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Geschrieben von joso1 am 30.09.2009, 19:06 Uhr

Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Ehrliche Meinung gefragt:

Ich bekam heute einen Anruf der Lehrerin meiner Tochter (6J, seit 9 Tagen in der 1. Kl.). Sie teilte mir mit, dass sich mein Kind trotz Aufforderung bis 20 und wieder zurückzuzählen geweigert hat, das Spielchen zu spielen und bei 10 aufhörte mit den Worten : "Ich zähl nicht weiter, weil ich die 11 nicht mag und ausserdem gestern schon bis 20 und zurück gezählt habe!" Das ist für meineTochter typisch- (sie kann seit mind 2 Jahren bis locker 20 und in Zehnerschritten weiter bis 100 usw.zählen, hat also das Prinzip natürlich begriffen). Ich komm mir ja jetzt beim Schreiben schon lächerlich vor und weiss nicht wieso man als Lehrer da so einen Aufstand machen kann und deswegen die Eltern antelefoniert. Oder sollte ich froh sein, dass ich über so viel "Aufmüpfigkeit" sofort informiert werde?
Weiss echt nicht was ich davon halten soll? Hab am Telefon dann auch gesagt: "Ich mag die 11 auch nicht und zähl deswegen immer mit der 12 weiter" (sollte eigentlich witzig gemeint sein, fand die Lehrerin aber dann gar nicht und massregelte mich, ich würde das "Problem" wohl nicht ernst genug nehmen!).
Ich komme mir immer noch ziemlich dämlich vor- wie hättet ihr reagiert?
PS.: Die Lehrerin weiss wie gesagt dass sie es kann!
lG J

 
44 Antworten:

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von noervzwoerg am 30.09.2009, 19:23 Uhr

Hallo,

also ich finde es schon passend das die Lehrerin nach Ihrem Unterricht noch Zeit findet dir das Problem zu schildern. Sie weiß sicher am besten was aus sowas resultieren kann. Und besser vorher bescheid gesagt als hinterher mega Ärger. Meine Meinung.

lg
Noervzwoerg

also ich findes es gut das die lehrerin dich anruft, deine tochter weigert sich am

Antwort von LaLeMe am 30.09.2009, 19:25 Uhr

unterricht mit zumachen und somit bevor es ärger gibt, sagt sie bescheid und du kannst deine tochter noch was bearbeiten

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von montpelle am 30.09.2009, 19:31 Uhr

Ob man als Lehrer bei dieser Geschichte direkt die Eltern anruft sei vielleicht dahingestellt, aber dass deine Tochter sich weigert die Aufgabe zu erfüllen und noch eine freche Antwort gibt, ist in meinen Augen nicht in Ordnung.

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von tanjamitteresa am 30.09.2009, 20:06 Uhr

Also ich finde den Anruf auch gerechtfertigt von der Lehrerin. Deine Tochter weigert sich (nicht nur 1 mal) den Anforderungen der Lehrerin zu folgen und das ist nicht in Ordnung. Sie ist grad mal 8 Tage in der Schule und fängt damit schon an. Wenn die Lehrerin das so hinnimmt, wird das ja immer schlimmer und womöglich lassen sich die anderen noch "anstecken" und dann kann das ganz schon schwer sein für die Lehrerin, wenn sie nicht ernst gemeint wird!!
Also ich finde den Anruf in Ordnung und finde es nicht richtig, das du das tatsächlich nicht ernst genommen hast.

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von frotteemonster am 30.09.2009, 20:36 Uhr

Hallo!

Ich kanns schon verstehen, dass die Lehrerin dich anruft. Besser informiert zu sein als es nicht mitzubekommen und man kann ihr zu Gute halten, dass sie aktiv wird.

Auf der anderen Seite hätte ich auch geschmunzelt und ich find das nicht aufmüpfig oder so. Mir würde sich eher die Frage stellen, wieso sie das macht - du denkst ja, dass es ihr einfach zu doof gewesen ist. Und das kann ich mir auch gut vorstellen. Und durch ewiges Wiederholen dessen, was man sowieso schon kann wird den meisten Kindern die Freude am Lernen und an der Schule genommen. Ich denke, da müsst ihr schon aufpassen. Nicht deine Tochter "bestrafen", sondern zusammen mit der Lehrerin überlegen, was zu tun ist und wie ihre Lernfreude beibehalten werden kann.

