Elternforum Baby und Job

"Berufstätige Eltern gehen mit Kindern weniger liebevoll um....

"Berufstätige Eltern gehen mit Kindern weniger liebevoll um....

Nikas

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.... brabbelt ein Hr. Böhm: Zitat: "....dass berufstätige Eltern oft stärker gestresst sind und sowohl miteinander als auch mit dem Kind häufig weniger achtsam und liebevoll umgehen,....." Den gesamten Schrott könnt Ihr hier nachlesen: http://www.freiewelt.net/nachricht-9859/dr.-rainer-b%F6hm%3A-betreuungsgeld-ist-sinnvoll-und-notwendig.html Auf was man alles trifft im Internet. Auf der dortigen Seite sammeln sich alle Halbgaren, wenn man die Kommentare liest, die sich gerne hochziehen aus wüstem Dahergerede von Leuten wie einem Herrn Böhm - Ein Meister seines Fachs, das ich so beschreiben würde: ein paar aus aller Welt bunt und blöd zusammengewürfelte "Untersuchungen", vermischt mit eigenen Klischees - und fertig ist der dicke unverdauliche Ideologenbrei, den ich mal semifaschistoid nenne. und der ist, grade, weil er so verquast und scheinheilig und weichgespült um die Ecke kommt, gefährlicher als so mancher offensichtliche Neonazi-Bullshit.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Nikas

Ich wollte erst kichern, weil dein titel schon fürchetrlich dämlich-provokant ist, aber als ich deine Quelle las, würde mir ganz anders... Leider ist es so, das man bei google bei bestimmten Suchanfragen schnell bei der freienwelt landet...


Caipiranha

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Der Staat geht mit meinen Steuergeldern auch nicht liebevoll um, liebend gern würde ich Herrn Seehofer daher fremdbetreuen lassen.


Benedikte

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ohne auf den Grundsatzstreit einzugehen zwischen Betreuungsgeld und Kitaausbau muss ich ganz ehrlich sagen, dass an diesem Satz was dran ist nicht so apodiktisch, wie Du das schreibst- also dass berufstaetige Eltern weniger liebevoll mit Kindern umgehen weil sie getrsesst sind- und das immer und per se gilt, aber ich merke immer wieder, dass an Tagen, wo wir beide arbeiten, beide mit voller Stelle, vielleicht noch extras zukommen wie Ueberstunden, arztermine Handwerker oder sonstwas dass ich dann wirklich schon in einer angespannten Stimmung bin, die in Stress umschlaegt wenn ich um acht eintrudel und alles unordentlich ist, einer sofort was gewaschen haben will und andersherum- wenn ich mir mal einen Gleittag goenne, es leckeres Essen gibt, ich die Wohnung tagsueber aufraeume, nachmittags bummeln war oder mit Buch im Garten gesessen habe- dann bin ich viel netter und liebervoller mit allen von daher- dem wuerde ich nicht weidersprechen nur- das muss ich dazusagen- wenn ich nie arbeiten wuerde und dann auch knapp an Geld waere, jeder kaputte Fueller, jedes fehlende Schulbuch, zerrissene Hose usw Katastrophen waeren oder schlimmer noch, ich nicht wuesste, wie ich Strom, Gas, Miete bezahlen sollte dann waere ich trotz aller Zeit auch nicht leibevoll im Umgang aber ich finde den von Dir zitierten Satz schon richtig Benedikte


carla72

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Naja, Benedikte, berufstätig bist Du ja an Deinem Gleittag immer noch, auch wenn Du frei hast.


krissie

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@ Benedikte: Das liegt dann aber nicht unbedingt an Berufstätigkeit an sich sondern daran, dass ihr vielleicht einfach an manchen Tagen relativ viel Stress habt bedingt durch sehr viel Berufstätigkeit und mehrere Kinder? Ich sehe schon auch einen Zusammenhang zwischen Stress, auch berufsbedingt und durch viele Termine bedingt und schlechter Laune und schlechtem Umgangston mit den Kindern, das heißt für mich dann immer, dass die "Work-Life-Balance" oder wie immer man das alt- oder neumodisch nennen will für unsere Familie nicht mehr stimmt. Wenn es aber gerade alles rund läuft, Teilzeit, ohne Überstunden, freie Zeiteinteilung, ... bin ich ganz entspannt und vermutlich entspannter, als wenn ich voll zu Hause wäre, weil ich meinen leichten Hang zum Perfektionismus dann voll auf den Haushalt konzentrieren würde; stressen kann frau sich auch damit... (Oder weil schlicht das Geld fehlen würde, was mich auch stresst, insofern haben die Befürworter des Betreuungsgeldes ja gar nicht so unrecht).


veralynn

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ich kann das nicht bestätigen. als ich noch vollzeit mutter war, war ich viel öfter genervt und gestresst von den kindern. und ich beschäftigte mich viel weniger mit ihnen. seit ich wieder arbeite, bin ich ausgeglichener, geduldiger und auch lockerer. ich habe nur 24 hände und auch mein tag hat nur 24 stunden wovon ich 7 schlafe. den rest bin ich am tun und machen........ wenn ich nicht alles schaffe, pech........ so lange die kinder jeden tag ihre portion liebe bekommen, ein essen auf dem tisch steht, ihre keidung gewaschen wird und das haus nicht grad einer müllhalde gleicht, so lange ist alles gut. v.


veralynn

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da hat sich ne 4 zu viel eingeschlichen......... 2 hände natürlich


pflaumenbaum

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Ich finde die Aussagen sinnvoll und auch kein Ideologenbrei. Und ich bin vollzeitberufstätig, mein Kind war in der Krippe. Die meisten Kinder heulten beim Abgeben - nein, das kann nicht gut sein und ich bin mir sicher, dass es sich auswirkt. Der Böhm schreibt doch nichts von der besonderen Rolle der Mutter, das wäre EVENTUELL faschistoid. Gegen das Betreuungsgeld zu sein ist -in bestimmten Kreisen- politisch korrekt und ebenfalls ideologisch.


