1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Spatz am 20.02.2019, 17:58 Uhr

Sorgen um Sohn

Hallo,


mein Sohn ( im Juli wird er 8) ist in der 1. Klasse.
Er hat sich schon immer schwer getan mit anderen Kindern. Im Kindergarten habe ich versucht Spieltermine einzufädeln. Bei 2 Kindern hat das ab und an geklappt.

Er spielt nur mit einem Jungen derzeit, den er aus dem Kindergarten kennt und der aber schon in der 2. Klasse ist. Da fühlt er sich sicher. Er würde aber nie selbst fragen, ob sie sich verabreden. Immer muß ich das tun. Lieber langweilt er sich.
Ich habe ihm angeboten Kinder zu ihm heim einzuladen aus seiner Klasse. Das wird aber total abgeblockt. Er wird dann ganz wütend. Er will mit niemandem aus seiner Klasse spielen.
Nur wenn 2 x die Woche Fußball in der Schulpause ist, macht er mit.
Ich habe das Gefühl er hat Angst abgelehnt zu werden.
Ein Mädchen aus seiner Klasse hat ihn auf den Geburtstag eingeladen. Da ist er dann gerne hin und hatte auch Spaß.
In 2 Sportvereinen ist er schon. Aber dort macht er halt dann auch nur Sport. Wirklich Kontakt zu anderen baut er nicht auf.
Ich mache mir solche Sorgen.

 
15 Antworten:

Re: Sorgen um Sohn

Antwort von Btby am 20.02.2019, 20:02 Uhr

Hast du den Eindruck das er darunter leidet?

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von starlight.S am 20.02.2019, 20:27 Uhr

Was genau ist denn deine Sorge? Er ist in der Schule unter Kindern und scheint klar zu kommen- er wurde ja schon eingeladen und ist gerne hingegangen. Er geht mind. 2x pro Woche zum Sport, wo er auch Kontakt hat. Vielleicht reicht ihm das auch einfach... Was sind denn die Gründe warum du denkst er braucht mehr oder anderen Kontakt?

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von nils am 21.02.2019, 7:27 Uhr

Es gibt Kinder, die brauchen mehr Kontakt mit Freunden und dann wieder welche, die wollen weniger, weil sie sich in der Schule ja eh sehen.
Meine Kinder hatten nie viel Freunde Kontakt. Klar, sie spielen natürlich mit den Nachbarjungs, aber so richtig Schulfreunde einladen auch nicht.
Wenn ich sie frage, dann sagen sie ab und zu ja sie möchten jemanden einladen (was wir dann auch machen) und dann meinen sie wieder nein, sie wollen nicht.

Ich denke solange dein Sohn gern in die Schule geht, fühlt er sich da auch wohl und hat auch Freunde. Würde mir da keinen zu großen Kopf machen.

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Viele eigene Ängste hinein interpretiert...

Antwort von Hexhex am 21.02.2019, 9:08 Uhr

Hallo,

es gibt Kinder, die ein bisschen eigenbrötlerisch veranlagt sind. Das heißt absolut nicht, dass sie deshalb unglücklich wären, es ist auch eine Typfrage. Dass er ab und zu gern mit Kindern spielt und das auch genießt (Geburtstag) heißt nicht, dass er nicht doch auch ganz gern allein ist. Jeder Mensch - auch kleine Menschen - hat verschiedene Persönlichkeitsanteile, wobei eben einige etwas stärker ausgeprägt sind.

Ich würde weiterhin versuchen, Kontakte zu unterstützen, aber nicht aufdringlich. Junge Eigenbrötler brauchen sicher ein bisschen Anstoß und Ermutigung - aber Du darfst ihm das Verabreden nicht abnehmen, indem DU Kinder einlädtst - das ist wirklich übergriffig, auch wenn es gut gemeint ist. Kein Wunder, dass er da sauer ist.

