1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Joelina77 am 31.08.2010, 18:09 Uhr

Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Hallo...

Unser Sohn hat heute seine Einschulung hinter sich gebracht, war auch alles ganz nett, hab auch einen ersten guten Eindruck von der Lehrerin usw....

ABER was mich jetzt schon allein bei dem Gedanken richtig stört ist folgendes:

Es gab - ohne vorherige Ankündigung - einen Gottesdienst vor der Einschulung. So sahen wir uns plötzlich aus - keine Ahnung - Gruppenzwang? - genötigt diesen zu besuchen, weil eben alle Erstklässler im Verbund von der Schule zur Kirche marschiert sind.
Unser Sohn ist aber nicht umsonst konfessionslos - wir sind gläubige Atheisten.
Mich ärgert, dass alle über einen Haufen geschert und in einen ziemlich religiösen katholischen Gottesdienst "geschoben" wurden ohne wirklich eine Wahl zu haben.

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Hausaufgaben - welche die die Kleinen allein machen müssen, freiwillige Zusatzaufgaben und... Hausaufgaben, die die Kinder in Zusammenarbeit mit den Eltern machen müssen.
Dafür gibt es sogar eine gesonderte Mappe.

Ehrlich gesagt - ICH habe meine Schule abgeschlossen - ICH bin keine Lehrerin und ich kann und möchte einfach nicht für/mit meinem Kind Schularbeiten erledigen, die über reines nachkontrollieren, lesen üben etc hinausgehen. Ich kann und ich will es schlichtweg nicht... ich bin sehr ungeduldig, kann nichts erklären und bin allein schon beim Gedanken daran total genervt, was meinem Sohn natürlich nicht zugute kommen wird.

UND - was ich ebenfalls total... hmmm... unschön, weil Eingriff in meine Privatsphäre finde: Die Lehrerin möchte allen Kindern einen Hausbesuch abstatten. Ehrlich gesagt - nein - das will ich nicht - das geht mir zu weit.
Ich verstehe den Sinn dahinter nicht - ein Kennenlern-Gespräch kann genausogut in der Schule stattfinden - warum muss das häusliche Umfeld "ausgekundschaftet" werden wenn nicht rein als Kontrollfunktion? Ich lasse generell keine Wildfremden in meine Wohnung - ich möchte entscheiden dürfen - wer zu mir kommt und wer nicht.

Schule hat in meinen Augen in der Schule stattzufinden und Zuhause ist eben Zuhause - das sollte man nicht vermischen. Kommunikation zwischen Eltern und Schule ist ja selbstverständlich, aber das geht doch auch über normale Gesprächstermine, Elternmappe etc...

Nach dem heutigen Tag, durch diese drei "Erlebnisse/Botschaften" fühle ich mich in meiner persönlichen Freiheit/Entscheidung/Phäre eingeschränkt und ziemlich unwohl.

So etwas kenne ich von der Schule meines älteren Sohnes nicht.

Wie ist das bei euch? Und wie würdet ihr darauf reagieren?
Wenn ich nun - und ich bin kurz davor - mich beschwere/verweigere, so befürchte ich, dass das auf meinen Sohn zurückfällt - aber ich ärgere mich wirklich sehr darüber und möchte diese Art von Einmischung einfach nicht.

LG Joelina

 
38 Antworten:

Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von kababaer am 31.08.2010, 18:17 Uhr

Gottesdienst war bei uns auch. Fand ich ganz ok. Haben sonst eigentlich auch nicht viel mit Kirche und dem drumrum zu tun. Glaube das mein Kind es sehr seltsam oder blöd gefunden hätte, wenn sie als einzige nicht mit in die Messe gegangen wäre.
Durch den Hausbesuch wollen die Lehrer warscheinlich die Hintergründe der Kids kennenlernen um Reaktionen der kids besser einschätzen zu können. Find da nicht unbedingt was bei.
Dann Hausis mach ich meist mit meinen Kids zusammen. Wobei ich auch nicht immer der geduldigste Mensch bin.
Seh es locker. Suche doch einfach nochmal das Gespräch mit der Lehrerin und teile ihr deine Bedenken mit.

LG kaba

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Pebbie am 31.08.2010, 18:28 Uhr

Hallo !

Ich schreibe jetzt mal ganz bewusst negativ und provokant ohne Dir was böses zu wollen, ja ??

Ich entnehme Deinem Posting das Du Dein Kind in die Schule schicken willst aber ansonsten interessiert Dich nichts.
Es ist Dir egal was Dein Kind in der Schule macht, weil das ist schliesslich Schule und wird nicht nach Hause getragen. Und weil die Schule Dich nicht genuer interessiert, darf sich die Schule auch nicht für Euch interessieren.
Eine Gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit !!!!


Ich finde es schade das Du Bemühungen seitens der Lehrerin Dein Kind gut kennen zu lernen ( und da gehört das häusliche Umfeld nun einmal dazu ), als Ausspionieren und Kontrollfunktion verstehst. Klar kannst Du es ablehnen, aber die Begründung das es ein wildfremder Mensch ist ?? Dieser wildfremde Mensch verbringt täglich einige Stunden mit Deinem Kind und wird ( hoffentlich ) zumindestens für Dein Kind kein wildfremder Mensch bleiben.

Ich würde das ganze nicht als Einmischung empfinden. Aber ist vielleicht mein Naturell und es werden Dir hier sicherlich viele zu Deiner Einstellung beipflichten.
Nur wenn ich daran denke, das in der Klasse meines Sohnes inzwischen 2 Kinder vom Jugendamt von den eigenen Eltern geschützt werden müssen, finde ich solche Bemühungen seitens der Lehrerin vollkommen ok.

Gottesdienste sind übrigens in jeder Schule Usus zur Einschulung. Ich denke, weder Euch noch Eurem Kind wird das geschadet haben.
Mein Kind ist auch nicht getauft und nimmt trotzdem an den Schulgottesdiensten teil. So kann er selber seinen Horizont erweitern.

