1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Sabet am 09.04.2010, 20:38 Uhr

Finanzierung eines Studiums

Hallo!
Lese hier meist nur.
Ich musste allerdings schmunzeln, wieviele Mütter im 1.Klasse-Forum mehr oder weniger mit studierenden Kindern rechnen. Derzeit gibt es 22% Akademiker in Deutschland, d.h. Leute mit abgeschlossenem Studium. Die Abiturentenquote ist zwar deutlich höher. Aufgrund der Alternative Ausbildung und Studien-Abbruchs klafft hier eine Riesen-Lücke, und das schon seit Jahren.
Also - viele hier kümmern sich um absolut ungelegte Eier! Und um Eier, die nie gelegt werden.
Ist kein Angriff gegenüber vorausschauenden Müttern und ihrem intelligenten Nachwuchs, sondern nur eine Anregung, die Relationen zurechtzurücken.
Gruß,
Sabet

 
12 Antworten:

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von vallie am 09.04.2010, 20:49 Uhr

darf ich in einem nebensatz erwähnen, daß mein eines kind schon die 8.klasse gymnasium besucht und ich berechtigte hoffnung habe, daß es studiert?

das kleine kind kommt erst dieses jahr in die schule....das weiß man nichts.

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von Carmar am 09.04.2010, 21:54 Uhr

Dein Text deutet darauf hin, dass du davon ausgehst, dass die Schreiberinnen des Forums hier den Bundesdurchschnitt repräsentieren. Dem ist aber nicht so. Hier tummeln sich sicher überdurchschnittlich stark an ihren Kindern und deren Entwicklung interessierten Mütter (plus ein paar Väter).
Die ForumskinderinZukunftAkademikerQuote könnte also (dann) höher als 22% liegen.

Re:und

Antwort von SilvanaR am 09.04.2010, 22:01 Uhr

ich rechne lieber mit dem Worst-Case-Szenario - nämlich, dass 2 Kinder studieren wollen und unterstützt werden wollen.
Ist es dann nur 1 , gut, keins ok - vielleicht wollen sie ja auch eine Brücke kaufen um drunter zu wohnen - wer weiss.....
Ich werde es aber nicht wie meine Mutter machen "Kind wenn du studieren willst, bist du dran Schuld, wenn wir alles verkaufen müssen und alles verlieren" sprachen sie, machten die Türe zu und ich sah sie nie wieder...

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von Patti1977 am 10.04.2010, 12:29 Uhr

Naja,

angenommen mein SOhn will studieren und ich habe nicht vorgesorgt: Dann schaut es finanziell düster aus. Also sorge ich vor. Studiert er nicht (frei nach dem Motto: Lieber glücklich Müllmann als unglücklicher Akademiker) gibt es andere finanzielle Baustellen beim Start ins selbständige Leben, die er mit dem Geld stopfen kann. Ich habe nicht studiert aber hätte mir gern etwas Startkapital für die eigene Wohnung gewünscht.

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von momworking am 10.04.2010, 12:58 Uhr

Hi,
da der Thread ja von mir kam:
Dir ist schon klar, dass manche Mütter sowohl ein Kind in der ersten Klasse, als auch schon Kinder in höheren Klassen haben können, oder?
Und spätestens wenn das ältere Kind auf der weiterführenden Schule gute bis sehr gute Leistungsbeurteilungen bekommt, wird man nachdenklich.
Wenn zudem noch beide Elternteile Akademiker sind, wird man noch nachdenklicher.
Möglicherweise würde ich mir in der Tat weniger Gedanken machen, wenn ich nicht selbst studiert hätte und wüsste, was da alles auf Kinder und Eltern zu kommt.
VlG
Annette

bei mir ähnlich..........

Antwort von Moppel03 am 10.04.2010, 13:28 Uhr

....nach zwei Jahren Studium hatten meine Eltern auch keine Lust mehr, mich weiter zu unterstützen. Was dann kam, war wirklich hart. Nachts in der Kneipe jobben, in den Semesterferien Dosen in Regale sortieren.....

Das Studium habe ich irgendwann geschmissen, weil es einfach nicht mehr ging.

Ich spare für mein Kind, seitden sie auf der Welt ist. OK, wenn nicht fürs Studium, dann vielleicht für was anderes.

Aber die MÖGLICHKEIT soll sie einfach haben, und zwar ohne Nachtjob in der Kneipe.

Gruß

moppel03

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von thora2002 am 10.04.2010, 14:18 Uhr

Also ich habe ein Kind in der Schule. Erste Klasse.

Im Moment freue ich mich das Sie lesen, schreiben und rechnen lernt. Ich mache mir noch keine Gedanken was später ist.

Und wenn Sie "nur" eine Lehre macht...auch gut. Sie muss mit dem Beruf leben, nicht ich.

Sollte es irgendwann mal soweit sein und Sie will studieren, werden wir Sie so gut es geht unterstützen. Natürlich sparen wir jeden Monat für beide Kinder was. Was die beiden dann mit dem Geld machen ist deren Sache. Eigene Wohnung, Führerschein machen ist auch nicht gerade günstig.

re

Antwort von Suki am 10.04.2010, 17:25 Uhr

hier plant niemand die schullaufbahn seiner kinder und die anschließende karriere durch.
es wurde lediglich geschrieben, ob man das studium des kindes/der kinder finanzieren könnte bzw. wollen würde, sollte/n es/sie ein studium anstreben!
ich denke den meisten kindern hier steht es frei, ob sie mal studieren möchten.

suki

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von Leseratte am 12.04.2010, 8:30 Uhr

Das weiß hier doch - fast - keiner. Ich zumindest nicht. Trotzdem sparen wir auch für eine Ausbildung / Studium und sei es, dass sie das Geld später für die 1. eigene Wohnung nimmt. Wir legen halt alles Geld was sie bekommt zurück bzw. haben zusätzlich noch einen Sparvertrag. Davon weiß sie nichts und kriegt das auch nicht mit. WANN sie dieses Geld bekommt, bestimme ich ... sei es fürs Studium, für eine Wohung, Haus etc.

