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Gymnasium 5. Klasse - Englisch oder Latein wählen? Oder gar kein Gymi?

Thema: Gymnasium 5. Klasse - Englisch oder Latein wählen? Oder gar kein Gymi?

Hallo, bei uns in Bayern sind Anfang Mai die Anmeldungen für die 5. Klasse Gymnasium. Nun sind wir uns absolut unsicher, ob unsere Tochter mit Englisch oder Latein beginnen soll. Sie selbst hatte eigentlich vor, Latein zu nehmen (kann sich aber darunter noch nicht allzu viel vorstellen). Auch ihre große Schwester hat mit Latein begonnen. Nun rät u.a. der Kinderarzt davon ab, mit Latein zu beginnen, da mit Englisch ein evtl. Wechsel auf die Realschule leichter wäre (sie hat lt. Arzt "nur" einen IQ von 94 und er meinte, sie müsse sich auf dem Gymnasium deswegen schon sehr anstrengen, um das zu schaffen). Oder sollen wir von dem Gedanken, sie aufs Gymnasium zu geben, ganz Abstand nehmen? Sie selbst möchte allerdings unbedingt dorthin. Ihr Notenschnitt ist 1,6. Allerdings hat sie Probleme mit der Rechtschreibung. Habt ihr ein paar Denkanstöße für mich? Vielen Dank!

von hosenmatz05 am 11.04.2015, 14:32



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Woher weiß der Arzt den IQ Deiner Tochter? Hat er sie ausführlich getestet? So ein IQ-Test in dem Alter dauert so ca. 4 Stunden und wird von entsprechend ausgebildeten Psychologen vorgenommen. Zudem spaltet sich der Wert in einzelne Werte (Wahrnehmungs-, Merkvermögen, logische und sprachliche Begabung, etc.) auf. Es kann also ohne weiteres sein, dass ein Kind extreme Einzelbegabungen hat, und trotzdem "nur" einen durchschnittlichen IQ hat. Ganz ehrlich: Ich würde auf den "fachlichen Rat" des Kinderarztes nicht die Bohne geben! Abgesehen davon kann man mit einem IQ 94 alles machen, was man möchte. Genauso wie mit einem IQ von 125 oder 135. Mein Denkanstoß: Gerede vom Kinderarzt vergessen und ggf. mit der Klassenlehrerin sprechen und dort beraten lassen.

von shinead am 11.04.2015, 14:56



Antwort auf Beitrag von shinead

Vielen Dank für deine Antwort! Der IQ wurde getestet im Zusammenhang mit der Testung einer Rechtschreibschwäche. Dabei war sie wohl im Merken von Zahlenreihen sehr unterdurchschnittlich, was wohl auch zu dem Ergebnis beitrug. Allerdings war sie bei der normalen Merkfähigkeit im Bereich von über 70 %, also gut überdurchschnittlich. Sie ist kann sich auch wirklich Einträge usw. sehr gut merken und ist auch sehr lernwillig und anstrengungsbereit. Von Seiten der Lehrerin spricht nichts gegen das Gymi. Aber die Aussage des Arztes hat uns jetzt verunsichert. Und diese Aussagen fanden auch noch im Beisein unserer Tochter statt - finde ich etwas unglücklich!

von hosenmatz05 am 11.04.2015, 15:19



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Wer hat diesen Test gemacht und welcher IQ-Test war das genau?

von Pamo am 11.04.2015, 15:22



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

70% von was? M.E. solltest Du den Test vergessen.

von shinead am 11.04.2015, 23:30



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Ich würde die Aussage dieses Arztes in jeder Hinsicht weniger wichtig nehmen.

