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Geschrieben von doo am 29.09.2003, 13:29 Uhr

früher oder später einschulen ???

liebe "erfahrene" schulkinder-eltern, deren kind/er in einem für die "normale" einschulung "ungünstigen" kalendermonat geboren wurden, so wie mein kleiner, der am 25.12.98 zur welt kam:

wie habt Ihr´s mit dem zeitpunkt der einschulung gehalten? eher früher, also bereits mit 5,xx jahren oder später mit fast 7 jahren? ich höre derzeit unterschiedlichste statements: bloß nicht zu früh, der ernst des lebens kommt noch früh genug, die kinder müssen sich erst mal austoben und ihren spieltrieb auskosten können, und die schule ist ja auch im umfeld so hart, das packen die kleinen gar nicht (wird vorzugsweise auf dem flachen land geäußert). die andere variante: wenn kinder zu lange herumspielen, können sie sich schwerer an die disziplin der schule gewöhnen, außerdem langweilen sie sich zu sehr im kiga, wenn sie unterfordert werden, manche wollen ja schon mit 4 die buchstaben erforschen, etc. (wird vorzusgweise von städtern gesagt, jedenfalls nach meiner erfahrung, der ich übrigens selber vom land komme).

ich frage deshalb, weil ich mich jetzt im kiga entscheiden mußte, ob mein kleiner (ist 4 3/4 alt) am vorschulunterrricht (1x die woche) einfach prophylaktisch schon mal teilnimmt, da er ja nächstes jahr theoretisch schon eingeschult werden könnte (in bayern jedenfalls). wie weit er dann in einem jahr tatsächlich ist, entscheiden wir in aller ruhe. ich traue ihm jedenfalls zu, dann schon schulreif zu sein. um falschen eindrücken vorzubeugen: ich gehöre nicht zu den "tennis-eltern", allerdings möchte ich auch nicht den zeitpunkt der entwicklung meines kindes verpassen, in dem er am besten bereit ist für die einschulung.

jetzt interessieren mich eure erfahrungen und eure meinungen !!! je kontroverser, um so besser !!!

gruß von doo

 
9 Antworten:

Re: früher oder später einschulen ???

Antwort von Claudia B am 29.09.2003, 13:57 Uhr

Hallo,

na, also ich wäre froh gewesen, wenn mein Kind im Dezember geboren wäre, dann hätte ich mir nicht den Kopf um die Einschulung machen müssen. Für mich wäre es dann ganz klar gewesen, 6. Geburtstag und im Herbst darauf die Einschulung. Hätt ich -ehrlich gesagt- wirklich nicht eine Minute drüber nachgedacht.

Mein Kind ist Mitte Juli geboren, ein sog. Kann-Kind. Da haben wir uns schon wirklich lang überlegt, sollen wir oder sollen wir nicht. Wir haben uns für die Schule entschieden und denken, dass es richtig so war.

Allerdings wäre es bei uns auch so, dass alle Kinder, die erst ab 01. Okt. des laufenden Jahres 6 Jahre alt werden, nur gesonderten Antrag eingeschult werden könnten. Daran liegt es wohl, dass ich mir bei einem "Winterkind" keine Gedanken gemacht hätte.

Wie ist das bei Euch mit dem Alter?

LG
Claudia

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Bei einem Dezember-Kind käme ich gar nicht auf die Idee, es mit 5 einzuschulen.

Antwort von Trini am 30.09.2003, 11:51 Uhr

Es sei denn, es ist nachweislich hochbegabt.

Ich werde im Kiga schon fast in der Luft zerrissen, wenn ich den gedanken äußere, daß mein Kleiner (6.7.00) mit sechs zur Schule kommen soll. Aber, wir hatten am 25.6 . ET, hätte ich da bloß Rhizinus getrunken!!!

Unser Kiga tendiert generell zu später Einschulung, auch bei Sommerkindern. Das finde ich so nicht gut - aber bei einem Dezember-Kind würde ich keinen Gedanken an eine vorzeitige Einschulung verschwenden.

Trini

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Re: Bei einem Dezember-Kind käme ich gar nicht auf die Idee, es mit 5 einzuschulen.

Antwort von KaMeKai am 30.09.2003, 13:53 Uhr

Hallo,
ich habe mein Dezemberkind nicht vorzeitig eingeschult, obwohl meine Tochter sehr fix ist für ihr Alter.
Aber sie ist sehr schüchtern und auch zart von Statur, also hatte ich Angst, dass sie sich dort nicht durchsetzen kann. Sie ist nun die Älteste in ihrer KiGa-Gruppe, weil alle Kann-Kinder bis Oktober eingeschult wurden. Ich habe auch an mir gezweifelt, ob ich das richtige getan habe. Der Trend geht offenbar zur vorzeitigen Einschulung.
LG
Kathrin

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Hier NICHT. Es kommt wohl auf die Gegend an. Und auf die Kiga-Platz-Situation.

