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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Nordlicht34 am 18.06.2008, 14:00 Uhr

Freundebuch, Freundschaften

Hallo,

also ich weiss echt nicht mehr weiter.... meine Tochter findet einfach keinen Anschluss an die Mädchen. In der Schule ist es wohl momentan okay, aber Nachmittags hat sie überhaupt keine Kontakte mehr, nicht zu ihren Klassenkameradinnen, auch nicht zu Kindern hier im Dorf.
Sie ist das einzige Mädel hier im Dorf, das dieses Jahr eingeschult wurde, und im Nachbardorf ein ganzer Schwung voll Mädchen. Ich weiss wie gerne sie sich Nachmittags treffen würde. Wenn sie in der Schule mal fragt, heisst es immer nur "Nein". Und ich habe es mittlerweile aufgegeben, Mädhcen oder deren Eltern telefonisch zu fragen, denn es hagelt immer nur Absagen und mir scheint es irgendwie, als ob auch oft Ausreden dabei sind. Ich habe das Gefühl sie ist nicht erwünscht als Kind aus dem Nachbardorf, weil der Weg ja auch mit dem Auto zurückgelegt werden muss. Sie ist wirklich furchtbar traurig und dadurch leider auch schon total mutlos geworden. Neulich hat sie sich ein Freundebuch ausgesucht, als Belohnung für den Zahnarztbesuch. Seitdem versucht sie es an die Mädchen weiter zu geben, aber zwei haben es ihr wortlos zurück gegeben. Sie hat mir auch erzählt, dass die Mädchen in ihrer Klasse schon lange Freundebücher tauschen, aber sie hat noch nicht einmal eines bekommen zum reinschreiben. Und warum schreiben sie nicht einmal in ihres rein?
Was soll ich denn nur machen mit ihr??
Hat jemand Rat auf Lager?

 
12 Antworten:

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von prinzesschen am 18.06.2008, 17:33 Uhr

Hallo,

das liest sich wirklich sehr traurig :-/

Hast Du mal die Lehrerin gefragt, wie Deine Tochter mit den anderen Kinder zurecht kommt? Vielleicht hat sie auch Tips. Erzähl ihr doch mal von Eurer Situation, als Lehrerin sollte man wenigstens versuchen, alle Kinder in die Gemeinschaft zu integrieren.
Was das Freundebuch angeht, das finde ich auch sehr seltsam. Hier sind alle sehr heiß darauf, sich in Freundebücher einzutragen, Leonie hat auch Kinder drin stehen, mit denen sie kaum was zu tun hat, oder die sie gar nicht so sehr mag.

LG Ivonne

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von sylv am 18.06.2008, 18:15 Uhr

mensch, das würde mich auch sehr sehr traurig machen als mama.

an deiner stelle würde ich das gespräch mit der lehrerin suchen u. ihr das problem schildern, ich denke sie hat den meisten einfluss auf die klasse.
hoffe das du so weiterkommst und deine süsse nochmal lächeln kann, ansonsten kann ich nur vorschlagen vielleicht die klasse wechseln????? natürlich nur, wenn deine tochter damit einverstanden ist

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von simnik am 18.06.2008, 21:17 Uhr

ich halte nicht viel von Freunde kaufen, aber vielleicht ladet Ihr ja mal zu einer Party ein

und nicht immer müssen Kinder in der Klasse die besten Freund haben

WAS macht denn deine Tochter so nachmittags ???

Vielleicht findet sie in einem Sportverein oder auf einem Pferdehof gleichgesinnte Kinder.

Mein Sohn hat zwar gute Freunde in der Klasse gefunden , aber eben auch in der Englisch-Schule und im Judo und im Schwimmverein.

Simone

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von Ebba am 18.06.2008, 21:34 Uhr

Oh, das hört sich wirklich traurig an. Das Freundebücher zurückgewiesen werden habe ich auch noch nie gehört. Die Mädchen in der Klasse Deiner Tochter scheinen wirklich ungewöhnlich herzlos. Ich denke auch, Deine Tochter braucht jetzt Deine Unterstützung.

Vielleicht ist es ja wirklich hilfreich, wenn ihr mal ein kleines Sommerfest feiert, zu dem ihr die Mädchen aus der Klasse einladet.

Vielleicht ist aber auch wirklich nix zu machen u. die anderen Mädchen wollen einfach nicht. Erzwingen kann man Freundschaften oder zumindest Interesse ja leider nicht.

