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Geschrieben von Marlet33 am 29.07.2020, 16:41 Uhr

War das ein Affektkrampf?

Hallo liebes Forum!
Vorab: Ich weiß, dass hier keine Antwort einen ärztlichen Rat ersetzt und ich werde morgen früh auch direkt zum Kinderarzt gehen. :) Aber mich interessiert, ob hier jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat.

Unsere Tochter (16 Monate) ist eigentlich keine große Schreierin und Wutanfälle etc. sind ganz selten. Meist ist sie recht entspannt und gelassen.
Heute hat sie sich aber vor dem Mittagsschlaf sehr aufgeregt, weil sie nicht einschlafen konnte oder wollte. Sie hat laut gweint und ganz plötzlich wurde sie sehr rot (fast lila), brachte keinen Ton mehr raus und versteifte sich. Ich habe sie in den Arm genommen und getröstet und es war auch sofort wieder gut: Hautfarbe normal, Atmung normal, Kind fröhlich. :)

Über Affektkrämpfe weiß ich eigentlich, dass auf den Verschluss der Stimmritze Atemstillstand mit Ohnmacht folgt. Das war nicht der Fall - es hat mich trotzdem sehr erschreckt.

Kennt das jemand von seinem Kind? WIe gesagt: Der Arztbesuch ist eingeplant.

Danke und LG!

 
5 Antworten:

Re: War das ein Affektkrampf?

Antwort von Strelitzie16 am 29.07.2020, 17:09 Uhr

Oh je, das war bestimmt ein Schock für dich. Aber ich glaube nicht dass es ein Affektkrampf war. Kann sein, dass ihr vom Essen noch etwas im Hals geklemmt ist, das ihr Panik gemacht hat und das durch das Hochnehmen dann die Speiseröhre runtergerutscht ist. Oder sie hat sich erschreckt und mit dem Weinen so reingesteigert, dass sie keine Luft mehr bekommen hat. Gibt es tatsächlich, bis zum Übergeben. Hört sich für mich aber ganz danach an, dass Luft im Bauch gedrückt hat die das Essen runtergedrückt hat. Das kann sehr schmerzen und plötzliche Bauchkrämpfe auslösen. Wird meist bei Körperkontakt besser. Oder sie hat sich vor irgendwas erschreckt.. Es gibt viele Möglichkeiten. Heute ist ja auch ziemliche Hitze, zumindest im Süden Deutschlands. Das schlägt den Kleinen schneller aufs Gemüt als uns Erwachsenen. Weil der Temperatur Ausgleich nicht so gut ist.

Alles Gute

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Re: War das ein Affektkrampf?

Antwort von Marlet33 am 29.07.2020, 17:42 Uhr

Danke für deine Antwort. :) Essen in der Speiseröhre würde ich eher ausschließen, es war nicht, als habe sie sich verschluckt. (Und sie hatte kurz vorher auch nur halbierte Blaubeeren) Allerdings hat sie sich tatsächlich in der Vergangenheit auch schon mal beim Weinen übergeben. Vielleicht der gleiche Effekt: Weinen, bis die Luft wegbleibt ... und dann durch den Körperkontakt wieder daran erinnetr, dass man ja Luft holen muss ... :D

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Re: War das ein Affektkrampf?

Antwort von Frolle am 30.07.2020, 13:25 Uhr

Huhu,
das klingt für mich schon so, dass es fast ein Affektkrampf war. Meine Tochter hatte das auch öfter, 2x sogar mit kurzer Ohnmacht. Das Kind schreit so sehr, dass es irgendwann an einem Punkt ist, zu lange ausgeatmet zu haben, dann schafft es die Einatmung nicht mehr und wird bewusstlos. In dem Moment setzt aber sofort und immer zu 100% (!!) der Atemreflex wieder ein. Bei deinem Kind war es vielleicht eine Vorstufe.
Zu deiner Beruhigung: Das ist überhaupt gar nicht schlimm, auch wenn es gruselig ist. Dem Kind kann nichts passieren (es sei denn, es wird bewusstlos und stößt sich dabei)!
Du brauchst auch nicht zum Arzt, wenn dein Kind direkt danach wieder normal war, ist die Sache erledigt. Ich hatte beim ersten Ohnmachtsanfall die Ärztin angerufen und ihr von dem Vorfall berichtet. Ich brauchte nicht hingehen, die Ärztin hätte nichts feststellen können.
Ein wichtiger Tipp fürs nächste Mal: Puste dem Kind kräftig ins Gesicht auf Mund/Nase, wenn du merkst, dass es zu lange nicht einatmet beim Schreien. Das setzt oftmals den Atemreflex in Gang und man kann die Ohnmacht verhindern. Richtig mit Schmackes.

Alles Gute!

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wir haben das drei jahre durch

Antwort von mellomania am 31.07.2020, 22:22 Uhr

mit aspiratorischen affektkrämpfen. der schritt zur kurzen ohnmacht hat bei euch gefehlt. hier wurde geschrien, dann, wie wenn man auf pause drückt, gesicht stehen geblieben, nach hinten gebogen wie ein C, lippen blau, kurz ohnmächtig, kaltschweiß, farbe aus dem gesicht gewichen.
vorab, es kann NICHTS passieren. die ohnmacht ist dazu da, dass die atmung wieder einsetzt. es hieß, es ist KEIN sauerstoffmangel im gehirn zu erwarten. das schlimmst was passieren könnte wäre, wenn das kind alleine ist, also gerade spielt oder so, und dann fällt wegen der ohnmacht und sich da dann verletzt. wir hatten eeg machen lassen um epilepsie auszuschließen.

gut, dass du für sie da warst. genau das brauchen die kinder in dem moment. is sehr hart, wenn man selber gerne schreien würde vor angst, aber in dem moment dürfen sie deine angst nicht spüren. und super, dass ihr direkt zum arzt geht. alles gute für euch!

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Re: War das ein Affektkrampf?

Antwort von Mara_Kiri am 01.08.2020, 14:35 Uhr

Ich tippe auch auf Affektkrampf. Ich wusste nicht, dass das so heißt, aber meine Tochter (fast 3) hat das von Anfang an (wirklich schon als Neugeborene) immer wieder. Bei ihr tritt es zu Beginn auf, wenn sie sich aufregt, irgendwas nicht passt oder sie sich 'verletzt' hat. Sie holt Luft, atmet aber nicht, wird blau und dann fängt sie an zu schreien (und das dann ziemlich laut). Häufiger ist wohl die Variante, die Mellomamia beschreibt.
Sowohl Kinderarzt als auch die Leitung im erste Hilfe Kurs für Kinder meinten, es ist nicht gefährlich und wenn sie ohnmächtig werden (ist meine Tochter bisher nie), fangen sie wieder an zu atmen.

Lass es abklären und wenn es nur das war, brauchst du dir beim nächsten mal keine Sorgen machen

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