Baby und Job

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Geschrieben von Mama Jana am 14.01.2006, 21:14 Uhr

Kinderlose Akademikerinnen?

In der Politik wird ständig behauptet, Akademikerinnen bekommen keine oder kaum noch Kinder. Also ich bin Akademikerin und ich hab den Gegenbeweis erbracht ;-)
Wer von Euch auch?
Wie daichselt Ihr Euren Job? Schafft Ihr es, Eure Doktorarbeit zu schreiben? Erzählt doch mal. Bin neugierig.

 
13 Antworten:

Re: Kinderlose Akademikerinnen?

Antwort von paulita am 14.01.2006, 22:06 Uhr

auch ich bin eine "kindervolle akademikerin" ;-). und ich kenne noch eine menge anderer. über die diss bin ich schon einige zeit hinaus; ich bin assistentin, habe also eine volle c1-stelle. damit gehts mir gold - doch reibe ich mich damit auch echt ziemlich auf. seit unser sohn da ist bin ich halbe-wochen-pendlerin und an den wochenenden natürlich auch viel weg (tagungen usw.). mein partner ist an einem max plack, d.h. auch in der wissenschaft und so sind wir insgesamt in einer sehr konfortablem und privilegierten situation. das ist schön. aber natürlich nur von kurzer dauer. seit der geburt unseres sohnes haben wir schon 3x den wohnort gewechselt wegen der jobs. ich denke, dass man im wissenschaftsgeschäft zu sowas bereits sein muss.

die ganze debatte um die "kinderlosen akademikerinnen" ist m.e. ziemlich problematisch. 1) kursieren eine menge falscher oder mißverständlicher zahlen. informieren kann man sich ganz gut beim max plack-institut für demographie in rostock. 2) fragt kaum jemand nach den kinderlosen akademikern. 3) schlagen alle alarm, weil - so der unterton der debatte - deutschland die "klugen" kinder ausgehen. das finde ich total erschrecken. anstatt schulen, kigas usw. zu verbesser, wird eine art genetik-politik gefordert. schlimm!!

lg
paula

ps: im welchem bereich arbeitest du denn??

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hm..komische Frage

Antwort von Henni am 14.01.2006, 22:06 Uhr

Hallo,


finde die frage bisschen komisch, ich denke schon dass viele hier einen hochschulabschluss haben und somit akademikerinnen sind. Also ich z.B. auch. Und kidner haben wir natürlich ALLE hier.

dennoch habe ich nicht vor, eine doktorarbeti zu schreiben udn "deichsel" mein Leben denke cih wunderbar..warum auch nciht?? Da geht es uns doch wie allen anderen berufstätigen frauen...

mit 2 Kindern habe ich ja auch überdurchschnittlich viele kinder, oder?? Keine Ahnung was da grad so zahl ist..1,4 ???
LG HEnni

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Re: Kinderlose Akademikerinnen? kleine korrektur

Antwort von paulita am 14.01.2006, 22:07 Uhr

sollte natürlich heißen max planck institute...peinlich. :-)

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Re: an paulita

Antwort von Mama Jana am 14.01.2006, 22:40 Uhr

Hallo Paula!

Ich arbeite in der Informatik (Wiss. Mitarbeiterin an der Uni), habe aber eine etwas andere Richtung studiert. In welchem Gebiet bist Du? Mit Deiner C1-Stelle brauchst Du Dir ja theoretisch keine Gedanken mehr machen (oder Juniorprofessur?). Ich habe eine Projekt-Stelle, die nur noch 1 Jahr läuft, und das auch nur, weil noch etwas Geld übrig war und ich jetzt während der Elternzeit auf 1/3 des Vertrages runter gehe - so kann ich den noch 1 Jahr strecken... Was danach kommt - keine Ahnung. Promovieren wollte ich eigentlich auch, ist jetzt aber erst einmal eingefroren. Ehrlich gesagt, ist mir der Dr. inzwischen auch gar nicht mehr so wichtig.
Wie alt ist denn Dein Sohn? Unser jetzt gerade 10 Wochen.

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Re: Kinderlose Akademikerinnen?

