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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Schniesenase am 27.10.2018, 11:24 Uhr

Gerade eingeschult und möchte nicht mehr in die Schule gehen

Am Ende dieser langen Diskussion verstehe ich vielleicht, was Du Dir von der Frage hier erhoffst.

Zur Frage, ob es solche "Strafen" auch sonst gibt: Grundsätzlich versucht man sowas in der GS als eine der eher letzten Möglichkeiten in petto zu behalten, aber ja! Natürlich sind das Masnahmen, die auch woanders ergriffen werden. Mein Nachsatz wäre: "Wenn nichts anderes hilft."

Nun ist die Lehrerin sehr jung und neu im Geschäft. Das Problem junger Lehrkräfte ist oft, dass sie sich noch diese natürliche Autorität aneignen müssen, die vielen älteren Lehrenden scheinbar ganz natürlich kommt. Ich erinnere mich daran, dass ich da anfangs auch härter war als ich es heute wäre. Einfach weil nich noch keinen so guten Zugang und Überblick hatte, wie ich welche Kinder am besten "an die Angel" bekomme. So eine erste Klasse zu Schulkindern zu machen und der riesigen Verantwortung nachzukommen, ihnen die wichtigsten Kulturtechniken beizubringen, das ist eine enorme Anforderung. Das wird die Lehrerin auch auf sich spüren und den Druck muss sie aushalten lernen.

Wenn ein Kind - oder sicher auch nicht nur dieses - ihr das täglich torpedieren, dann wird sie das abstellen müssen. Sie hat für Eure Tochter den von Dir beschriebenen Weg (abzüglich möglicher nicht ganz korrekter Darstellungen des Kindes) gewählt.

Die Frage, ob das auch bei anderen so gemacht wird, beschäftigt wohl alle Eltern und Kinder. Dazu kann ich Dir nur sagen, dass natürlich andere auch für Verhalten geradestehen müssen, das nicht in Ordnung ist. Aber selbstverständlich wird das nicht öffentlich diskutiert, und es werden auch keine Exempel statuiert, sondern das läuft zwischen Lehrerin und Kind bzw. auch den zugehörigen Eltern. Das kann man dem eigenen Kind auch immer wieder verdeutlichen, wenn es was "ungerecht" findet.

Dann kann es natürlich passieren - und passiert auch ständig - dass unerwünschtes Verhalten auch unsanktioniert bleibt. (Zum Glück!!!! Wir sind ja nicht die Stasi!) Wie im echten Leben.

Ich würde an Deiner Stelle genau das tun, was Du schon vorhast: Das Gespräch mit der Lehrerin suchen und gemeinsam schauen, wie Ihr zusammen Deinem Kind helfen könnt. Um das zu ermitteln, seid Ihr beide auf die jeweiligen Informationen der anderen angewiesen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es der Lehrerin - und damit Deinem Kind -
sehr helfen wird, wenn sie das Gefühl hat, Du ziehst an einem Strang mit ihr und lässt ihr vielleicht sogar den Raum, ihre eigene Handlungsweise nach dem Gespräch kritisch zu überdenken.

Für so ein Gespräch würde ich mir vorher eine Notiz machen:
- Von Anfang bis jetzt: Wie erlebst Du Dein Kind in Bezug auf die Schule?
- Welche Überlegungen hast Du erwogen, was dem Kind/der Lehrerin helfen könnte? Stichworte "Differenzierende Aufgaben", gemeinsames Gespräch mit Kind, Eltern und Lehrerin usw.
- Was ist Dein Gefühl, warum Dein Kind sich so verhält? Unterforderung, fühlt sich nicht "gesehen", fühlt sich missverstanden, mangelnde sotial-emotionale Reife usw.

Grundsätzlich finde ich es viel zielführender, mit den echten Leuten über sowas direkt zu reden als im Forum Antworten zu suchen. Nach Deinem Text schätze ich Dich auch so ein, dass Du das eher srlten tust.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Zusammenarbeit. Schreib doch mal, was rausgekommen ist!

Alles Gute für Dein Kind!

 
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