In allem dagegen sein

In allem dagegen sein

Wer mit Schlittschuhen leicht über eine Eisfläche
gleitet, dem ist die harte Unterlage gar nicht bewusst.
Versucht man hingegen mit Spikes an den Schuhen
Schlittschuh zu laufen, erinnert einen die Reibung
unentwegt an den Untergrund. In der Pubertät sind
Eltern die Reibungsfläche, an der man die Grenzen
bis zum äußersten auszuloten probiert. Denn Eltern
lieben ihre Kinder trotzdem!

Warum ist das so?

Etwa 10 bis 12 Jahre lang waren Mama und Papa die Größten: Sie wussten alles, konnten alles, regelten alles und beschützen vor allem (man denke nur an gruselige Träume und wie sicher man in Mamis Bett schlafen konnte).

Doch wer nicht irgendwann damit aufhört, seine Eltern zu glorifizieren und unantastbar zu lassen, der wird später keine partnerschaftliche Beziehung eingehen können. Ihr Sohn oder Ihre Tochter muss sich aus dieser emotionalen Bindung, die (noch) so eng anliegt, wie eine zweite Haut, herauslösen. Und das geschieht über Reibung, Wiederspruch, Provokation und Rebellion.

Aus Prinzip muss man gegen alles sein, was die Eltern gut finden. Leider muss man auch das ausprobieren, was die Eltern nicht gut oder gefährlich finden. Zu Beginn der Pubertät äußert sich das vielleicht „nur“ dadurch, dass der Fahrradhelm nicht mehr auf dem Kopf getragen wird, sondern am Lenker baumelt. Später kommen wahrscheinlich erste Erfahrungen mit Alkohol, eventuell auch mit Cannabis oder andern Drogen dazu.

Was können Eltern machen?

Sie haben recht, das macht keinen Spaß. Aber es muss sein. Ein Festhalten Ihrerseits an bewährten Strukturen wird scheitern. Vielleicht tröstlich ist, dass eine starke bestehende Bindung auch eine deutliche Gegenreaktion hervorruft. Das bedeutet aber nicht, dass wenig nörgelnde Kinder eine schwache Bindung zu den Eltern gehabt haben müssten!

Die emotionale Sicherheit, die ein Kind bei den Eltern erfahren hat, wird in der Pubertät Schritt für Schritt fast vollständig aufgelöst. Das schmerzt vielleicht auch Sie als Eltern. Doch Sie müssen zulassen, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn beginnt, den Halt woanders zu finden. Hier spielt die Clique eine wichtige Rolle. Dort finden Jugendliche Schutz und Gleichgesinnte, sind aber auch dem Druck ausgesetzt, dazu passen zu müssen. Vielleicht geschieht das über bestimmte Klamotten, vielleicht über ein Hobby, vielleicht auch über Computerspiele.

Machen Sie sich bewusst, dass all das normal und notwendig ist. Hilfreich ist es, sich nicht gekränkt zurückzuziehen, sondern weiterhin Kontakt zu suchen und Interesse für die Belange des Jugendlichen zu zeigen. Nur erwarten Sie besser nicht, dass er oder sie Ihnen äußerst auskunftsfreudig begegnen würde…

Coool - und doch gesund !

Gesundes Gebiss: Stehen die Zähne richtig? Zahnspangen sind heutzutage „cool“ und machen das Lächeln schön. Tägliche Zahnhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche stellen sicher, dass die Zähne auch lange gesund bleiben.

Gesunde Augen: Ist die Tafel zu weit weg? Sind Kopfschmerzen an der Tagesordnung? Smartphone und Tablet strengen die Augen an. Ein Besuch beim Augenarzt bringt Klärung – oder eine Brille oder Kontaktlinsen.

Gesundes Immunsystem: Impfungen können schwere Krankheiten verhindern. Einige Impfungen sollten im Pubertätsalter aufgefrischt werden. Also bitte Impfpass-Kontrolle!

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