LG Ute

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Morla72 am 31.08.2010, 18:41 Uhr

"gläubige Atheisten"??
Dann habt ihr Euch mit dem Begriff Atheismus noch nicht weiter auseinandergesetzt, scheint mir.
Aber der Besuch eines Gottesdienstes wird weder euch noch eurem Sohn geschadet haben, warum darüber aufregen?

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von geiz_ist_geil am 31.08.2010, 18:46 Uhr

Einen Gottesdienst gab es bei uns auch, da wir hier im Dorf aber keine Kirche haben war das im Nachbardorf und genau eine Stunde vor der eigentlichen Einschulungsfeier in der Turnhalle der Schule, das wäre mir zu stressig gewesen, samt Besuch von Großeltern und Paten da morgens um 8 schon mit 3 Autos ins Nachbardorf zu fahren und da dann auch noch Parkplätze zu finden, bzw. ne Stunde später das selbe Problem vor der Schule zu haben.

Wir haben somit auf den hier freiwilligen Gottesdienstbesuch verzichtet und sind gemütlich samt Anhang pünktlich zu Fuß in die Schule gegangen.

Auf gemeinsame Hausaufgaben mit meinem Sohn hätte ich auch keine Lust, ich sitze auch nicht daneben, wenn er seine Hausaufgaben macht, weil ich mich kenne und wahrscheinlich dauernd am verbessern wäre, wenn z.B. eine Linie nicht gerade gemalt wird, oder die Schrift nicht super sauber ist. So kontrolliere ich erst wenn er fertig ist und auch nur nach Fehlern, das andere ist doch eigentlich in der zweiten Schulwoche noch nicht so wichtig, das kommt dann später.

Ich denke wenn ich daneben sitze, würde das ihm das nicht nur die Konzentration sondern auch besonders die Lust nehmen würde, er macht die Hausaufgaben allein in seinem Zimmer am Schreibtisch, natürlich kann er zwischendurch fragen wenn er was nicht versteht, dann beantworte ich ihm das und er kann weiter arbeiten.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Booki am 31.08.2010, 18:47 Uhr

Die "gläubigen Atheisten" kenne ich auch nicht :-) !

Mal ehrlich- schadet ein Kirchenbesuch? Muss man sich da sooo negativ dran machen?

Und zum Rest: abwarten! Was meinst Du, was das "gemeinsame" in der Grundschule sein wird? Und wäre es so schlimm, wenn Kinder z.B. mit Kinder zusammen bestimmte Blätter sammelt? Oder andere Themen zusammen angeht?

Ich meine, oben beschwerst Du dich, dass die Schule alles entscheidet und ihr nicht einbezogen worden seid, ob Gottesdienst oder nicht (wobe ich mir nicht vorstellen kann, dass der PFLICHT ist....). Und ein paar Sätze weiter schreibst Du im Prinzip, dass du mit der Schule und BIldung deines Kindes nichts zu tun haben möchtest.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von eiskaffee81 am 31.08.2010, 19:03 Uhr

Wir sind auch konfessionslos, dennoch würde mich jetzt ein Gang in die Kirche nicht so aufregen, zumal das sicher auch mal passieren wird wenn mein Kind mal irgendwann am Krippenspiel teilnimmt oder von sich aus mal zur Kirche möchte, oder er eine Konfession annehmen möchte...
Das Haus tut mir ja nix, ich muss mich da ja nur hinsetzen und muss nicht mitbeten oder sonstiges...

Dass die Hausaufgaben für Kinder und Eltern sind, wird sich sicherlich auch wieder ändern, vielleicht ist das nur für den Einstieg gedacht.
Schlimm finde ich es jetzt nicht.

Und dass die Lehrerin nach Hause kommt, ja gut, da hätt ich wahrscheinlich auch erst mal gedacht, häää was soll das denn?? aber andererseits, wenn man nix zu verbergen hat, ist es ja eigentlich nichts schlimmes und zeugt von ihrem Interesse an den Kindern.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Joelina77 am 31.08.2010, 19:11 Uhr

Danke erstmal für eure Antworten:

Es ist mir ziemlich egal was Usus ist und was nicht.
In diesem Land herrscht Religionsfreiheit - es ist schlichtweg eine derbe Unverschämtheit einen katholischen Gottesdienst fest in das Programm einer Einschulung einzuplanen - finde ich.
Ich glaube nicht an Gott, ich verabscheue die kirchliche Instituion und diesen Glauben gebe ich an meine Kinder weiter. Ich möchte nicht, dass ich, mein Sohn oder auch andere Menschen dazu genötigt werden, ohne vorherige Wahl - einen Gottesdienst einer fremden Religion zu besuchen.
Man hätte das einfach zur Wahl stellen müssen - vor der Einschulung kommen die, die es möchten zum Gottesdienst - danach werden die Kinder versammelt und es geht los und nicht einfach mittendrin - das ist rücksichtslos.

Ja mein Sohn geht in die Schule - und nicht ich.
Er wird bestimmt ein persönliches Verhältnis zu seiner Lehrerin entwickeln, gerne - aber ob ich das möchte oder nicht, möchte ich allein entscheiden dürfen. Es ist lediglich ihr Beruf mein Kind zu unterrichten und Unterricht findet nur in der Schule statt - da ist die Grenze - zu mehr hat sie keine Verpflichtung und mehr möchte ich auch nicht.
Auf fachlicher Ebene - d.h. meinen Sohn betreffend werde ich mich natürlich gern mit ihr unterhalten logisch - dafür sind normalerweise aber Elternabende, Elternsprechtage, Gesprächstermine und die Elternmappe da - und selbstverständlich werde ich all diese Angebote auch gerne annehmen.
ABER es hat die Lehrerin meines Sohnes nicht anzugehen wie meine Wohnung eingerichtet ist, sie muss die Geschwisterkinder und Haustiere nicht kennenlernen, muss nicht wissen ob ich pedantisch oder schlampig bin.