Antwort von Trini am 01.10.2003, 10:35 Uhr

Aus der Gruppe meines Großen ist kein einziges Kann-Kind eingeschult worden. Auch seine beiden besten Freunde nicht (Juli und August 1997). Die gehen jetzt mit meinem Kleinen in den Kiga.

Allerdings sind bei uns im Dorf wohl in diesem Kiga-Jahr 36 Kita-Plätze (nach Rechtsanspruch, also halbtags) frei. Da hält man die Kann-Kinder gern im Kiga.

Bei einer Bekannten sind die Plätze knapp, da muß das Personal dann die Eltern zu vorzeitiger Einschulung überreden.

Trini

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Ganz individuell entscheiden

Antwort von Rike.p am 01.10.2003, 11:32 Uhr

jedes Kind ist anders, jede Situation ist anders - aber es ist eine schwierige Entscheidung - wir haben sie gleich dreimal zu treffen - einmal haben wir uns schon gegen die vorzeitige Einschulung entschieden (was vermutlich kein Fehler war, obwohl ich nicht weiß, ob mein Sohn nicht trotzdem ein Jahr früher genau so gut in der Schule klar gekommen wäre wie jetzt, aber das weiß man nie - zumindest fand er Kiga noch gut), jetzt werde ich wohl meinen gerade Fünfjährigen auch anmelden für die Schule (muß man in Hessen seit letztem Jahr schon im Oktober/November) - und vermutlich dann doch nicht schicken - und dann habe ich diese Überlegung in zwei Jahren noch mal ...

Ich würde mit möglichst vielen Leuten darüber reden - v.a. halt mit welchen, die das Kind kennen - Erzieherin, Kinderarzt, ev. fachlich "vorbelastete" Bekannte etc. - und dann selbst entscheiden.

Das Vorschulprogramm würde ich ihn vermutlich auf Verdacht hin mitmachen lassen, wenn der Kiga das erlaubt (geht bei uns nicht), obwohl dann natürlich ein doch nicht in die Schule gehen als "Rückstufung" empfunden werden könnte...

Bei uns waren übrigens alle immer prinzipiell gegen vorzeitige Einschulung, fand ich total nervig, weil mich das bei der individuellen Einschätzung meines Kindes kein Stück weiter gebracht hat... :-( Wir leben auch auf dem Land - aber der Kiga war damals noch eher voll - und die Erzieherinnen haben auch zu Zeiten des Kiga-Platz-Mangels eher die "Alten" länger behalten...

LG
Rike

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Re: Ganz individuell entscheiden

Antwort von doo am 01.10.2003, 23:47 Uhr

danke für eure antworten. mein kleiner nimmt erst mal probeweise bis weihnachten am vorschulunterricht teil. dann entscheiden wir ad hoc. ca. im april ist anmeldung zwecks einschulung hier bei uns in bayern. bis dahin ist auch noch mal lange zeit. in der altersphase zwischen 3 und 6 verlaufen ja - jedenfalls nach unserer erfahrung - die entwicklungen eines kindes oft sehr sprunghaft und überraschend stark.

übrigens: seit ich mich mit dem thema intensiver beschäftige, fällt mir auf, dass in meiner umgebung die mütter/eltern von mädchen zurückhaltender sind, was die frühere einschulung betrifft.

gruß von doo

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Allerdings raten Erzieher gerade bei Jungs, länger zu warten...

Antwort von Trini am 02.10.2003, 8:10 Uhr

weil die in der Regel "langsamer" sind in der Entwicklung, jedenfalls zu diesem Zeitpunkt.

Trini

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Re: Allerdings raten Erzieher gerade bei Jungs, länger zu warten...

Antwort von doo am 03.10.2003, 15:35 Uhr

genau, trini,

ich habe ja den verdacht, dass eine gute schulbildung nach wie vor für mädchen als weniger wichtig erachtet wird, zumindest unbewußt ........ ? ich mußte das vor vielen jahren am eigenen leib erfahren und hab mich beispielsweise eigenmächtig fürs gymnasium angemeldet, auch später für die uni (papa war dagegen, aber da mama auf meiner seite war, hatte er da nicht viel zu melden), und deshalb will ich meinen kindern da wohl eher alle türen öffnen.

gruß von doo

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Das verstehe ich jetzt in dem Zusammenhang nicht!

Antwort von Trini am 07.10.2003, 13:00 Uhr

Bei uns ist die Beratung im Kiga da ziemlich individuell und es wird ganz geau analysiert, warum das Kind noch nicht oder doch schon "vorzeitig" zur Schule sollte.

Und da Jungs nunmal (leider - habe zwei davon) eher etwas langsamer sind zu diesem Zeitpunkt, ist es wohl kein Zeichen von "Entscheidung im Sinne einer GUTEN SCHULBILDUNG", wenn man seinen Sohn unbedingt und gegen den Rat derer, die ihn am besten kennen, früher einschult.

Selbst bei hochbegabten Kindern, wird da häufig abgeraten, wenn sie sozial einfach noch nicht reif genug sind.

Trini *diesichschonjetztvorderentscheidunginzweijahrenfürchtet*

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