Mitglied inaktiv
hallo. ich danke dir für deinen beitrag aus der "Opfersicht" . es tut mir sehr leid für deine schwester- das hat mich sehr betroffen gemacht. wie in so vielen dingen, bei so vielen entscheidungen, die wir jetzt treffen, wissen wir nicht, was in zukunft daraus wird. mir selbst gefällt der momentane trend nicht, kleine kinder unter drei schnell und früh in krippen unterzubringen-insbesondere die annahme, dass diese es dort "besser" als zuhause haben und gefördert werden, teile ich nicht. teilweise sind skurrile ausmasse zu verzeichnene, da werden mit 1-3 jährigen museen etc. besucht. was will man dann mit vorschul- und grundschulkinder machen? meine einjährige war zu hause auf dem küchenboden mit kochlöffel in der hand am glücklichsten, ich wäre nicht auf die idee gekommen, sie mit museumsbesuchen in diesem alter zu "fördern". evt. sind tagesmütter die bessere alternative-aber gerade da haben ja auch viele, evt. wegen der zu erwartenden starken tagesmutter-kind bindung, probleme. zum kind sein gehört für mich, zumindest in der kurzen zeit bis zum schulalter, relativ frei von zwängen, verpflichtungen und sorgen aufzuwachsen, sowie ein gewisses in den tag hineinleben. ich finde, von den kleinen kindern wird schon viel und auch zu viel erwartet. teilweise sind sie betreut von 7-17.00, eine enorme anstrengung und anforderung- auch wenn es den kindern "auf den ersten blick" gefällt. wann sind sie denn noch kind? lg, kris
Kinder bei einer Tagesmutter oder in einer Einrichtung von 7-17 Uhr sind die ganze Zeit Kind? Was ist den dort anders als zu Hause? Vielleicht der Lärm, wenn es viele Kinder gibt? Meine Kinder wurden seit dem sie 3 Monate alt betreut, zuerst zu Hause dann bei einer TAMU und dann in einem KIGA. Ich war froh über die sehr starke Bindung mit der TAMU oder der Erzieherin oder dem Erzieher, weil es für ein Zeichnen des Wohlen meiner Töchter immer war. Ich stand und stehe nach wie vor nicht in Konkurrenz mit den Erzieherinnen meiner Kinder, wieso auch. Ich bin allein die Mutter und freue mich sehr, wenn meine Töchter von Dritten auch Liebe erfahren, egal ob es die Putzfrau (gleichzeitig unsere Ersatzoma - meine Eltern sind nicht oft zu Besuch weil im Ausland lebend), die Erzieherin oder die Köchin im Hort oder im Kindergarten und früher die TAMU. Es ist Okay!!!!!!! Übrigens ich brauche keinen KIGA, um mit meinen Kindern seitdem sie 1 J alt sind, ins Museum zu gehen. Natürlich waren wir noch nicht im Louvre für 5 Stunden aber bei Kinder führen Kinder Besichtigungen für 30 Minuten schon und es war großartig. Eigentlich finde ich die Diskussion albern, zumal sie nur hier in D und sonst nirgendswo in der Welt stattfindet. Machen alle andere Nationen es also verkehrt?!?! Sicherlich nicht. In diesem Sinne, LG
der beitrag hätte von mir sein können. absolut deiner meinung. ich kann dir sagen, da ich nicht aus D komme und auch in 2 anderen ländern gelebt habe (also, kenne ich die lebensweise von 4 ländern), dass so eine diskussion nur hier stattfindet. gerade die KiGa kinder sind "kinder", laut, hüpfend, schreiend, sie können sich austoben auf dem spielplatz statt zu hause zuzugucken wie mami staubsaugt oder kocht oder mit ihr einkaufen gehen. sie malen, basteln, singen mit anderen kindern zusammen und dabei lernen sie so viel! meine große (gestern 26 mo alt geworden) liebt die erzieherin im KiGa, sie ist aber die erzieherin! sie freut sich wenn sie reinkommt und sie freut sich wenn ich sie abhole und erzählt mir stolz alles was sie gemacht hat. sie geht dort hin seit sie 9 mo alt ist. sie haben sie krabbeln und laufen lernen gesehen, sie lieben sie, und ich finde es super! (besser als eine tagesmutter aber das ist ja geschmack sache). die kleine (6 mo alt morgen) ist gerade bei der eingewöhnung und findet es so nciht so toll wie damals die schwester =) gerade was du gesagt hast, dass es toll ist, dass die kinder liebe erfahren von anderen menschen als die eltern ist sehr wichtig. nur in D denkt man, dass die kinder es dort schlecht haben und nur auf sie aufgepasst wird. alleine die worte "abgeben", "fremde betreuung" etc sind schrecklich u gar nicht passend. genug geschrieben, muss weiter arbeiten und die zeit nutzen (die kleine schläft) lg