von Pamo am 11.04.2015, 15:21



Antwort auf Beitrag von Pamo

Den Test hat der Kinder-/Jugendpsychologe gemacht (Kinderarzt hat Bericht erhalten). Welcher Test das genau war, weiß ich nicht, da wir ja nicht mit rein durften. Laut Erzählungen der Tochter wurde nach Dingen gefragt wie "Was ist der Altertum?", Muster mussten fortgesetzt werden, Zahlenreihen gemerkt werden, usw.. Mehr kan ich leider dazu nicht sagen. Der Test dauerte ca. 1,5 Stunden.

von hosenmatz05 am 11.04.2015, 15:31



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

meinte natürlich DAS Altertum

von hosenmatz05 am 11.04.2015, 15:34



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Ohne zu wissen was für ein Test das genau war, kann man nichts dazu sagen. Im Bericht müsste das doch drin stehen, hast du den Bericht nicht erhalten? Machs wie shinead sagt und lass dich nicht einschüchtern.

von Pamo am 11.04.2015, 15:35



Antwort auf Beitrag von Pamo

Nein, den Bericht haben wir nicht bekommen.

von hosenmatz05 am 11.04.2015, 16:46



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Tut mir leid, das klingt alles sehr unprofessionell. Aber ich wäre neugierig und würde eine Kopie vom Arzt ziehen lassen.

von Pamo am 11.04.2015, 16:57



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Meine Tochter wäre eindeutig eine Kandidatin für latein als erste Fremdsprache gewesen. Wegen der Freundinnen wurde es dann halt englisch, latein dann ab der 6. Sie liebt es. Aber sie ist jetzt in der 8. und im Nachhinein finde ich es total egal, was zuerst kommt.

von kanja am 11.04.2015, 17:11



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Man weiß nie, was das Leben noch so bringt. Der (theoretische ) Wechsel auf die Realschule ist EIN Argument - was ist aber mit einem Wechsel des Gymnasiums z. B. durch einen Umzug ? Außerdem halte ich Englisch fürt wichtiger ...

von Julie am 11.04.2015, 18:08



Antwort auf Beitrag von Julie

hallo ich denke wenn nur kinder mit nem sehr hohen iq auf s gymnasium düften , wären hochbegabtenschule ja überflüssig. meine maus ist 8, wenn sie soweit ist zählt für mich nur _was sagt der lehrer -was sagt das kind -was sagt die leistung -was sagt mein bauchgefühl meine persönliche entscheidung wäre ein "nein" für latain( außer der wunsch nach einem beruf in der medizin besteht)

Mitglied inaktiv - 11.04.2015, 19:00



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Ein fehlendes Latinum kann mittlerweile problemlos durch einen Terminologiekurs kompensiert werden. Voraussetzung ist Latein u. a. noch für Fächer wie (kath.) Religion, Geschichte etc. In NRW wird gerade die Abschaffung der Latein-Pflicht für das Lehramtsstudium mit Fremdsprachen diskutiert. Von dem aktuellen "Berufswunsch" eines Viert- oder Fünftklässlers würde ich die Sprachenwahl auf keinen Fall abhängig machen - wer weiß, welche Regelungen gelten, wenn der Knirps sein Abitur in der Tasche hat ...

von Julie am 12.04.2015, 11:46



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Das Kind entscheiden lassen: sowohl bei der Schul- als auch bei der Sprachauswahl. Und das Testergebnis würde ich in Frage stellen. Warum sollte ein Kind mit unterdurchschnittlichem IQ einen guten Notendurchschnitt und eine Gymnasialempfehlung der Lehrerin haben.