Auch hier - wenn sie diese Hausbesuche freigestellt hätte, also einfach angeboten hätte, für die Eltern, die solch ein Bedürfnis nach persönlichem Kontakt haben - kein Problem - ABER sie hat geschrieben ab der zweiten Woche finden Hausbesuche statt Punkt.
Das ist doch keine Art.

Mit den Hausaufgaben muss ich sicher erstmal abwarten in welchem Rahmen, vielleicht ist es ja auch gar nicht so schlimm wie ich denke.

NATÜRLICH sitze ich bei den Hausaufgaben auch dabei und es ist selbstverständlich mal zu helfen und zu kontrollieren OB sie gemacht wurden (nicht berichtigen) - aber ich sehe nicht ein warum ICH Hausaufgaben machen sollte - schlussendlich ist es die alleinige Verantwortung meines Sohnes, nicht meine und genau das sollte er auch jetzt lernen.
Mein älterer Sohn ist ja nun schon in der vierten Klasse und da war es schon sehr schlimm - die Lehrerin hat uns Eltern extrem viel aufgebürdet.
ICH musste ihm lesen beibringen, weil sie in der Schule nur die Buchstaben gelernt haben, aber nie besprochen/geübt haben wie man sie verbinden muss. Ich musste mit ihm über die Sommerferien das komplette einmal-eins auswendig lernen und ca 60 Arbeitsblätter machen, weil sie es zeitlich nicht mehr im Schuljahr geschafft haben.
Ich musste ihm beibringen wie man in Kästchen schreibt und auf Linien (erste Klasse nur unlinierte Arbeitsblätter, zweite Klasse sofort Hefte und alles musste ordentlich sein). Ich musste abends mehrmals loslaufen um Zeitschriften zu kaufen, weil sie irgendwas ausschneiden und aufkleben mussten.
Das sind nur wenige Beispiele...

Und ich finde das geht schon viel zu weit.
Wenn nun noch eine extra Mappe von Anfang an mit Eltern-Hausaufgaben angelegt wird, na Prost Mahlzeit. Die Lehrerin wird dafür bezahlt meinem Kind was beizubringen, dann soll sie das auch tun - nicht mehr und nicht weniger.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Mobekka am 31.08.2010, 19:18 Uhr

Mal ne andere Frage: Warst Du überhaupt bei den Infositzungen vor der Schule dabei? Oder hattest Du dazu auch kein Interesse?

Wer keine Ahnung hat, wie der erste Schultag abläuft und den es auch interessiert, der informiert sich darüber! Hättest Du das getan, hättest Du auch gewusst, dass die Kinder in die Kirche gehen und hättest direkt sagen können: Ne, ich will nicht, dass mein Kind in die Kirche geht.

Ich weiß nicht, ob es Orte gibt, wo die Erstklässler nicht zum Schulstart in die Kirche gehen, keine Ahnung. Aber meistens ist es schon seit Jahren so, das war bei uns auch schon vor 50 Jahren so.

Bei uns gehen auch die Eltern der Kinder mit den Kindern in die Kirche, die auch keine Religion haben. Aber ich finde es schade, Deinem Kind hat es bestimmt keinen Abbruch getan, einfach den Schultag genauso zu beginnen, wie seine neuen Schulfreunde auch!!!

LG

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Lass es doch erst mal auf dich zukommen und mach nicht direkt die Pferde scheu

Antwort von kababaer am 31.08.2010, 19:18 Uhr

vieles hört sich grasser an als es im endeffekt ist. Seh es lockerer, damit machst es für deinen Sohn auch einfacher.

LG

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Atheismus bedeutet

Antwort von Joelina77 am 31.08.2010, 19:23 Uhr

Atheismus ist nicht gleich zu setzen mit Konfessionslosigkeit:

Ich zu100% davon überzeugt, dass es keinerlei Gott, Göttlichkeit in welchem Sinne auch immer gibt und diese Überzeugung gebe ich an meine Kinder weiter.
Die daraus resultierenden Aversionen gegen einen Gottesdienst, egal welcher Art kann man sich denken - ich möchte nichts schlecht machen was anderen wichtig ist.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Joelina77 am 31.08.2010, 19:32 Uhr

Hallo...

Es gab keine Infoverantstaltung - lediglich ein Brief und dazu stand NICHTS über die Einschulung, lediglich der Tag und die Uhrzeit.
Wir haben nochmal angerufen um abzuklären wie lange die Einschulung dauert, soviel dazu - von einem Gottesdienst war keine Rede.

Ebenso ist das zumindest hier auf keinen Fall üblich.
Auch als ich eingeschult wurde gab es keinen Gottesdienst - wozu auch?
Was hat die Einschulung mit Gott zu tun?

Meinem Sohn hat der Besuch des Gottesdienstes sehr wohl geschadet - er fands voll scheisse und hat auch nicht verstanden, wozu er da bitte eine Stunde lang eh schon total nervös ruhig sitzen und sich sowas.... anhören musste.

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ja, immer diese Schul-Gottesdienste

Antwort von sun1024 am 31.08.2010, 19:46 Uhr

Hallo Joelina!

Was die Gottesdienst-Manie von öffentlichen Schulen angeht, reiche ich dir die Hand, das geht mir auch langsam auf den Sack. Es hat doch einfach nichts miteinander zu tun!

Ob zur Einschulung, zum Schuljahresabschluss, zum Abschluss der Grundschule, zur Einschulung an der weiterführenden Schule - überall gehört hier wie selbstverständlich ein Gottesdienst dazu. Bei uns ist der Besuch des Gottesdienstes zwar freigestellt - wenn aber die Grundschul-Abgänger im Gottesdienst gemeinsam verabschiedet werden, ein im Unterricht lang extra dafür geprobtes Stück aufführen, singen und ihre selbstgebastelten Sachen präsentieren - dann wäre es doch fies, meinem Kind dieses zu verwehren, nur weil wir nicht in der Kirche sind - das ist schon ein gewisser Druck, oder?
Ich finde einfach, so eine Feier könnte man genauso gut "weltlich" in der Aula stattfinden lassen, oder?