ich hatte auch unten geschrieben. ich finde zB tagesmutter eine schlechtere lösung als der KiGa, die damen haben zu hause auch viel zu tun und die kinder lernen in der gemeinschaft so viel! die schönsten stunden bleiben nach wie vor bei den eltern, egal wie man sich entscheidet. und ich glaube nicht, dass man bei der schwester von citra sagen kann, dass dies unbedingt mit der der betreuung zu tun hat. und noch was, auch wenn ich gefahr laufe, dass ich mit steinen geworfen werde: ich würde nicht glücklich damit sein, wissend dass andere menschen für meinen unterhalt bezahlen (und ich meine nicht nur der ehemann sondern die steuerzahler). ich möchte, dass meine kinder auch lernen, dass man für sich selber verantwortlich ist. aber zu meinem beitrag: bei mir ist es total anders. wir sind 4 kinder (ich die älteste, mein bruder 15 mo junger als ich, meien schwester 7 und 15 jahre jünger als ich). intakte familie, mama u papa haben immer gearbeitet, ich war im Kiga, bei den omis, bei den tanten, wir hatten eine nanny (nciht immer die gleiche), allerdings bin ich nicht hier aufgewachsen, bei uns ist es das normalste der welt dass alle beide, mama u papa, arbeiten. ich hatte eine super glückliche kindheit, die besten erinnerungen sind natürlich die wo mama u papa sind, urlaub, abend, ins bett gehen etc. meine eltern haben nie urlaub ohne uns gemacht (wie hier so üblich... da fragt man sie wozu zu hause bleiben und dann die kinder zu großeltern schieben um "alleine" zu sein)), wir waren bei jeder party oder familienevent dabei, ins bett gehen war kein thema und wir hatten keine feste uhrzeit (wie ich es auch erst hier kennengelernt habe), sondern wir gingen alle ins bett wenn wir müde waren, idR zusammen mit mama u papa. an die namen der ganzen nannys kann ich mich nicht so recht erinnern aber daran, wie schön es war wenn meine mama aus der arbeit mit eis oder kekse kam und mit uns geschmust hat. oder wie schön es war, wenn papa mich in den ferien mit zur arbeit genommen hat (von dorf zu dorf mit ihm war soooo cool), oder mein bruder u ich am WE im bauernhoff meiner großeltern. für mich, ganz normal, dass mama u papa arbeiten gehen. wir, 4 kinder, haben alle unterschiedliche wege gewählt, ich uni + doktorarbeit (bin jetzt professorin), mein bruder autohändler, meine schwester auch uni + doktorarbeit, meine kleine schwester studiert noch. meine eltern haben ihr ganzes leben gearbeitet damit es uns gut geht und sie tun es immer noch, die kinder waren und sind ihre alle erste priorität. fitness center, mutter kind kur, kino etc das alle kennen sie nicht. ich hoffe, dass wenn meine kinder älter sind, genauso glücklich sind wie ich es mit meinen eltern war. meine schwiegermutter (aus D) war übrigens zu hause und ist "den kindern zu liebe" zu hause geblieben (was auch immer das heisst) und mein mann hat das anders in erinnerung als ich: um 18 ins bett, egal ob man wollte oder nicht, papa hat er nie gesehen, sie sind ständig umgezogen weil der vater das sagen hatte und die mutter ihm nur gefolgt ist, die eltern waren oft alleine im urlaub oder abend essen (und haben die kinder alleine zu hause gelassen!!!), und heute muss man die dame immer jammern hören, wie schlimm es war ihre träume aufgegeben zu haben.. VG ana