Nach so kurzer Zeit kann die Lehrerin die Kinden natürlich noch nicht im Detail einschätzen. Von daher ist es wahrscheinlich zu früh da ein Urteil zu fällen. Aber im Blick behalten würde ich das schon und das Gespräch mit der Lehrerin suchen, wenn du weiterhin mitbekommst, dass sie sich so oder ähnlich verhält. Allerdings nicht, um deine Tochter zurecht zu weisen, sondern um herauszubekommen was geändert werden kann, damit sie nicht so reagieren muss...

Alles Gute
Katrin

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von reblaus am 30.09.2009, 20:54 Uhr

Schließe mich frotteeemonster an

Ambesten Du entschuldigst Dich für das Telefonat, Dir sei erst später der ernstzunehmende Hintergrund aufgefallen und .... so wie fM meint weiterargumentieren......

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von liha am 30.09.2009, 21:07 Uhr

Es geht doch nicht darum, ob sie es kann oder nicht kann.
Es geht darum, dass sie der Aufforderung der Lehrerin nicht folgt und relativ frech und patzig antwortet.
Das würde ich mir als Lehrerin auch nich gefallen lassen.
Ob man deswegen gleicht anrufen muß, oder lieber selbst erst mal was überlegt, st eine andere Sache.
Aber besser so, als wenn es sich erst mal festgefahren hat und du dann erst davon erfährst.

Ich hoffe nur, deine Tochter war nicht dabei, als die Lehrerin angerufen hat und hat deine Reaktion nicht mitbekommen.
selbst wenn du der Meinung deiner tochter bist, darfst du sie das auf keinen Fall spüren lassen. Da müssen lehrer und eltern schon an einem Strang ziehen.

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von dhana am 30.09.2009, 21:07 Uhr

Hallo,

ich hab jetzt schon das 2. Kind in der Grundschule - und bisher hat noch nie ein Lehrer zuhause angerufen. Schon gar nicht wegen etwas Vorlautheit - und mehr ist das ja nicht.

Mal ehrlich - wie soll ich da als Mutter auf mein Kind einwirken? Sicher kann ich dem Kind erklären, das man mitarbeitet und dem Lehrer zeigt was man kann - aber ein Lehrer sollte das doch bei einem Kind das eindeutig nicht auf den Mund gefallen ist doch auch können.
Der Lehrer von meinem Sohn hätte wohl gesagt, wenn du die 11 nicht magst - wie geht es denn danach weiter?

Gerade weil die Kinder doch erst so kurz in der Schule sind - da wissen einfach noch nicht alle wie der Hase läuft - die einen werden vorlaut wenn sie unsicher sind, die anderen werden still und traun sich nichts mehr sagen - von einem Pädagogen erwarte ich, das er mit beiden zu recht kommt.

Grüße Dhana

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von FrauvonWunderfitz am 30.09.2009, 21:08 Uhr

Joso,

ich hätte wohl ähnlich reagiert wie du *lächel.
Aber wir müssen lernen,
es geht in der Schule nicht um Individualität sondern darum eine möglichst homogene Maße zu erreichen.
Das Gerede von Individualität, Selbstbewusstsein und was weiss ich was alles gefördert und gestärkt werden soll, ist auf dem Papier zu Hause.
Denn wenn dann ein Kind selbstbewusst ist, dann kommt das Ergebnis dabei rauss.
Das Kind lernt, Gehorsam, Unterordnung und nach und nach werden die letzten Regungen verblassen und einem Dahindümpelm im Allgemeinheitsbrei weichen.
Wer nicht funktioniert, wird funktionierend gemacht.

In diesem Sinne
viele Grüße
FrauvonWunderfitz

Re: @FrauvonWunderfitz

Antwort von montpelle am 30.09.2009, 21:13 Uhr

Und was hattest du im Tee ?

Re: @FrauvonWunderfitz

Antwort von FrauvonWunderfitz am 30.09.2009, 21:15 Uhr

meine eigene Meinung

LG FrauvonWunderfitz

Re: @FrauvonWunderfitz

Antwort von montpelle am 30.09.2009, 21:21 Uhr

Dann solltest du es auch als deine Meinung darlegen und nicht als Pauschalaussage !

