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Geschrieben von Biggi+Jungs am 25.11.2004, 15:30 Uhr

Frage an die Lehrer

Hallo,

mein Sohn ist im Sommer in die Schule gekommen und seine Lehrerin ist jetzt schon insgesamt 4mal für 3 Tage krank gewesen. Ich bin Elternbeirat und mittlerweile rufen mich die Eltern ständig an. Die Kinder haben keinen Unterrichtsausfall, denn sie werden auf die anderen Grundschulklassen verteilt. Aber: Dort machen sie nicht im Unterricht mit (ist ja auch schwierig, mein Sohn ist z.B. einer 4. Klasse zugeteilt), aber bekommen auch keine Arbeitsblätter usw.
Sie sitzen nur dort und malen. Und das tagelang über teilweise 5 Schulstunden. Abgesehen von dem Lehrstoff, den sie bei der häufigen Krankheit verpassen und aufholen müssen, ist es den Kinder eben furchtbar langweilig. Mein Sohn hat sich heute geweigert in die Schule zu gehen, weil er nicht wieder "nur" malen wollte.

Ersatzunterricht kann nicht gestellt werden, da die Schule leider ganz knapp an Lehrern ist.
Also, was tun. Was macht ihr bei Krankheit. Kopiert ihr Arbeitsblätter, die ein anderer Lehrer den Kindern geben kann. Was gibt es für Möglichkeiten. Ich bin für jeden Tipp dankbar, da ich demnächst ein Gespräch mit der Lehrerin führen werde.
Ich bin zur Zeit auch nicht berufstätig, könnte also morgens in die Schule fahren und eventuell Kopien machen und verteilen.
Danke

Birgit und ihre Jungs

 
4 Antworten:

Re: Frage an die Lehrer

Antwort von KH am 25.11.2004, 16:38 Uhr

Das sind die Möglichkeiten, die es bei uns gibt.
1) Im Regelfall bereitet die erkrankte Kollegin den Unterricht vor (Arbeitsblätter).
2) Eine Parallelkollegin (geht natürlich nur wenn es mindestens zwei Parallelklassen gibt) stellt etwas zur Verfügung.
3) Die vertretende Lehrkraft, die ja auch eine Ausbildung hat, bereitet etwas vor.

n Krankheitsfällen wird folgendermaßen vorgegangen:
1) Es kommt eine Ersatzlehrkraft, eine sogenannte Mobile Reserve.
2) Lehrer, die Freistunden haben, vertreten stundenweise, es wird z.B. Sport/Textilarbeit zusammengelgt. (Geht natürlich nur an großen Schulen)
3) Wenn es gar nicht anders geht, werden die Schüler auf andere Klassen aufgeteilt.

Jeweils die Variante 1 ist das Optimum, aber eben nicht immer gegeben. Bei akuter Erkrankung oder weiter Entfernung zur Schule kann die Lehrkraft eben nicht für den Stoff sorgen, weil sie selber dazu nicht in der Lage ist.
Es ist nicht deine Aufgabe als Mutter für den Unterricht der Kinder zu sorgen, im Zweifelsfall kannst du dich damit ziemlich unbeliebt machen. Da brauchst du großes Fingerspitzengefühl. Wenn die Lehrerin engagiert ist, wird ihr die Situation genauso wenig passen wie dir, wenn sie es nicht ist - naja, schweigen wir.
Hier wäre vielleicht ein Gespräch mit dem gesamten Elternbeirat der Schule fällig: Wie wird es denn in anderen Klassen gehandhabt, wenn ein Lehrer krank ist? Warum sorgen die anderen Kollegen nicht für eine passende Beschäftigung? Das scheint mir eher ein schul- als ein lehrerspezifisches Problem zu sein.
Mich würde interessieren, wie groß die Schule ist. Und natürlich auch, wie alt die Lehrkraft.
Viel Erfolg

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Re: Frage an die Lehrer

Antwort von Pia-Lotta am 25.11.2004, 18:56 Uhr

Hallo,
bin auch Lehrerin und bei uns läuft das an der Schule so:
1. die erkrankte Lehrkraft schickt per e-Mail oder Fax Aufgaben /Arbeitsblätter in die Schule, welche die Kinder im Vertretungsunterricht (bei anderen Lehrern, die eine Springstunde haben oder bei Eltern, die Grundschulklassen bei den Aufgaben beaufsichtigen) erledigen.
2. die anderen Lehrer der Klasse, z.B. Mathe oder Deutsch, stellen die Aufgaben.
3. Selten einmal improvisiert eine Lehrkraft, liest den Kindern vor, malt oder singt mit ihnen, ist dann aber nur für die Klasse da.
NIE wird eine Klasse aufgeteilt. Wenn es ganz eng wird, darf mal eine Klasse einen Tag zu Hause bleiben (superselten, fast nie).

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Re: Frage an die Lehrer

Antwort von Leihmac am 25.11.2004, 23:06 Uhr

Hallo!

Generell muss ich mich meinen beiden Vorschreiberinnen anschließen.
Wir teilen auch mal Klassen auf, aber nur, wenn es gar nicht anders möglich ist, die Kinder zu betreuen. Normalerweise springt eine Vertretungskraft ein (die heißen seit diesem Schuljahr "Pädagogische Mitarbeiter", auch wenn sie bisher gar nichts mit Pädagogik zu tun gehabt haben... nun gut, wir sind froh, dass es sie gibt).
Aber auf jeden Fall bekommt die Klasse/ die Vertretung vom kranken Lehrer Arbeit /sblätter.
Es klingt eher seltsam, was du berichtest, und ich würde auch empfehlen, mal mit dem Schulelternrat zu sprechen und Erfahrungen mit anderen Klassen auszutauschen.

Viel Erfolg
Leihmac

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Antwort von Biggi+Jungs am 26.11.2004, 13:32 Uhr

Hallo,

die Grundschule hat 9 Klassen, 3 erste, sonst alles 2zügig. Die Klassen sind recht klein, 21-22 Kinder.
Die Lehrerin hat bisher nie Arbeitsblätter vorbereitet. Sie ist neu an der Schule, hat jedoch 18 Jahre Erfahrung. Alter schätze ich 45. Die Klasse hatte bisher nie Vertretungsunterricht, wurde immer aufgeteilt. Die anderen Klassen bekommen dann 3-4 Kinder zugeteilt.

Es sind auch noch andere Dinge passiert. Die aufnehmenden Lehrer haben die Kinder dann nicht zum entsprechenden Unterrichtsende nach Hause geschickt,sondern die Kinder haben die Stunden der aufnehmenden Klasse mitgemacht. Aus Unwissenheit, wann sie nach Hause müssen.
Die Eltern waren natürlich fertig mit den Nerven, als ihre Kinder nicht zur normalen Zeit zu Hause waren.

Vielleicht weiß das die Klassenlehrerin auch gar nicht.
Ratlose Grüße
Birgit

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