1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Anja CMP am 20.07.2003, 21:30 Uhr

Unser grosser wird eingeschult

und ich hab damit nur noch Probleme.

Hallo erstmal!

Na ja, nicht direkt mit der Einschulung hab ich Probleme. Ich bin eher total stolz auf ihn, das er nun schon in die Schule kommt und war ganz erstaunt, wenn ich von anderen Eltern zu hören bekam "Ich bin erst stolz, wenn er/sie etwas geleistet hat". Nein, ich bin jetzt schon stolz und freu mich auch sehr auf seinen grossen Tag.

Nun hat Cedrik aber irgendwie einen Rückschritt in seiner Entwicklung gemacht. Intellektuell entwickelt er sich immer weiter (zählt bis 100, auf englisch bis 20, schreibt, buchstabiert und und und) daran hapert es also nicht. Aber sein soziales Verhalten. Er benimmt sich mehr wie sein 2-jähriger Bruder wie der sich so benimmt. Ständig wird geflennt, ich stoße nur auf Unverständnis und Blockkaden. Wenn ich sage "geh zähne putzen" geht meine Tochter los und putzt ..... und Cedrik macht noch so eben mal zwanzig andere Sachen. Was sagte mama da? Keine ahnung, ICH hab nix gehört. Ich kann ihn auch noch dreimal auffordern, es doch bitte zu tun - er hört erst, wenn ich brülle.

Das macht mich fertig. Wenn er etwas möchte, dann sofort, nicht später. Wenn er es nciht kriegt, dann wird gebockt, sich auf den Boden geschmissen und und und..... ich mag das nicht mehr mit machen. Natürlich nimmt mich das auch mit, ich reagiere genervt und überreizt. Mein Mann meint, ich sei zu schnell genervt. Aber das find ich nicht. Wenn ich das den ganzen Tag von morgens bis abends habe, dann bin ich morgens manchesmal schon genervt, wenn ich als erstes ein "Uäh, will ich nicht" höre....

Wie kann ich an ihn rankommen. Ich finde, er benimmt sich nicht wie ein zukünftiges Schulkind (ich hab in KiGa-Kids auch ein Post über meine Tochter, die mehr Schulkind scheint wie er sein soll) als wie ein zweijähriger, bockiger Junge, der seinen Willen nicht kriegt.

Wenn ich ihn frage, ob er Angst hat vor der Schule, vor dem was da kommt - sagt er "Nein, ich freue mich" und das glaub ich ihm ja auch.

Eine Zeitlang identifizierte er sich viel mit Drachen, Tigern, Löwen und anderen grooossen Tieren. Ich fragte damals im KiGa nach und die sagten, das er sich dahinter nur versteckt. Er hat Angst vor dem was kommt und "verwandelt" sich sozusagen in den grossen Drachen, da ein groooosser Drache für ihn gleich mit Erfolg steht....

Das hat nachgelassen, das macht er nicht mehr. Aber ich wäre manchesmal froher, wenn er das noch machen würde, als sich so albern und kleinkindmässig zu benehmen?!?!?!

lg, Anja

 
8 Antworten:

Besprich das Problem, wenn es anhält unbedingt mit der Klassenlehrerin.

Antwort von KH am 20.07.2003, 21:49 Uhr

der erste Schultag ist eine große Herausforderung für die Kinder, es stürmt unwahrscheinlich viel Neues auf sie ein, da ist es normal, dass sie ihr Verhalten ändern.
Im übrigen: wie muss sich denn ein Schulkind benehmen im Unterschied zum Kindergartenkind. Da hilft wohl wirklich nur Geduld und Konsequenz.
Kinder probieren aus,mit welchen Verhaltensmuster sie Erfolg haben, und Erfolg kann für sie auch heißen: wie kreige ich Aufmerksamkeit? Offensichtlich hat der Zweijährige mit seinem Verhalten Erfolg, also probiere ich das auch aus. Geduldiges, gelassenes Ignorieren hilft vielleicht wirklich am meisten. Ich weiß - leichter gesagt als getan. Aber ich kann nur von mir selber sagen, wenn ich die Wutanfälle meiner Kleinen ignoriere und gelassen bleibe, beruhigen sie sich schneller und tun wieder, was ich von ihnen erwarte, als wenn ich hoch gehe.
Buchtipp: gordon, Die Familienkonferenz.

