Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Alternative

Antwort von Birgit Neumann

Hallo Helgaa
mache doch einfach so weiter wie bisher. Dein Kind kann sich auf diese Weise immer mehr mit eurem üblichen Essen vertraut machen und kann sich mit bereits vertrauten und bekannten Speisen seinen Hunger stillen. Auch nachts erhält er via Mumi die Gelegenheit evtl Versäumnisse vom Tag wieder auszugleichen.
Wenn das nächtliche Stillen irgendwann wegfällt, wird dein Sohn auch tagsüber mit mehr Hunger und Appetit mitessen.
Biete deinem Kind einfach weiterhin eine ausreichend große Auswahlpalette an Speisen an, bunt gemischt, damit er sich (ganzheitlich und mit allen Sinnen) daran gewöhnen kann. Verfahre bei allen Mahlzeiten in ähnlicher Weise. Biete deinem Kind eine kleine Speisenauswahl auf seinem Teller. Bringe viele Wiederholungen.
Je besser dein Sohn in eure (Tisch)gemeinschaft integriert ist, je selbstverständlicher das gemeinsame Essen ist, desto besser. Habt Spaß bei Tisch, esst leckeres Essen, esst gemeinsam, haltet die Atmosphäre bei Tisch gut, deckt den Tisch hübsch ein und nehmt euch immer, bzw so oft wie möglich, genügend Zeit.
Essen darf spielerisch erlebt werden - am besten mit allen Sinnen und mit ganz viel Spaß. Ohne Erwartung. Eine Speise in der Bäckerei (im Café) findet häufig schneller Zuspruch, weil die ganze Atmosphäre mitwirkt. Eine entspannte Mama, freundliche Menschen ringsum, der Kuchenduft in der Luft, Zeit...
Kinder verknüpfen all diese Erfahrungen mit dem Lebensmittel und dem Geschmack, einschließlich seiner Wirkung.
Das prägt.
Je häufiger Kinder beim Essen, beim Probieren positive Erfahrungen machen, desto lieber probieren sie wiederum Neues bei folgenden Malen. All das mündet in sog. gustatorische Erfahrungen. Diese gustatorischen Erfahrungen bilden die Grundlage für den Appetit.
Es geht darum, den Geschmackssinn, die Geschmackswahrnehmung zu fordern, zu fördern und zu schulen. Je mehr Eindrücke dein Sohn erhält, desto besser kann sich sein persönlicher Geschmack herausbilden. Dafür reichen kleine Mengen.
Also dann
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 11.08.2019

 
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