von Lauch1 am 11.04.2015, 19:52



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

huhu nicht wegen des Argumentes im Hinterkopf aber eher weil mand as mit ihr besser üben kann wenn man es selbst kann ( ausser Du kannst Latein) Hier beginnt englsich ab Klasse 1, Frz kam in Klasse 3 dazu allerdings mit geringem Niveau. Gymnasium dann die Frage ob statt frz besser spanisch. Aber da keiner hier Spanisch kann und ich Französisch hat sie Frz bekommen bzw nehmen müssen auch wenn die Freundinen das nicht so gemacht haben. Auf solche IQ Tests gebe ich wenig, meine ist grenzwertig fast hochbegabt mit 128 oder so aber im Alltag merke ich davon nichts. (Bei uns wurde das wegen ADS mitgetestet) LG dagmar

von Ellert am 11.04.2015, 19:53



Antwort auf Beitrag von Ellert

Unser Sohn wurde auch 2 x wegen ADHS getestet - gleichzeitig mit IQ-Tests. Wir wollten einfach eine Zweitmeinung. Es kam eben Hochbegabung heraus - einmal IQ von138 und einmal 132. Beim zweiten Test hatte er Durchfall, wollte aber selbst noch zum Test. ADHS hat er zusätzlich - hat er aber gut "verstecken" können! Wie sich das dann zeigt, ist sicher individuell - ich könnte Romane darüber schreiben in Kombination mit ADHS. LG, Leonessa

von leonessa am 11.04.2015, 23:24



Antwort auf Beitrag von Ellert

Tut mir Leid, Dagmar, im Allgemeinen schätze ich deine Beiträge sehr, aber: Das Kind musste Französisch nehmen, weil ich selber Französisch hatte, aber kein Spanisch kann. ist wirklich selten dämlich. Erstens hätte ich mein Kind bei der Fremdsprachenwahl sowieso nie in eine Richtung gedrängt, in die es nicht gewollt hätte. Zweitens ist das "ich kann helfen"-Argument keines, denn dann dürfte ja z. B. ein Kind von Eltern, die im Laufe ihrer Schuzeit nur eine Fremdsprache erlernt haben (z. B. Realschule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt) gar nicht erst aufs Gymnasium. Vokabeln abfragen kann ich übrigens auch in Sprachen, die ich selber nicht beherrsche - bei Latein geht das besonders gut, weil da keine Ausspracheregeln zu beachten sind. Meine Tochter lernt Vokabeln sowieso intuitiv - und sie hat vier Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch). Mein Sohn lernt Englisch lieber mit "Phase 6" und wird das auch mit Latein so handhaben. Und zu guter Letzt: Französisch und Spanisch sind beides romanische Sprachen und sich daher extrem ähnlich.

von Julie am 12.04.2015, 12:01



Antwort auf Beitrag von Julie

und hat sich auch bewährt ! Die Große hatte spanisch ( aber nicht lange eben weil sie nichts damit anfangen konnte, kein von uns gewähltes Urlaubsland etc) mit frz fährt die Kleine deutlich besser, klar kann ich Vokabeln abfragen in fremden Sprachen aber wie mans ie ausspricht weiss ich leider gernicht und sehe an meienr dass man oft was verbessern muss das zwar an sich gekonnt wird aber falsch ausgesprochen... Andersrum, spanisch oder Latein oder was auch immer zu lernen weil es Klassenkameraden machen, das ist noch weniger ein Argument. Aktuell reisen wir nach Frankreich eher, da kann sie es auch wenigstens nutzen wobei das nattürlich nichts aussagt was dann Kind mit 20 oder 25 urlaubstechnisch macht. Als dritte Sprache kann sie ja gerne Spanisch machen, Latein wird nicht angeboten bei uns dagmar

von Ellert am 13.04.2015, 10:13



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Bei meiner jüngeren Tochter wurde auch mal ein IQ-Test durchgeführt (von qualifizierter Seite, in einem SPZ). Laut diesem Test war sie unterdurchschnittlich begabt, es würde maximal zur Realschule reichen. Seit der 3. Klasse gibt es Zeugnisse, inzwischen ist sie in der 7. Klasse Gymnasium. In keinem einzigen Zeugnis hatte sie eine schlechteren Notendurchschnitt als 2,0! Soviel zur Aussagekraft von IQ-Tests. Silvia PS: Englisch ist heute DIE Sprache überhaupt und für das Berufsleben extrem wichtig. Ich würde daher immer mit Englisch beginnen, denn mit Latein kann sie im richtigen Leben nichts anfangen.