Re: @FrauvonWunderfitz

Antwort von eleanamami am 30.09.2009, 21:22 Uhr

So sehe ich es auch!

Unsere Kinder müssen noch viel zu oft irgendeinen Quatsch machen, der ihre angeborene Neugier und Lernlust endgültig verkümmern lässt.

Machen was die Lehrerin sagt???? Auch wenn es noch so eine einfallslose und sinnfreie Angelegenheit ist......?????

Ich mag KInder, die nicht nur "JA "sagen......*flüster...auch wenn sie manchmal etwas anstrengend sind* oder vielleicht deshalb!

LG

Re: @FrauvonWunderfitz

Antwort von eleanamami am 30.09.2009, 21:23 Uhr

meinte Frauvon Wunderfritz * witziger Nick*

Schon länger hier????? Kollegin?????

Re: @eleanamami

Antwort von FrauvonWunderfitz am 30.09.2009, 21:25 Uhr

mittlemäßig lange
nur zumeist als stille Leserin
nicht zuletzt um meine Nerven zu schonen *lächel

LG FrauvonWunderfitz

Re: @FrauvonWunderfitz

Antwort von FrauvonWunderfitz am 30.09.2009, 21:26 Uhr

oh, hab ich zu wenig das Wort "ich" verwendet?
Ich werde es mir hinte rdie Ohren schreiben...
oder eben auch nicht

LG FrauvonWunderfitz

Re: @eleanamami

Antwort von eleanamami am 30.09.2009, 21:31 Uhr

Geht mir oft ähnlich.....weil, manchmal könnte ich schreien, was hier die Mütter berichten....

Polemisch gesagt: Wann kriegen wir hier in diesem land endlich den Arsch hoch und gestalten für unsere Kinder eine Schule in der sie wirklich lernen, in der sie nicht klein gehalten werden, gedemütigt, verunsichert,kontrolliert, verglichen, bewertet, abgekanzelt, vorgeführt, unterschätzt....................werden? Wir wissen doch wie es geht, einige wenige Beispiele gibt es......

Werd grad schon wieder agressiv....

Bist du Lehrerin??

Re: Ja, sie hat sich in meinen Augen lächerlich gemacht.....

Antwort von eleanamami am 30.09.2009, 21:33 Uhr

würde mir nie einfallen.....

Re: @eleanamami

Antwort von FrauvonWunderfitz am 30.09.2009, 21:38 Uhr

nein,

ich bin in einem Beruf tätig,
dem (leider) von allen Seiten stark zugearbeitet wird
und sehr gerne auch von Schulen.

Es ist sehr schwer, das zu erreichen was du beschreibst,
da viele Erwachsene das selbst alles schon verloren haben.
Einzig bleibt im Kleinen anzufangen und sich mit Menschen zusammen zu tun, die ähnlich denken und empfinden.
Nur Mut, es gibt sie

LG FrauvonWunderfitz

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von celmin am 30.09.2009, 23:04 Uhr

Du findest es sogar toll, dass sie so selbstbewusst reagiert hat?

Anderes Beisiel: Mein Chef bittet mich, zum wiederholten Male irgendetwas auszuarbeiten. Da sage ich dann, nein, mache ich nicht, habe ich ja gestern auch schon gemacht. Und dann erwarte ich aber, dass er mich lobt, weil er ja wissen muss, dass ich die Sachen erledigen kann - wenn ich denn Lust hätte...

Ich denke, beides ist Arbeitsverweigerung.

Ich denke Kinder sollten auch soziale Kompetenzen lernen.

Antwort von mozipan am 30.09.2009, 23:27 Uhr

Den Aufforderungen der Lehrerin folge zu Leisten gehört dazu. Was nicht heißt, dass man nicht diese überhaupt nicht und niemals hinterfragen darf.

Das Hinterfragen gehört zur Individualität, aber das generelle Verweigern von einem persönlich "langweiligen" und "unnötigen" Tätigkeiten ist innerhalb einer solchen Gemeinschaft einfach nur unsozial.