Gibt es bei Euch im Ort oder der näheren Umgebung nicht einen Sportverein (Turnen, Schwimmen oder gar eine Mannschaftssportart) oder sonstigen Verein in den Eure Tochter gehen könnte? Dort kann sie vielleicht Freundinnen finden, zumindest haben die Mädchen dann schon mal ein Gesprächsthema und gemeinsame Interessen. Dann würde es ja reichen, wenn die Kinder in der Schule miteinander spielen und nachmittags könnte Eure Tochter dann ihre wahren Freundinnen treffen.

Liebe Grüße
Ebba

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von Nordlicht34 am 18.06.2008, 22:26 Uhr

Hallo,

danke für Eure Antworten.
Ich habe eben nochmal mit meiner Tochter gesprochen, sie ist noch wach und hat geweint. Heute war es mal wieder so, dass ein Mädchen sich 3 andere eingeladen hat und meine Tochter fragte, ob sie auch mit spielen kann. Natürlich nicht. Jeden Tag geht das so, eine Abfuhr nach der anderen. Ich kann schon verstehen dass sie mutlos geworden ist. Mich nimmt es momentan auch sehr mit, ich sehe ja, dass sie einsam ist.
Ich verstehe auch wirklich die Welt nicht mehr.
Ich glaube das Freundebuch lege ich jetzt erstmal beiseite, damit erspare ich ihr wenigstens diesen Kummer. Diese Freundebuchgeschichte lässt mich auch nicht los, ich verstehe es einfach nicht...

Nachmittags wird hier leider so gut wie nichts geboten, ein wirklich grosser Nachteil auf dem Lande...

Ich habe ihr eben gesagt, dass wir es morgen noch einmal versuchen mit dem verabreden.
LG Nordlicht

Oh je

Antwort von Henni am 19.06.2008, 7:41 Uhr

Hallo achje, das macht einen sicher wirklich trauirg, und war auch MEINE Angst, denn wir wohnen wirklich 6 km abseits jeglicher Zivilisation (naja bis auf 4 Häuser und in einem wohnt ein Mädchen aus seineer Klasse).

D.h. niemand kommt mal eben mit dem Rad vorbei oder klingelt an der Tür oder sonst was und mein Sohn hat außer über die Schule KEINE kontakte, da wir hier auch keine Familie haben. ABER: bei uns klappts trotzdem, allerdings bin ich dann schon Taxiunternehmerin ohne Ende

UND: ich habe ihn schon immer "gezwungen" 2 Sachen in der Woche im Verein zu machen, also zur Zeit Fußball (macht er supergern) und Flöte (macht er weil ich es möchte). Klingt hart, aber ich denke ein bisschen muss man bei so einer Wohnlage auch offensiv sein.

Dennoch haben andere Jungs in seiner Klasse ( es sind nur 6 !) viel mehr KOntakte als er, denn sie haben eben noch Familie UND Nachbarn dazu.

In deinem Fall würde ich sie auch unbedingt bei irgendwas anmelden, nen Turnverein hat doch sicher JEDES Dorf, oder? ODer auch ne Musik? Das gibt der Woche schon mla struktur...dann vielleicht ein mla in der Woche MIT ihr schwimmen gehen und mal EIN Mädchen fragen ob es mit möchte?

Vielleicht vorher über die Eltern mal was arrengieren? Wie sind denn DEINE Kontakte zu den Müttern? ICh denke auch da muss man als MAma halt mal ne andere MAma zum Kaffee einladen oder so, um da was anzubahnen...

Und: gibt deine Tochter denn Anlass zum Außenseiterdasein? Ich weiß, als MAma sieht man das nciht gern, aber frag doch echt mal die Lehrerin nach möglichen Gründen...vielleicht komt was dabei raus?

Das mit den Freundebüchern würde ihc gar nciht mitmachen...spar ihr doch den Frust, wer keine Freunde hat für den ist das wirklich doof. Mein Sohn bekommt auch keins, er HAT nur 5 Freunde , naja, und auf die Mädchen steht er halt NOCH nciht *g* ...

Wenn du schreibst, dass deine Tochter FRAGT, ob sie auch mit eingeladen werden kann wenn schon 3 zum Spielen kommen, dann ist das ja auch ein bisschen todesmutig, aber eben zum Scheitern verurteilt. So leid es mir tut, aber SEHR OFT wird nun mal einer/ eine aus der klasse zum Außenseiter abgestemplet , und das wird dann auch innerhalb der Gruppe kuitivert. Das ist ganz bitter, aber es muss dann wirklich mal in der Schule auf den Tisch damit sich was ändern kann. Und DU musst das anleiern und dann eben auch deiner Tochter helfen. Schick sie nicht zum betteln zu den anderen, ob sie mitspielen darf, sondern mach DU auch wieder tolle Sachen mti ihr, und lade EIN Mädchen dann dazu ein. Freunde "kaufen" geht nicht, aber die eigenen Tochter mal ein bisschen interessant zu machen hilft vielleicht.