von Silvia3 am 11.04.2015, 22:22



Antwort auf Beitrag von Silvia3

Hallo, dass man mit Latein "nix anfangen" kann halt ich für eine gewagte Aussage. Grundsätzlich finde ich es jedoch falsch, Laten mit lebenden Fremdsprachen zu vergleichen. Es schult sehr das logische Denken, es ist die Grundlage aller romanischen Sprachen. Es erfodert nicht die sofortige Interaktion und extrovertiertheit eines Kindes wie die lebenden Sprachen. Insofern finde ich durchaus dass es seinen Platrz hat, auch wenn man z. B. so wie mein Sohn auf einem musischen Gym war (und er sicher NIEMALS Musiker werden wird) und jetzt Elektroingenieur werden will. Das Durchdenken können von A-Z einer Situation hat es sicher gefördert. Gruss Désirée

von desireekk am 11.04.2015, 23:56



Antwort auf Beitrag von desireekk

Was noch für Latein spricht, ist, dass man es im Grunde nur am Gymnasium lernen kann. Später noch einen Latein-Kurs zu machen, wird mühsam. Französisch, Spanisch oder andere lebende Sprachen kann man leichter auch später noch lernen, wenn man sie dann braucht... Unser Kind (ist jetzt in der 5. Klasse NRW) möchte unbedingt ab der 6. Klasse Latein als zweite Fremdsprache wählen... Englisch ist hier immer Pflicht als erste Fremdsprache schon ab der 1. Klasse. Und was den Test angeht, so würde ich da auch entspannt bleiben. Wenn deine Tochter in der Grundschule gut mitkam und ne uneingeschränkte Gymnasial-Empfehlung bekommt, wird sie schon am Gymnasium bestehen. IQ-Tests sind auch nur Momentaufnahmen, vielleicht war sie an dem Tag besonders schlecht... LG

von kuestenkind68 am 12.04.2015, 01:18



Antwort auf Beitrag von Silvia3

>>es würde maximal zur Realschule reichen. Die Aussage würde so niemals ein qualifizierter Psychologe von sich geben. Genauso wie bei einem IQ von 130 nicht die akademische Laufbahn garantiert wird, kann man bei einem IQ von 85 eine gymnasiale Schullaufbahn ausschließen. Es gibt ohne weiteres Hochbegabte, die am Realschulabschluss gescheitert sind.

von shinead am 12.04.2015, 18:49



Antwort auf Beitrag von shinead

Diese Aussage kam von der Psychologin des SPZ, vielleicht in anderen Worten, aber das war die Aussage. Die Intelligenz läge leicht unter dem Durchschnitt und wir sollten uns darauf einstellen, dass das Kind nicht für das Gymnasium geeignet wäre. Silvia

von Silvia3 am 15.04.2015, 19:46



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Abgesehen davon, dass ich die Testung fragwürde finde: Bei einem Notenschnitt von 1,6 stellte sich für mich nicht die Frage ob Gym oder nicht. = Gym Runterwechseln ist IMMER leichter als rauf. Wenn sie mit Latein anfangen will, dann würde ich sie das tun lassen. "Dann kann sie leichter urnter" wäre für mich NICHT das Kriterium. Welcher "Typ" ist sie denn? Mag sie Sachen gern durchdenken bevor sie mit Lösungen kommt, mag Mathe tendenziell lieber, ist eher der "logische" Typ? Dann spricht das eher dafürt mit Latein anzufangen. Englisch erfodert von Anfang an sofortige Interaktion, sofortiges Sprechen und wiedergeben. Zudem finde ich es für Kinder relativ schwer die unlogische Schreibweisen des englischen zu verestehen/durchdringen. Latein wird geschrieben wie gesprochen, im Rest ist Latein wie ein kompliziertes Puzzlespiel. Und auch ich sage: 1.) Lass Dir den bericht kopieren und 2.) wiegle das nächste Mal sofort ab wenn dein Arzt solche Dinge beginnt zu besprechen wenn die Tochter dabei ist. ich scvhicke da meine Kinder IMMER raus, die wissen, dass ich IMMER eine Zeit auch alleine mit ihrem Arzt habe, meinen muss ich da ab und zu auch ausbremsen und die Richtung vorgeben. das darfst Du :-) Welchen Schwerpunkt hat denn das Gym? Gruss Désirée

