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Schlafen, einschlafen, durchschlafen

Schlafen, einschlafen, durchschlafen

 

Geschrieben von Magela 183 am 12.02.2013, 20:55 Uhr

Panik wenn es ins Bett geht!

Hallo!

Ich wollte mal fragen,ob mir Jemand mit meinem Sohn helfen kann.
Mein Sohn ist jetzt 23 Monate alt und wir haben seit seit Juni nur noch Geschrei und Panik wenn es ins Bett gehen soll. Mein Mann und ich haben auf unterschiedlichen Wegen versucht unseren Sohn beim Einschlafen zu unterstützen.
Er möchte einfach nicht ins Bett, trotz das er total müde ist. Er schreit und tobt bis zur Hysterie und zum Erbrechen. Er klammerst sich an uns und schläft nur mit totaler Erschöfung ein.
Wir haben uns in sein Bett gelegt, wir haben es mir der Ferber Methode versucht, wir haben ihn schreien lassen, wir haben in solange laufen lassen,bis er umfällt (was in der Regel immer nach uns war), wir haben ihm Globulis zum entspannen vor dem Schlafen gegeben. Wir haben regelmäßige Riutale versucht, mit dem Erfolg das er noch früher getobte, da er wusste was danach kommt. Wir haben ihn Tv schauen lassen (nur ausgewähltes TV), wir haben uns ins Bett gelegt und gehofft das es merkt ok Mama und Papa gehen auch ohne Geschrei ins Bett.
Wir haben es mit der Milchflasche und Brei versucht, ohne Milchflasche. Nun tobt und schreit er trotzdem jeden Abend obwohl er schon in unserem Bett liegt, Nachts schläft er dann unruhig und verarbeitet das Geschehene mit Gebrüll.
Wir wissen einfach nicht weiter. Er kann alleine aus dem Bett und ins WZ laufen, da er überall dran kommt. Wir sind sehr unschlüssig ob er das aus Angst macht. Er hatte mit 4 Monaten eine OP, bei der er beinahe verblutet wäre. Nach der Geburt hatte die ersten Tage Luftprobleme und bis zur OP hatten wir Angst er würde uns einfach ersticken.
Er muss sehr häufig zum Arzt und bekommt spritzen, er findet das gar nicht toll.
Unser Sohn ist sehr sensibel und benötigt viel körperliche Nähe.

Wir würden uns wünschen er würde ohne Geschrei zu einer normalen Uhrzeit in sein Bett gehen. Am Tag bin ich fast nur alleine mit ihm ,da die Familie nicht in der Nähe wohnt.
Ich bin ausgelaugt und brauche meine Ruhe zum Kraft tanken. Und er seinen Schlaf. Er schläft zeitweise nur 6-8 Stunden und dadurch am Tag total durch den Wind.
Das kann für uns Beide auf Dauer einfach nicht gesund sein.

Vielleicht gibt es hier eine Mama oder einen Papa, die die gleichen Schlafschwierigkeiten hatten und sie gemeistert hat.

Lg Magela

 
3 Antworten:

Re: Panik wenn es ins Bett geht!

Antwort von Oktaevlein am 12.02.2013, 22:16 Uhr

Hallo,

"Wir würden uns wünschen er würde ohne Geschrei zu einer normalen Uhrzeit in sein Bett gehen" - das kann glaube ich jeder gut verstehen, nur kann das was für Eltern eine "normale" Uhrzeit ist, ziemlich von dem abweichen, was es für das Kind ist.

Unsere Tochter schläft z. B. immer erst sehr spät ein, d. h., nie vor 23.00 Uhr, dafür aber meistens morgens bis 10.00 Uhr oder 11.00 Uhr. Wir haben auch schon viel versucht, die Uhrzeit nach vorne zu verlegen, indem wir sie morgens früher geweckt haben - mit dem Ergebnis, dass sie den Schlaf am Tag nachgeholt hat und abends wurde es trotzdem spät. Oder sie war in ihrem Rhythmus so gestört, dass sie nachts dauernd aufwachte.

