1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Namenlos28 am 09.03.2020, 16:08 Uhr

Tochter weint jeden Morgen

Ich begleite meine Tochter noch jeden Morgen bis zum Schultor. Sie will es so und mir macht es nichts aus. Am Schultor kann sie sich immer kaum von mir trennen und weint jeden Morgen. Es ist nicht, weil es in der Schule irgendwie furchtbar wäre. Sie hat einfach jeden Morgen einen furchtbaren Trennungsschmerz. Was können wir tun, damit das besser wird? Oder was mache ich falsch?

 
8 Antworten:

Re: Tochter weint jeden Morgen

Antwort von cube am 09.03.2020, 16:57 Uhr

Also sie selbst sagt auch, das es keinen anderen Grund gibt als das sie sich nicht von dir trennen will?
Trennungsangst heißt ja ein Stück weit dennoch Angst davor, das man ohne Mama/Papa einer Sache nicht gewachsen ist.

Wie reagierst du denn darauf?
Wie ist es dann den Schultag über?
Wie ist beim Abholen/nach Hause kommen drauf?
Was sagen die anderen Kinder dazu? Ich meine, die bekommen das ja mit und evt. gibt es da doch auch mal ein paar dumme Sprüche.

Wenn eigentlich sonst alles ok ist, sie Spaß in der Schule hat, dort nicht weint und auch sonst nichts vorgefallen - dann mache keine große Sache draus. Geh nicht jeden tag darauf ein nach dem Motto "ach Schätzchen, das ist doch alles gar nicht so schlimm, Mama kommt dich doch wieder abholen" etc oä.
Dann kann es nämlich gut sein, dass sich das sozusagen schon als euer Ritual etabliert hat und ihr das nur durchbrechen könnt, in dem du eben nicht mehr täglich darauf eingehst.
Vielleicht könnte es auch helfen, sie schrittweise nicht mehr bis zum Tor zu bringen. Also 50 m vorher alleine zu schicken, dann nach ein paar Tagen 100 m - so das sie selbst auch merkt, das sie etwas alleine schaffen kann.

Dei Einschulung ist ja nun schon eine ganze Weile her und wenn sonst wirklich alles tutti ist, tippe ich auf eingespieltes Ritual aus dem sie selbst nichts o einfach aussteigen kann.

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Re: Tochter weint jeden Morgen

Antwort von emilie.d. am 09.03.2020, 20:52 Uhr

Ich würde sowas mit einem Profi auf den Grund gehen. Einem Familientherapeut z.B. Pädagogen raten oft zu verhaltenstherapeutischen Ansätzen, aber wenn dem ganzen doch eine tiefenpsychologiache Ursache zugrunde liegt, wäre es viel besser, die aufzuspüren und zu beseitigen.

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Re: Tochter weint jeden Morgen

Antwort von Jorinde17 am 10.03.2020, 13:57 Uhr

Du solltest einfach mal die Klassenlehrerin ansprechen. Entscheidend ist jetzt, ob sie etwas beobachtet hat. Sie kann Dir beschreiben, wie Deine Tochter sich vormittags in der Klasse verhält. Ob sie mit den Mitschülern zurechtkommt, und ob sie Anschluss in der Pause hat. Sie beobachtet Dein Kind jeden Tag viele Stunden und kann Dir da sehr viel mehr sagen, als wir.

Du kannst die Klassenlehrerin auch bitten, ein besonderes Auge auf Deine Tochter zu haben, sie also die ersten Minuten ein wenig zu betüddeln, zu trösten oder abzulenken. Wenn sie das Problem kennt, kann sie sich darauf einstellen.

Wichtig ist jetzt aber auch, dass Du Deiner Tochter zeigst, dass Du ihr zutraust, dass sie die morgendliche Trennung schafft. Sei selbst nicht klammerig, nicht zu mitleidig, gehe nicht zu ausführlich auf das Weinen ein. Labere sie auch nicht voll, tröste und ermutige sie also nicht übertrieben lang. Denn wenn Mama sich so ins Zeug legt, dann muss die Sache mit der Schule ja wirklich schlimm sein. Vermittle also vor allem Gelassenheit.

Wenn sich das Problem nicht in naher Zukunft löst, bitte mit der Klassenlehrerin auch mal über einen Termin bei der Schulpsychologin reden. Die kommt in regelmäßigen Abständen an die Schule (z. B. einmal im Monat), und man kann vorab klären, dass das eigene Kind beim nächsten Besuch auch mal thematisiert wird. Du kannst ggf. auch dabei sein.