von desireekk am 11.04.2015, 23:51



Antwort auf Beitrag von desireekk

Sie ist nicht unbedingt der Typ, der gerne knobelt - Deutsch mag sie lieber als Mathe. Dafür ist sie aber ein wirklich ausdauernder Lerntyp, der auch einmal von sich aus die Einträge wiederholt. Das Gymnasium ist eigentlich breit aufgestellt: neusprachlich, humanistisch, musisch und naturwissenschaftlich-technologisch. Außer beim musischen Zweig muss sie sich erst ab der 8. Klasse für einen der Zweige entscheiden.

von hosenmatz05 am 12.04.2015, 10:32



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

;-)

von stjerne am 12.04.2015, 00:15



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

denn die Grammatik hat es schon in sich. Ein Notenschnitt sagt so gar nichts aus über das Lernverhalten und ob Gymnasium der richtige Weg ist. Kann Dein Kind selber Lernen - d.h. Lernziele ohne direkte Vorgaben erreichen - das machen viele Gymnasien. Ich kenne genügend die den gleichen oder einen besseren Schnitt hatten wie Deine Tochter und spätestens nach der 7. auf die Realschule wechselten weil sie sich von Anfang an gerade so durchgehangelt hatten und auf der Realschule wieder der 1er Schüler von der Grundschule waren. Generell finde auch ich es Sinnvoller mit Englisch anzufangen denn logisches Denken wird nicht nur von Latein gefördert und man braucht Latein auch wirklich nur wenn man jetzt schon weis dass das große Latinum für den späteren Studiengang benötigt wird um diesen Studiengang nicht zu verlängern weil davor noch das große Latinum gelernt wird. Warum zweifelt hier jeder die Aussage des Kinderarztes an???? Ich denke mal der Mensch versteht seinen Job - hat evtl. qualifizierte Zusatzausbildungen die hier keiner kennt - aber gleich zu sagen: Ach der hat keine Ahnung - ist wie wenn ich irgendjemand anderem sein Fachwissen absprechen würde weil ich es nicht glauben kann. Wenn man von anfang an beim gleichen KA ist sollte ein gutes Vertrauensverhältnis da sein. Ich denke auch - verunsichern lassen solltest du Deine Tochter nicht - aber Englisch ist trotz allem eine Weltsprache und sollte doch etwas besser gelernt sein wie Latein die nur wenige brauchen - eine Sprache zu lernen die man nicht spricht ist viel schwieriger. Fast alle die ich kenne die Latein in der 6. wählten haben zur 11. die Sprache abgewählt da keiner darin sein Abi machen wollte (abgesehen die Mediziner und Rechtsanwälte usw. sind aber sehr wenige da diese Berufszweige wie z.B. Medizin ein 1er Abi haben will). Mein Sohn kam sehr gut durchs Gymnasium auch ohne Latein und braucht es für seinen Berufswunsch wirklich nicht. Gruß Birgit