Ich glaube, dass Du sehr viel an eigenen Ängsten und Gefühlen auf Deinen Sohn projizierst. Du glaubst, er müsse unglücklich sein, wenn er wenige Freunde hat. Oder er habe Angst, abgelehnt zu werden. All das muss gar nicht stimmen, es sind Deine eigenen Interpretationen, Deine Gefühle, Deine Sicht. Aber Dein Sohn ist nicht Du, und er ist auch nicht WIE Du. Er ist eine eigenständige, neue, ganz eigene Persönlichkeit. Lass vielleicht mal den ungewohnten Gedanken zu, dass Dein Sohn weder Angst hat noch unglücklich ist.

LG

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Re: Seltsam, wie sehr wir meinen, Kinder müssten sich immer mit Begeisterung

Antwort von cube am 21.02.2019, 11:53 Uhr

auf andere Kinder stürzen. So wie Erwachsene nicht alle gleichermaßen Kontaktwütig;-) sind, sind es Kinder natürlich auch nicht. Wenn er darunter nicht leidet, ist alles ok.

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Re: Seltsam, wie sehr wir meinen, Kinder müssten sich immer mit Begeisterung

Antwort von DK-Ursel am 21.02.2019, 14:21 Uhr

Hej!

Ja, diese Kontaktfregen kamen in letzter Zeit ja wieder häufiger.
Im Leben jedes menschen gibt es Phasen, wo er/sie mehr oder weniger Kontakt(e) hat.
Manche Menschen sind kreuzunglücklich dabei (und finden dann meistens dann auch selbst Wege, der gefühlten Einsamkeit zu entgehgen - auch dies übrigens eine Lernerfahrung, die man seinem Kind gönnen sollte: auch dafür sind sie im KIGA und in der Scule - es selbst zu lernen und nich immer Mutti hinter sich zu haben, die eh kenie freunde herbeizaubern kann).
Die anderen halten solche Phasen aus, brauchensie sdogar.
BNochmal andere brauchen ihr Leben lang nicht viele Menschen um sich - wir sind so eine Familie, die lieber wenige um sich haben, ohne daß wir leiden oder gar unsozial sind, wie oft unterstellt wurde, vor allem (auch) den Kindern.

Aber unsere Kinder sind nicht wie wir!!!
Sie leben ihr eigenes Leben in ihrer eigenen Zeit mit ihren eigenen Mitmenschen - da können wir nicht 1:1 unsere Erfahrungen projezieren und weitergeben.
Und vor allem:
Dadurch, daß Mutter rumrennt und leidet, weil KInd sich angeblich unglücklich fühlt, liest Kind bei Mutter - auch wennsie es so meint oder sagt:
"Ich bin nicht g ut genug, ich enttäusche meine Mutter, ich erfülle ihre Erwatungen nicht."

Solche Mißverständnisse entstehen auch (oder gerade) aus gut gemeinten Hilfestellungen, Anteilnahmen, Vorschlägen ... ---unsererseits, und sie sind weitaus schlimmer als eine Zeit ohne Busenfreund oder eine Horde Kameraden!
Dennwenn einem die eigene mutter nicht zutraut, daß man sein Leben leben kann - wer dann ?

Hilfeleistung sieht darin aus, daß Du Freundei ns haus läßt,wenn er welche mitbringt,s ie akzeptierst, auch mal anbiestest, jemanden zu bringen/zu holen, Verabredungen hilft einzuhalten etc. --- aber Sorgen über evtl. Einsamkeit und vorschnell angeleierte Hilfen sind kontraproduktiv!

Loslassen = vornehmste Aufgabe der Eltern fängt auch DA an!

Gruß Ursel, DK

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Re: Seltsam, wie sehr wir meinen, Kinder müssten sich immer mit Begeisterung

Antwort von Maxikid am 21.02.2019, 14:34 Uhr

Er scheint doch glücklich zu sein....die Kontakte reichen ihm wohl und das ist doch i.O. Wenn er unglücklich wäre, würde er damit zu Dir kommen? Dann kannst Du ja immer noch etwas unternehmen....

Ich habe so verschiedene Kinder, die Große liebt den Umgang mit anderen, aber alles nur in begrenzten Umfang und die Kleine liebt das Bad in der Menge...Für meine Große ist das doof, da sie zu hause ihre Ruhe möchte und die Lütte in ihrer freien Zeit, gerne ihre gesamten Mädels mitbringt oder auch nur eine Freundin. Der Großen stört der Besuch.....