LG

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Re: Tochter weint jeden Morgen

Antwort von erbsi1 am 10.03.2020, 16:41 Uhr

So war es bei unseren Nachbarn. Das Mädchen hat jeden Morgen geweint und wollte sich nicht trennen. Die Lehrerin hatte der Mutter gesagt, es läge an ihr (an der Mutter) dass sie sich nicht lösen kann. Meine Nachbarin ist aber der Meinung dass die kleine emotional nicht die schulreife hatte, und überfordert war, obwohl die dem Unterricht folgen konnte. Aber der sozial emotionale Aspekt würde nie berücksichtigt. Sie ist im September geboren und war somit ein Muss Kind. Ist auch ein pfifgiges Mädel, im kiga null Probleme gehabt. Hat sich im. Laufe der ersten Klasse aber wieder gelegt. Ich weiss nicht, wie alt eure Maus ist. Aber vielleicht ist das wirklich die emotionale überforderung?!?!

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Das kann so vieles sein...

Antwort von emilie.d. am 10.03.2020, 20:50 Uhr

Klar kann es auch an Helikoptereltern liegen, aber Schulphobie kann auch Ausdruck von unbearbeiteten Traumata sein. Eine richtige Schulphobie wird i.G. zu einer Spinnenphobie nicht dadurch besser, dass man das Kind immer wieder der angstmachenden Situation aussetzt. Ich würde das wirklich sicherheitshalber abklären mit jemandem, der sich auskennt.

Ich schreib das nur, weil eine Freundin ein atypisches Aspergerkind hat, die Diagnose wurde erst sehr spät gestellt. Für den waren die ersten Jahre in der Schule eine Tortur und die Eltern haben ständig gesagt bekommen, dass sie dafür verantwortlich sind, dass das Kind sich schreiend wehrt, wenn er in die Schule soll.

Die Geschichte hat erst ein Happy End genommen, als endlich mal ausgebildete Sonderpädagogen das Kind angeschaut haben. Und abgestellt haben, dass er mehr oder weniger gewaltsam in die Klasse gebracht wird etc. Das Kind war völlig fertig, die Angst hatte sich schon auf den Alltag ausgebreitet, der konnte nicht mal mehr Auto fahren, geschweige denn Bus.

Erste Maßnahme war, dass seine Mutter mit in die Schule kam. Das widerspricht erstmal dem gängigen Ductus in der Schule. Als das wieder ging, dann eine Integrationshelferin.

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Re: Tochter weint jeden Morgen

Antwort von Namenlos28 am 12.03.2020, 14:53 Uhr

Wie reagierst du denn darauf? Ich tröste sie und versuche sie, zu stärken.
Wie ist es dann den Schultag über? Da vergisst sie es dann über den Tag.
Wie ist beim Abholen/nach Hause kommen drauf? Gut, aber jeden Morgen ist es wieder dasselbe.
Was sagen die anderen Kinder dazu? Ich meine, die bekommen das ja mit und evt. gibt es da doch auch mal ein paar dumme Sprüche.
Nein, bisher gibt es keine dummen Sprüche. Die akzeptieren das (noch).

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Re: Das kann so vieles sein...

Antwort von Namenlos28 am 12.03.2020, 14:55 Uhr

Allen hier vielen Dank für Eure Beschäftigung mit dem Thema! Ich werde der Sache mit der Klassenlehrerin und einer Psychologin auf den Grund gehen.

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Re: Tochter weint jeden Morgen

Antwort von cube am 12.03.2020, 18:59 Uhr

Dann würde ich auf jeden Fall aufhören, darauf immer wieder mit Trösten einzugehen, um diesen Ritual zu durchbrechen. Du wartest auf ihre Tränen, sie auf deinen Trost etc.
Da sie in der Schule selbst dann keine Probleme mehr hat.
Das heißt ja nicht, du sollst sie ignorieren oder anmotzen dafür - aber eben selbst einfach nur noch in sofern darauf eingehen das du ihr einen schönen/tollen Tag wünschst und bis später.
Einen Versuch wäre es wert.
Das gleiche Spiel kennen nämlich auch die Kiga-Eltern - Kind will plötzlich nicht mehr zum Kiga, weint, macht "Theater", Mama geht darauf ein, weil das arme Kind/evt. ist was dort passiert etc und dann geht das wochenlang so weiter. Ab dem Moment, wo der Papa dann mal bringt, der auf jeden fall keine Zeit hat, erst mal 10 Min. noch zu trösten, da zu bleiben, gut zuzureden, klappt es. Ist nur ein Beispiel. Also ich würde versuchen zu stärken, indem du eben nicht mehr tröstest sondern mit einer freundlichen Verabschiedung vermittelst, dass du ihr das zutraust.

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