Ich denke, es ist rechtens, dass jede Mutter für ihr Kind das beste möchte. Nicht immer ist Abitur, Studium aber das Beste fürs Kind. Einen ordentlichen Beruf, ZUFRIEDENHEIT im Leben, glücklich sein ... ist viel viel wichtiger! Möchte sie das aber gerne - also Abitur etc. - werde ich sie unterstützen. Zwingen aber nicht oder wenn man merkt, dass ist einfach zu schwer.

Aber zu sparen für eine spätere Ausbildung / Studium find ich völlig in Ordnung.

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von o_stern am 12.04.2010, 9:34 Uhr

Hallo,

ich lese hier immer nur still mit, doch dieses Thema ist doch sehr interessant, und da möchte ich auch etwas dazu sagen.

Ich stamme aus Ukraine, und als wir nach Deutschland kamen, hatte ich 2,5 Jahre Studium (Informatik) hinter mir, also ging ich hier sofort weiter studieren. Ich wohnte damals bei meinen Eltern, ebenso wie meine Schwester (4 Jahre jünger), die ins Gym kam. Als ich mit meinem Studium fertig war, war sie auch schon an der Uni, also waren eine Zeitlang zwei Studenten im Haus. Ich konnte nebenbei noch etwas arbeiten, bei ihrem Medizinstudium war das selten möglich. Wir sind beide erfolgreich fertig geworden, meine Eltern zahlten dabei noch die Hypothek aus (waren nicht wirklich Spitzenverdiener) und es war definitiv keine Finanzkatastrophe. Ja, wir konnten keine eigenen Wohnungen bekommen, aber irgendwo muss man ja auch Abstriche machen, wenn man studieren will. Ich habe während des Studiums noch geheiratet und dann ausgezogen, mein Mann war auch Student, jobbte ein wenig nebenbei, ich bekam dann Bafög. Es gab auch keine Katastrophe. Bafög lässt sich auszahlen, es ist keine wirkliche Last, sobald man einen normalen Job hat.

Die meisten Freunde und Bekannten, die aus ehem. UdSSR stammen, haben auch studiert oder studieren noch. Die Familien verdienen ganz unterschiedlich, es gibt auch Arbeitslose darunter. Keiner hat das Studium wegen Finanziellem abbrechen müssen.

Wenn ich also die Kommentare hier lese, kommt mir zwangsläufig die Frage: kann es sein, dass Ihr alles etwas düsterer sieht, als es in Wirklichkeit ist? Welche Extra-Last, abgesehen von den Studiengebühren, kommt, wenn ein Kind studieren geht? Ihr habt es doch auch bisher unterhaltet, Essen, Kleidung und Bücher gekauft. Und Studiengebühren sind nicht so hoch, dass das Kind sie mit einem kleinen Nebenjob am Wochenende nicht selber finanzieren kann, wenn es wirklich nicht anders geht. Bei Spaß, Urlaub und so muss es dann natürlich selber klar kommen, aber das gehört nun wirklich nicht zu dem nötigsten.

Viele Grüße,

Olga (mit einer 7-jährigen Tochter, für deren Studium ich zwar nicht spare, sie jedoch auf jeden Fall unterstützen werde, so dass sie aus finanziellen Gründen bestimmt niemals abbrechen wird)

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von kachiya am 12.04.2010, 9:42 Uhr

Mein Sohn (noch Vorschüler) kann werden, was er möchte. Auch für nicht akademische Berufe braucht man in der Weiterbildung Geld. Technikerschule, Meisterschule und andere Fachschule (für Betriebswirte z.B.) sind weitere Möglichkeiten, sich beruflich zu entwickeln und zu qualifizieren. Da können junge Leute auch sehr gut finanzielle Unterstützung gebrauchen.

Re: Finanzierung eines Studiums

Antwort von Linda761 am 12.04.2010, 10:51 Uhr

Hallo Sabet,

in unserer Familie wird seit Generationen studiert. Seit der Generation meiner Eltern studieren sogar die Frauen.

Nicht alle, aber immer ein Teil der Kinder hat studiert (die meisten Familien waren kinderreich).

Wenn man davon ausgeht, dass Intelligenz zu einem entscheidenden Teil vererbt wird und einem außerdem die Tatsache bekannt ist, dass in Deutschland Kinder von Akademikern mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls studieren (da das System nicht sozial fair ist), muss ich wohl davon ausgehen, dass ich mal studierende Kinder haben werde. Nebenbei bin ich außerdem der Auffassung, dass ein Beruf, in dem man gut verdient, einem das Leben deutlich leichter macht. Von daher beeinflusse ich (bewusst und unbewusst) meine Kinder natürlich tendenziell in Richtung Studium bzw. falls sie eine Lehre machen in Richtung Meisterprüfung (und der Meisterlehrgang ist ja auch nicht billig).

LG
Linda

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