von Birgit67 am 12.04.2015, 09:30



Antwort auf Beitrag von Birgit67

Na ja, ein Kinderarzt, der aufgrund eines 1,5-stündigen Tests (den er auch nicht selbst durchgeführt hat, sondern nur den Bericht darüber in den Akten hat) in Gegenwart des Kindes der Mutter erklärt, er wäre gegen Latein, weil er dem Kind trotz 1,6er Notenschnitt in der vierten Klasse "bei dem IQ" das Gymnasium nicht zutraut, macht zumindest keinen guten Eindruck, oder? Zumal IQ nun wirklich nicht alles ist - wenn man fleißig ist und gerne lernt und gut lernen kann, kann man sicher sogar ein besseres Abi hinbekommen als ein geistiger Überflieger ohne Sitzfleisch und Durchbeißvermögen. In dem Kontext würde ich jedenfalls mehr auf die Meinung einer erfahrenen Lehrerin geben, die das Kind 4 Jahre lang unterrichtet hat, als auf den Kinderarzt. Bei uns wird immer mit Englisch angefangen, in der 6./7. Klasse kommt dann Latein, Französisch oder Spanisch dazu. Kind1 hat damals Latein genommen, hangelt sich jetzt zwar einigermaßen tapfer, aber doch etwas gequält durch und freut sich, es jetzt in der Qualifikationsstufe der Oberstufe abgeben zu können. Kind2 tendiert dazu, lieber Spanisch nehmen zu wollen ab der 7. Klasse... Bei Kind3 könnte ich mir vorstellen, dass der sogar Spaß an Latein hätte - aber der kommt jetzt erst in der 5., da hat es also eh noch Zeit. Ich selbst habe übrigens ganz klassisch ab der 5. Klasse Latein, ab der 7. dann Englisch und ab der 9. Altgriechisch (und Französisch) gehabt - fremdsprachenbegabt bin ich nicht, das Altgriechisch hat mir vergleichsweise noch am meisten Spaß gemacht, Französisch ist mir am leichtesten gefallen... aber für eine halbwegs solide Allgemeinbildung finde ich Latein (und Griechisch) gar nicht schlecht, und ich finde, man tut sich in Ländern mit einer romanischen Sprache damit doch deutlich leichter, wenigstens sich ein bisschen orientieren zu können. Den Gesichtspunkt "was will ich später mal studieren, brauche ich dafür ein Latinum" finde ich bei 4.-Klässlern in aller Regel etwas verfrüht, wer weiß denn in dem Alter wirklich schon, was er später mal machen will, und bleibt dann auch noch dabei?!?

von Leena am 12.04.2015, 10:32



Antwort auf Beitrag von Birgit67

Hallo, es gibt viele Gründe, die für oder gegen Latein sprechen, aber der Aspekt für die künftige Studien- oder Berufswahl ist sicher keiner. Allein der nicht tot zu bekommende Irrglaube, man brauche für ein Medizin- oder Jurastudium das Latinum! Nein, braucht man nicht! Und zur Ausgangsfrage: Natürlich sollte deine Tochter aufs Gymnasium gehen! Wenn sie so leicht durch die Grundschule geht, kannst du ihr diese Chance doch nicht verwehren. Und was soll auch der IQ-Test. Selbst wenn der Wert stimmen sollte - es gibt noch viel mehr Aspekte, die eine erfolgreiche Schullaufbahn bedingen. Gerade bekomme ich wieder einmal mit, wie ein hochbegabt-getestetes Kind mit miserablen Noten das Gymnasium verlassen muss. Als erste Fremdsprache würde ich auch für Englisch plädieren. Das ist sicher die Sprache, die sie später im Leben am meisten brauchen wird. Wenn es dann noch Latein sein soll, reicht es sicher auch ein Jahr später. Grüße Tai

von Tai am 12.04.2015, 10:43



Antwort auf Beitrag von Tai

Genau, für ein Medizinstudium benötigt man kein Latein mehr - aber zB für Kunstgeschichte. Meine Tochter hatte ab Kl. 6 oder 7 die Wahl, Latein zu Eng. und Franz. dazuzunehmen - mangels Teilnehmerzahl (16 sollten es sein, 4-zügiges Gymnasium) ist es nichts geworden.

