Danygirl1988
Hallo, oft ist es ja so, dass Mütter gerne wieder schnell in den Job einsteigen möchten bzw. müssen aber kaum eine Chance bekommen weil Kind ja so oft krank werden könnte etc. Ich möchte so schnell wie möglich wieder als Sekretärin oder Sachbearbeiterin arbeiten und frage mich: Welche Unternehmen haben ein Herz für Kinder denen zwar klar ist, dass Kinder auch mal krank werden es ihnen aber nichts ausmacht und evtl auch ein Betriebskindergarten vorhanden ist? Gibt es da Internetseiten auf denen man gucken kann wo in der Nähe so ein Unternehmen ist? Wüsstet ihr da was?
Ständig ausfallen wegen krankem Kind wird nicht gerne gesehen, eigentlich in keinem Unternehmen. Unternehmen wollen Lösungen sehen, manchmal auch die kreativen Lösungen. Du solltest auf jeden Fall jemanden haben, der einspringen kann, wenn dein Kind krank ist. Ich finde schon, dass unser Unternehmen relativ kulant ist. Wir haben aber alle auch die ideale Lösung für uns gefunden. Meine Kollegin fängt an solchen Tagen um 8 Uhr an und geht um 12 Uhr, ihr Mann bleibt bis dahin zuhause und startet dann um 13 Uhr (ok er ist selbständig), sonst springt die Schwiegermutter ein. Bei mir ist es genauso, dass ich meinen Mann gegen 14 Uhr ablöse und um 13 Uhr Feierabend mache. Wobei wir jetzt erst unsere Stellen besetzt haben, wir arbeiten gerade daran eine 4. Stelle in München genehmigt zu bekommen.
Gegenfrage: was bist DU bereit dafür zu tun, dass Dein Arbeitgeber Dich unterstützt? Sieh es doch mal aus der Warte von kinderlosen Kollegen: warum solltest Du als Mutter eine Extrawurst gebraten bekommen? Du bist durch die geltenden Arbeitsgesetze schon ziemlich gut geschützt, und über dieses Mindestmaß hinaus muss der Arbeitgeber doch erst einmal das Gefühl dafür bekommen, dass es sich auch lohnt. D.h. zeigst Du Flexibilität? Bist Du im Krankheitsfall sofort zu Hause oder hast Du das berühmte soziale Netz? gleichst Du die Fehlzeiten auch mal freiwillig aus? Das ist die Einstellungssache. Meine Erfahrung ist: es ist weniger vom Unternehmen als ganzes als vom direkten Vorgesetzten und von den Kollegen abhängig, wie flexibel die Arbeit und Kinder unter einen Hut zu bringen sind. Meinem Chef z.B. ist es ziemlich egal, von wo aus und wann ich arbeite (daheim oder Büro), Hauptsache, die Arbeit wird fristgerecht und ordentlich erledigt. Aber das ist das Ergebnis von meiner Anstrengung, ihm zu beweisen, dass ich gut organisiert bin, dass ich nicht beim kleinsten Schnupfen von den Kindern zu Hause bleibe, dass ich auch mal mehr mache, wenn es notwendig ist und dass ich mit entsprechendem Vorlauf auch mal mehrere Tage auf Reise gehen kann etc. -> Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus! Ulrike
meine Erfahrung ist, dass in dem Moment, wo man die "gesuchte Person" ist, es für viele AGs keine Rolle mehr spielt, ob man Kinder hat oder nicht. Dafür spricht aus meiner Sicht u.a. der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen haben nciht mehr die Auswahl an Bewerbern. Hinzu kommt, das mir mal ein Unternehmer gesagt hat, er schätzt Mütter, weil die wesentlich stressresistenter sind (allein durch die gewohnte "Kinderbelastung" daheim), sich selbst besser organisieren können und vor allem effektiver arbeiten. Wenn ein Mann sein Tagespensum nciht schafft, macht er Überstunden. Eine Mutti will genau das vermeiden: also organisiert sie sich die Arbeit so, dass das gleiche Pensum auch in der normalen Arbeitszeit schaffbar ist.
Also: Kopf hoch - du bist genau das, was die Unternehmen suchen. Eine engagierte Mitarbeiterin, die stressrestent ist, effektiv arbeiten und und und.
Und gerüchteweise sind auch Männer gelegentlich krank ![]()
Danke für eure Antworten. Das Kind wäre untergebracht, da meine Mama und meine Oma beide nur ein paar Straßen weiter wohnen und meine Mutti auch schon in Rente ist. Also halbtags ist er auf jeden versorgt und ich denke sie würden ihn auch mal länger als 4 Stunden nehmen. Und ich würde auch nicht bei jedem kleine Pups der quer sitzt gleich zu Hause bleiben... also flexibel bin ich schon und ich könnte durchaus auch mal von zu Hause arbeiten. Ich hab halt einfach nur Angst das der Chef nach Durchsicht des Lebenslaufs denkt: Ahha 1 Kind... die sortieren wir gleich mal aus...und dann halt auch der Zusatz: für Betreuung ist gesorgt nichts nützt... naja schaun wir mal ich hab mich ja schon immer durchgebissen...
zumindest nicht mehr bei Facharbeitern / Fachpersonal. http://www.vbm-online.de/dschungelbuch.html Sie mal hier, ob Du vielleicht auf der Seite oder in dem Infomaterial fündig wirst für Deinen Weg. Ich würde es auch nicht als " Haben Firmen ein Herz für Kinder" aufmachen, sondern in wie weit die Firma zur "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" (später auch Pflege und Beruf) steht. Da das Fachpersonal immer weniger wird, müssen die Firmen immer mehr das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Pflege und Beruf)" aufgreifen. Nur: Alle machen das halt noch nicht und wenn Du in einer Branche arbeitest, wo gutes Fachpersonal mangelare ist, kannst Du auch jetzt schon den "Spieß" umdrehen und nachfragen, wie es mit Betriebskita, Belegtagesmutter oder Zuschuss für die Kinderbetreuung aussieht. Bei den anderen Branchen wird das aber noch dauern. http://www.beruf-und-familie.de/index.php?c=21 Viele Grüße
Keine Ahnung ob man das so pauschal sagen kann. Denn wie schon geschrieben, ist oft personenabhängig. Wenn Du aber so flexibel bist und motiviert wie Du schreibst, dann hast du schon mal gute Chancen. Ob es Dir hilft , keine Ahnung: ich arbeite in einem Großkonzern, der seit Jahren beim "Good Place to work" mitmacht. Kann aus Erfahrung sagen, daß es nicht nur fromme Wünsche sind, sondern seit Jahren vieles umgesetzt wurde, unter anderem im Bereich Vereinbarkeit vom Beruf und Familie. Vlt guckst du im Internet welche Unternehmen bei der genannten Initiative mitmachen... Viel Erfolg bei der Suche!
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