carla72

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Ich finde den Satz verkehrt. Richtig wäre "Gestresste Eltern gehen mit ihren Kindern weniger liebevoll um". Warum die Eltern gestresst sind - weil sie berufliche Sorgen haben, frustriert sind, weil sie zuhause bleiben und gerade nicht arbeiten, Partnerschaftsprobleme haben, finanzielle Probleme haben - oder einfach insgesamt wenig belastbar sind, spielt dabei keine Rolle. Ich wäre garantiert gestresster ohne Job. LG, carla


Al1ce

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Antwort auf Beitrag von carla72

danke, so ist es! Man kommt manchmal gereizt von der Arbeit nachhause und die Kinder kriegen das dann unverschuldet ab - inzwischen kann ich es ihnen aber auch klar sagen, dass ich gerade "fertig" bin und erstmal ein bisschen Ruhe brauche. Und ich kenne das andere Extrem von meiner Hausfrau-Mutter, die meistens nicht gerade liebevoll war sondern eben depressiv... Ausserdem, wenn man nicht gerade alleinerziehend ist, kann der Partner auch einiges abfangen - machen wir öfter so, wenn einer erschöpft ist, bittet er den anderen, einzuspringen. alles gute al1ce


mams

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als ich vollzeitmutti zu hause war, war ich gestresst und genervt. seit ich anfing zu arbeiten, habe ich die zeit mit meinen kindern viel bewusster und zugewandter verbracht.


kirshinka

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Hier auch das Gegenteil! Habe jetzt gerade eine Strecke mit zig überstunden hinter mir und Papa Kind in Kita bringen und abholen und ich seh beide dann erst kurz vorm schlafen gehen oder am nächsten morgen (wie gesagt Ausnahme extrem Situation) und es hat sich nicht in gereitztheit geäußert. Haushalt bleibt teilweise liegen (=egal!) - eben meine 50%. Ansonsten arbeiten wir beide vollzeit und ich bin in der zeit mit Kind dem Kind dann 200% zugewandt. Klar ist alles entspannter bei Gleittag mit Kinderbetreuung! Abe die betreuungsgeld Befürworter sehen Mama ja 24/7 beim Kind und Haushalt. Das wiederum fand und finde ich viel stressiger. Hauptsächlich deshalb weil es kaum Gespräche mit erwachsenen gibt und die es gibt drehen sich um Windeln und Co. Und das war für eine zeitlang gut und richtig, aber für drei Jahre würde ich davon sicherlich ganz weich in der Birne werden! Und das Gefühl ich werf den wert meiner Ausbildung (=Voraussetzung für einen interessanten Job) dabei ausm Fenster - das alleine bereitet schon schlaflose Nächte - es ist nämlich ganz einfach die Netzwerke und den fachlichen Anschluss zu verlieren und ganz schwer das nach längerer zeit wieder aufzubauen. War nach 1,5 Jahren schon shwer genug. Meine geistige Forderung am Tage macht die Nachmittage mit Kind entspannend - da kann ich sogar Spielplatz ertragen.


kirshinka

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Liegt nicht per se am abgeben, sondern daran wie die Eingewöhnung gehandhabt wird - sprich an der Ideologie und qualität der Einrichtung! Von daher - doch das was der Typ schreibt ist geistiger Dünnpfiff! Eine sanfte eingewöhnung mit bezugsaufbau zur Erzieherin und dass die Mutter/Vater erst geht wenn Kind signalisiert dass es ok ist - das ist der schlüssel. Drei Tage eine Stunde dableiben und dann muss das Baby da halt durch - das ist natürlich Quälerei und nicht gut! Aber deshalb brauchst ein Angebot das groß genug für Auswahl ist mit qualitätsstandards und keinen solchen Nonsens wie die herdprämie! Die ja übrigens auch wesentlich höhere soziale kosten hat, und damit letztendlich wesentlich teurer als 150€ ist!!!! In Norwegen wird selbige übrigens gerade abgeschafft - und die hat finanziell wirklich was gebracht als 150€.


björg

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Antwort auf Beitrag von Nikas

Vor ein paar Monaten hatte doch Frau Böhm einen Artikel ihres Mannes propagiert (im KiGa-Forum??). Der Artikel war bestenfalls ein Übersichtsartikel, der nicht nach state-of-the-art, sondern nach "was am besten zu meiner Meinung passt" gestrickt. Ärzte sollten wirklich nicht versuchen, wissenschaftlich zu publizieren, es sei denn sie sind ernsthaft an der Wissenschaft interessiert. Dann kommen aber auch andere Artikel dabei heraus. Vielleicht sollte er mal ein paar Originalartikel von sich publizieren, die seine Meinung unterstützen. Sorry, seine Meinung ist mir echt schnurzpiepe, in meinen Augen ist er nicht qualifiziert, etwas zu dem Thema zu sagen. Meine eigene, subjektive Erfahrung ist, dass Vollzeiteltern und vollzeit Arbeitende in gleichem Maße gestresst sein können und dies an ihre Kindern weitergeben können. Aus aktuellem Anlass (habe Buch geschenkt bekommen) empfehle ich wärmstens Herbert Renz-Polster (http://www.kinderverstehen.de/derautor.html)...hat insofern nichts mit dem Post zu tun, als dass er meines Wissens noch nichts zum Betreuungsgeld gesagt hat...allerdings zu "artgerechter Erziehung"! Viele Grüße