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Re: Unser grosser wird eingeschult

Antwort von Monie am 21.07.2003, 10:20 Uhr

Ich denke er versetzt sich grade in die Rolle seiner Schwester und wäre in Wirklichkeit vielleicht doch lieber noch bißchen kleiner, behütet und umsorgt. Hinzu kommt, daß Du vielleicht ein bißchen viel von ihm erwartest weil er ja "schon groß" ist und ihn oft kritisierst, während Du seine Schwester bestimmt immer lobst wie lieb sie ist. Versuch doch mal ihm bißchen mehr Zuwendung zu geben, mal was mit ihm alleine zu unternehmen - die kleeine Schwester mal kurz hinten an stehen lassen, damit er mal merkt, daß er mal im Vordergrund steht und lobe ihn viel wenn er mal lieb war oder was schön gemacht hat, anstatt ständig nur zu meckern. Da bocken sie dann grade und es wird immer schlimmer, ich kenn das Problem nämlich genauso und bei mir haben die Tips die ich grade geschrieben habe, geholfen. Viel Erfolg!
Monie

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Ein TIPP beim Nicht-hören-wollen-oderkönnen...m.T.

Antwort von Jelsha am 21.07.2003, 11:17 Uhr

...ascal hört auch kaum, wenn ich ihm mal "nebenbei" etwas sage.

ich gehe dann zu ihm, sage ihm, er möge mich anschauen und sage ihm dann 1 Sache, die er "bitte" tun möchte. Klar, er ist er 3, ist vielleicht ein Unterschied, aber ich denke, in kleinen Schritten kommt man voran.

LG jelsha

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Re: Ein TIPP beim Nicht-hören-wollen-oderkönnen...m.T.

Antwort von Anja CMP am 21.07.2003, 23:55 Uhr

Hallo!

Also über die ganzen Phasen wie "Bitte mach das" und ruhigem Zuhören und so weiter sind wir schon drüber. Hört sich blöde an, ist aber so.

Die gute Frage ist wohl "Wie benimmt sich ein schulreifes Kind??" Kann ich ehrlich gesagt, gar nicht so beantworten. Aber irgendwie erwarte ich schon von ihm, das er sich mehr seinem Alter entsprechend benimmt wie er es (nicht) tut. Cedrik ist sehr schwierig. Er ist ein lieber, zum Teil sehr aufmerksamer Junge und ein toller Spielkamerad für seine Freunde. Aber wenn wir z.b. mal mit ihm spielen, dann dreht er sehr auf. Es ist so schwierig, das hier so in Worte zu fassen, damit ihr es erfassen könnt, was ich meine.

Also Cedrik "neigt" zur Hyperaktivität. Er hat vor allem ein Anzeichen, die uns sehr zu schaffen macht. Er neigt zur Grenzenlosigkeit. Will heissen, wenn man mit ihm tobt, weiss er absolut nicht, wann Schluss ist. Man muss ihn zum Teil erst anschreien oder festhalten, damit er aufhört. Oder wenn wir mit Patrik scherzen (das ist der Kleine) dann lacht er mit. Kein Problem, soll er ja auch. Aber er übertreibt maßlos. Beispiel von heute nachmittag: Cedrik jagt Patrik über den Spielplatz. Patrik macht es Spaß, Cedrik verliert aber aus den Augen, das zwischen ihm und Patrik gute 5 Jahre liegen und weiss nicht, wann er aufhören oder aufpassen muss. Das ist nicht nur heute so, sondern jedesmal so. Er treibt es jedesmal zu weit. Das Ende vom Lied war eine blutige Lippe bei Patrik. Kann passieren - aber wenn ich dann Miriam dazu vergleiche (sie ist knapp 11 Monate jünger wie Cedrik) dann sehe ich, das sie einfach vorsichtiger ist.