von MartaHH am 12.04.2015, 13:20



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

ich würde den kinderarzt wechseln und bei kind2 das gleiche machen, wie dein kind1 gemacht hat, gerade wenn sie probleme mit der rechtschreibung hat. man muss es sich doch nicht immer unnötig schwer machen!!!!??? man lernt in der schule sooo viel unnötiges zeugs, warum immer so gegen latein gewettert wird, werde ich nie verstehen. das hochwichtige englisch lernen sie doch eh und mit der 6.klasshysterie würde ich mich überhaupt nicht auseinandersetzen. (ich hatte wie leena latein ab der 5., ab 7. englisch und ab der 9. französisch. kind1 hatte latein ab der 6. und kind2 wird auch latein nehmen, ob ab der 5. oder 6. ist noch unklar, da ggf musische ausrichtung---alle bayern)

Mitglied inaktiv - 12.04.2015, 13:16



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

Hallo! Ich würde nicht so viel auf den IQ-Wert geben, zumal er so gar nicht ganz mit der gebrachte schulischen Langzeit-Leistung übereinstimmt. Vielleicht kompensiert sie sehr viel über Fleiß, Gewissenhaftigkeit, Willensstärke, etc., aber vielleicht war der Test auch einfach missraten! Deswegen Kind auf jeden Fall zum Gymi schicken zumal, wenn sie es will und offensichtlich kann. Unabhängig davon halte ich Englisch als 1. FS geschickter, weil man tatsächlich einfacher Schulen sowohl in ein anderes Gym als auch in die Realschule wechseln kann. Der Fall kann aber auch vollkommen irrelevant für Deine Tochter sein, weil sie ihre Sache gut machen wird. Deswegen würde ich dem Kind zwar Englisch empfehlen als 1. FS, aber bei einem innigen Wunsch des Kindes mit Latein als 1. FS würde ich den unterstützen. Schlechte Rechtschreibung und Latein geht gut zusammen! Aber mein "schlechte Rechtschreibung" -Kind hat in Englisch deutlich weniger Rechtschreibprobleme als in Deutsch! LG & viel Erfolg!

von 2auseinemholz am 13.04.2015, 09:40



Antwort auf Beitrag von hosenmatz05

....es ist eine Standaufnahme, keine die fest steht und bis in alle Ewigkeit genügt. Manchmal kommt man mit einem normalen IQ wesentlich weiter als mit einem höheren, wenn die Tugenden wie Fleiß, Durchhaltevermögen, Anstrengungsbereitschaft und Wille, da sind. Dann muss man vielleicht mehr tun, schafft es aber trotzdem. Wenn du kein Auswertungsgespräch hattest dann ist der Arzt ein schlechter Arzt, Vertrauen hin oder her. Nicht immer gibt es etwas schwarz auf weiß, aber sehr wohl das Gespräch. Allerdings ist die Logik des Arztes bezüglich der Fremdsprache schon richtig. Englisch ist eben auch auf der RS die erste Fremdsprache, Latein nicht. Daher wüde ich immer schauen das man mit Englisch als 1.FS anfängt. Latein, so wurde uns erst neulich wieder erklärt, nehmen gerne Kinder die eben nicht so gut in Deutsch sind, aber stärker in Mathe und im logischen denken. Latein wird nur in eine Richtung übersetzt, es geht viel um Geschichte, da zählt also nicht nur Vokabeln übersetzen. Welche Schulart du wählst würde ich weniger vom reinen IQ abhängig machen sondern von dem wie du dein Kind beobachtest. Wie ist der Wille etwas zu können und dafür etwas zu tun ausgeprägt? Sie lernt, will lernen und ist bereits etwas dafür zu tun? Keinem fällt etwas in den Schoß. Dann lasst den Test links liegen und egbt sie auf ein Gymnasium. Viel Erfolg.

von Caot am 13.04.2015, 09:58