Dr. med. Vincenzo Bluni

Helpp Syndrom bei erneuter Schwangerschaft?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Herr Dr. Bluni,

bei meiner 1. Schwangerschaft vor 3 Jahren trat ab der 24. SSW ein zum Glück nur sehr leichtes Helpp Syndrom auf - schlechte Leberwerte und (sehr) niedrige Thrombos und rote Blutkörperchen, aber ohne Bluthochdruck und Eiweiss im Urin. Nach engmaschiger Überwachung konnte die Schwangerschaft voll ausgetragen werden.

Wie hoch ist das Risiko, dass dies in einer 2. Schwangerschaft nochmals auftritt? Oder sogar schlimmer auftritt?

Danke, Anna.

von AnnaNex am 15.01.2009, 22:13 Uhr

 

Antwort auf:

Helpp Syndrom bei erneuter Schwangerschaft?

Liebe Anna,

die Zahlen der Literatur beziffern das Wiederholungsrisiko für eine Präeklampsie (Gestose) zwischen 19,5 -25,9 Prozent. Es ist also nicht gerade gering.

Nach einer Eklampsie ist das Wiederholungsrisiko etwa bei 21.9Prozent bis 46.8 Prozent. Nach einem HELLP-Syndrom ist das Wiederholungsrisiko zwischen 3-5 Prozent anzusiedeln.

Im Falle eines erneuten Kinderwunsches mit derartiger Vorgeschichte sollte sicher schon im Vorfeld auch der Hausarzt nach internistischen Symptomen, die von Herz-Kreislaufsystem ausgehen können oder auch die Niere betreffen können, schauen, um hier im entsprechende Risiken auszuschließen.

Auch können schon mal Gerinnungsstörungen bei der Frau, die nur mit speziellen Untersuchungen nachweisbar sind, ursächlich sein.

Darüber hinaus sollte die Frau dann während der Schwangerschaft auf eine möglichst gesunde Ernährung unter Wahrung der maximalen Gewichtszunahme, einer ausreichenden Flüssigkeits-, Eiweiß- und Salzaufnahme achten.

Die prophylaktische Einnahme von Magnesium hat sich in wissenschaftlichen Studien eindeutig als vorbeugend erwiesen.

Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte sind entsprechende Hinweiszeichen frühzeitig zu beachten.

Auch ist über eine Ultraschall-Doppleruntersuchung zu sprechen, bei der man schon früher, als mit anderen Methoden, Hinweiszeichen für eine Präeklampsie (Gestose) erkennen kann.


VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 15.01.2009

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