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Re: Seltsam, wie sehr wir meinen, Kinder müssten sich immer mit Begeisterung

Antwort von Spatz am 22.02.2019, 8:06 Uhr

Wahrscheinlich muß ich es wirklich einfach akzeptieren.
Was mir halt auffällt:
Ich habe nach langem hin und her letztes Jahr einen Jungen aus der Parallelklasse 3 x zu uns eingeladen und er war auch 1 x dort. Das hat ihm dann auch echt Spaß gemacht. Und mein Patensohn, der 2 Monate älter ist als er, kommt manchmal her und dann spielen sie auch sehr schön.
Ich glaube es ist einfach so, dass er Angst hat abgelehnt zu werden und deshalb nicht fragen will. Und das finde ich schade.

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Re: Seltsam, wie sehr wir meinen, Kinder müssten sich immer mit Begeisterung

Antwort von DK-Ursel am 22.02.2019, 9:46 Uhr

Hej!

Ja, aber auch das ist ein Lernprozeß, den Du nicht zu sehr in DEINE Hände nehmen solltest. DU kannst das doch!
ich lasse meine Deutschlerner doch auch lieber die Texte selbst vorlesen als daß ich ihnen alles serviere: ICH kann es doch!
Er muß noch lernen,daß man auch mal Absagen bekommt - und wie man damit umgeht.
Und je mehr es klappt, umso sicherer wird er sich fühlen - daslernt er ja nie, und das schöne Gefühl des Erfolgs ersagst Du ihm ja, wenn Du für ihn tätig wirst.

Was Du kannst:
Ihm immer wieder Mut machen, jemanden einzuladen, mitzubringen - Du kannst ihm vormachen, wie das geht, indem Du ja auch die Eltern involvieren mußt, und Du kannst bei einer wirklichen Ablehnung helfen, mit der Enttäuschung fertig zu werden.
Wenn er jetzt nicht lernt,solche Dinge zu händeln, wird er es doch immer schwer damit haben - genau für solche Dinge sind KIGA und Schule doch auch da:
Das Miteinander zu üben und zu lernen,wie man mit allen Eventualitäten am besten umgeht.
Nimm ihm das nicht zu sehr ab - und leide nicht mit für ihn!
Niemand braucht jemanden, der einem erzählt oder signalisiert, daß etwas verkehrt läuft und selbst die Sympathie, das Mitgefühl,das man dabei empfindet, ist nicht positiv! (sondern geht evtl. ja eh von falschen Voraussetzungen, nämlich den eigenen, aus)
Es gibt übrigens auch sowas wie sich selbst erfüllende Prophezeihungen (und die laufenauchsehr stark auf der unbewußten schiene - unbewußt auf beiden Seiten! - ab.):
Wenn Du signalisierst, wie schrecklich diese Einsamkeit ohne Freunde (wie oft) ist, dann empfindet er das genauso, fühlt, er kann eben keinen einladen, ist ein Versager, bekommt nur Ablehnungen - und die Angst wächst: Das geht ja eh nur wieder schief!

Geh(t) positiver an alles, dann läuft es auch besser!

Gruß Ursel, DK

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von pauline-maus am 24.02.2019, 13:10 Uhr

ich glaube das ist der wunsch der eltern , das das kind mainstream ist und nicht anders als die anderen ,um glücklich zu sein. vollkommen normale reaktin.
ich selber war ein kind ,was sich selbst genügte, nach der schule lesen ,malen tv oder träumen ....da war ich zufrieden. draussen mit freunden wollte ich nie sein , wurde aber geschickt von meinen eltern , die es gut meinten ...wie habe ich das gehasst.
aber ich muss sagen , aussenseiter war ich trotzdem nicht, sondern ganz normal integriert in die ganze kinderschar.
heute bin ich froh, das mein kind anders ist, wobei ich es besser wissen müsste aber auch hier zählt für mich , mein kind ist als teil einer gruppe besser aufgehoben . das ist wohl erwachsenendenken deluxe

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von DK-Ursel am 24.02.2019, 22:02 Uhr

Hej Pauline

Ist der Wunsch "der Eltern" nicht vielmehr, daß das Kind glücklich ist?
Dazu gehört dann aber auch loslassen.
Loslassen der eigenen Vorstellung von einer glücklichen Kindheit, wenn diese Vorstellung nun mal nicht zum Kind paßt.
Später ist das dann die Schule,der Beruf, der Liebste, etc....
Was wir fur finden w,asuns guttut, wasd den meisten guttut, das muß nicht allen guttun.