Würde das nämlich jedes Kind machen, wäre ein Unterricht mit einer solchen "Klassengemeinschaft" unmöglich.

Wenn man auf Biegen und Brechen solche "Individualisten" großziehen will, sollte man das Kind von einem Privatlehrer unterrichten lassen.

Auch ein Kind, dass diese und ähnliche Wiederholungen vielleicht langweilig findet, weil es sie schon längst beherrscht, sollte sich dennoch nicht weigern, weil schwächere Schüler von dem Können des starken Kindes lernen können und auch sollen.

So kann man es auch einem fixen Kind schmackhaft machen, dass es manchmal Langweiliges wiederholen muss: "Die anderen, die es noch nicht so gut beherrschen, können dann von dir lernen!" Darauf reagiert eigentlich ein Kind immer positiv.

individualität UND die fähigkeit, sich einzufügen sind wichtig.

Antwort von mama.frosch am 01.10.2009, 9:18 Uhr

es gibt nicht die tollen kritischen individualisten und die kuschenden angepassten. dazwischen liegt die ganze welt. individualität ist wichtig, aber wer sich nicht auch (!) einordnen kann wird sich evtl. zwar selbst beweihräuchern weil er sich so toll findet, letztlich aber aufgrund übermäßíger ich-bezogenheit nur schwer in gruppen zurechtkommen. man möge sagen, will ich auch gar nicht, aber als herdentier braucht mensch nunmal seinesgleichen und ist es das grunddilemma des menschen, zwischen individualität und gruppe, identität und verbundenheit und all den damit verbundenen bedürfnissen gerecht zu werden.

es geht nicth drum, dass josos tochter kuschen soll sondern, dass sie auch lernen muss, sich anzupassen. das heißt nicht unterordnen, aber einordnen. das geht auch mit individialität, selbstbewusstsein und kritischem blick.

ich gehe so weit zu behaupten, dass menschen, die nicht willens sind, sich auch einzuordnen eher einen mangel an selbstbewusstsein haben als zu viel davon. es kann genausogut ein "ich muss ich permanent behaupten, sonst bin ich nichts (und wäre in der gruppe verloren)" sein.
die selbstbewussten kinder die ich so erlebe zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie sich einordnen, aber dennoch behaupten und ihre eigene meinung sagen können.

Re: Mach ein rotes Kreuz in den Kalender, denn ich

Antwort von SilvanaR am 01.10.2009, 9:21 Uhr

muss mal montpelle zustimmen (und das hat schon was zu heißen)

Re: individualität UND die fähigkeit, sich einzufügen sind wichtig.

Antwort von FrauvonWunderfitz am 01.10.2009, 9:22 Uhr

Dein Beitrag ist SEHR gut
und differenziert!
Es ist erleichternd zu sehen,
dass auch konstruktive Diskussionen in Gang kommen können,
auch wenn es dazu einer gewissen Provokation bedarf *zwinker

LG FrauvonWunderfitz

@joso

Antwort von stella_die_erste am 01.10.2009, 9:52 Uhr



Ich hätte am Telefon genau das gleiche gesagt :-)

Verständlich, daß Du Dir nun überlegst, was die Gute von Dir wollte..frag sie doch einfach nochmal, wenn Du sie mal wieder siehst. So ganz direkt und unverblümt.
Vielleicht magst Du noch hinterherwerfen, daß Du sie als äußerst kompetent einschätzt und sie sicherlich in der Lage ist, auch mit selbstbewußten Kindern prima allein klarzukommen *g*.

DU kommst ja mit Deinem Kind klar, also HAST Du kein Problem, welches man "ernst nehmen" sollte.

Und mal ehrlich, wenn sie mit so einer Lappalie schon Schwierigkeiten hat und die Eltern anruft, ist sie vermutlich fehl am Platze. Woran man aber ja leider nichts ändern kann.

Dein Kind hat nicht FRECH reagiert, sondern authentisch und völlig logisch(!). Sie hat ihre Meinung kundgetan und das finde ich absolut in Ordnung. Das, was verlangt wurde, kann sie und fertig. Wenn die Lehrerin das weiß, frage ich mich sowieso, warum Deine Tochter das nochmal wiederholen mußte? Da wäre es doch sinnvoller, die Kinder dranzunehmen, die noch Defizite haben.

