage mich, warum Du Dich dann auf so eine Stelle beworben hast... wenn Du "eigentlich" nur 35 Stunden kannst. Auch ich habe mich auf Vollzeit beworben, aber mit der Annahme, dass ich das auch hin bekomme - nur musste ich bereits nach dem ersten Vorstellungsgespräch feststellen, dass das gar nicht so funktioniert, wie geplant war. Aktuell warte ich ebenfalls auf eine Zu- (oder Ab)sage auf 40 h, die haben allerdings Gleitzeit und Kernarbeitszeiten. Hier kann man schon um Sieben anfangen ABER nicht ich. Nicht auf dem Posten, den ich besetzen würde, weil um die Uhrzeit noch keiner da ist auf der "Gegenseite"... Wenn Du Pech hast, sieht es bei der Firma genau so aus, dass morgens noch nichts zu tun ist und man Dich praktisch um die Uhrzeit gar nicht braucht. WARST Du denn schon zu dem Vorstellungsgespräch? Ich würde von mir aus erstmal gar nichts erwähnen sondern nach den Arbeitszeiten fragen, ob es Gleitzeit gibt. Auch HIER noch nichts weiter sagen, das Kind ist betreut, basta. Erstmal brauchst ja ne Zusage, dann kannst Dir darum GEdanken machen bzw. auch im Vorfeld schon, ob nicht vielleicht eine Tagesmutter oder so das Kind dann abholen könnte von der Kita oder Dein Mann, Nachbarn, Freunde... Bei uns hat der Hort Gott sei Dank bis 18 Uhr geöffnet, trotzdem werden Oma und Opa hier gefordert sein, wenn ich die Stelle bekommen würde. LG Sue
Nein, das Gespräch steht noch an. Wenn es Stellen in einem Umfang von ca. 30-35 Stunden gäbe, dann würde ich mich darauf bewerben. Leider gibt es nur Vollzeit oder -ganz selten- mal 20 Stunden. Unser Kiga (und alle anderen hier im Umkreis) haben bis max. 16.30 geöffnet, Großeltern nicht vorhanden. UND: das ist der Hauptgrund: ich möchte auch ein paar Stunden am Tag mit meinem Sohn verbringen. Alle Welt spricht von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber kaum ein Unternehmen bietet Mitarbeitern von außen diese Möglichkeit. Ich kenne einige Frauen -allerdings aus anderen Branchen- die mit dieser Art der Bewerbung (Vollzeitstelle - Anstellung mit 30 Stunden) Erfolg hatten. Drücke Dir die Daumen für Deine Bewerbung! Vielen Grüße, Rike
Hallo, ich arbeite ebenfalls im Marketing - und bei uns wäre das NICHT möglich: Ich weiss nicht genau, welche speziellen Aufgaben du hast, aber manchmal muss man sehr kurzfristig einen proof freigeben oder Änderungen in den Kommunikatinsmaßnahmen vornehmen - ganz zu schweigen von den abendlichen Meetings bzw. Treffen mit Kooperationspartnern. Mein Chef ist leider auch der Ansicht, dass homeoffice für's Marketing nichts ist - bei uns sind ARbeitszeiten von 9-18Uhr "normal", deshalb würde ich das beim Vorstellungsgespräch dringend nachfragen! Ich habe einen TZ-Job (60%), einen Tag davon voll (d.h. ich bin Minimum bis 19Uhr im Büro) - und muss ansonsten auch möglichst flexibel noch Termine abends wahrnehmen (was immer ein wahnsinniger Handlingsaufwand ist - dabei nur 60%!). Konsequenz war, dass ich einige meiner Aufgaben abgeben musste, da ich (wie gesagt) dieses kurzfristige Handling nicht (immer) leisten kann. Ich drücke dir die Daumen. Viele Grüße
Hallo Rike, ich stelle sehr oft neue Mitarbeiter ein, wir sind ein globaler Konzern und bei uns in der Abteilung sehr familienfreundlich und mir selbst ist die Vereinbarung von Beruf und Familie als Vollzeit arbeitende Mutter sehr wichtig! Wir haben Gleitzeit. Aber wenn ich jemanden für eine bestimmte Stelle suche, dann muss er nicht nur von seinen Qualifikationen auf diese Stelle passen sondern auch von seiner zeitlichen Verfügbarkeit für die spezielle Aufgabe, für die ich diese Person einstelle. Es gibt bei uns Stellen, da muß man eben um 6 Uhr anfangen, es gibt Stellen, da kann man nicht vor 8 anfangen, es gibt Stellen, die beinhalten Schichtbetrieb, es gibt Bereiche mit Wochenend- und Feritagsarbeit... Egal ob Mutter oder Vater oder gar kein Elter, ich kläre das mit den Leuten ganz offen im Vorstellungsgespräch ab, denn es hat niemand etwas davon, wenn das nicht überein passt. Du hast nichts von einem Job, bei dem Du ständig das Gefühl hast, alle gucken Dich schief an, weil Deine Wunscharbeitszeiten nicht mit den betrieblichen Belangen übereinpassen. Das hat für mich auch nicht unmittelbar etwas mit Familienfreundlichkeit zu tun. Da geht es für mich eher um die Organisation der Arbeit um die betrieblichen Belange herum. Also dass eben eine Routinebesprechung nicht um 17 Uhr angesetzt wird, wenn sie genauso gut um 14 Uhr sein kann und dies für die privaten Belange aller geeigneter ist, etc. Ich würde im Berwerbungsgespräch einfach Fragen, wie die betrieblichen Belange aussehen, damit Du Dich daran ausrichten kannst. Wenn mich jemand von seiner Bereitschaft, seinen Job gut und effizient zu machen und von seinen Qualifikationen überzeugt, dann würde ich ihn auch bei Ausschreibung einer Vollzeitstelle in Teilzeit einstellen, wenn ich glaube, dass damit die Aufgaben abgedeckt werden können. Wenn jedoch jemand mit der Grundeinstellung kommt (und ich will sie Dir hiermit bestimmt nicht unterstellen), dass sich die Abteilung nach den persönlichen Verhältnissen zu richten hat und man sich selbst nicht anstrengt um beides sinnvoll unter einen Hut zu bekommen, würde ich ihn auch bei den besten Qualifikationen nicht einstellen, weil es dann zwischenmenschlich nicht passt. Du machst Dir ja schon sehr viele Gedanken. Wenn du weißt, dass das die letzte Runde Vorstellungsgespräche ist (nach dem weiteren Fortgang der Einstellung kannst Du Dich ja zuerst erkundigen), dann kannst Du nach den betrieblichen Arbeitszeitbelangen fragen und wenn dann vorsichtig die Dringlichkeit abklopfen, mit dem Argument, Du bist ein Morgenmensch oder weil Dein Mann dann seine Arbeitszeiten entsprechen anpasst oder Du Dir eine Tagesmutter suchst. Denn vielleicht machst Du das ja wirklich alles, wenn dieser Arbeitsplatz wichtig genug für Dich ist. Viel Glück! Sabine
frag doch im Gespräch auch mal, ob die Möglichkeit auf home office besteht, das mache ich auch immer.
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