Abgesehen davon, dass meinen Kindern und mir der Gottesdienst nicht zusagt, finde ich es auch den echt Gläubigen gegenüber irgendwie unfair, wenn ich da mitmache... schließlich nehmen die das sehr ernst, und ich nicht.


Was die Eltern-Hausaufgaben angeht, würde ich hoffen, dass das nur am Anfang so ist, um in das Hausaufgaben-machen reinzukommen. Vielleicht dient die Trennung ja auch im Gegenteil eher dem Zurückhalten übereifriger Eltern, die am liebsten ALLE Hausaufgaben ihrer Kinder selbst machen wollen...
Frag einfach mal nach...


Was den Hausbesuch angeht, denke ich, wirst du ihn verweigern dürfen. Ich finde es zwar sehr engagiert von der Lehrerin, dass sie alle Eltern aufsuchen will, um ihre Schüler besser kennen zu lernen - aber wenn du es nicht möchtest, wirst du wohl auch anderswo mit ihr reden dürfen.


LG sun

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Re: @Joelina77

Antwort von montpelle am 31.08.2010, 19:51 Uhr

Du hast in meinen Augen ein großes Problem und ich habe tiefstes Mitgefühl mit deinem Sohn und mit der Lehrerin deines Sohnes, mit dir auskommen zu müssen.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Schnitte78 am 31.08.2010, 19:52 Uhr

ganz ehrlich finde ich, Du stellst Dich an.
Ich wäre froh, unsere Lehrerin würde mal soviel Interesse zeigen.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Phase1 am 31.08.2010, 20:03 Uhr

Um nicht nochmal in einen Fettnapf zu steigen (wie es mir im Vorschulforum passiert ist), eine Frage vorweg: Lebt ihr in Deutschland?
Desweiteren: Ist das eine staatliche Schule? Privat? Konfessionell?

ad Gottesdienst:
Ihr hättet die Kirche nicht betreten sollen, wenn ihr überzeugte Atheisten seid. Man wird euch ja wohl kaum an Armen und Beinen da reingeschleift haben. Wenn eine Handlung gegen die eigene Weltanschauung und Überzeugung verstößt, dann sollte man auch das Rückgrat haben, sich öffentlich dagegenzustellen und für seine Überzeugung einzustehen. alles andere ist fehlende Zivilcourage.
Wenn beispielsweise mich jemand in eine Moschee, in eine Scientology-Zentrale oder in einen Opfertempel der Göttin Kali bewegen wollen würde, würde ich mich mit Händen und Füßen dagegen wehren, da könnte der Gruppenzwang noch so groß sein, es brächten mich keine 10 Pferde da rein.

ad Hausaufgaben mit Eltern:
Dann lass es halt sein und echauffier dich nicht.
Außerdem weißt du doch noch gar nicht, was genau "Zusammenarbeit mit den Eltern" bedeutet. Vielleicht geht es ja überhaupt nicht über das hinaus, was du eh mit deinem Sohn machen würdest.

ad Hausbesuch:
Deshalb meine Frage oben von wegen staatlicher Schule. Ich kenne die Hausbesuchspraxis eher aus dem Privatschulbereich (Waldorf, Konfessionelle). Dort ist das nämlich sehr üblich, an staatlichen Schulen meines Wissens eher nicht.
Auch hier finde ich, dass du dich künstlich echauffierst. Wenn du keinen Hausbesuch willst, dann sag das der Lehrerin und gut ist. Sie wird sich schon nicht dazu hinreißen lassen, unerwünscht und uneingeladen bei dir auf der Matte zu stehen.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von biggi71 am 31.08.2010, 20:31 Uhr

hallo,
wenn du die kirche so verabscheust, wäre ich an deiner stelle nicht mit hineingegangen. entweder-oder! hinterher aufregen ist immer einfach.
hausaufgaben mit eltern? ich finde es toll, du doof, also rede mit der lehrerin.
du möchtest keinen hausbesuch? sag ihr das auch gleich.

grüße
biggi

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von golfer am 31.08.2010, 20:34 Uhr

wir sind auch ohne konfession......aber es kann keienr bestreiten das wir im christlich geprägten Abendland (noch) wohnen.....daher kann es nciht schaden die wurzeln der Kultur kennen zu lernen und da wird auch einige gelernt was einfach zur Bildung gehörrt ....mein Sohn besucht sogar den ev. Reli Unterricht......bau doch keine solchen Mauern im Gehirn auf....... acu ein Veganer kann auf eine Feier gehen wo andere Dinge gericht werden.....

die Hausis werden bestimmt nicht o heiss gegessen wie du jetz denktst ...und klar ist auchdas Elternhaus für den Schulerfolg des Kindes zuständig.....oder melde ihn doch gleich in einem Intwernat an.....

gegen einen Hausbesuch hätte ich auch was....müsste ja erst mal aufräumen........dass würde ich mir noch überlegen......

also lächle lass es auf die zukommen und mach erst mal die Erfahrugnen.....

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von wickiemama am 31.08.2010, 21:09 Uhr

meine Güte...

dann geh halt net mit in die Kirche...
wenn ich irgendwo nicht hinwill geh ich nicht. tu ich es doch brauch ich mich hinterher nicht darüber aufzuregen...
Deinen Sohn hat es tatsächlich geschadet??? Na, dann weißt du wer Schuld daran ist, Du bist schuld, weil du ihn (aufgrund dessen weil du den Gruppenzwang mitgemacht hast) gezwungen hast in die Kirche zu gehen....

Hausaufgaben für die Eltern werden wohl Sachen sein wie "gebem sie ihrem Kind bis Montag ein langes Lineal/ 20 Kastanien/ 2 Euro mit" oder sowas in der Art...

Hausbesuch... hmm ... wenn man nix zu verbergen hat spricht nix dagegen... wenn dus nicht willst sags ihr, kann dich ja keiner zwingen...

ÜBerdenke deine Einstellung! so wird eine Zusammenarbeit sehr sehr schwierig...