Also nimm`s irgendwie mit Humor, wenn Du kannst.
Solange Dein Kind super klar kommt in der Schule und nicht die Launen dieser spiessigen Spaßbremse ausbaden muß, ist doch alles prima.

Es gibt kaum etwas Schlimmeres als angepasste Lemminge, die alles nachmachen, was man ihnen vorbetet, selbst wenn es gegen ihre Logik und Überzeugung ist.
Toll, wenn Dein Kind das schon jetzt kapiert hat und konsequent für seine Meinung einsteht.

Das werden zwar die wenigsten Menschen so sehen, aber das muß Dir egal sein. Mir ist`s ja auch wurscht und wir fahren gut damit.

Und montpelle, spar es Dir-ich lese es nicht.

Stella

@Mama.frosch, dem ist nix hinzuzufügen. Sehe ich auch so. OT

Antwort von kieselchen am 01.10.2009, 10:00 Uhr

Re: @joso

Antwort von wickiemama am 01.10.2009, 10:00 Uhr

wir versuchen unsere Kinder zu selbständig denkenden Menschen zu erziehen, und haben ein Problem damit, wenn sich ein Kind gegen den Lehrer auflehnt...
Ich bin heilfroh, daß unsere Lehrerin soetwas nicht so eng sieht. Sie würde das mit Sicherheit auch mal in einem persönlichen Gespräch erwähnen, aber mit Sicherheit nicht gleich zuhause anrufen.
Ich finde die Reaktion der Lehrerin übertrieben. Sie müßte eigentlich in der Lage sein so eine, nennen wir es mal, Arbeitsverweigerung anders abzufangen. Wenn sie das vor der Klasse nicht aubauscht wird sie auch nicht "ihr Gesicht verlieren"
Eigentlich müßte eine Lehrerin in der Lage sein, so ein Verhalten zu übergehen und etwas später ein unverfängliches Gespräch mit dem Kind führen, in dem das Kind auch seine Argumente darlegen kann, ebenso wie die Lehrerin es dem Kind erklären kann warum dies wichtig ist was sie wollte.

Uebersetzung?

Antwort von Chatilia am 01.10.2009, 10:02 Uhr

die Lehrerin sagte also: "Ihr Kind ist der Klasse voraus und sehr selbstbewusst. In der Klasse kann das ein Problem werden, weil die schwächeren Schüler durch diese Art entmutigt werden. Ich würde vorschlagen, dass Ihre Tochter etwas anderes machen darf, wenn wir eine Aktivität planen, die sie schon kann. Allerdings ist ein respektvoller und netter Ton im Klassenzimmer förderlich für das gesamte Klima und mir scheint, als würde Ihre Tochter nicht unterscheiden können, ob sie nun mit ihren Freundinnnen spricht, mit Ihnen oder mit mir, der sie per Schicksal zugeteilt wurde, weil ich sie auf ihrem Lernweg begleiten darf. Den Umgangston nennt man fachlich auch "das Register". Wir alle wenden das Register an im Umgang mit anderen. Das müssen wir auch, weil sonst eine Gesellschaft nicht funktionieren kann, was man immer wieder sieht, wenn das Register nicht eingehalten wird. Ihre Tochter ist sehr intelligent und ich bin sicher, dass sie das verstehen wird, wenn man ihr das erklärt."

Keine Lehrerin ruft gleich an, wenn etwas ist, sonst müsste sie jeden Tag stundenlang telefonieren, denn es fällt immer etwas vor. Ich wäre der Lehrerin also dankbar, weil sie mir mitteilt, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist. Es ist wie die alte Bildstörung im Fernsehen. Man kann zwar trotzdem TV schauen, aber es stört. Störung beheben oder verstärken? Mir würde die Entscheidung leicht fallen.