Antwort von harmony_ am 14.01.2006, 23:22 Uhr

Hallo Henni,

unter Akademikerin verstehe ich im engeren Sinne eine Frau, die nach dem Abschluss weiter in der Wissenschaft bleibt, auch wenn mein Woerterbuch dazu was anderes sagt.

Ich versuche seit geschlagenen 2 Jahren, meine Diplomarbeit zu schreiben und muss sagen: meine Lebenssituation als alleinerziehende und berufstaetige Mutter ist das groesste Handicap, das ich mir dabei vorstellen kann. Aber die Frage zielte vielleicht eher auf Paare?!

Gruss, harmony

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Re: an harmony

Antwort von Mama Jana am 15.01.2006, 0:24 Uhr

Hallo!

Ich meinte nicht nur Paare. Es dürfen sich natürlich auch gern alleinerziehende Akademikerinnen angesprochen fühlen ;-)
Das Du Probleme hast, Deine Diplomarbeit fertig zu bringen, kann ich mir gut vorstellen. Ich habe meine vor 3 Jahren geschrieben, und wenn ich bedenke, wieviel Zeit ich darauf verwendet habe... Und dabei hatte ich damals noch kein Kind und außerdem noch Glück, weil ich die Arbeit damals zu großen Teilen während meines Studenten-Uni-Jobs schreiben konnte. Aber versuche es trotzdem unbedingt. Du ärgerst Dich sonst den Rest Deines Lebens, dass Du erst lange Jahre auf ein Studium verwendet hast und es dann nicht zu Ende gebracht hast. Und das wegen 60 Seiten... Bleib dran. Wünsche Dir schon jetzt viel Erfolg.

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Wissenschaftlerinnen mit Kindern

Antwort von ChristianE am 15.01.2006, 11:49 Uhr

Hallo,
ich habe zwei Kinder (5 und 1) und bin auch auf dem Weg in die Wissenschaft -z.Zt. aber mit Umweg über die Schule. Erst war ich wiss. Mitarbeiterin, habe am Ende der Promotionszeit das erste Kind bekommen, danach eine Planstelle als Gymnasiallehrerin (da ich in einer fachdidaktischen Disziplin promoviert bin, passt es hervorragend, jetzt ein paar Jahre in der Schule einzuschieben). Da ich hier als Studienrätin verbeamtet bin, habe ich so gesehen keine zukunftssorgen - finanziell, außer der Frage, ob ich das mit meiner kumulativen Habil. so hinkriege, wie ih möchte. Nur. 2 ist jetzt anderthalb. Mein Mann ist gerade mit der Habil fertig und pendelt in eine 600 km entfernte Stadt :-)
Nachwuchs bei Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere machen, ist in der Tat seltener als bei anderen Akademikerinnen. C4-Professorinnen mit Kindern - hm, davon gibt es eh schon nicht viel (ich glaube 9 %), weiß nicht, ob schon mal untersucht wurde, wer davon Kinder hat. Denn das ist ja das entscheidende. Hätte ich keine Kinder, wäre meine Biographie ja anders, hätte ich schon noch ganz anders loslegen können. DEr frauenspezifische Lebenslauf dagegen ist schwierig, wenn zwischen 30 und 40 die Kinder kommen sollen und die wiss. Karriere stattfinden soll. Weshalb ich auch gar nicht so dafür bin, bei Professuren Frauen zu bevorzugen, sondern MENSCHEN (natürlich auch Frauen :-), die KINDER haben. Denn das verändert das Leben. Auch mein Mann hatte in seiner Habilzeit durch die Kinder einiges um die Ohren. Am Anfang kam Nr. 1, am Ende der Habilzeit Nr. 2. Wissenschaftliche Lebensbiographien mit Kindern müssten daher mehr anerkannt werden, nicht mehr - nur- die veraltete (wenn ja auch nciht völlig unsinnige) Forderung, Frauen generell zu fördern. Für viele meine kinderlosen Kolleginnen ist das nämlich so eigentlich nicht nötig. Aber war nur so ein Gedanke. Viel Glück, Christiane

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Re: Kinderlose Akademikerinnen?

