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BMI für Kinder - ist mein Kind zu dick?

BMI für Kinder - ist mein Kind zu dick?

Nur ein bisschen moppelig oder schon zu dick? Eltern sind sich oft unsicher, ob ihr Kind für sein Alter zu dick, zu dünn oder ganz normalgewichtig ist. Hier können Sie den BMI (Body-Mass-Index) Ihres Kindes bestimmen und erfahren Wissenswertes über die Entwicklung des Körpergewichts bei Kindern.

Was das Körpergewicht angeht, kann man sich grob am Body-Mass-Index (BMI) orientieren. Der BMI setzt das Gewicht eines Menschen in Beziehung zu seiner Größe. Außerdem bezieht der BMI bei Kindern auch das Alter des Kindes und das Geschlecht mit ein. Bei Kindern ist das normalgewichtige Spektrum des BMI jedoch weiter gefasst, als bei Erwachsenen. Warum das so ist und wie man mit Übergewicht bei Kindern richtig umgeht, lesen Sie im Text unterhalb des BMI-Rechners.

Was den BMI angeht, so gibt es bei Kindern keine starren Grenzwerte, sondern BMI-Perzentilkurven, an denen man erkennen kann, wo im Spektrum sich das Kind befindet.

Body-Mass-Index (BMI)

Der BMI ist der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m2).

Beispiel: der BMI eines 1,45 m großen Kindes mit 37 kg beträgt 17,6 kg/m2.

37 kg
(1,45 m x 1,45 m) 2

Hier können Sie den BMI Ihres Kindes ausrechnen: 

Geschlecht:
Alter:   Jahre
Größe in cm:
Gewicht in kg
 

Ein Kind gilt als übergewichtig, wenn sein BMI die 90. Perzentile überschreitet. Das bedeutet, dass in seiner Altersgruppe 90 % aller Kinder weniger wiegen. Als adipös, also krankhaft übergewichtig gilt es, wenn der BMI-Wert im roten Bereich, also über der 97. Perzentile liegt. Untergewicht liegt vor, wenn der BMI-Wert unter über der 3. Perzentile zu finden ist.

Weil Kinder richtige Wachstumswunder sind, gelten im Hinblick auf das Gewicht, für Babys und Kinder etwas andere Regeln:

Babys brauchen ihren Speck

Babys sind wahre Wachstumswunder: Im ersten Jahr verdreifachen Sie ihr Geburtsgewicht und wachsen im Monat durchschnittlich ca. 2 Zentimeter. Wichtig ist dabei, dass die Zunahme des Körpergewichts im richtigen Verhältnis zum Längenwachstum steht. Bei den U-Untersuchungen kontrolliert das der Kinderarzt. Vollgestillte Babys können gar nicht zu dick sein. Sie bekommen über die Muttermilch genau die Menge an Kalorien und Proteinen, die sie brauchen. Bei Kindern, die Flaschennahrung bekommen, kann das etwas anders sein: Hier sollte man darauf achten, eine Nahrung zu wählen, die nicht zu viel Eiweiß liefert. Wichtig ist auch, das Fläschchen streng nach Rezepturangabe anzurühren und mit Nachschlag zurückhaltend zu sein. Weil Fläschchennahrung auf Kuhmilchbasis hergestellt wird, ist sie grundsätzlich proteinreicher als Muttermilch und fördert daher zusätzlich die Zunahme.

Schon im ersten Lebensjahr gilt: Bitte nur dann zur Milchflasche greifen, wenn das Baby auch wirklich hungrig ist und nicht wenn es nur müde oder gelangweilt ist. Schon sehr früh können sich so negative Essens-Konditionierungen einschleichen. Es lernt dann: Wenn ich quengelig, müde oder genervt bin, hilft es mir, wenn ich etwas esse.

Außerdem brauchen Babys auch etwas Speck. Der Speck hilft ihnen ihre Körpertemperatur konstant zu halten, außerdem liefert er Energie für den nächsten Wachstumsschub oder falls das Kind krank wird und ein paar Tage nur sehr wenig isst. Sollte ihr Baby andererseits sehr zart sein, jedoch ansonsten kerngesund und munter, müssen sie sich auch keine Sorgen machen oder ihm ständig Nahrung anbieten. Menschen haben nun mal eine sehr unterschiedliche Statur - das fängt schon bei den Babys an. Sollte ihr Kind aber aus ungeklärten Gründen stark abnehmen, sollten Sie den Kinderarzt um Rat fragen.

Kleinkinder im Längen- und Breitenwachstum

Sobald Kinder mobil werden, purzeln die Pfunde bei den meisten Kindern zugunsten des Muskelaufbaus. Dabei kann man häufig feststellen, dass sich Längen- und Breitenwachstum abwechseln: Manche Kleinkinder wirken etwas pummelig, bevor der nächste Wachstumsschub kommt und sie wieder in die Höhe schießen.

Wenn das Kind etwa fünfeinhalb Jahre alt ist, sollte der BMI jedoch eher niedrig sein. Normalgewichtige Kinder sind in diesem Alter sehr schlank. Falls nicht, kann sich das auch langfristig auswirken. Dabei kann man sich an die Faustregel halten: Je länger ein Kind Übergewicht hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch als Erwachsener dick sein wird. Die besten Chancen, dass die überflüssigen Pfunde wieder weggehen, haben Kinder, deren Eltern beide schlank sind.

Besonders bei kleineren Kindern sollte man den BMI nur als grobe Richtschnur nehmen. Ein Wachstumsschub genügt und der BMI ist im Normbereich. Niemals sollte man ein Kind auf Diät setzen, weil man selbst das Gefühl hat, es sei zu dick. Weil es eine ausgewogene, mineralstoff- und nährstoffreiche Ernährung für seine gesunde Entwicklung benötigt, sollte man ein Kind jedoch bewusst und gesund ernähren. Täglich frisches Obst und Gemüse als Rohkost anbieten statt kalorienreiche Snacks ist hier meist der beste Weg. Auf keinen Fall sollte man von sich aus das Kind auf Diät setzen. Im Hinblick auf eine gesunde Entwicklung des Kindes müssen diese Maßnahmen unbedingt mit dem Kinderarzt abgesprochen werden.

Vorschul- und Schulkinder

Zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr wachsen die meisten Kinder sehr stark in die Länge. Das Kind sieht schlanker aus, bevor es vom 8. bis zum 10. Lebensjahr wieder eher an Gewicht zulegt. Ungefähr vom 11. bis zum 15. Lebensjahr wachsen die Kinder wieder in die Länge. In dieser Zeit sind die Kinder häufig sehr schlank und hochgewachsen, haben jedoch durch das schnelle Längenwachstum eine schwache Muskulatur.

Bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter, die unter Übergewicht leiden, reicht es oft aus über eine bewusste Ernährung das Gewicht stabil zu halten. Abnehmen ist in den meisten Fällen nicht nötig - das Kind hat noch starke Wachstumsschübe vor sich, wodurch das Gewicht in die richtige Relation gelangt. Am besten ist es, das gesunde Essen selbst vorzuleben: Wenn es als Zwischenmahlzeit in der Familie für alle ein Stück Melone oder einen Apfel gibt und nicht Kuchen oder Kekse, ist gesundes Essen für Kinder ganz normal.

Sollte Ihr Kind jedoch unter starkem Übergewicht leiden, ist es wichtig gemeinsam mit dem Kinderarzt die Ursachen abzuklären, für ausreichend Bewegung zu sorgen und die Ernährung konsequent umzustellen.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: September 2015

   

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