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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Bonniebee am 27.05.2010, 12:41 Uhr zurück

Re: Keine Panik!

Hallo,

natürlich ist diese Situation nicht optimal. Ich glaube aber, dass Du Deinen Sohn unterschätzt, wenn Du glaubst, das Ganze werde nun ein großes Problem für ihn werden. Es ist ja auch ohne große Anmeldezahlen oft so, dass bei Einführung der gemeinsamen Eingangsstufe die bisherige Klasse im 2. Schuljahr halbiert werden muss: Eine Hälfte bleibt bei der bisherigen Lehrerin und bekommt eine (normalerweise) etwa gleich hohe Anzahl Erstklässler dazu. Die zweite Hälfte wechselt zu einer anderen Lehrerin und bekommt ebenfalls neue Erstklässler hinzu.

Bei uns wurde die gemeinsame Eingangsstufe zufälligerweise nach dem 1. Schuljahr meiner Tochter eingeführt. Sie musste im zweiten Schuljahr auch zu einer neuen Lehrerin, und wir durften hier leider gar nicht mitreden, sondern das Los entschied. Unsere Tochter ist ein eher schüchternes, zurückhaltendes Kind und hatte ihre Lehrerin auch sehr geliebt. Wir dachten, es sei eine mittlere Katastrophe, dass sie nun nicht nur die Hälfte ihrer Mitschüler, sondern auch noch ihre Lehrerin verlieren sollte. War es aber gar nicht. Sie hat sich schnell an die neue (nette, engagierte, aber etwas strengere) Lehrerin gewöhnt und kam mit ihr prima zurecht. Auch die veränderte Mitschüler-Mischung stellte keineswegs das riesige Problem dar, das wir befürchtet hatten, es lief alles glatt weiter.

Wenn ich eines von meinen Kindern gelernt habe ist es: Fast immer neigen wir Eltern dazu, unsere Kinder weit zu unterschätzen. Das ist ganz natürlich, weil wir sie ja vor allem Übel und Leid bewahren wollen. Wir schaffen es dadurch aber nur schwer, ihnen zuzutrauen, dass sie solche Widrigkeiten und Herausforderungen relativ leicht bewältigen - fast immer viel, viel leichter als wir glauben. Meine Tochter ist inzwischen schon 11, und ich muss sagen: Kein einziges Mal haben sich meine Befürchtungen in solchen und ähnlichen Situationen bewahrheitet. So gut wie immer verlief letztlich alles wesentlich glatter und problemloser als erwartet.

Deshalb: Auch wenn es momentan alles für Dich sehr beunruhigend und ungünstig klingt - bleib gelassen. Du wirst im Rückblick sehen, dass die Sache nicht halb so problematisch war wie gedacht. Und dass Dein Sohn die evt. Umstellungen gut meistern wird!

LG

BB

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