Und nein, von uns beiden wollte niemand unbedingt, daß unsere Kinder "mainstream" sind.
en bekümmertenseufzer enier Pädagogin in der 0. Klasse höre ich noch:
"Jaja,, sie ist eine Individualistin und Perfektionistin", und obwohl ichwußte, daß besonders Indivudalist in DK damals absolut noch nicht populär war (es ändert sich langsam), habe ich innerlich gedacht: Yes.
Sie macht nicht einfach mit, was andere tun, sie tut, was ihr guttut - sie merkt nach,was sie braucht.

Man ist weder zwangsläufig Außenseiter noch unsozial und unglücklich, weil man kein Heer von Freunden oder besser Kameraden u msich schart.
Aber ma nwird nicht glücklicher dadurhc, daß Eltern einem direkt oderdirekt suggerieren, nur so sei das Glück zu finden und man könne doch nicht glücklich sien, ohne dieses Heer.

Und da wir nun mal nicht "mainstream" sind und sicher nicht allein damit, ist die Verallgemeinerung, daß dies "der Wunsch der Eltern", auch falsch - mindestens hier sind 2, die gegenüber den Lehrern die begrenzte Auswahl an "Freunden" ihrer Kinder verteidigten und es nicht anders wollten -- weil es den Kidnern gut so ging, wie es war.

Nichts für ungut - aber viele Eltern sind nun mal nicht alle, daher sind Ratschläge auch nie für alle... sondern müssen auf den einzelnen passen..

Griuß Ursel, DK

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von pauline-maus am 25.02.2019, 10:29 Uhr

ES WAR JA AUCH NUR ANHAND MEINES BEISPIELS UND NICHT UMMÜNTZBAR AUF ALLE ODER JEDEN :
UND LEIDER SPIELT IMMER NOCH DIE EIGENE KINDHEITSERFAHRUNG MIT REIN; DA MUSS MAN SICH SCHON REFLEKTIEREN KÖNNEN UM DAS ZU ERKENNEN UND ZU STEUERN ; DAS KIND NICHT DARUNTER LEIDET: SOORY GROSSCHREIBUNG

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von DK-Ursel am 27.02.2019, 22:43 Uhr

Dann schreib das doch so und nicht als Verallgemeinerung.
"ich glaube das ist der wunsch der eltern , das das kind mainstream ist und nicht anders als die anderen ,um glücklich zu sein. vollkommen normale reaktin."

Darauf bezog ich mich - nicht auf Deine Kindheit, die ja - wenn Du richtig gelesen hättest, - so anders von meiner und einigen anderen hier auch nicht ist:
es gibt eben immer wieder Einzelgänger bzw. Menschen, die mit weniger glücklicher sind - DAS gilt es zu akteptieren und nicht darum, die eigene Vorstellung von Glück, die evtl. (hier) daraus hinausläuft, daß man einen großen Freundeskreis, eine Clique etc,. brauche, aufs Kind zu projezieren.
Das nämlich funktioniert selten dauerhaft gut.

Gruß Ursel, DK

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von pauline-maus am 28.02.2019, 8:55 Uhr

ich schrieb expliziet von mir .....sehr offensichtlich sogar

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Re: Sorgen um Sohn

Antwort von Brummelmama am 28.02.2019, 12:59 Uhr

Unser Sohn hatte zur Grundschule 1. und 2. Klasse genau 2 gute Freunde und hat nicht gelitten. Heute hat er einen recht großen Freundeskreis der dadurch zustandegekommen ist, dass aus dem Verein der ein- oder andere dazugekommen ist und auch durch die weiterführende Schule sind wieder neue Freundschaften entstanden. Trau deinem Sohn einfach zu, dass er schon Freunde finden wird.

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