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von ansaluli am 31.08.2010, 21:16 Uhr

Hallo,

würde auch gern noch was dazu schreiben:

Gottesdienst:
Wenn es wirklich keinerlei Hinweis auf den Gottesdienst gab, finde ich das schon befremdlich. Vielleicht liegt es tatsächlich darin begründet, wo ihr wohnt, denn es wundert mich auch, dass er katholisch war. Es gibt ja schließlich auch andere Glaubensrichtungen, die sich dadurch evtl. ausgeschlossen gefühlt haben. Bei uns gab es einen ökumenischen Gottesdienst und der war in der Einladung zur Einschulung vermerkt (in Klammern und ganz klein, so dass man nicht den Eindruck hatte, man müsse dort erscheinen). Das ist vielleicht blöd gelaufen, aber du hattest ja trotz allem die Wahl, NICHT in die Kirche zu gehen.

Atheismus:
Ich bin auch Atheistin und habe mich sehr bewusst gegen Gott entschieden - nämlich kurz vor meiner Konfirmation, nachdem ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hatte.

Aufgrund dieser Erfahrung würde ich meinem Kind NIEMALS meine Glaubensüberzeugung "überstülpen". Natürlich darf er wissen, dass ich nicht an Gott glaube, aber für sein Leben muss er die Entscheidung treffen. Und wenn er mir Fragen stellt, sage ich natürlich was ich (nicht) glaube, betone aber auch, dass es durchaus andere Meinungen dazu gibt.
Genau deshalb haben wir letztes Jahr am Einschulungsgottesdienst teilgenommen (weil mein Sohn es wollte) und er nimmt auch am Religionsunterricht teil, solange er es für richtig hält. Und wenn er irgendwann getauft und konfirmiert werden will oder Mönch werden möchte oder zum Buddhismus übertreten möchte - seine Sache. Du ärgerst dich, dass man dich ohne Vorankündigung in einen Gottesdienst drängelt, schränkst deinen Sohn in Glaubensfragen aber in ähnlicher Weise ein. Nichts finde ich schlimmer als wenn man an etwas glaubt (oder eben nicht glaubt), nur weil dies auch die Eltern, Großeltern und alle anderen Vorfahren so gehalten haben - aber nicht weil man die Wahl hatte, selbst zu entscheiden, was man glauben möchte.

Hausaufgaben:
Warte doch erst mal, was das für Aufgaben sind, die ihr zusammen machen sollt oder frag' die Lehrerin (z.B. beim Hausbesuch?) danach, was eigentlich gemeint ist. Im Prinzip hast du ja Recht, es ist merkwürdig, dass die Eltern Schularbeiten machen sollen, aber da würde ich einfach mal nachfragen.

Hausbesuch:
Wenn du dich dadurch so bedrängt fühlst, würde ich der Lehrerin das auch so sagen und sie bitten, mit dir einen Gesprächstermin in der Schule zu machen. Sie wird sicher weder dir noch deinem Kind den Kopf abreißen. Beschweren würde ich mich allerdings nicht, denn es ist meines Erachtens nur eine nett gemeinte Geste, ich würde das nicht gleich mit Auskundschaften und Kontrollieren gleichsetzen, für sie wäre es deutlich weniger zeitaufwändig, die Eltern in die Schule zu zitieren als alle einzeln zu besuchen.

Gruß,
Anja

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Mach doch mal nicht so ein Drama

Antwort von bubumama am 31.08.2010, 21:37 Uhr

Das Schuljahr hat gerade erst begonnen.... lass es doch erst mal alles auf Euch zukommen.

Gottesdienst ist meistens üblich, da gehen einfach alle hin. Er wird sich keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn er mal ein Gebet spricht....
Du sagst ja selber, Religionsfreiheit.... dann gestehe Deinem Sohn auch zu, es selbst zu erfahren und zu beurteilen, ob er gläubig (an was auch immer) sein will oder nicht. Gib ihm die Möglichkeit, es selbst herauszufinden. Das geht nur, wenn er sich mit den Religionen dieser Welt befasst.

Die Hausaufgaben sind doch eh meistens mit den Eltern zu machen, welches Kind macht die vom ersten Tag an allein? Du solltest ihm da sowieso helfen, indem Du einfach bei ihm sitzt oder in greifbarer Nähe bist. Und gemeinsam Aufgaben zu erledigen stelle ich mir nun nicht so schwer vor, es ist etwas Gemeinsames. Dein Sohn wird das zu schätzen wissen, wenn Mama sich dafür interessiert.

Dass die Lehrerin einen "Hausbesuch" machen will finde ich toll. Es sagt mir einfach, sie hat Interesse an ihren Schülern, sie will wissen, wie und wo diese aufwachsen. Möchte die Umstände, die Menschen usw. kennenlernen. Nur so kann sei effektiv mit dem Kind arbeiten. Wenn sie Hintergrundinfos hat, wenn sie weiß, aus welcher Familie das Kind kommt.

Warte erstmal ab was so kommt.

melli

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Nochmal zum Schul-Gottesdienst

Antwort von sun1024 am 31.08.2010, 22:31 Uhr

Die Religion kennen lernen, da hab ich nix gegen. Ist nun mal 'ne überwiegend christliche Sozialisation hier.

Ich habe den Kindern beigebracht, was an den Festen (Weihnachten, Ostern, ...) eigentlich gefeiert wird, und dass Jesus toll gefunden wird, weil er sich immer für friedliche Lösungen eingesetzt hat und immer für andere da war - und dass manche auch glauben, dass er der Sohn Gottes ist.

Meine Kinder haben in der Grundschule von sich aus freiwillig am Religionsunterricht teilgenommen, auf der weiterführenden Schule von sich aus den Alternativ-Unterricht dazu gewählt. Ob sie mal Christen, Atheisten, Agnostiker, Buddhisten, Moslems oder was werden wollen, ist ihr Ding.

