Dr. med. Vincenzo Bluni

Thema Wunschkaiserschnitt

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hey ich habe gehört das man einen wunschkaiserschnitt machen lassen kann?? trifft das denn auch zu??

bei mir wurde nen leistenbruch festgestellt und ich habe was mit dem steiß mein fa sagt das könnte probleme machen bei der geburt mit dem seiß aber mit dem leistenbruch sei das kein problem aber ein kaiserschnitt wär mir von anfang an lieber geht das denn??

von Sweetlady200 am 09.03.2010, 17:51 Uhr

 

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Thema Wunschkaiserschnitt

Hallo,

was den Wunsch nach einem primären Kaiserschnitt angeht, steht man dem unter Beachtung der notwendigen Aufklärung immer offener gegenüber und noch wird dieses wohl auch durch die Krankenkassen (noch) stillschweigend geduldet.

Und dieses auch bei doch deutlich höheren Kosten gegenüber einer Spontangeburt und zu Lasten der anderen Beitragszahler(innen) einer Krankenversicherung. Jedoch gibt es hier seitens der Versicherungswirtschaft auch noch keine klare Leitlinie.

Was den planmäßigen Kaiserschnitt auf Wunsch angeht, der ohne eindeutige Indikation anstatt einer Spontanentbindung erfolgen soll, kann man dazu folgendes ausführen:

Ein solcher Wunsch ist nicht verwerflich, und in der letzten Zeit ist diese Frage und dieses Bedürfnis der Frauen in der Fachwelt ein häufig diskutiertes Thema.

Die Wunschsectio ist strafrechtlich und zivilrechtlich trotz fehlender medizinischer Indikation bei ordnungsgemäßer, intensiver Aufklärung der Schwangeren nicht sittenwidrig und daher rechtmäßig. Zu dieser Aussage gelangte Prof. Klaus Ulsenheimer in seinem Beitrag zur rechtlichen Würdigung eines solchen medizinisch nicht indizierten Eingriffs auf der gemeinsamen Tagung der bayerischen und österreichischen Frauenärzte in München.

Dabei sind allerdings besonders hohe Ansprüche an die Einsichtsfähigkeit der Schwangeren zu stellen, weil es sich hier zunächst um eine nicht mit einem Heileingriff zu rechtfertigende Körperverletzung handelt. Aus juristischer Sicht gilt grundsätzlich:

Je schwächer die medizinische Indikation, desto intensiver muß die Aufklärung des Patienten sein.

Sicher vertreten mittlerweile viele der renommierten Fachvertreter die Ansicht, dass man dem Wunsch nach einem primären Kaiserschnitt unter der Voraussetzung der ausführlichen Risiken für die Patientin, nachgeben sollte und das hier nichts dagegen spricht.

Es wäre allerdings sicher vermessen, alle Frauen jetzt nur noch per Kaiserschnitt zu entbinden - ganz der Devise einiger amerikanischer Fanatiker folgend:

"preserve your love channel, take a cesaerian". Zu deutsch: "erhalte Deinen Liebeskanal, lass gleich einen Kaiserschnitt machen"

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde zwar nachgewiesen, dass der Kaiserschnitt den Senkungsbeschwerden vorbeugen kann, deshalb sollten aber nicht alle Frauen gleich auf den Kaiserschnitt zurückgreifen, auch wenn er nicht unbedingt indiziert ist.

Über die Risiken sollte die Frau sich in der Klinik entsprechend aufklären lassen.

Deshalb ist es empfehlenswert, dieses mit der Frauenärztin /Frauenarzt und so ab der 30. SSW auch mit der Entbindungsklinik abzusprechen.

Nicht zu vergessen ist aber das für die Mutter erhöhte Risiko bei einem Kaiserschnitt:

Nach der bayerischen Perinatalerhebung lag die Kaiserschnittletalität (Müttersterbefälle in ursächlichem Zusammenhang) in 1989 - 1994 bei 0,13 o/oo (Promille), die Letalität bei Vaginalgeburt bei 0,024 o/oo.

Demnach war in diesem Zeitraum die mütterliche Sectio-Sterblichkeit bei vor dem Eingriff gesunden Schwangeren in dieser Erhebung um den Faktor 6-7 höher, als bei gesunden, vaginal entbundenen Frauen.

Studien zeigen im Übrigen, dass Frauen nach einem Kaiserschnitt ein doppelt so hohes Risiko für eine Totgeburt haben. Und dieses unabhängig vom Grund für den Kaiserschnitt.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 09.03.2010

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Thema Wunschkaiserschnitt

wenn du ein KH hast, dass einen WKS macht, dann schon.
Bei vielen KH sind aber die Kosten selbst zu zahlen.

von Onlyyou am 09.03.2010

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Thema Wunschkaiserschnitt

Hallo,
hatte auch einen Kaiserschnitt, wegen einer früheren Steißbeinfraktur. Bei mir meinten die Ärzte, bei der Geburt könnte es Probleme geben, aber es muss nicht sein. Habe mich dann doch zu nen Kaiserschnitt überreden lassen, und bereue nicht, dass ich ihn machen hab lassen. Vielleicht kann man ja den Leistenbruch gleich mit operativ versorgen. Würde mich da auf jeden Fall von deiner Klinik beraten lassen. Und die Kosten dafür übernimmt normalerweise die Krankenkasse.
Also dir noch viel Glück in deiner Schwangerschaft.

von Lakiki am 09.03.2010

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Thema Wunschkaiserschnitt

Hallo

ich hatte auch Probleme mit den steiß und einer normalen Geburt hätte nichts im Wege gestanden außer das sie falsch herum lag und ich dadurch einen kaiserschnitt machen lassen musste.ich hätte alles dafür gegeben normal zu entbinden aber naja.im nachhinein kann ich es absolut nicht verstehen wer sich einen Kaiserschnitt wünscht.die Geburt an sich ist zwar kurz und schmerzfrei aber die wochen danach sind der Horror.während man bei einer normalen Geburt am selben Tag schon wieder mobil ist dauert es beim Kaiserschnitt ewig und die Schmerzen sind furchtbar.die Geburt ist mittlerweile über 4monate her und ich spüre im Bereich der Narbe immer noch nichts ist wie taub,was aber leider normal ist.also überleg es dir genau!

Alles gute!sonne

von Sonne909 am 09.03.2010

Antwort:

Hoffe Du liest es noch...

hatte eine natürliche Entbidung mit einem Leistenbruch. Überhaupt kein Problem, denn die "Kraft" geht nach unten und bei bedarf würde der Leistenbruch von außen zugedrückt werden. hatte aber wie gesagt überhaupt keine Beschwerden während der Entbindung. Idh würde es mich echt nocheinmal überlegen, da der KS viele NAchteile für Mutter und Kind hat...

Alles Liebe Jana

von jana04 am 10.03.2010

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