Na ja, auf alle Fälle gehört das alles zum täglichen Bild, was wir von Cedrik haben. Er steht morgens auf, man bittet ihn (mit "Bitte machst du....") sich anzuziehen und zu waschen - wenn man fünf Minuten später gucken geht, wo er bleibt - sitzt er im Zimmer und spielt. Nix mit anziehen oder waschen. Na ja, das wird so langsam besser, aber es belastet. Denn wenn man es nun nochmal sagt, erwartet einen das gleiche.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht,das ich zuviel von ihm erwarte. Eigentlich erwarte ich gar nichts von ihm, ausser das er sich seinem Alter entsprechend benimmt. Und ich finde, er hinkt seinem Alter (im Vergleich zu gleichaltrigen) um mind. ein Jahr hinterher.

Danke Manu übrigens für Deine Mail!!! :o)

Cedrik wird hoffentlich ab August oder September eine heilpädagogische Maßnahme bekommen und ich hoffe in Gesprächen mit der Therapeutin mal herauszufinden, wie ich bestimmten Situationen aus dem Weg gehen kann. Bzw wie ich sie meistern kann ohne durchzudrehen oder rumschreien zu müssen.

Danke

lg, Anja

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Re: Ein TIPP beim Nicht-hören-wollen-oderkönnen...m.T.

Antwort von like am 22.07.2003, 14:47 Uhr

Irgendwie kommt mir dein sohn vor wie ein Mischung aus meinen beiden. Der Große war bis zum Schulalter auch immer am Übertreiben, Hochdrehen, Machtkämpfe ausfechten etc.etc., was mir auch einige Sorgen bereitete, da ich just da, als er in die Schule kam, unser drittes Kind erwartete und mir oft dachte, wie das wohl gehen wird. Das seltsame aber war: die Schule hat ihm unwahrscheinlich gut getan und er ist heute mit 9 ein Junge, über den ich mich in keiner Weise beschweren kann (na ja, bis auf das ganz normale, was es immer mal gibt, er übertreibt immer noch gern ab und zu, aber das hält sich in erträglichem Rahmen). Also wart´s einfach mal ab, ob er vielleicht einfach nur die neue Herausforderung braucht, um vernünftiger zu werden. Mein Mittlerer ist der andere Typ, der nie zuhört, zu dem man immer alles 10 mal sagen muss, sich immer wieder irgendwo verspielt anstatt meinen Bitten Folge zu leisten - allerdings ohne bösen Willen oder Absicht. Da hilft glaub ich nur Geduld und hartnäckig sein und immer wieder an sein Alter und seine Vernunft appellieren. Ich finde außerdem das buch "das Geheimnis glücklicher Kinder" in solchen Situationen recht gut - darin wird im Groben aufgezeigt, dass sich Kinder immer so verhalten, wie man es im Grunde von ihnen erwartet - und man reflektiert nach der Lektüre wesentlich mehr über sein Verhalten und seine Einstellung zu den Kindern.

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Das Buch...

Antwort von Anja CMP am 22.07.2003, 20:39 Uhr

...scheint sehr interessant zu sein. Von wem ist denn das??

Na ja, Cedrik scheint wirklich ne Mischung aus Deinen beiden zu sein. Ich bin gespannt, was uns die Schule/die Zukunft so bringt...

Danke!

lg, Anja

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Re: Das Buch...

Antwort von like am 23.07.2003, 13:38 Uhr

Steve Biddulph heißt der Autor. Das Buch enthält meiner Meinung nach auch sehr viele Verallgemeinerungen und Allgemeinplätze, aber um uns Eltern mehr zum Nachdenken und Reflektieren darüber zu bringen, welchen Einfluss unsere Erwartungen und unser Verhalten auf die Kinder und deren Entwicklung haben, ist es ganz hervorragend.

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Re: Das Buch...

Antwort von Anja CMP am 24.07.2003, 13:06 Uhr

...hab ich mir jetzt in einem anderem forum gekauft. morgen wird es an mich losgesendet. ich freu mich schon drauf :):):)

lg, anja

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