Trotzdem stört es mich, dass besondere Gelegenheiten an Schulen automatisch mit einem Gottesdienst gefeiert werden. Und oft ist dieser Gottesdienst nicht ergänzend zu einer nicht-christlichen Feier, sondern ist der einzige feierliche Akt.
Und DAS stört mich - da hab ich nämlich nur die Wahl, die besondere Gelegenheit an der Schule GAR NICHT zu feiern, oder in der Kirche.

LG sun

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Re: Nochmal zum Schul-Gottesdienst

Antwort von Spellbound am 31.08.2010, 23:14 Uhr

Unser Lehrer hat auch schon Hausbesuche angekündigt aber das ist bei Waldis ja normal.
Unser Großer war auf einer Regelschule und auch dort gab es Hausbesuche. Fand ich nett !
Da wir endlos Tiere haben +drei Kinder , sieht es hier ziemlich wüst aus. Also fühlte ich mich zum säubern und aufhübschen genötigt. Hat mir aber nicht geschadet und der Besuch war immer nett !!!
Tja , den Fernseher haben wir nicht vertsecken können. Obwohl er winzig ist, mein Mann sagt , wir stehen dazu ! Ooops !

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@Spellbound

Antwort von Lotte6 am 01.09.2010, 0:06 Uhr

Den Fernseher hätte ich aber versteckt. Nicht das der Lehrer nebenberuflich GEZ-Schnüffler ist

Hausbesuche finde ich nicht schlecht, leider gibt es so etwas nicht bei uns.

Zum Thema Gottesdienst. Meine Tochter fand es toll. Rockige flotte Musik und ein paar nette Geschichten. Was ich persönlich nicht so toll fand war die Aussage des Pastor: "Wenn ihr mal ein Problem auf dem Schulweg habt dann sagt einfach "Gott beschütze mich".
Ich musste meiner Tochter dann später schon erklären das sie sich darauf nicht verlassen kann.
Wenn ich nun an gar nichts glauben würde, würde mich so eine Aussage extrem stören. Aber wenn ich an nichts glauben würde, wäre ich auch nicht mit in die Kirche gegangen - und hätte den Satz somit auch nicht gehört.....

@Joelina77: Warum habt ihr den Gottesdienst nicht ausfallen lassen? Ich glaube nicht das dein Sohn deswegen einen Nachteil gehabt hätte. Jeder kann doch an das glauben was er will.

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Da geh doch einfach nicht zu Gottesdienst!

Antwort von liha am 01.09.2010, 8:23 Uhr

Und mit der Lehrerin wirst du sowieso sprechen müssen, weil ich davon ausgehe, dass du auch nicht möchtest´, dass dein Kind am Religionsunterricht teilnimmt.

Ist doch nichts anderes als bei den Muslimischen Kinder.
Wenn Gottesdienst ist oder Religionsunterricht ist, gehen sie solange in eine andere Klasse und fertig.
Da bedarf es nur einen Satz zur Lehrerin und gut ist.
SIE kann das ja euch nicht an der Nasenspitze ansehen.

Was den Hausbesuch betrifft, finde ich es sehr nett und angagiert von der Lehrerin. Aber wenn du nicht willst, dann sag es halt nett und freundlich. Muß ja nicht gleich meckern sein.

Das mit den Hausaufgaben würde ich einfach mal abwarten.
Ab und zu muß man seinem Kind schon mal helfen. Es gibt Dinge, die können die Lehrer nicht alleine auffangen.
Wenn es beim ab und zu bleibt. finde ich das vollkommen okay.

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ich bin

Antwort von Keybo am 01.09.2010, 8:43 Uhr

muslimin, und war trotzdem gestern mit meiner tochter im einschulungsgottesdienst in der kirche, obwohl auf dem zettel stand das man sich danach in der schule treffen kann wenn man aus weltanschaulischen gründen nicht teilnehmen will.

da ist nichts dabei finde ich, und ich wollte das kind jetzt nicht von vornherein ausschließen.

lg

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Re: ich bin

Antwort von Spellbound am 01.09.2010, 8:52 Uhr

Mein mann und ich sind überhaupt keine Kirchgänger und unsere Kinder gehen zu jedem Kindergottesdienst und überhaupt gern in die Kirche .
ich glaube Kinder gehen fast alle gern zur Kirche ! Die Gemeinschaft , die Kerzenstimmung, ein hoffentlich netter Pastor, oftmals auch Freunde.
was ich ganz schlimm find , ist das Aufbrezeln für den Gottesdienst. Meine Mutter hat sich für den Weihnachtsgottesdienst immer neu eingekleidet inkl. Friseur versteht sich. Eine Gelegenheit sich der Gemeinde zu präsentieren. ÜBEL !!!! Aber der äußere Schein ist ja oft sehr wichtig .
Unser Sohn wurde als einiziger aus unserem Ort an einer anderen Schule eingeschult. Ich habe mir einen abgebrochen damit er am Einschulungsgottesdienst teilnehmen kann.

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Re: Atheismus bedeutet

Antwort von celmin am 01.09.2010, 9:32 Uhr

Ich finde es schade, dass Eure Kinder sich nicht selbst ein Bild machen können. Wenn jemand - als Eltern - nicht glaubt ist es okay. Ich denke auch nicht, dass DU mit in die Kirche gehen musst. Ich finde es aber schlimm, wenn man seinen Kindern nicht die Wahl lässt. Wenn sie das selbst nicht erleben, werden sie sich wohl kaum ein eigenes Bild machen können. Sie werden dann einfach stur übernehmen, was ihr Eltern ihnen vorlebt. Ich finde das erschreckend. Eine eigene Meinung sprecht ihr ihnen damit ab.

Gegen Hausbesuche hätte ich persönlich auch etwas. Wie ich zu Hause lebe, geht die Lehrerin nichts an. Sie gehört nicht zu meinem Familien- bzw. Freundeskreis und deshalb will ich sie zu Hause auch nicht haben. Ich hätte vor allem etwas dagegen, weil das quasi aufgezwungen wird. Ich möchte selbst entscheiden, wen ich in mein Haus einlade und wen nicht.