Wir haben das Thema sogar bei der U7 mit unserem Kinderarzt besprochen und selbst der meinte, dass es nunmal Kinder gibt, die einen späteren Rhythmus haben, an dem man nicht viel ändern könnte.

Ich kann gut verstehen, dass du ausgelaugt bist, wenn dein Sohn nachts nur so kurz schläft. Wird er denn morgens von alleine wach? Um wieviel Uhr soll er ins Bett. Wenn du zuhause bist, wäre es ja möglich, morgens mit ihm auszuschlafen. Schläft dein Sohn am Tag irgendwann? Du schreibst nur von 6-8 Stunden in der Nacht, das ist wirklich sehr (zu) wenig.

Es ist immer sehr schwer, Tipps zu geben, da jedes Kind anders ist, aber ich glaube, dass alle Kinder eines gemeinsam haben: Kein Kind möchte sich in den Schlaf schreien. Ihr habt selbst gemerkt, dass es nicht funktioniert hat und du schreibst, dass euer Sohn besonders viel Nähe braucht.

Versucht doch mal, ihn einfach länger aufzulassen, dh. ganz normal spielen, bei euch sein, ganz selbstverständlich, ohne Hintergrund, gleich ins Bett zu müssen. Vielleicht schläft er ja länger und besser, wenn er später einschläft, weil dies eher seinem Biorhythmus entspricht. Steht sein Bett bei euch im Zimmer? Auch das kann helfen, dass er eher durchschläft, denn wenn er nachts kurz aufwacht (und das tun ja alle Menschen unbewusst, um dann gleich wieder einzuschlafen), sieht er, dass ihr da seid. Du kannst ggf. kurz mit ihm reden oder auch kurz aus dem Bett nehmen.

Ich glaube, nach allem was ihr hinter euch habt, ist es wichtig, dass euer Sohn im wahrsten Sinne des Wortes zur Ruhe kommt. Dass er keinen Druck verspürt, ins Bett zu "müssen".

"Wir sind sehr unschlüssig ob er das aus Angst macht." Das kann gut sein, dass euer Sohn Angst hat, ihr habt so viel probiert, dass er schläft... Vielleicht muss er nachsehen, ob ihr noch da seid...

Ich habe unten in einem Beitrag ein Buch empfohlen, von dem ich sehr froh gewesen wäre, wenn ich es schon in der Schwangerschaft gelesen hätte. Es heißt "In Liebe wachsen" von Carlos Gonzales. Es ist der beste "Ratgeber", den ich kenne. Dort wird u. a. beschrieben, warum Babys und Kleinkinder so sind wie sie sind, warum sie nicht alleine schlafen (können) usw.

Vielleicht hilft euch das hier ein bisschen weiter - und die Gewissheit, dass ihr garantiert nicht alleine seid mit eurem Problem.

Alles Gute für Euch und LG

Re: Panik wenn es ins Bett geht!

Antwort von Häsle am 13.02.2013, 10:31 Uhr

Die "normale" Uhrzeit gibt es nicht. Bei den meisten Kindern ist das nur ein Gerüst, das über das individuelle Schlafbedürfnis gestülpt wurde, weil äußere Zwänge das nötig machten (Arbeit, Krippe, Eltern, die abends ihre Ruhe wollen...).
Dein Sohn ist halt anscheinend ein Spätschläfer, und solange er morgens noch nicht früh raus muss, ist es doch egal, wann er schlafen geht. Meine Tochter ist in dem Alter mit mir ins Bett gegangen, bzw. mit meinem Mann, wenn ich Nachtschicht hatte. Das war dann meistens zwischen 22 und 23 Uhr. Vorher war sie mit uns im Wohnzimmer und hat gespielt, genauso wie tagsüber.

Dein Sohn merkt jetzt schon genau, ob du dich nur mit dem Gedanken neben ihn legst "hoffentlich schläft er bald ein, ich will wieder aufstehen", oder ob du selber ganz entspannt mit ihm ins Bett gehst.