Und: zeig ihr immer wieder, dass sie ein tolles Mädchen ist und nun grad mal Pech mit den anderen hat. Mach sie dennoch stark und selbstsicher, und verschaff ihr nen Wochenablauf, der auch ohne Freundinnen unterhaltsam ist!

Alles Gute!

Henni

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von sylv am 19.06.2008, 7:53 Uhr

drück euch fest die daumen das es funktioniert....
aber wie gesagt ich würde auf jedenfall die lehrerin noch drauf ansprechen

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von AllesOK am 19.06.2008, 8:38 Uhr

Hallo,

Deine Kleine tut mir richtig leid, das ist ja eine blöde Situation.

Ich würde versuchen, sie in irgendeinen Sportverein/Schwimmen/Musik oder ähnliches anzumelden. Irgendwas muss es doch auch bei Euch auf dem Land geben oder zumindest mit dem Auto erreichbar sein.

Und dann, wie schon mehrere angeregt haben, würde ich unbedingt das Gespräch mit der Lehrerin suchen und sie um Rat fragen.

Viel Glück und alles Liebe für Deine Kleine, Sonja

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von Verona am 19.06.2008, 9:26 Uhr

Ich würde auch mal versuchen, dass Gespräch mit der Lehrerin zu suchen. Vielleicht kann sie sich erklären warum das so ist oder kann Tipps geben, mit wem sie sich mal verabreden sollte, weil es einem anderen Kind in der Klasse oder Parallelklasse ähnlich geht?

Ansonsten sollte sie vielleicht in einem Sportverein oder Musikschule mitmachen da findet man auch schneller Kontakte. Vielleicht dann eben im Nachbarort?

Gruß Verona

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von Nordlicht34 am 19.06.2008, 9:27 Uhr

Guten Morgen,

danke für Eure Antworten erstmal :-)
Sie geht einmal die Woche Tanzen und weigert sich mehr zu machen. Sie war bis Februar 2 jahre lang in einer Malschule und wollte dann pausieren, verständlich. Aber sie will auch nicht wieder einsteigen, leider. Ich hatte immer das Gefühl dass grade die Malschule ihr so guttut. Denn sie malt sehr gut und sehr gerne. Aber ich kann sie nicht zwingen.
Wegen den anderen Müttern: Ich habe keinen Kontakt, ausser mal Hallo, wenn man sich irgendwo sieht. Ich glaube die haben schon genug Kontakt unter sich. Wohnen ja auch alle auf einem Haufen.
Und wegen der Schule; dort läuft es anscheinend gut momentan. Zumindest erzählt sie mir auch aus den Pausen, was sie dort spielen usw. Die üblichen Zickereien gibt es natürlich auch.
Ich habe die Klassenlehrerin im Februar gefragt ob alles in Ordnung ist, und sie sagte nur, dass alles bestens sei, keine Probleme.

Diese ganze Schulsache ist von Anfang an so dermassen schief gelaufen, dass es das schon gar nicht mehr gibt.

Re: Freundebuch, Freundschaften

Antwort von Pemmaus am 19.06.2008, 9:39 Uhr

Diese Situation ist bei uns ähnlich. Auch wir wohnen recht abseits, obwohl, ein paar Kinder aus ihrer Klasse wohnen schon in der Umgegebung... aber nicht die, mit denen sie gern spielen würde.

Auch meine Tochter fühlt sich momentan recht einsam. Allerdings sehe ich einen wesentlichen Grund darin auch, dass meine Tochter immer sehr bestimmend ist und dass sich das die Kinder, die sie gern als Freunde hätte, nicht bieten lassen und sie dann eben einfach links liegen lassen, bzw. in der Schule klappt es wohl recht gut mit dem Kontakt aber freizeitmäßig verabredet sich dann eben keiner mit ihr.

LG
Pem

Re: Man kann als Eltern hier schon viel machen!