Es gibt Situationen, die ich ganz anders einschätze als die Lehrerin meiner Kinder. Nicht immer bin ich einverstanden und ich habe dann grosse Mühe, mein Kind trotzdem positiv zu stärken. Aber ich bin IMMER sehr dankbar, wenn ich eine Rückmeldung bekomme von der Lehrerin, denn Rückmeldung = Interesse und das ist unserer heutigen Zeit ein rares Gut geworden, das nicht mehr selbstverständlich ist, vor allem von seiten der Lehrer nicht. Eine engagierte Lehrerin, die auch mal übereifrig telefoniert ist um Welten einer Lehrerin vorzuziehen, die innerlich gekündigt hat und nicht anruft.

Alles Gute!

@mozipan

Antwort von wickiemama am 01.10.2009, 10:03 Uhr

----Auch ein Kind, dass diese und ähnliche Wiederholungen vielleicht langweilig findet, weil es sie schon längst beherrscht, sollte sich dennoch nicht weigern, weil schwächere Schüler von dem Können des starken Kindes lernen können und auch sollen.

So kann man es auch einem fixen Kind schmackhaft machen, dass es manchmal Langweiliges wiederholen muss: "Die anderen, die es noch nicht so gut beherrschen, können dann von dir lernen!" Darauf reagiert eigentlich ein Kind immer positiv-----

das sehe ich auch so, aber das hätte die Lehrerin machen sollen anstatt zuhause anzurufen...

Gut das mit dem Anruf...

Antwort von mozipan am 01.10.2009, 10:13 Uhr

...finde ich auch irgendwie komisch.

Allerdings ist aus dem Anfangspost mir nicht ganz klar geworden, was die Lehrerin mit dem Anruf bezweckte. Was genau wollte sie von der Mutter. Wenn sie nur sagen wollte, dass das nicht so geht und die Mutter sich drum kümmern kann, dann ist das selbstverständlich total panne!

Re: Uebersetzung?

Antwort von mma ramotswe am 01.10.2009, 10:14 Uhr

hallo

es wäre interessant auch mal die andere seite zu hören !!

kann es evtl. sein das es nicht der einzige "vorfall" dieser art war sondern ggf. nur der tropfen auf den heißen stein ???

ich bin auch nicht dafür das kinder sich unterwerfen, keine eigene meinung haben usw. aber zumindest sich der klassengemeinschaft einfügen

mfg

mma

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von vallie am 01.10.2009, 10:18 Uhr

mich würde noch interessieren, wo die schule ist.
in hinterpfuideifi oder in bawü?

Re: Gut das mit dem Anruf...

Antwort von mama.frosch am 01.10.2009, 10:20 Uhr

nach dem, was ich im laufe der zeit so über josos tochter gelesen habe und über josos schwarz-weiß-einstellung zum thema individualität und einordnung könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es nicht die erste äußerung des kindes war, die die lehrerin zum hörer greifen ließ sondern dass das möglicherweise ein grundproblem darstellt - zumindest für außenstehende nicht-familienangehörige.

@mf

Antwort von vallie am 01.10.2009, 10:26 Uhr

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von Klaerle am 01.10.2009, 11:04 Uhr

Nein, ich finde es nicht lächerlich und ich hätte die Lehrerin meiner Tochter auch ernst genommen.

Darum geht es doch gar nicht

Antwort von supermampfi am 01.10.2009, 11:08 Uhr

Wenn sich Individualität in Aufmüpfigkeit und Frechheit äußern, ist das nicht OK. Es geht nicht nur um das einzelne Kind, sondern um die Gruppe.
Und wenn ein Kind lernt, sich in eine Gruppe einzufügen, wird es kein Trauma erleiden oder seelisch abstumpfen
Ich kenne leider sehr viele Eltern, die völlig aufmüpfige, freche Kinder haben und das auch noch als Ausdruck der "Unangepaßtheit" des Kindes sehen. Und sich dann wundern, wenn das Kind Schwierigkeiten in der Schule hat.

Jawoll

Antwort von supermampfi am 01.10.2009, 11:08 Uhr

Das sehe ich genauso.

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von anaj am 01.10.2009, 11:39 Uhr

Also ich finde es auch nicht lächerlich. Ist doch gut, dass sie euch mitteilen wollte, dass es bei eurer Tocher ein kleines Problem gibt.
Vor allem würde dem Kind jetzt ruhig erklären, dass es in der Schule machen muss, was die Lehrerin sagt, egal ob das Kind dazu Lust hat oder nicht. Ist eben Schule und kein Kindergarten mehr. Das muss ja jedes Kind lernen und gehört einfach dazu. Ich würde jetzt aber auch kein Drama mehr drum machen.