Habt ihr das schon ausprobiert? Einfach zusammen bettfertig machen, wenn er müde wird, und ins Bett gehen (und dort dann wirklich schlafen)? Die späte Uhrzeit ist ja dann egal, weil du gleichzeitig mit ihm schläfst. Die Schlafdauer sollte dir dann auch ausreichen.

Wir haben schon einiges an Phasen durch. Auch eine kurze, in der wir dann zusammen im Bett noch eine DVD angeschaut haben (auf Englisch, damit es schön langweilig ist; hat wunderbar funktioniert), weil ich selber wegen zu viel Arbeit und Nachtschichten einfach fertig war, bevor sie richtig müde war. Meistens ist meine Tochter aber einfach bei uns geblieben, bis sie wirklich müde war, und dann ist einer von uns, oder beide, mit ihr ins Bett gegangen. Wir haben zusammen Zähne geputzt und Schlafanzüge angezogen und konnten sie dann in ihrem Bett in den Schlaf begleiten. Das hat nie länger als 5-10 Minuten gedauert, weil sie schon müde genug war und wusste, dass wir jetzt auch ins Bett gehen und sie damit nichts mehr verpasst. Wenn sie nachts aufgewacht ist, durfte sie zu uns rüber kommen.
Die Einschlafzeit war bei uns total egal, weil wir durch den Schichtdienst eh nicht immer früh aufstehen mussten, bzw. immer nur einer von uns.

Etwas regelmäßiger wurden die Schlafzeiten schon mit dem Spielkreis, mit 21 Monaten. Da mussten wir einmal pro Woche um 8:30 Uhr aufstehen. Ein Jahr später kam dann die Spielgruppe, wegen der wir zusätzlich drei Mal pro Woche um 07:30 Uhr aufstehen mussten. Noch ein Jahr später kam meine Tochter dann in den Kindergarten. Da musste sie jeden Tag um 07:30 Uhr aufstehen. Und jetzt, in der Schule, steht sie problemlos um 7 Uhr auf.
Die Einschlafzeiten haben sich jedes Mal innerhalb von ein paar Tagen von alleine eingependelt, ohne Kämpfe. Sie braucht 10-11 Stunden Schlaf pro Nacht (Mittagschlaf gab es schon mit 18 Monaten nicht mehr; vorher auch nur unregelmäßig).

Am Wochenende und in den Ferien darf sie frei entscheiden, wann sie ins Bett gehen will (außer wenn z.B. eine größere Aktion geplant ist, die früh losgeht). Unter der Woche erinnern wir sie an die Uhrzeit und ans Bett, und sie geht problemlos ins Bett (seit sie fünf war, schläft sie alleine ein).

Wir haben auch ein halbes Jahr lang versucht, ihr etwas aufzudrängen, was einfach noch nicht zu ihr passte (im eigenen Zimmer ein- und weiterschlafen). Das war der Horror. Nach dem halben Jahr durfte sie dann selbständig nachts zu uns rüberwatscheln, und alles war wieder erträglich.
Schlaf- und Nähebedürfnis sind einfach individuell verschieden. Kämpfe bringen da nix, zumindest nix Gutes.

Unser "Modell" passt auch sehr viel besser in unser Leben als wenn sie, wie die Kinder meiner Freundinnen, an ein starres Zeitgerüst gewöhnt wäre. Da gibt es bei kleinsten Abweichungen immer gleich ein riesiges Theater. Wir hatten noch nie Einschlaftheater. Und Partys, Jetlag, Krankheiten etc. werfen hier nicht gleich alles durcheinander.

Re: Panik wenn es ins Bett geht!

Antwort von Magela 183 am 20.02.2013, 9:45 Uhr

Hallo !

Vielen Dank für den Zuspruch. Ich habe mur den Ratgeber gekauft und bin ihn gerade am lesen. Er spricht zeitweise aus der Seele. Vielen Dank!Ich hoffe das in Zukunft der Schlafrhythmus wieder etwas in den Tag wandert,wenn die Aktivitäten konstanter werden. Er kommtbald in die KiTa.

Alles Gute

lg Magela

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