Ich verstehe, was krisssi sagen will und stimme da - allerdings nur teilweise - zu. Ich denke nicht, dass es eine Frage "Krabbelstube oder Tagesmutter" ist, denn ein Kind kann sich ja genauso sicher an eine bestimmte Erzieherin in der Krabbelstube binden wie es nicht mit einer Tagesmutter klarkommen kann. Es gibt in Deutschland gigantisch gute Krabbelstuben, aber auch wirklich gigantisch miese, ich denke, dass die besagten anderen Länder in dieser Hinsicht weiter sind, gerade jetzt, wo sie hier wie Pilze aus dem Boden schießen und man bei endlos langen Wartelisten nicht unbedingt die Wahl hat. (Ich spreche jetzt nicht über 2 Gut- bis Topverdiener, die sich Nannys leisten können) WIe auch schon in meinem Beitrag unten hoffentlich verständlich klar gemacht - ich halte es für völlig normal, dass Frau wieder arbeiten geht. Mir geht es eher um das "Wie" der Betreuung. Ich denke, dass ein/e geistig wie körperlich anwesende/r fürsorgliche/r, liebevolle/r, Gerne-daheim-Mutter/Vater für das Kind gerade in den ersten Jahren das beste ist, halte es aber für ein Randphänomen und für ein schwer zu erreichendes Ideal. Ansonsten geht es um sichere Bindungen und ein einigermaßen harmonisches Zuhause. Heute muss man schon eine sehr starke Persönlichkeit sein und den Gegenwind aushalten können, wenn man sich entschließt, sich seinem Kind/ seinen Kindern für einige Jahre oder womöglich noch länger ausschließlich zu widmen. Tatsächlich gehört es auch bei nichtarbeitenden Müttern zum guten Ton, das Kind mit 1,5 Jahren in eine Krippe zu geben, aus Angst, dass daheim zu wenig Entertainment stattfindet, ich denke, dass krisssi darauf anspielt und gebe ihr vollkommen recht, dass ein Kochlöffel zuhause da besser und billiger ist.. Das gilt vor allem für eine Gruppe von Müttern, die sehr gut ausgebildet ist und sich viele Gedanken um die Erziehung macht, weniger für Kinder, denen es tatsächlich gut tun würde, dem eher tristen Heim zu entkommen. Das gleiche gilt für das manchmal "hysterische" Ausgleichsprogramm, dass früh wieder einsteigende Mütter mit ihren Kindern betreiben, als Entschuldigung für ihr Wegsein, obwohl dem Kind ein paar ruhige Stunden mit Eltern da am besten täten. Wohlgemerkt: Diese Eltern gibt es, aber es sind ja nicht alle so. Nur kurz zu mir: Ich bin definitiv keine dauerglückliche, kochende Daheimmama, wobei ich die Arbeit dieser Frauen sehr bewundere und die Abfälligkeit kaum verstehen kann - in meiner Familie arbeiteten alle Frauen teils in wirklich harten Jobs - studiert oder nicht studiert - und sind sich einig, dass sie Arbeit + Kinder definiv weniger anstrengend finden/fanden als nur mit den Kindern daheim zu sein. Mit 27, studiert, 3 Kindern von 3,2 und 0 Jahren, nachts meine Doktorarbeit beendend, mit fähigem, ebenso jungen familiengesinnten Gutverdiener verheiratet warte ich manchmal schon sehnsüchtig darauf, nicht 24 h allein oder abends zu zweit für 3 Kinder zuständig zu sein (mein immer sehr familienaktiver und haushaltshelfender Mann war in seinem Elternzeit richtig platt, obwohl er nur die Hälfte meiner täglichen Arbeit zu erledigen hatte und nicht stillte) und endlich wieder zu arbeiten, ob Voll- oder Teilzeit werde ich sehen, aus persönlichen genannten biographischen Gründen ist es mir aber wichtig, das erst zu tun, wenn der Kleinste 1-2 Jahre alt ist, finde es aber wie gesagt genauso legitim, das nach 14 Tagen oder 14 Jahren zu machen. Ich bewundere jede Frau, die es schafft, in der heutigen Zeit zu ihrem harten unbezahlten Vollzeitjob als Mutter und Hausfrau zu stehen und trotz der Arbeitsbelastung glücklich und gut darin zu sein - und ich kenne einige sehr beeindruckende Frauen in meinem Umkreis dieser Art - ich könnte es nicht dauerhaft.