Nachdem ich nun die Diskussion verfolgt habe ....

Antwort von katrin0306 am 01.10.2009, 12:01 Uhr

... möchte ich auch mal eben meinen Senf dazu geben und mich ggf. ebenfalls unbeliebt machen:

Ich kenne zwar die Lehrerin nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß diese aufgrund eines einmaligen Vorfalls gleich daheim anruft. Zu allererst hat hier sicher ein Gespräch zwischen Lehrerin und Schüler stattzufinden (so würde ich es machen). Erst wenn das nicht fruchtet (was im Umkehrschluß heißt, daß es KEIN Einzelfall ist), würde ich mich an die Eltern wenden.

Ich kann verstehen, daß man als Mutter erstmal perplex ist, allerdings käme ich persönlich auch nicht auf die Idee, der Lehrerin meiner Tochter auf den "Vorwurf" hin, daß mein Kind nicht aufräumt, wenn das angesagt ist, sondern schnell noch was anderes zu erledigen hat (so isses nämlich bei uns), zu sagen, daß ich zu Hause auch nie aufräumen würde und es auch gut so finden würde ?????

Hm???????????????

Ich würde in jedem Fall mal das Kind interviewen und ihr klar machen, daß es ganz wichtig ist, daß sie hier auch keine schöngefärbte Geschichte erzählen soll, sondern die Wahrheit. Und dann nochmal das Gespräch mit der Lehrerin suchen (am besten von Angesicht zu Angesicht und nicht telefonisch).

LG

Katrin

hmm

Antwort von Reni+Lena am 01.10.2009, 12:08 Uhr

ich denke, der Ton mach die Musik...

wenn deine Tochter die lehrerin anlächelt und mit gequältem grinsen sagt, dass sie die 11 nicht mag und doch gestern schon bis 20 gezählt hat, dann macht das einen anderen Eindruck als wenn die Antwort schnippisch und frech kommt.

Außerdem..so denke ich..wird es kein Einzelfall gewesen sien..sonst fände ich den Anruf etwas verfrüht.

Du kennst deine Tochter am besten...

Schule ist nunmal hier so, dass man den Anweisungen des lehrers folgen soll..ob das nun Sinn macht..darüber streiten sich die geister.
Aber da dies leider die ganze Schullaufbahn so sein wird, muss es deine Tochter wohl oder übel akzeptieren, sonst wird sie ein schweres leben in der Penne haben.
Oder du zahlst ihr eine privatschule....



Lg reni

Re: Ich finde, die Lehrerin muss so etwas selbst regeln können...

Antwort von Bonniebee am 01.10.2009, 12:20 Uhr

Hallo,

klar war das Verhalten Deiner Tochter nicht in Ordnung, aber ich denke, nach 9 Tagen Schule kann so etwas schon noch passieren. Die Kinder sind halt noch den Kiga gewöhnt und wissen noch nicht, dass manche Sachen so in der Schule nicht mehr gehen.

Als Lehrerin sollte man doch wenigstens soviel Strategie, Erfahrung und pädagogische Kompetenz haben, so eine kleine Verweigerung, die ja echt noch in die Kategorie "absolut harmlos" fällt, selbst zu klären. Was sollen denn Lehrer in sozialen Brennpunkten sagen, in deren Klasse zu 95 Prozent wirklich (!) schwierige Kinder sitzen? Eure Lehrerin lebt wohl auf einer Insel der Seligen, wenn sie hier schon die Waffen streckt, gell. Ich denke, sie hat sich von Deiner Tochter vorgeführt gefühlt und war in dem Moment hilflos.

Mein persönlicher Rat: Der Start zwischen Dir und der Lehrerin war jetzt natürlich nicht ganz geglückt - auch weil sie Deine witzige Bemerkung in den falschen Hals gekriegt hat. Ich würde - um keine schlechte Dauerstimmung einzuleiten - in den nächsten Tagen mal kurz zu ihr hingehen, sie freundlich ansprechen und fragen, ob denn inzwischen alles gut läuft mit Deiner Tochter. Es ist dabei ja eigentlich auch nicht sooo doll wichtig, ob die Beschwerde berechtigt war oder nicht. Wenn Du auf die Frau zugehst, outest Du Dich als offen, interessiert und kooperativ.

