Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

KitaEssen für Krippenkinder

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Guten Abend zusammen,
meine Tochter geht bereits seit 2 Monaten in die Krippe. Sie ist 18 Monate alt und bekommt dort auch täglich Mittagessen.
Die Kita ist ausgezeichnet als Ernährungskita.
Es wird vor Ort gekocht.
Ich hatte in der letzten Woche allerdings die Gelegenheit, das Mittagessen zu probieren, da ich meine Tochter früher abgeholt habe. Es gab Schnitzel mit Jägersoße und Kartoffeln.
Zu meinem erschrecken stieg mir der penetrante Geruch von Maggi/Fondor in die Nase, den ich seit Jahren verabscheue und unter tausenden Gerüchen immer wieder erkennen würde.
Das Essen war allgemein so dermaßen überwürzt, sodass ich meine Tochter nur noch mit schlechtem Gewissen dort essen lasse.
Ich habe mir die Zusatzstoffe aushändigen lassen und in jedem Gericht ist Sellerie zu finden. Ist das in den Kitas heut zu Tage normal?
Man kann doch super kochen, ohne Geschmacksverstärker oder jede Menge Salz.
Ist eine gesunde Ernährung nicht gerade im Kleinkindalter wichtig?
Ich hoffe Sie können mir einen guten Rat geben wie ich mich jetzt verhalten soll.
Besten Dank vorab und einen schönen Tag
S.

von Sabsch201 am 18.11.2019, 20:32 Uhr

 

Antwort auf:

KitaEssen für Krippenkinder

Hallo Sabsch201
ich erinnere mich an dein vorhergehendes Posting zu diesem Thema vor etwa einem Monat. Ja, es ist natürlich schade, dass sich deine Vermutung nach der Verkostung einer Mahlzeit und einem Blick auf die Zutatenliste leider dahingehend bestätigt hat, dass das Essen zu würzig ist und die Zutaten nicht deinen Vorstellungen entsprechen.
Inwieweit deine Eindrücke objektiv verwertbar sind, das kannst du evtl durch Erfragen bei anderen Eltern herausbekommen. Evtl empfinden es andere Esser gar nicht so? Denn Geschmackswahrnehmung ist ja durchaus individuell sehr verschieden. So viel nur kurz vorab. Ich kann durchaus nachempfinden, was du meinst und kritisierst.

Sieh dir zunächst einmal die folgende Beschreibung an, was eine sog. Ernährungskita auszeichnet bzw wie eine Kita als Ernährungskita ausgezeichnet werden kann. Informiere dich hierzu einmal gründlich, suche anschließend ein evtl Gespräch.
https://mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Startseite/Pressemeldung-pdf/Flyer_Ernaehrungs-Kita.pdf
Die Ziele werden darin u.a. wie folgt formuliert: " ....Das Verpflegungsangebot und die Rahmenbedingungen orientieren sich am „„DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“.
siehe dazu hier: https://www.fitkid-aktion.de/fileadmin/user_upload/medien/DGE_Qualitaetsstandard_FITKID.pdf (2018)
https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/KitaSchule/_Texte/QualitaetsstandardsKindertageseinrichtungen.html
Siehst du die Kriterien als erfüllt an? Oder siehst du Abweichungen beim Kitaessen?
Manchmal braucht es Eltern wie dich, um Änderungen bzw nochmalige Verbesserungen beim Speisenangebot in der KiTa herbeizuführen. Frage evtl nochmal ganz unverbindlich und neugierig und ganz behutsam bei der Leiterin nach, welche Möglichkeiten noch oiffen stehen, um die Ernährung noch mehr an die kindlichen Erfordernisse anzupassen und um bspw die Zutatenauswahl zu optimieren (Stichwort Speisewürze).
Also dann
ich wünsche dir viel Erfolg
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 19.11.2019

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