Antwort von Bonniebee am 19.06.2008, 21:00 Uhr

Hallo,

die Cliquen-Wirtschaft auf dem Dorf ist schon ein Problem, das haben wir hier auch etwas (sind zugezogen). In so einem Fall muss man als Mutter aber über seinen Schatten springen, nachhelfen und aktiv werden. Deine Tochter schafft das allein nicht! Da sie wirklich schon arg ausgeschlossen wird, solltest Du als erstes dringend mal mit der Klassenlehrerin sprechen. Lass Dich dabei nicht abspeisen und nicht vertrösten. Schildere die traurige Situation und frage konkret, wie die Lehrerin Deine Kleine zukünftig besser integrieren wird und mach' dazu am besten auch eigene Vorschläge.

Ich würde vor allem weiterhin unermüdlich andere Mütter anrufen und deren Kind einladen. Ein paar Absagen sind nicht schlimm, man darf sich nicht entmutigen lassen. Es geht ja nicht um Dich, sondern um Dein Kind. Ich würde dabei auch gelgentlich ruhig mal ein bissel "Bestechung" versuchen und z.B. sagen, "wir wollen jetzt ins Spaßbad/Abenteuerspielplatz/Bauernhof fahren und meine Tochter fände es schön, wenn Ihre Tochter mitkommen würde". Am Anfang zieht so etwas bei den Kindern mehr, als "nur" zum heimischen Spielen einzuladen.

Und: Tanzen hin oder her - ich würde Deine Tochter unbedingt zu weiteren Freizeit-Hobbys anstoßen, vor allem zu gruppendynamischen Sachen (Turnverein, Chor), damit sie Anschluss kriegt.

Du denkst jetzt sicher, ach, die hat gut reden, das klappt ja alles eh nicht. Ich habe aber das Gegenbeispiel, DASS es klappt: Ein Mädchen in der Klasse meiner Tochter wurde anfangs auch ziemlich ausgeschlossen. Es lag vielleicht daran, dass sie halbe Koreanerin ist und zudem anfangs noch kein so gutes Sozialverhalten hatte (ging etwas rücksichtslos mit den Sachen anderer um). Die Eltern haben aber absolut nicht klein beigegeben. Sie haben X Mütter angesprochen (auch mich), die Kinder (übrigens auch Jungs) zum Eis essen, zum Schwimmen, zum Trampolinspringen im Garten, zum Übernachten eingeladen, immer und immer wieder, trotz Fehlschlägen. Nach und nach gab es dann die ersten Erfolgserlebnisse.

Inzwischen sind die Mädchen in der 3. Klasse. Die Tochter dieser Leute ist heute die beste Freundin meiner Tochter, und auch wir Eltern sind befreundet. Das Mädchen hat zahlreiche weitere Kontakte in der Klasse, wenn auch keine ganz engen Freundschaften außer meiner Tochter. Sie trifft sich fast jeden Tag mit einem anderen Kind und wird zunehmend auch eingeladen auf Geburtstagspartys. Obwohl sie immer noch nicht einfach ist, hat die Mühe der Eltern gefruchtet. Inzwischen brauchen sie nicht mehr bei anderen anzurufen, das macht die Tochter selbst - und auch die anderen Kinder rufen inzwischen an und wollen sich mit ihr verabreden.

Sie ist für mich DAS Parade-Beispiel, dass man als Eltern doch viel beeinflussen kann - ich hätte das vorher nicht gedacht. Natürlich wäre es schöner gewesen, die anderen Kinder und Mütter wären von sich aus offen gewesen und hätten alle Kinder glücklich in die Klasse integriert. Es war aber nunmal nicht so, sondern die Situation sah erst wirklich ungünstig für sie aus. Und deshalb finde ich den Einsatz der Eltern total wacker und tapfer - und sie hatten Recht, wie der Erfolg zeigt.

Langer Rede kurzer Sinn: Sei nicht traurig darüber, dass nicht alles anders ist, als es ist. Sondern überlege mit Deinem Mann, wie Ihr Eurer Tochter erstens weitere Kontakte außerhalb der Schule ermöglicht. Und zweiten auch in der Klasse zumindest einen kleinen Stamm an Spielkindern für sie etablieren könnt. Dafür ist es unter Umständen nötig, dass Du sehr über Deinen Schatten springst und auch mal tapfer und unverzagt auf andere Mütter zugehst - selbst wenn Du ein paar Körbe einsammelst. Ich finde immer, für meine Kinder muss ich so etwas tun (bei uns war es die Kiga-Zeit, wo meine eigene Kleine wenig Anschluss hatte - bin dann auch aktiv geworden).

Liebe Grüße,

BB

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