Mach's Deiner Tochter zuliebe, hu? Es wäre schade, wenn durch so eine Lappalie ungünstige Weichen gestellt würden, was ja auch für Deine Kleine nicht gut wäre - schlechte Stimmung zwischen Elternhaus und Schule fällt letztlich immer aufs Kind zurück, nicht einmal absichtlich, sondern unterschwellig.

LG,

BB

Du kannst sicher sein

Antwort von Miolilo am 01.10.2009, 14:52 Uhr

"Als Lehrerin sollte man doch wenigstens soviel Strategie, Erfahrung und pädagogische Kompetenz haben, so eine kleine Verweigerung, die ja echt noch in die Kategorie "absolut harmlos"



Du kannst sicher sein, dass sie Lehrerin schon weiß, wie sie mit solchen Verweigerungen umgehen soll.

Sie wollte ja auch keinen Rat, sondern hat die Mutter informiert, um ggf. gemeinsam eine Lösung zu finden.

DAS ist doch das, was Eltern immer wollen: Gemeinsam an den Problemen arbeiten!
Und wenn es dazu kommt heißt er zunächst:

DAS ist doch Sache der Lehrerin, soll sie sehen, wie sie damit zurecht kommt.
Unternimmt die Lehrerin dann etwas (ohne die Eltern zu informieren) - z.b. Nachsitzen o.ä. ist die Aufregung seitens der Eltern allerdings wieder groß mit: "Warum wurden wir als Eltern nicht vorher infomiert???"

Fazit:
Wie mans macht, machts mans verkehrt.

Mio

Re: Nachdem ich nun die Diskussion verfolgt habe ....

Antwort von uli22 am 04.10.2009, 21:51 Uhr

Ich kann es mir nicht verkneifen auch was zu schreiben. Also wenn es sich dabei um das erste und einzige Problem handelt was aufgetaucht ist kann ich nur sagen unsere Lehrerin hätte mit Sicherheit nicht angerufen. Sie regelt solche Dinge alleine. An einem regelmäßig stattfindenen Elterngespräch erwähnt sie solche Dinge wohl. Das einzige was ich je zu hören bekommen habe, war das mein Sohn keine schöne Schrift hat. Da es eine Lehrerin mit viel Humor ist, habe ich gesagt prima das passt zu seinem Berufswunsch. Er möchte gerne Arzt werden, die Lehrerin konnte drüber lachen,wir sind uns auch schnell einige geworden das man der der zwar leserlichen aber unschönen Schrift wohl nicht viel ändern kann (Leute seit froh das man hier tippen kann, sonst könntet ihr meine Haltung noch besser verstehen). Nein im Ernst, ich denke wenn die Kleene nicht übertreibt, locker bleiben und vielleicht eine etwas schwierigere Aufgabe, meine kurze hat einfach schwierigere Aufgaben bekommen, weil sie von solchen Aufgaben gelangweilt war. Mit den schweren Aufgaen war sie motivierter und alles ist gut, manchmal ist auch beim Lehrer etwas fexibilität gefragt.
Gruß uli

Re: Lächerlicher Anruf der Lehrerin.... oder?

Antwort von dreiuhr15 am 04.10.2009, 22:19 Uhr

Hallo,
ich denke auch, dass der Anruf etwas seltsam war. Was wollte die Lehrerin von Dir? Das ist wohl die Frage, die Du Dir und Ihr in einem persönlichen Gespräch stellen solltest.
Aber: wenn Du möchtest, dass Deine Tochter unbeschadet durch die Schule geht solltest Du Dir solche (eigentlich ganz witzige) Antworten sparen. Denn die Lehrerin hatte ein Anliegen mit dem sie zu Dir gekommen ist und Du hast durch Deine Reaktion Ihr nicht die Chance gegeben, darauf näher einzugehen. Am Ende ist die leidtragende Deine Tochter, Lehrer verstehen in manchen Belangen nämlich keinen Spaß.

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