Antwort von Mistinguette am 15.01.2006, 15:33 Uhr

Das Thema Studium war für mich mit einem Diplom BWL längst bevor ich an Familie gedact habe vorbei. Ein Dr. Titel kam für mich somit nie in Frage. Heute habe ich eine Familie, einen Beruf und vor allem einen Mann, ohne dessen Unterstützung in allen Belangen ich das alle nicht meistern konnte.

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Re: Kinderlose Akademikerinnen? & Alte Mütter?

Antwort von Ulli am 15.01.2006, 18:14 Uhr

Hallo,

auch ich finde die Frage komisch, die kinderlosen Akademikerinnen betreffen eher die, die NICHT an der Uni arbeiten.
In einem Unternehmen gibt es meist weniger Entgegenkommen ...
Aber wenn wir schon darauf eingehen, wie toll wir sind ;-): Ich find's auch traurig, dass die meisten "Akademikiernnen" beim ersten Kind deutlich über 30 Jahre alt sind.

Viele Grüße
Ulli

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@mamajana

Antwort von paulita am 15.01.2006, 19:51 Uhr

ich bin in der soziologie, mein sohn ist fast 5. er wurde fast 2 jahre nach der diss geboren. klar mache auch ich mir sorgen. mitte 2007 läuft meine stelle aus, ich habilitiere erst nächstes jahr und die warteschleifen auf eine professur - wenn es denn klappt - sind derzeit elend lang. klar sind diese sorgen auf hohem niveau, dessen bin ich mir sehr bewusst. aber dennoch.
aber: ich würde es jederzeit wieder tun!!
lg
paula

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Re: Kinderlose Akademikerinnen?

Antwort von Trini am 16.01.2006, 10:16 Uhr

Diplom mit 23,
Promotion mit 27,
unbefristete Stelle an staatlicher Forschungseinrichtung mit 27,
Mann kennengelernt mit 27,
geheiratet mit 28,
erster Sohn mit 31,
halbtags "geforscht" ab 8 Monate,
zweiter Sohn mit 35,
halbtags "geforscht" ab 8 Monate,
seit Einschulung vom Großsohn bei 22 Stunden.

In die Lehre möchte ich nicht.
Kenne aber in KI eine Professorin, die als C 4 ihr erstes Kind bekommen hat. Und noch einige andere in D.

Trini

PS: Habe meine Kinder so spät bekommen, weil ich früher keinen Mann dafür hatte und wir dann etwas länger üben mußten.

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Re: Kinderlose Akademikerinnen?

Antwort von pippi-puppi am 16.01.2006, 10:44 Uhr

ich weiss nicht, ob ich unter eure definition von akademikerin falle.

bin österreicherin, 27 jahre, habe rechtswissenschaften studiert (studium mit 23 beendet, mit 25 doktorat beendet) und bin angestellt in einer rechtsanwaltskanzlei.

eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meinem beruf, selbständig möchte ich mich aber nicht machen im hinblick auf mein baby, das im juni kommen wird. ich werde einige monate karenz nehmen und danach teilzeit-arbeit hier in der kanzlei versuchen. das eventuell mit einem au-pair mädchen. habt ihr damit erfahrungen?

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Re: Kinderlose Akademikerinnen?

Antwort von felinchen am 16.01.2006, 12:52 Uhr

hallo :-)

ich schreibe gerade da. von wegen 60 seiten ... welches studium ?? bei uns werden mindestens 150 seiten verlangt.

ich bin 28. gedauert hat das studium so lange weil ich immer 1/2 tags gearbeitet habe da mich meine ae mutter ohne alimente nicht erhalten konnte und es keine staatliche unterstützung gab. und ich war wegen eines unfalles 2 jahre ausser gefecht. weiters habe ich mal 1 jahr zwischendurch voll gearbeitet und das studium aufgegeben.

und ich wollte nie so eine "alte" mutter werden wie meine die mich mit 30 bekommen hat. sie ist architektin.

ich kann es nicht mehr abwarten fertig zu werden denn schweren herzens habe ich das kinderbekommen auf nach der da verschoben.

ob ich mir vorher eine volle stelle suche oder gleich in die babypause gehe weiss ich nicht - was würdet ihr mir raten??

dr würde ich später gerne anhängen nach berufserfahrung.

LG
feli

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