Ebenso bin ich der Meinung, dass ich nicht nebenbei noch die Aufgaben der Schule zu erledigen habe. Darin kann ich Dir auch zustimmen. Eine Ausnahme wäre aber, wenn mein Kind Probleme mit dem Stoff hat. Da würde ich es natürlich unterstützen.

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@keybo

Antwort von MamaMalZwei am 01.09.2010, 10:00 Uhr

Hallo, schade, dass ihr nicht im Ruhrgebiet wohnt. Dort ist es zum Teil so, dass zu dem ökumenischen Gottesdienst auch ein muslimischer Geistlicher dazugebeten wird. Zumindest vor 10 Jahren war das schon so.

Was mich betrifft, eine Feier in der Kirche finde ich für mich und meine Kinder nicht schlimm, wenn es nicht der einzige festliche Akt bleibt.
Dass Lehrer Hausbesuche machen auch nicht. Mein Bruder ist Lehrer, der macht das auch. Er will einfach sehen, wie die Kinder leben und welche Kinder er vielleicht mehr unterstützen muss. Du musst auch sehen, es gibt immer mehr Eltern, die ihre Kinder beim Lernen nicht unterstützen können oder wollen. Vielleicht hat Eure Lehrerin ja diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht. LG

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Re: @keybo

Antwort von Keybo am 01.09.2010, 10:23 Uhr

ach das finde ich ja toll wusste gar nicht das es sowas gibt das hatten wir jetzt nicht (wohnen in nrw).
echt klasse.

LG

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Sehe das Problem nicht

Antwort von momworking am 01.09.2010, 11:07 Uhr

Hallo,
ich denke, dass es nicht wirklich so eine Riesensache ist, wie du es darstellst:

1. Gottesdienst: Da hättest du dich vorher schlau machen können, wie das üblich ist. Hast du nicht: Pech gehabt. Beim nächsten Kind weißt du es und gehst in der Gottesdienstzeit mit deinem Kind Eisessen oder was auch immer.
Gruppenzwang? Nunja, man könnte auch wohlwollend sagen, dass die Einschulungsfeier vermutlich so gestalltet ist, wie sie der Mehrheit der Familien gefällt. Und wenn das bei dir nicht der Fall ist, dann zieh deine Konsequenzen. Was soll schon passieren? Eingeschult wird das Kind auf jeden Fall.

2. Hausaufgaben mit den Eltern: Willkommen in der wunderbaren Welt der Halbtagsschule. Immerhin ist eure Lehrerin so ehrlich SOFORT zuzugeben, dass es ohne die massive Mithilfe der Eltern nicht machbar ist, die Unterrichtsinhalte erschöpfend zu bearbeiten. Wenn du nicht mitarbeiten willst oder kannst, steht es dir doch frei, jemanden damit zu beauftragen (hat das Kind keinen Vater? Ansonsten eben jemand, den du dafür bezahlst). Alternativ lässt du es einfach sein und siehst was passiert.

3. Sag den Hausbesuch ab, wenn du das nicht möchtest. Ganz einfach. Sei ehrlich und sag, dass du keinen "wildfremden" Besuch wünschst. Fertig.

Ich denke, dass dein Problem darin liegt, dass du viele Dinge anders haben möchtest, die aber nunmal so etabliert sind.
Und ich würde vermuten, dass du dir den größeren Gefallen tust, wenn du dich damit arrangierst, anstatt rebellierst, aber Letzteres ist natürlich immer ein Option.

VlG und alles Gute,
Annette

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von vallie am 01.09.2010, 13:47 Uhr

weihnachten wird aber schon gefeiert bei euch oder muß da dein sohn auch draußen bleiben???

zum rest wurde schon alles gesagt.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Petra28 am 01.09.2010, 17:58 Uhr

Vallie, auch ich fand es gestern in der Kirche äußerst unangenehm. Ich habe es aber "ertragen", eine Stunde lang so Reden wie "ihr seid nicht für euch selbst verantwortlich, das macht alles Gott und wenn es mal nicht so läuft wie ihr wollt, dann beklagt euch nicht". Was bitte hat das mit Schule zu tun? Damit, zu lernen, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen? Ich kann die Ausgangsposterin da verstehen, auch ich bin aus Überzeugung konfessionslos. Und Weihnachten feiere ich als Familienfest mit Weihnachtsbaum, der ja bekanntermaßen einen heidnischen Ursprung hat.

Zu den Hausaufgaben - da würde ich einfach abwarten. Vielleicht sollen die Eltern ja nur etwas über ihren Beruf erzählen...

Zu den Hausbesuchen - die kenne ich aus meiner Kindheit. Für mich wäre es praktischer, die Lehrerin käme zu mir als ich in Schule, da bräuchte ich keinen Babysitter...

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von vallie am 01.09.2010, 18:18 Uhr

petra, ich bin sicher keine, die begeistert in die kirche geht und bin vor 6 jahren aus finanziellen gründen aus der kirche ausgetreten. glauben tu ich dennoch, aber das ist eigentlich nebensächlich.
ich finde auch für die kinder alle kirchlichen feste ( inkl weihnachten, da feiert man doch meiner erinnerung nach die geburt von gottes sohn ) sehr schön, meine beiden sind auch in einem evangelischen kindergarten gewesen und auch der hort hatte einen kirchlichen träger.
ich lese soviel abscheu in dem ap, daß ich das doch mal kurz anmerken wollte, daß benefits doch gerne mitgenommen werden.
ob ICH in den gottesdienst zu unserem schulbeginn gehen werde, weiß ich noch nicht.
hausbesuche fände ich persönlich sehr befremdlich. der vergleich mit der ddr ist ja wohl ein eigentor, siehe posting oben.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Julchen04 am 01.09.2010, 19:55 Uhr

ich finde es auch merkwürdig.

ein gottesdienst muss angekündigt werden.
hausaufgaben mit eltern als pflichtprogramm geht mal gar nicht!
einen hausbesuch fänd ich auch schräg, allerdings würde ich hier gute miene zum bösen spiel machen und es über mich ergehen lassen.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Hase67 am 02.09.2010, 7:43 Uhr

Hi,

komm erst mal wieder herunter von deinem Ärger über den Schulgottesdienst - sonst steigerst du dich bei den anderen Dingen, die du angeführt hast, unnötig in Probleme hinein, und das wird auch für deinen Sohn unangenehm.