Hallo, verrate mir eines: Wo lebst Du? Bei uns bekommen doch Frauen keinen Gegenwind, die die ersten drei Jahre bei ihren Kindern bleiben. Von wem? Ich habe irgendwann niemandem mehr erzählt, dass ich arbeite, weil ich zum Teil so auf unterster Gürtellinie angegriffen wurde und es war eine rechte Erlösung hier zu lesen, dass es doch auch solche Frauen gibt. In meinem Bekanntenkreis - auch im weiteren (über Schule und Kindergarten) sind die wirklich vollzeitarbeitenden Mütter die große Ausnahmen - sogar noch im Grundschulalter der Kinder. Wir werden nicht mehr so angegriffen, mir hat auch schon lange niemand mehr das Recht auf Kinder grundsätzlich abgesprochen. Aber ich kann mich erinnern, dass ich vor allem oder eigentlich nur von Frauen auf das Schärfste angegriffen wurde, wobei Bemerkungen wie "wozu hast Du denn dann Kinder" noch zu den netteren gehörten. Ich kann mich auch eher erinnern, dass die arbeitnden Mütter eher Komplexe haben, weil sie ihre Kinder eben nicht zu Pekip, Krabbelgruppe, musikalische Früherziehung etc. schleppen. Hier hat mich meine Mutter und eine gute Freundin getröstet - beide 4 Kinder, die sagten, mit 4 Kindern könne man so ein Programm auch nicht machen. Eines darf man in der Diskussion nicht vergessen - und das hast Du auch gut zum Ausdruck gebracht: Wir argumentieren fast immer mit unserem Erlebnis. Ich habe es genossen, dass meine Eltern nicht tälich nach dem Notendurchschnitt gefragt haben und alle unsere Klassenarbeitstermine wussten - das haben wir selbst gemanagt. Andere werten das als Desinteresse, in unserem Fall fanden meine Eltern wohl nach zwei schwer pubertierenden älteren Kindern - Gottseidank machen die keinen Ärger. Was für das eine Kind gut sein kann, kann für das andere schlecht sein. Meine Großtante hat mit Geburt des ersten Kindes (musste) die Arbeit aufgeben. Ihre Tochter hat mit Mitte 40 Suizid begangen, obwohl scheinbar alles geschafft war. Eine weitere Tochter ist eine gestandene toughe Frau. Ich glaube, wir überschätzen auch unseren Einfluss des Mutterseins. Es wirken so viele Faktoren auf Kinder, neben den biologischen sind es psychsiche, gesellschaftliche Faktoren und vieles mehr. Ich weiß nicht, wer das herausgefunden hat, aber es wird immer wieder zitiert und es geht dabei um die ersten drei Jahre eines Kindes: Am besten für ein Kind ist, wenn die Mutter zu Hause bleibt und dabei glücklich ist. Am zweitbesten ist es für das Kind, wenn die Mutter arbeitet und dabei glücklich ist. Schlechter ist es, wenn die Mutter arbeitet und damit unglücklich ist. Mit Abstand am allerschlechtesten ist es, wenn die Mutter zu Hause bleibt und damit unglücklich ist. Eine echt deutsche Diskussion. Grüße Tina
Liebe Tinai, Im Akademikerghetto ;-) In einem gemieteten kleinen Reihenhaus in einer Reihenhaussiedlung, in vielen Häusern 1-4 Kinder, und (fast) alle Mütter arbeiten spätestens nach 18 Monaten wieder, einige voll, viele auf 70-80%, viele der Väter auch. Ok, das hier ist eine Großstadt, aber eine Verwandte meines Mannes ist Arzthelferin auf dem platten Land an der Grenze zu Bayern, hat nun ihr erstes Kind und musste sich nach 9 Monaten verteidigen, dass sie "immer noch" daheim ist und erst wieder nach ca. 18 Monaten arbeiten geht. Sie genießt allerdings auch das Privileg zweier - wohlgemerkt selbst arbeitender - Omas, die das Kind in der Zeit kostenlos betreuen können und wollen. Ansonsten gebe ich Dir in fast allem Recht, es kommt einfach auf die eigene Erfahrung an. Also - schließen wir und einfach - du als "Rabenmutter", ich als "noch mit Doktorarbeit und 3 Kindern daheim" - Mutter mit den "Nur-Daheimmüttern" zusammen und verbünden uns gegen die Pekipmütter ;-)
Ein bisschen mehr gegenseitigen Respekt unter Frauen und für die verschiedenen Lebensformen würde uns allen das Leben leichter machen :-) Wo muss ich mich für "Gegen-Pekip" anmelden? Grüße und Gute Nacht Tina
wann ist die anmeldung? werde bestimmt nicht schaffen, so wie ich es die anmeldung von babyschwimmen und rückbildung ebenso verpasst habe =) liebe grüße ana
... mein Sohn ist auch so ein Benachteiligter, der nie PeKip haben durfte und deshalb bestimmt spaeter mal alles moegliche Schlimme wird... und ich habe auch noch nichts auf die Reihe bekommen von wegen Herbstzirkuscamp oder Musikfreizeitskitoepferwoche... Nee, was ne Rabenmutter! Gruss FM
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