Deine Haltung zur Kirche ist natürlich deine Sache (ich bin zwar auch konfessionslos, aber nicht so militant), aber ich verstehe nicht, warum du dein Ding dann nicht auch konsequent durchgezogen hast - du hättest mit deinem Sohn ja auch einfach in der Schule warten können, bis die anderen vom Gottesdienst zurückkehren. Das wäre zwar in dem Moment sicher dem einen oder anderen unangenehm aufgestoßen, aber es ist deine Entscheidung, und wenn dir das für deinen Sohn auch so wichtig ist, dann hättest du es auch tun können.

Die anderen Dinge würde ich einfach auf mich zukommen lassen. Wenn du vorher schon einen Riesenaufstand anzettelst, machst du dir und deinem Sohn nur unnötig das Leben schwer. Das mit den Hausbesuchen finde ich sogar eine nette Idee - meinst du im Ernst, die Lehrerin ist daran interessiert, wie ihr zu Hause eingerichtet seid? Es geht doch um euer Kind, nicht um euch und euren Haushalt?! Ich sehe das eher als integrative Maßnahme, damit die Klasse einen besseren Gruppenzusammenhalt bekommt, und für Grundschulkinder spielt nun mal ihr Zuhause auch eine große Rolle - die meisten sind doch stolz darauf, anderen Kindern zu zeigen, wie und wo sie wohnen (unabhängig davon, ob ihr Kinderzimmer groß oder klein, perfekt gestylt oder chaotisch ist). Im Kindergarten meines Sohnes waren solche Hausbesuche auch üblich, und für die jeweiligen Kinder war das ein Riesen-Highlight, mal alle Kinder und Erzieher, die sie sonst nur im Kiga täglich sehen, zu Hause in ihrem vertrauten Umfeld zu begrüßen.

Deine Sorge wegen der Hausaufgaben kann ich im Ansatz nachvollziehen - ich würde mich auch nicht in die "Mein Sohn und ich haben diese Aufgabe doch toll gemacht, oder, Frau Lehrerin?"-Rolle reinziehen lassen wollen. Aber auch hier wird das meiste nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Grundsätzlich finde ich, du solltest deinem Sohn zuliebe an deiner militanten Anti-Haltung arbeiten - Schule und Elternhaus sind heutzutage mehr als früher Erziehungspartnerschaft, und das hat durchaus seine Vorteile - aber zulassen musst DU es.

LG

Nicole

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von anaj am 02.09.2010, 8:31 Uhr

Hallo, bei uns war Gottesdienst vor der Einschulung angekündingt und es war auch freiwillig. Wir sind nicht hingegangen, da wir konfessionslos sind und auch sonst nie in die Kirche gehen. Ich habe allerdings meine Tochter entscheiden lassen, ob sie in die Kirche mitgehen möchte wie ihre beste Freundin oder nicht. Sie wollte nicht, die Aufregung vor der Einschulung war einfach zu groß. Wir sind also direkt zur Einschulung gegangen und waren deswegen keine Aussenseiter. Ich finde auch, dass Kirche und Einschulung getrennt sein sollten, in eurem Fall sollte es vorher angekündigt sein. Allerdings hat euch sicher keiner gezwungen in die Kirche zu gehen. Ich kann mir jetzt auch nicht wirklich vorstellen, dass Dein Sohn nun von einem Kirchenbesuch einen Schaden hat.

Hausbesuche sind hier üblich nur, wenn das Kind nicht zu Schule kommt und die Eltern das Kind nicht entschuldigen. Dann darf die Lehrerin ein Hausbesuch machen, was ich völlig in Ordnung finde. Gegen ein Kennenlernbesuch hätte ich nichts einzuwenden, wir haben ja nichts zu verstecken.

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Re: Einbeziehung der Eltern/Einmischung

Antwort von Petra28 am 02.09.2010, 9:33 Uhr

Ach Vallie, ich habe keine Probleme damit, Weihnachten oder Ostern ohne jeglichen kirchlichen Bezug zu feiern und ich kenne es auch nicht aus meiner Kindheit. Schön ist es trotzdem immer.

Und auch der Vergleich mit der DDR kam mir - gerade deshalb lasse ich ja meine Kinder die kirchlichen Aktivitäten mitmachen, denn früher waren die Kinder, die die entsprechenden staatlichen Dinge nicht mitgemacht haben, eben doch Außenseiter. Das ist opportunistisch, klar, aber dazu stehe ich und meine Kinder wachsen eben jetzt und hier auf, später können sie sich immer noch entscheiden, was sie glauben wollen oder nicht. Ich bin ja auch trotz meiner sozialistischen Prägung hervorragend im Kapitalismus angekommen.

Und was die Hausbesuche angeht, so what. Meine Mutter hat sich immer mit der Lehrerin bei Kaffee und Kuchen gut unterhalten, später wurden da auch private Gespräche draus (und es gab auch mal das ein oder andere Schnäpschen...)

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@Sun, ich sehe es sehr ähnlich wie Du...

Antwort von MM am 02.09.2010, 21:45 Uhr

... - habe oben nochmal was dazu geschrieben.

Als gäbe es keine anderen Möglichkeiten, um einen Tag für Kinder schön und festlich zu begehen, als ausgerechrnet einen Gottesdienst...

Und ich bin etwas(?) überrascht (gelinde gesagt!), wie intolerant und aggressiv hier einige "Christen" auf kritische Meinungen bzgl. Kirche reagieren... Ganz schön engstirnig, so empfinde ich das... Halloooo aufwachen, wir leben im 3.Jahrtausend !!!

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